A6M5 Zero von HobbyBoss

Diskutiere A6M5 Zero von HobbyBoss im Props bis 1/72 Forum im Bereich ROLLOUTS - Die Bilder Eurer Flieger !; Hallo Modellbaugemeinde, heute stelle ich Euch eine A6M5 "Zero" aus dem Hause HobbyBoss vor. Kurz vor Pearl Habour war es in den USA eine weit...

Moderatoren: AE
  1. #1 Zimmo, 03.06.2010
    Zuletzt bearbeitet: 04.06.2010
    Zimmo

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    Hallo Modellbaugemeinde,

    heute stelle ich Euch eine A6M5 "Zero" aus dem Hause HobbyBoss vor.
    Kurz vor Pearl Habour war es in den USA eine weit verbreitete Meinung, Japans Luftwaffe bestehe aus veralteten Doppeldeckern und schlecht kopierten Mustern westlicher Länder.
    Mit dem Überfall der Japaner auf Pearl Habour am 7. Dezember 1941 änderte sich diese Meinung schlagartig und in den ersten Jahren des Pazifikkrieges ließ der Begriff "Zero" oder auch "Zeke" die alliierten Piloten erschauern. Denn dieser kleine, wendige Jäger deklassierte mit seinem Auftauchen alle westlichen Typen.
    Selbst in der Hand eines mittelmässigen Piloten war die "Zero" ein ernst zu nehmender Gegner und so manch alliierter Pilot auf Bataan, Guadalcanal oder sonst wo im Pazifik, konnte ein Liedchen davon singen.
    Sicherlich war die Zero keine "Wunderwaffe" und hatte auch ziemliche Schwachpunkte. So gab es in der Anfangszeit des Pazifikkrieges keine nennenswerte Schutzpanzerung für den Piloten und selbstdichtende Tanks kamen auch erst später.
    Mit dem Aufkommen neuer Jagdflugzeuge auf Seiten der Alliierten änderte sich die Situation für die Zeropiloten zu ihrem Nachteil und jetzt waren es Maschinen mit japanischen Hoheitszeichen, die brennend abstürzten.
    Allerdings wurde die "Zero" mehrfach modifiziert und blieb bis zum Ende des Krieges der wichtigste Jäger und Jagdbomber der kaiserlich-japanischen Marine.
    Nun zum Modell:
    HobbyBoss hat hier, als preisgünstiger Anbieter, ein ganz ordentliches Modell auf den Markt gebracht. Passgenauigkeit und Oberflächendetails sind o.k., nur fehlt jegliche Cockpidetaillierung. Somit kann man getrost die Kanzel zu lassen.
    Meine Maschine stellt eine A6M5 Modell 52 aus dem Einsatzjahr 1945 dar.
    Dieser Typ war praktisch eine verbesserte A6M3 mit stärkerer Tragflächenbeplankung, abgerundeten Flächenenden und den Vortrieb erhöhenden Auspuffrohren.
    Die Bewaffnung bestand aus einem 13,2mm MG im Nasenrücken und zwei gleichen MGs in den Tragflächen, sowie zwei 20mm Kanonen ebenfalls in den Tragflächen.
     

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  3. Zimmo

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    Es kamen Farben aus der "Model Air"-Serie von Vallejo und Aquacolors von Revell zum Einsatz.
    Die Läufe der MGs und Kanonen in den Tragflächen habe ich durch Kanülen ersetzt. Ansonsten wurde, wie üblich, von mir aus der Schachtel gebaut.:red:

    So, nun muss ich kurz pausieren, denn ein gesellschaftliches Ereignis bei meinen Schwiegerleuten erfordert, laut meiner Frau, meine Anwesenheit....bis später dann!!!:rolleyes:
     

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  4. Zimmo

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    Wie bereits erwähnt war die Passgenauigkeit dieses Kits recht gut. Lediglich etwas Flüssigspachtel an den Flügelwurzeln und auf der Unterseite kam zum Einsatz.
    Ja,ja.....das Haus im Hintergrund des Fotos denken wir uns einfach mal weg.;)
     

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  5. Zimmo

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    Auf vielen Aufnahmen von japanischen Flugzeugen kann man feststellen, dass diese mit Lackabplatzern übersät sind. Und auch viele Modellbaukollegen haben ihre Zeros, Bettys, Vals etc. in so einem Zustand dargestellt.
    Da konnte ich mich, als eifriger "Student" von Darstellungstechniken in Bezug auf Alterung und Abnutzung, natürlich nur schwer bremsen.
    Meine Zero hat auch mehrfach Lackablatzer. Und auch die "Dienstwege" ans Cockpit wurden von mir "ausgetreten" dargestellt.
    Mein viel zitierter Silberbuntstift blieb dafür diesmal in der Schublade.
    Mit Hilfe eines speziellen Pinsels, der in den Luftwaffe-Farbsets von Gunze als kleine Beigabe zu finden ist, habe ich die Lackschäden trockengemalt bzw. getupft.
     

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  6. #5 Zimmo, 03.06.2010
    Zuletzt bearbeitet: 06.06.2010
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    Die Abgasfahne habe ich mit einem stark verdünnten Braun und einem ebenso verdünnten Schwarz aufgebrusht.
     

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  7. Zimmo

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    Die Decals waren von guter Qualität und liessen sich wirklich problemlos verarbeiten.
    Nach einer Schicht Emsal Glänzer wurden die Nassschiebebildchen aufgebracht und zusätzlich mit Decalweichmacher bearbeitet.
     

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  8. Zimmo

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    Da ich bei diesem Projekt die Glaskanzel erst ganz zum Schluss angeklebt habe, ist dieses Klarsichtteil auch wirklich durchsichtig.
    Allerdings habe ich gerade bemerkt, dass die Canopystreben noch eine weitere Schicht Farbe vertragen könnten. Das werde ich noch nachholen.
     

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  9. #8 Zimmo, 03.06.2010
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    Meiner Meinung nach gehört die Zero zu den elegantesten Jagdflugzeugen seiner Zeit und das Bauen dieses Modells hat mir sehr viel Spaß gemacht.
    Mit Fortschreiten des Krieges und der immer prekärer werdenden Lage der Japaner, wurden viele Zeros für den Einsatz als Kamikaze benutzt. In diesen, aus Freiwilligen bestehenden Staffeln, wurden die Flugzeuge mit nicht abwerfbaren 250 Kg-Bomben ausgerüstet, um sich dann auf den Feind zu stürzen. Die Philosophie dieser Selbstaufopferung ist für uns nicht immer ganz leicht nachzuvollziehen, denn hier geht es nicht um einen Piloten, der sich spontan mit seinem Flugzeug auf eine anfliegende V1 stürzt bevor diese in ein bewohntes Gebiet einschlägt, sondern um einen gezielten, militärischen Einsatz, dessen Sinn und Nutzen sich mir nicht ganz erschliesst.....ausser vielleicht eines gewissen psychologischen Effektes und der Verherrlichung des Samurai-Nimbus.
    Obwohl auch in Deutschland kurz vor Kriegsende solche "Selbstaufopferungsmissionen" geplant und vereinzelt sogar durchgeführt wurden. Allerdings auch hier ohne wirklichen Nutzen.
    Dazu kann man stehen wie man will.
     

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  10. #9 Der Lingener, 04.06.2010
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    Moin "Zimmo",

    schön, dass Du Dich an eines der Anfängermodelle getraut hast - leider gehen solche Bausätze im "hightech"-Hype doch ein wenig unter. Aber ich durfte feststellen, dass immer mehr Modellbauer auch mal einen ooB-Bau "für zwischendurch" genießen, weil man einfach mal loslegen kann, ohne sich Gedanken um korrekte Cockpit-Auslegung, Klappendarstellung u.ä. machen zu müssen.
    Ich selbst finde diese Hobby Boss-Modelle in der Regel sehr schön; sie sind einfach zu bauen, dabei dennoch einigermaßen akkurat (wobei die P-39 Airacobra hoffnungslos daneben ist!) und haben gute Abziehbilder beiligen. So hat meine He 162 zum Beispiel auch Abziehbilder für eine sowjetische Variante, meine Me 163 solche für eine britische Beutemaschine ... eine solch´ exotische Auswahl findet man sonst bei "mainstream"-Herstellern nicht!
    Und deine 52er Zero ist wirklich schön geworden - insbesondere die Lackabplatzer sind Dir gelungen. Der einzige Kritikpunkt, den ich anzubringen habe, geht allerdings nicht zu Deinen Lasten, sondern ist bausatzbedingt:
    Das Fahrwerk geht gaaar nicht! Viel zu spielzeughaft, viel zu klobig.
    Aber (auch das ist mir klar) dieser Umstand ist halt der "EasyKit"-Philosophie geschuldet. Meine drei Kinder kümmert eine solche klobige Darstellung
    ü-b-e-r-h-a-u-p-t nicht (wenn sie das Fahrwerk überhaupt einbauen) - die kleben einfach das Modell zusammen, lackieren oder bemalen es und haben ... SPASS!
    Und darum sollte es eigentlich beim Modellbau zuerst gehen.

    Danke für´s Vorstellen
    sagt
    Michael
    Post Scriptum: Ich hoffe, Du hast das "gesellschaftliche Ereignis bei deinen Schwiegerleuten" gut übestanden
     
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    Hallo

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  12. Hotte

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    In den USA wußte man schon von der "Zero" und wurde auch nach den Berichten aus China gewarnt! Aber man hat dies nicht ernst genommen!
    Zu dem glaubte man auch das die jap. Piloten nicht Fähig wären eine ernsthafte Bedrohung zu sein!
    Die Lackierung hast Du ganz gut hinbekommen!

    Hotte
     
  13. Zimmo

    Zimmo Astronaut

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    Zeroooo

    Moinsen Michael,

    ja, das gesellschaftliche Ereignis bei meinen Schwiegerleuten hat keine traumatischen Folgen für mich gehabt.
    Es freut mich, dass Dir meine Zero gefällt und ich gebe Dir vollkommen recht, dass es einfach Spaß macht, diese "Short run Kits" zu basteln. Sicherlich muss man gewisse Kompromisse eingehen (siehe fehlende Cockpitdetails oder das Bollerfahrwerk), aber es ist doch möglich, aus diesen Bausätzen was Ansehnliches herauszuholen.....und das sogar "OOB"!!! :)
    HobbyBoss bietet in diesem Segment ein recht gutes Preis- Leistungsverhältnis an. Die Zero hat nur 4,99€ gekostet. Bauzeit betrug übrigens 2 Tage. War ein schönes Wochenendprojekt und wird bestimmt nicht der letzte Bausatz dieser Art sein.
    Mein aktuelles Projekt, P-51 D in 1:48, wird da schon mehr Zeit in Anspruch nehmen, da schon Kitseitig viele Detaillierungsmöglichkeiten vorhanden sind.
    Sag mal, gibt es eigentlich Bilder von Deinen "Luftwaffen-Exoten"???

    Grüßle
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