31.01.2018-Kalifornien-Hubschrauber stürzt in Wohnsiedlung

Diskutiere 31.01.2018-Kalifornien-Hubschrauber stürzt in Wohnsiedlung im Flugunfälle und Flugunfallforschung Forum im Bereich Luftfahrzeuge allgemein; Leider wurden dabei 3 Insassen getötet, ein vierter Passagier überlebte mit Verletzungen unbestimmten Grades. Auch ein Fußgänger wurde verletzt...

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Robinson 44....

Ich fliege ja sehr gerne mit allem, was abhebt, aber bei einem Mitflugangebot mit diesem Ding würde ich ablehnen.
 

arneh

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Robinson 44....
Ich fliege ja sehr gerne mit allem, was abhebt, aber bei einem Mitflugangebot mit diesem Ding würde ich ablehnen.
Rein statistisch geht es sogar eigentlich noch. Leider neigen die Dinger zu sehr hässlichen Absturzweisen
(Rotor abwerfen oder Rotor stehenbleiben). Wenn ich die Rotorblätter auf dem Bild sehe, schwant mir schon wieder Böses....
 
Ralph

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Rein statistisch geht es sogar eigentlich noch. Leider neigen die Dinger zu sehr hässlichen Absturzweisen
(Rotor abwerfen oder Rotor stehenbleiben). Wenn ich die Rotorblätter auf dem Bild sehe, schwant mir schon wieder Böses....
...konstruktionsbedingt oder durch Flugweise verursacht ?
 

arneh

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...konstruktionsbedingt oder durch Flugweise verursacht ?
Wie @krohmie schrub: Konstruktionsbedingt sind die nicht sehr tolerant gegen Fehler oder übertriebenen Mut in der Flugweise...
 
Ralph

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...also eher was für erfahrene Piloten und nichts für Flugschulen :84:
 

arneh

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...also eher was für erfahrene Piloten und nichts für Flugschulen :84:
Ich würde sagen: Jein.
Flugschüler sind oft eher noch ehrfürchtig und meist auch ganz gut im Training. Tödliche Unfälle sind da ziemlich selten. Tendenziell wird es danach gefährlicher. Es hat auch schon etliche ganz alte Hasen mit mehreren Tausend Stunden erwischt. Ein größeres Maß an Mut ist zumindest im Hinblick auf Mast- Bumping (was es hier aber wohl nicht war) deutlich gefährlicher als mangelnde Erfahrung. Hier sieht es dagegen eher so aus, dass der Rotor nicht mehr allzu viel Drehzahl hatte, als man bei FL0 ankam. Da ein Insasse überlebt hat, riecht das etwas nach der groben Richtung: vergeigte Autorotationslandung oder massiv hinter die Leistungskurve geraten. Auch ist der R-44 im Gegensatz zum R-22 nicht ansatzweise so empfindlich für kompletten Verlust der Rotordrehzahl im Flug. Der kleine lässt dem arglosen Piloteur nur eine gute Sekunde Zeit, den Collective ins Bodenblech zu drücken, wenn der Krachmacher im Rücken plötzlich Ruhe gibt. Wer die Sekunde verpennt, hat dann auch über sich sehr schnell komplette Ruhe. Dafür kommen die Kühe dann ganz schnell näher....
 
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...also eher was für erfahrene Piloten und nichts für Flugschulen :84:
Die meisten Unfälle mit R22/R44, über die ich so las, waren menschliche Fehler. Teurere Hubschrauber stecken Fliegen über der Leistungsgrenze ([URL='https://www.bfu-web.de/DE/Publikationen/Untersuchungsberichte/2012/Bericht_12_3X026_R44_Spieckern.pdf;jsessionid=1B309D427F673EA17889F6C5C9167BDB.live21304?__blob=publicationFile']3X026-12[/url]), verschobenen Schwerpunkt 3X073-14) etc. möglicherweise besser weg.
Einen Einflug in eine Laterne ([url=https://www.bfu-web.de/DE/Publikationen/Untersuchungsberichte/2017/FBericht_17-0624-3X_R44_Warnemuende.pdf?__blob=publicationFile]BFU17-0624-3X) oder Stromleitung (3X001-13) oder Wald (CX011-12) aber oft auch nicht.[/URL]

Nicht immer mangelte es an Erfahrung, oft aber an Airmanship,

mfg
 

bo 108

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Hallo,
es wird immer Menschen geben die eine negative Einstellungen gegen Robinson Heli haben werden.
Grundsätzlich ist ein Robi zu fliegen noch richtige Hand und Fuss Arbeit ohne Flugsystem Unterstützung.In seinen Limits betrieben ist er genauso sicher wie andere Modelle.Sicherlich verzeiht er weniger falsche Steuereingaben bzw Flugzustände wie in einer 2 Tonnen Maschine.Darum muss ein Pilot die heilige Bibel(Flughandbuch) auswendig können.Betreff Autorotation: Wenn mit min. 65 kn eine Autorotation eingeleitet wird, muss in der Sinkphase teils sogar am Pitch gezogen werden um nicht in den oberen roten Drehzahlbereich zukommen.Mein damaliger Fluglehrer zeigte mir auch eine sogenannte zero speed Autorotation .Es passieren mit einem Vw Golf natürlich auch mehr Unfälle wie mit einem Porsche wegen der Zulassungszahlen.
 

arneh

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Betreff Autorotation: Wenn mit min. 65 kn eine Autorotation eingeleitet wird, muss in der Sinkphase teils sogar am Pitch gezogen werden um nicht in den oberen roten Drehzahlbereich zukommen.
Das ist Teil des selben Phänomens: Sehr geringes Trägheitsmoment de Rotors (Betrifft hauptsächlich R-22). Passt die Pitch nicht (also im Moment des Leistungsverlustes sehr schnell Rotor entlasten), läuft die Drehzahl sehr schnell weg (zu schnell kann man immer noch beheben zumindest bis zu dem Punkt wo die Brocken fliegen, zu langsam ist man schnell an dem Punkt ohne Wiederkehr)
Mein damaliger Fluglehrer zeigte mir auch eine sogenannte zero speed Autorotation.
Wenn man geübt ist und nicht in einem blöden Moment überrascht wird, geht das natürlich. Sonst wäre der gar nicht zulassungsfähig.
Es passieren mit einem Vw Golf natürlich auch mehr Unfälle wie mit einem Porsche wegen der Zulassungszahlen
Das war das, was ich mit 'statistisch im Rahmen' sagen wollte. Insgesamt gibt es so viel mehr Möglichkeiten einen Helikopter einzupflanzen, da reichen die genannten (Robinson spezifischen) Szenarien nicht, um die Statistik insgesamt allzusehr zu 'verbeulen'. Darüberhinaus werden die Robbies nicht so oft in den ganz gefährlichen Einsatzfeldern verwendet wo stundenlang in oder nahe der Dead Man's Curve z.T. gar noch mit Last drunter rumgekurvt wird oder in grenzwertigem Wetter operiert wird.

Wer geübt ist und vor allem nicht Mutig ist und ausschließlich bei schönem ruhigen Wetter damit in seiner Freizeit ohne äußeren Druck zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort anzukommen durch die Gegend kreuzt hat nicht zuletzt aufgrund der mechanisch guten Zuverlässigkeit sehr gute Chancen auf ein langes ereignisarmes Fliegerleben. Trifft einer der Punkte nicht zu (vor allem der mit dem Mut) kann es aber auch kürzer werden....
 

bo 108

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Darüberhinaus werden die Robbies nicht so oft in den ganz gefährlichen Einsatzfeldern verwendet wo stundenlang in oder nahe der Dead Man's Curve z.T. gar noch mit Last drunter rumgekurvt wird oder in grenzwertigem Wetter operiert wird.
Die Maschinen werden auch in der Arbeitsfliegerei, verstärkt natürlich in anderen Ländern , eingesetzt. Du hast sicherlich Recht bzw keine Firma im Hubschrauber Sektor wird zb im Gebirge mit einer Robinson Lasten fliegen.Deshalb muss man immer das Modell zum jeweiligen Aufgabengebiet aussuchen.Aber reiner Schönwetterflieger ist er auch nicht, aber ich verstehe was du gemeint hast.
Gruss
 
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