Erstellt von Sczepanski  |  Antworten: 6  |  Aufrufe: 674

Brasilianische Flugzeugträger

Diskutiere Brasilianische Flugzeugträger im Forum Wasserfahrzeuge auf Flugzeugforum.de


  1. #1
    Sczepanski


    ... hab ich nicht gefunden, daher http://marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
    ...
    15 February

    BRAZIL
    The Brazilian Navy seems to have abandoned plans on modernization of aircraft carrier „Sao Paulo“ ... too expensive, technical uncertainties, would require long competition ... ship reportedly to be deactivated by 2020

    ..

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  3. #2
    beistrich


    Flugzeugträger in Südamerika waren mehr Prestigeprojekte als ernsthaft notwendig.

    Man könnte jetzt Brasilien gratulieren dass sie bei der Verteidigung rationaler denken. Tun Sie nur nicht. Als Ersatz für das eine Prestigeprojekt gibt es ein anderes Prestigeprojekt: Atom-U-Boote

    http://www.channelnewsasia.com/news/...n/3323480.html

  4. #3
    Sens


    Bevor man das Verhalten der Brasilianer bewertet, ein kleiner Vergleich.
    208 Mio. Brasilianer haben ein BIP von 1534 Mrd USD und einen Verteidigungshaushalt von 10,36 Mrd USD.
    17 Mio. Niederländer haben ein BIP von 770 Mrd USD und einen Verteidigungshaushalt von 9,75 Mrd USD.

    Davon lassen sich kaum eine Anzahl von Atom-U-Boote beschaffen noch unterhalten. Den Brasilianer geht es primär um den Erwerb einer zukünftigen Fähigkeit, um sie bei Bedarf, ab 2023, nutzen zu können oder zu erweitern. Im Gegensatz zum Flugzeugträger, der nur sinnvoll als Kern einer Task-Force operieren kann, ist dies bei Atom-U-Booten anders. Bei der Größe des Einsatzraumes sind konventionelle U-Boote meist zu beschränkt. Die Brasilianer hatten ja 1982 Anschauungsunterricht bei den Briten. Die Brasilianer denken da zukunftsorientiert.

    https://de.nachrichten.yahoo.com/bra...211419545.html

  5. #4
    Sczepanski


    Man kann die Monroe-Doktrin auch in zweierlei Weise lesen:
    - entweder als "Bedrohung" der Unabhängigkeit der mittel- und südamerikanischen Staaten von den USA
    (die US-interventionistische Politik der USA hat schon mehrfach die innere Entwicklung in südamerikanischen Staaten beeinflusst)
    - oder auch als pan-amerikanische Sicherheitsgarantie, die unter Trumps Konzentrierung auf die USA in's wackeln kommt

    In beiden Fällen ist die logische Konsequenz eine Stärkung der eigenen Verteidigungsanstrengungen. Im Fall von Brasilien kommt der Schutz der erweiterten Wirtschaftszone im Südatlantik und ein Kontroll- und Überwachungs-Interesse bis zur afrikanischen Gegenküste dazu.
    Brasilien soll auch von weit außerhalb der Hoheitsgewässer aus der Tiefe des Südatlantik nicht angegriffen werden können, von wem auch immer.

  6. #5
    Sczepanski


    Die geplante Modernisierung (Lebensverlängerung) des 53 Jahre alten Flugzeugträgers „Sao Paulo“ ist vom Tisch; der zurzeit einzige Flugzeugträger einer südamerikanischen Marine soll „bis 2020“ aus dem aktiven Dienst genommen werden.

    2000 hatte Brasilien das zuvor als „Foch“ bei der französischen Marine fahrende Schiff gebraucht in Frankreich gekauft. Schon damals war der Flugzeugträger 37 Jahre alt, aber sein Erwerb ermöglichte die Ausmusterung der noch fast 20 Jahre älteren, ex-britischen „Minas Gerais“. Die brasilianische Marine ging davon aus, das Schiff mit Zwischenmodernisierungen bis mindestens 2025, vielleicht sogar bis nach 2030 im aktiven Dienst halten zu können. Eine erste Grundinstandsetzung und Modernisierung wurde auch durchgeführt.

    Eine zweite, auf fast vier Jahre veranschlagte Werftliegezeit sollte 2017 beginnen, aber zuvor sollte eine Studie Aufwand und wirtschaftlichen Nutzen ermitteln. Nach deren Vorlage kam die Marineführung nun zum Ergebnis, das Vorhaben sei „zu teuer und zu sehr mit technischen Unwägbarkeiten“ behaftet; auch dürften wegen internationaler Ausschreibung Jahre bis zur Entscheidung für einen Auftragnehmer vergehen; ein Beginn schon in 2017 sei nicht möglich. Mit der Entscheidung für einen Verzicht dürfte auch die angedachte Bestellung neuer trägergestützter Kampfflugzeuge des schwedischen Typs Saab Gripen-M gestrichen, zumindest aber um einige Jahre verschoben werden, bis die Frage einer möglichen Nachfolge der „Sao Paulo“ geklärt ist.

    Schon seit 2012 findet sich im langfristigen Plan zur Flottenerneuerung ihr Ersatz durch (mindestens) einen nach 2025 auf Kiel zu legenden Eigenbau, der mit bis zu 60.000 ts auch deutlich größer („Sao Paulo“ 34.000 ts) werden soll. Mit der zweiten Modernisierung des alten Flugzeugträgers wollte die brasilianische Marine eigentlich auch mehr Zeit für dessen Entwicklung und Bau gewinnen (und finanzielle Risiken in die Zukunft verschieben). Die nun beschlossene Ausmusterung der „Sao Paulo“ könnte zu beschleunigter Beschaffung eines neuen Flugzeugtgrägers zwingen – oder bei knappem Budget die Marine veranlassen, das Projekt stillschweigend erst einmal auf Eis zu legen, vielleicht sogar gänzlich zu begraben. Experten erkennen bei der brasilianischen Marine ohnehin nur begrenzten operativen Wert für einen Flugzeugträger, sehen in ihm primär ein (teures) Prestigeobjekt.
    meldet das MARINEFORUM im neuen Heft (April 2017).
    NAe Sao_Paulo_carrier.jpg

    In der Wochenschau (nur online) http://marineforum.info/Wochenschau/wochenschau.html ist dann das folgende Gerücht wiedergegeben:
    Brasilianischen Medien zufolge hat das britische Verteidigungsministerium der brasilianischen Marine den Hubschrauberträger „Ocean“ zum Kauf angeboten.

    Der Hubschrauberträger könnte zu einem „vernünftigen Preis“ die aus wirtschaftlichen Gründen beschlossene Trennung (etwa 2020) vom Flugzeugträger „Sao Paulo“ zumindest teilweise kompensieren und die Lücke bis zum geplanten Bau eines neuen Flugzeugträgers füllen.

    Die 22.000 ts große (203m) „Ocean“ ist bei ihrer nach dem britischen Strategic Defence & Security Review für 2018 beschlossenen Außerdienststellung gerade einmal 20 Jahre alt, ja hat sogar von 2012 bis 2014 noch einmal eine aufwändige Modernisierung durchlaufen. Ein Verkauf ist also weitaus wahrscheinlicher als eine Verschrottung, und durch ihn würden im Gegensatz zu einem bloßen Aufliegen (Reserve) auch dringend benötigte Mittel für Beschaffungsprojekte der Royal Navy generiert.

    So kursieren denn auch schon seit geraumer Zeit Verkaufsgerüchte, ohne dass aber bisher ein Empfänger genannt wurde. Brasilien wäre durchaus ein logischer Kandidat; immerhin hat die brasilianische Marine schon früher von der Royal Navy gebrauchte Kampfschiffe übernommen, u.a. Fregatten TYPE 22 und die Landungsschiffe „Sir Bedivere“ und „Sir Galahad“.

    Natürlich wäre die „Ocean“ bei der brasilianischen Marine kein vollwertiger Ersatz für den auszumusternden Flugzeugträger „Sao Paulo“. Sie kann keine Kampfflugzeuge einsetzen, würde der brasilianischen Marine aber mit Transport- und Kampfhubschraubern, mitgeführten Landungsbooten und modernen Führungs- und Fernmeldesystemen neue Fähigkeiten geben, von See her nach Land zu wirken. Ob der Verkauf aber tatsächlich zustande kommt, bleibt abzuwarten. Einige Kommentare sehen in den Meldungen der brasilianischen Medien nur „ein Gerücht, das Eigendynamik entwickelt hat“. In Großbritannien hält man sich vorerst bedeckt.
    HMS_Ocean_wiki.jpg

    Wenn ich mal phantasieren darf:
    Brasilien hat den Chinesen praktische Unterstützung beim know how für den Betrieb der Liaoning geliefert (Praktikum an Bord des brasilianischen Trägers). Das schlägt sich im professionellen Einsatz z.B. der Decksmannschaft deutlich nieder.
    Jetzt könnte sich China erkenntlich zeigen
    • - mit der Überholung der Sao Paulo auf einer chinesischen Werft
      - mit dem kostengünstigen Neubau eines Trägers auf einer chinesischen Werft oder
      - mit der massiven technischen Unterstützung eines brasilianischen Eigenbaus.

    Die Finanzierung könnte China zu "Vorzugskonditionen" übernehmen, was den Brasilianern den weiteren Betrieb eines Trägers auch nach 2020 und den Erwerb der "Ocean" ermöglichen würde.

    Fotos Wikipedia

  7. Hallo

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  8. #6
    Bowser


    Die Briten wollten doch die HMS Queen Elisabeth verkaufen sobald die Prince of Wales in Dienst geht. Das wäre sicher eher was für die Brasilianer.

    Edit: So zufrieden ist man bei der Royal Navy mit der HM Ocean ja wohl nicht. Das Schiff ist ja, um Kosten zu reuzieren, teilweise nach zivilen Standarts gebaut worden die dem militärischen Betrieb nicht recht gewachsen sind.

    Anbei noch eines meiner Lieblingsvideos der Ocean. 2012 als sie zu Olympia nach London geschleppt wurde.
    https://www.youtube.com/watch?v=LzrwUrlEdW0

  9. #7
    Sczepanski


    Danke - nachdem ich irgendwo gelesen haben, dass die Sao Paulo nie länger als drei Monate "am Stück" einsatzfähig war, wäre die HMS Ocean doch ein würdiger Ersatz ;)

Brasilianische Flugzeugträger

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