Abbauplanung Luftwaffe

Diskutiere Abbauplanung Luftwaffe im Schweizer Luftwaffe Forum im Bereich Einsatz bei; Hier noch die Zukunftsplanung der Luftwaffe: Der Kommandant der Luftwaffe, Korpskommandant Hansruedi Fehrlin, zur Abbauplanung in seinem...

Moderatoren: Grimmi
  1. #1 Cougar, 20.09.2002
    Zuletzt bearbeitet: 20.09.2002
    Cougar

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    Hier noch die Zukunftsplanung der Luftwaffe:

    Der Kommandant der Luftwaffe, Korpskommandant Hansruedi Fehrlin, zur Abbauplanung in seinem Bereich:


    Gesamtübersicht „Abbauplanung Luftwaffe“
    Folgende Systeme sollen reduziert oder vollständig ausser Betrieb genommen werden:

    Reduktion der mittleren Flab Feuereinheiten von 90 auf 45 per 31.12.03


    Reduktion der F-5 E/F Kampfflugzeuge TIGER von 5 auf 3 Staffeln per 31.12.03


    Reduktion der Alouette 3 von 63 auf 35 per 31.12.03


    Ausserbetriebnahme der MIRAGE-Aufklärer Flotte per 31.12.03


    Ausserbetriebnahme der Jet-Trainer HAWK Flotte per 31.12.03





    Erläuterungen zu den einzelnen Projekten

    1. Reduktion der mittleren Fliegerabwehr-Feuereinheiten von 90 auf 45

    Durch die Reduktion der Armeebestände im Rahmen der Reform XXI musste auch ein Abbau der Fliegerabwehrverbände, die aktuell mit den Systemen RAPIER (radargesteuerte Flab-Lenkwaffe), 35 mm Kanonenfliegerabwehr und STINGER (Einmann-Lenkwaffe) ausgerüstet sind, überprüft werden.

    Da alle drei Systeme ungefähr denselben Wirkungsradius ausweisen – bis ca. 3'000 m / Grund – und die zu schützende Infrastruktur der Armee XXI ebenfalls kleiner wird, ist ein Abbau von 50 % der mittleren Kanonenflab 35 mm vertretbar. Dies bedeutet für die Truppenformationen eine Reduktion von 10 mittleren Flab-Abteilungen auf zukünftig 5 mittlere Flab-Abteilungen mit je 9 Feuereinheiten.

    Bei den RAPIER-Formationen findet keine Reduktion statt; die STINGER-Formationen werden zusammengefasst, jedoch ohne eigentlichen Kampfkraftverlust.


    2. Reduktion der F-5 E/F Kampfflugzeuge TIGER von 5 auf 3 Staffeln

    In einem modernen Luftkriegsszenario mag der – bereits seit mehr als 30 Jahre im Dienst stehende – TIGER nicht mehr zu überzeugen. Hingegen kann auf den TIGER im täglich stattfindenden Luftpolizeidienst (Wahrung der Lufthoheit) und insbesondere bei Einsätzen „rund um die Uhr“ während längerer Zeit, nicht verzichtet werden, da er diese Aufgaben tagsüber vollumfänglich wahrnehmen kann. Dies gilt insbesondere für die Zeitspanne bis 2008, da in dieser Phase die F/A-18 Flotte einem Kampfwerterhaltungs- bzw. einem Kampfwertsteigerungsprogramm unterzogen wird. (Darüber wurde eingehend an der Medienkonferenz vom 17. April 2002 in Dübendorf im Rahmen des Besuchs der deutschen Mig-29 informiert).
    Gleichzeitig sind wir nach wie vor auf die 12 Doppelsitzer TIGER für die Ausbildung und Training bzw. Umschulung unserer Jet-Piloten angewiesen.

    Durch die Reduktion von 5 auf 3 TIGER Staffeln kann auf den Kriegsflugplatz Turtmann ab 1.1.04 verzichtet werden. Das Einsparpotential beträgt hier jährlich
    1,2 Mio SFr im Unterhalt und Betriebsaufwand und 9 Mio SFr durch den Verzicht auf anstehende Investitionen. Die in Turtmann stationierte Flugplatzabteilung 3
    (= Flugplatz Bodenpersonal) sowie das Fliegergeschwader 3 werden per 31.12.03 im Rahmen der Armee XXI aufgelöst.


    3. Reduktion der Alouette 3 von 63 auf 35 Helikopter

    Diese Reduktion hat zur Folge, dass jährlich ca. 4'500 Flugstunden (= Abbau von 28 A 3 mit je 160 Flugstunden/Jahr) weniger produziert werden können. Für die Ausbildung der Helikopter-Piloten bleiben die notwendigen Flugstunden konstant. Dies allerdings bedeutet eine Kürzung der Einsätze und Leistungen zugunsten Dritter: Beispielsweise Einsätze für das Grenzwachtkorps im Rahmen der Grenzüberwachung oder für subsidiäre Einsätze bei den Polizeikorps.

    Um eine solch drastische Reduktion von 4’500 Flugstunden verhindern zu können, wird das jährliche Flugstundenpotential einer A-3 von 160 auf 200 Flugstunden erhöht. Zusätzlich werden die Flugstunden bei Milizpiloten gekürzt; das heisst, dass deren Leistungsprofil angepasst werden muss. Dadurch kann die „Leistungseinbusse“ von 4'500 auf 2'000 Flugstunden minimiert werden. Im Rahmen der Sparmassnahmen des VBS ist dieser Leistungsabbau jedoch zwingend.

    Dieser Abbau hat zur Folge, dass die Leichtfliegergeschwader 1 und 4 per 31.12.03 aufgelöst und die noch verbleibenden Helikopter Alouette 3, Super Puma und Cougar in drei neuorganisierte Lufttransportgeschwader zusammengefasst werden.


    4. Ausserbetriebnahme der MIRAGE-Aufklärer Flotte

    Die Ausserbetriebnahme der MIRAGE-Aufklärerflotte hat zur Konsequenz, dass auf die Fähigkeit der operativen Aufklärung bis ca. 300 km ausserhalb der Landesgrenze verzichtet wird. Dies bedeutet weiter, dass unsere Luftwaffe – nach dem Verzicht auf die Erdkampffähigkeit mit der 1994 durchgeführten Liquidation des HUNTERS – zwei Kernkompetenzen nicht mehr wahrnehmen kann.

    Allerdings muss hier auch festgehalten werden, dass die Überlebenschance unserer seit 35 Jahren im Dienst stehenden MIRAGE in einem modernen Luftkriegsszenario als „klein“ zu bewerten ist. Auch mag die MIRAGE der heute notwendigen, raschen Luftbildübermittlung nicht mehr zu genügen.

    Um die Glaubwürdigkeit unserer Luftwaffe und damit auch unserer Landesverteidigung zu erhalten, ist es deshalb zwingend, dass die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeuges bis Ende dieses Jahrzehnts realisiert wird. Dieses neue Kampfflugzeug soll über eine Mehrrollenfähigkeit verfügen, die uns erlaubt, die offensive Luftraumverteidigung zu verstärken und die Kernkompetenzen für Aufklärung und Erdkampf wieder zu erreichen.

    Um den Know how „Aufklärung“ bis zur Einführung eines neuen Kampfflugzeuges nicht vollständig zu verlieren, soll:
    a) eine Studie Auskunft geben über die Möglichkeit, inwieweit beim F/A-18 „Aufklärungssysteme“ als Übergangslösung integriert werden könnte
    b) Abklärungen vorgenommen werden, inwiefern einzelne Piloten bei befreundeten Luftwaffen im Rahmen temporärer Abkommandierungen ihre Aufklärerkompetenz erhalten bzw. weiter vertiefen könnten.

    Die Ausserbetriebnahme der MR-Flotte hat zur Konsequenz, dass die Flugplatzabteilung 10 sowie die Aufklärerstaffel 10 per 31.12.03 im Rahmen der Luftwaffe XXI aufgelöst werden.


    5. Ausserbetriebnahme der Jet-Trainer HAWK Flotte

    Wegen des geringeren Nachwuchsbedarfs an Jet-Piloten wurde bereits 2001 entschieden, die HAWK Flotte von 19 Flugzeugen auf 12 zu reduzieren. Heute geht es um die Liquidation der verbleibenden 12 HAWK.

    Gemäss den heute gültigen JAR-Vorschriften, den Joint Aviation Requirements also, wären wir bei weiterer Verwendung der HAWK gezwungen, diese Flugzeuge inkl Simulator entsprechend anzupassen. Dies hätte eine Kostenfolge von ca. 40 Mio. SFr. zur Folge.

    Zudem haben heute alle europäischen Luftwaffen einen kleineren Nachwuchsbedarf an Kampfpiloten und sind damit auch von höheren Ausbildungskosten betroffen. Praktisch alle Luftwaffen suchen zur Zeit nach neuen Lösungen.

    Demzufolge liegt es auf der Hand, dass wir – nicht nur aus Kostengründen, sondern auch aufgrund des uns in Zukunft noch zur Verfügung stehenden schweizerischen Luftraumes – mit andern Luftwaffen gemeinsame Lösungen für diese Jet-Grundausbildung unserer Piloten suchen.

    Wie bekannt ist, haben die Flugzeugwerke PILATUS in Stans ein neues Schulflugzeug PC-21 produziert und bereits die notwendigen Testflüge mit Erfolg durchgeführt.

    Es ist daher unsere Absicht, gemeinsame Integrations-Möglichkeiten des PC-21 mit anderen Luftwaffen ebenfalls zu prüfen.

    Obwohl heute noch keine vertragliche Regelung für die Jet-Grundausbildung unserer Piloten ab 2005 auf dem Tisch liegt, scheint das Risiko, dass eine gemeinsame Jet-Grundausbildung nicht realisiert werden könnte, gering. Demzufolge soll auf die anstehende Investition beim HAWK von 40 Mio. SFr. verzichtet und die Flotte ausser Betrieb genommen werden.


    Personelle Auswirkungen

    Diese Verzichtplanung hat einerseits Konsequenzen für die Truppenformationen (Miliz) der Luftwaffe und andererseits für das Berufspersonal des Bundesamtes für Betriebe der Luftwaffe.
    Auf die Auflösung von Truppenformationen bzw. deren Neu-Strukturierung wurde direkt bei den betreffenden Systemen (siehe oben) hingewiesen, soweit die Truppe davon überhaupt betroffen ist.

    Durch die Reduktion der F-5 E/F TIGER Flotte und der Alouette 3 sowie die Ausserbetriebnahme der MIRAGE Aufklärer und der HAWK sind beim Bundesamt für Betriebe der Luftwaffe ca. 90 Arbeitsplätze betroffen. Diese verteilen sich auf mehrere Flugplätze.

    Der Ab- und Umbau dieser Personaleinheiten erfolgt sozialverträglich und kann auch regionalpolitisch verantwortet werden. Es sind keine Entlassungen vorgesehen.


    Gesamtübersicht (finanziell)


    Einsparungen Betriebskosten

    Reduktion der mittleren Flab Feuereinheiten von 90 auf 45 5 Mio SFr/Jahr

    Reduktion der F-5 E/F Kampfflugzeuge TIGER von 5 auf 3 Staffeln 15 Mio SFr/Jahr

    Reduktion der Alouette 3 von 63 auf 35 7 Mio SFr/Jahr

    Ausserbetriebnahme der MIRAGE-Aufklärer Flotte 18 Mio SFr/Jahr

    Ausserbetriebnahme der Jet-Trainer HAWK Flotte 8 Mio SFr/Jahr

    Flugplätze Buochs und Turtmann (wegen Tiger und Mirage) 2 Mio SFr/Jahr

    TOTAL 55 Mio SFr/Jahr



    Einsparungen Investitionskosten

    Hawk (Simulator, Upgrade) 40 Mio SFr

    Flugplatz Turtmann 9 Mio SFr

    TOTAL 49 Mio SFr



    Autor/Autorin: VBS Information letzte Änderung am: 20.09.02


    Und der Link dazu:
    www.vbs-ddps.ch/internet/vbs/de/tools/news/020920a/lw.html
    www.vbs-ddps.ch/internet/vbs/de/tools/news/020920a/liste.html
     
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  3. #2 LimaIndia, 20.09.2002
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    Oh nein, die wollen tatsächlich die Mirage-Aufklärer und die Hawks bereits Ende nächstes Jahr liquitieren! Was für ein Tiefschlag...:FFCry: :(
     
  4. beat

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    Bestätigt eigentlich zwei von mir bereits früher erwähnte Vermutungen:

    Neben Turtmann muss noch ein zweiter Jetflugplatz mittelfristig geschlossen werden. Ich hatte auf Buochs getippt, wegen der fehlenden Modernisierung für die F-18. Da dort jetzt auf weitere Modernisierungen verzichtet wird, sind die Tage von Buochs ziemlich sicher wirklich gezählt.

    Ich habe auch auf noch 6 Jetstaffeln (3 F-18 und 3 neues Kampflugzeuge) als Zukunfstlösung getippt. Reduktion erfolgt nun auch auf diese Struktur.

    Damit müssen wir in Zukunft definitiv mit 6 Jet-Staffeln mit ca. 60 Flugzeugen und 3 Jetbasen leben.
     
  5. Cougar

    Cougar Flieger-Ass

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  6. Cougar

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    Noch eine Frage zum Bericht des Tagi:

    Hat die Schweiz nur noch 85 Tiger. Ich dachte immer, es seien im Gesamten 110 Tiger gekauft worden. 25 sind sicher nicht durch Umfälle verloren gegangen.

    Also, wo sind die restlichen Tiger?
     
  7. #6 LimaIndia, 22.09.2002
    LimaIndia

    LimaIndia Astronaut

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    Hi Cougar

    Ich glaube, das geht so. Von den 110 Maschinen, die gekauft worden sind, sind 9 abgestürzt. Das macht noch 101. Und von diesen 101 Maschinen werden 16 Stück (oder wurden :?! ) evtl. an Brasilien verkauft. Das macht noch die 85 Maschinen, die heute noch im Dienst stehen.
     
  8. #7 Huey II, 22.09.2002
    Huey II

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    Verkauf oder tausch?

    Die US Navy hat interesse an 32 Maschinen. Das geht aus der neusten AFM Magazin hervor. Ob die Amis die Maschinen kaufen oder gegen etwas eintauschen ist nicht bekannt, geschweige ob Brasilien Cash hat.
     
  9. AMIR

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    :( :( :FFCry: :FFCry: .....
     
  10. beat

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    Weiss jemand mehr über die Zusammenstellung der drei neuen Lufttransportgeschwader? Vermute ich richtig:

    1 mit 12 Cougar plus Alouette
    1 mit 15 Super Puma plus Alouette
    1 mit im Moment nur Alouette, später mit z.B. "Blackhawk" plus Alouette

    Stationierungsorte?
     
  11. #10 LimaIndia, 23.09.2002
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    ...und wie siehts mit den PC-6 aus? Ich denke, langsam aber sicher werden auch die alt.
     
  12. Cougar

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    Was gibt es besseres, als die PC-6? Spass bei Seite, ich glaube, die PC-6 sind noch gut in Schuss. Für die Zwecke der Luftwaffe reichen diese allemal aus. Mit was sollen die sonst ersetzt werden? PC-12 mit der Fallschirmspringertüre?

    www.pilatus-aircraft.ch/4_special_missions/images/para.gif
     
  13. beat

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    Einen Teil des Berichtes des VBS ist für mich nicht ganz klar:

    "Gemäss den heute gültigen JAR-Vorschriften, den Joint Aviation Requirements also, wären wir bei weiterer Verwendung der HAWK gezwungen, diese Flugzeuge inkl Simulator entsprechend anzupassen. Dies hätte eine Kostenfolge von ca. 40 Mio. SFr. zur Folge."

    Kann mir jemand Auskunft geben, was dies JAR-Vorschriften bedeuten?

    Ich bin beim Abbau primär bezüglich der Hawk etwas erstaunt. Die Flugzeuge wurde 1990/91 ausgeliefert, d.h. sind knapp 10 Jahre alt und eine Investition von 40 Mio soll nicht mehr sinnvoll sein? Das Training/Umschulung soll ja jetzt primär auf den 12 F-5F erfolgen, die sind aber mehr als 20 Jahre alt? Wieso kommen dort die JAR-Vorschriften nicht zum Tragen? Sie wurden ja bisher nicht modernisiert. :?!
     
  14. AMIR

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    Naja, vielleicht liegt der Unterschied ja darin, dass der Hawk Primär ein Schulungs- bzw. Trainingsflugzeug ist, die F-5F aber ein Kampfflugzeug. Da auf der Hawk die Piloten Ihre Grundausbildung für den Jetflug erhalten, muss wohl auch ein Simulator vorhanden sein, der den Piloten die nötigen "Trockenübungen" ermöglicht. Die zweisitzigen Tiger dienen ja dann nur noch der Einschulung der Piloten auf den entsprechenden Flugzeugtyp.

    Ich könnte mir vorstellen, dass Piloten den Weg PC-7 > Hawk > Hornet nehmen, der Weg PC-7 > Tiger > Hornet aber nicht möglich ist. Die PC-21 wird da Abhilfe schaffen, da mit ihr mehr denn je Jet-ähnliches Fliegen möglich ist. Somit könnte später der Weg sogar PC-21 > Hornet heissen, da der PC-21 sowohl als Grundschulflugzeug und auch für die fortgeschrittene taktische Ausbildung unter Jet-ähnlichen Belastungen verwendet werden kann!
     
  15. beat

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    Habe die Frage bezüglich JAR-Vorschriften und Hawk / F-5F auch der Luftwaffe gestellt. Nachfolgend die interessante Antwort:


    Sehr geehrter Herr Rohr

    Herzlichen Dank für Ihr Mail. Es hat mich veranlasst, dem ganzen noch einmal
    nachzugehen. Dabei hat sich folgendes gezeigt: Die Nennung von JAR im
    Zusammenhnag mit der Ausserbetriebsetzung des HAWK kann - zugegebenerweise -
    zu Missverständnissen führen. Richtig ist, dass die Luftwaffe die
    Jetausbildung von Militärpiloten nach klaren Richtlinien durchführt. In den
    JAR-Bereich fallen dabei einzelne Ausbildungsteile. Auf Seite des HAWK würde
    demnächst eine grosse Summe für den Ersatz von Hardware im HAWK-Simulator
    anstehen, und bei einer längerfristigen Weiterverwendung müsste ein teures
    Cockpit-upgrade eingeplant werden, damit die Ausbildung der F/A-18 resp
    Neues-Kampfflugzeug-Piloten auf einem neuzeitlichen Cockpit (Glascockpit,
    Mission Computer) durchgeführt werden könnte. Die Ausbildung auf einem Jet
    der alten Generation verteuert die Ausbildung massiv, weil mehr teure
    Flugzeit auf dem F/A-18 durchgeführt werden müsste, um die Piloten mit dem
    heutigen Standard-Cockpit vertraut zu machen.
    Die gesamte Jet-Ausbildung auf dem Tiger ist nur eine Notlösung für die
    Übergangszeit. Es ist geplant - aber noch nicht entschieden, mit dem PC-21
    eine zukunftsgerichtete Ausbildung auf einem billigen Turbopropflugzeug
    durchzuführen. Ein Grossteil der Ausbildung, die wir bisher auf dem HAWK
    durchgeführt haben, kann der PC-21 ebensogut oder besser machen.
    Die Übergangsphase vom PC-21 zum F/A-18 braucht noch eine kurze Benutzung
    des Tigers, damit jetspezifische Bereiche geübt werden können. Diese Phase
    könnte in Zukunft (ab 2010+) mit einem europäischen Jetschulfluzeug im
    Verbund mit anderen europäischen Luftwaffen durchgeführt werden.

    Mit freundlichen Grüssen
    Jürg Nussbaum
    Infochef Luftwaffe
     
  16. #15 LimaIndia, 27.09.2002
    LimaIndia

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    Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass da kurzerhand etwas beschlossen wurde, obwohl noch niemand weiss, wie es in Zukunft genau aussehen wird in Sachen Aufklärung und Ausbildung!
     
  17. AMIR

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    Naja .... das Militär macht doch bloss, was in der Wirtschaft heute gang und gäbe ist: Man sieht, dass man sparen muss und ist dann vom Management her gezwungen, sofortige Sparmassnahmen zu ergreifen. Wobei "sofortig" natürlich mehrere Monate oder, wie hier beim Militär, sogar ein zwei Jahre heissen kann. Die Mirages und Tiger ausser Dienst zu stellen ist eine Sofortmassnahme, die der Luftwaffe Millionen "einbringt", die dann helfen, die Entscheidung für ein neues Kampfflugzeug zu beschleunigen - so nach dem Motto "was neues gibt's nur wenn das alte weg ist...".
     
  18. beat

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    Sehe ich auch so. Man hätte doch problemlos ohne Anpassung der Software des Simulators bzw. Modernisierung der Hawk die Ausbildung so weiterlaufen lassen können bis alles klar ist.

    Die gemeinsame europäische Ausbildung kommt kaum vor 2010 und die PC-21 habe ich im Investitionsplan auch nicht gesehen. Ab 2004 bleiben also wirklich definitiv nur die 38 PC-7 und die 12 F-5F. Mit dieser Ausgangslage alle knapp 10-jährigen Trainigsjets zu verkaufen erscheint mir recht gewagt.

    Aber sieht so aus, als ob die dauernden Kürzungen der Militärausgaben länger je mehr zu negativen Konsequenzen führt bzw. das VBS zu heiklen Sparmassnahmen zwingt.

    Grundsätzlich finde ich aber die Zielrichtung (europäische Ausbildung, PC-21) gut.
     
  19. AMIR

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    Tja .... die Militärgegner werden sich freuen - es gibt immer weniger Militär, und das ohne Auswirkung von aussen ..... :rolleyes:
     
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    Ja, die letzte Abstimmung über die Reduktion der Militärausgaben war überflüssig. Trotz nein sind sie bald so tief wie sie die Initianten ja haben wollten .....................
     
  22. Cougar

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    Zukunft Hawk

    Ich hätte da einen Vorschlag zur Zukunft des Hawk's:

    Wie wäre es, wenn man 7 Hawk verkaufen würde und mit dem Erlös die restlichen 12 auf den Stand Mk 127 aufrüsten würde.

    Damit hätte man eine Staffel, die die Ausbildung zwischen PC-7 und F/A-18 ideal überbrücken könnte und vorallem eine Staffel, die die Kernkompetenz Luftangriff wieder sofort aufnehmen könnte.

    www.airforce-technology.com/projects/lift/

    Wie lautet eure Meinung dazu?
     
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