Absturz einer Tu-95MS bei Chabarovsk

Diskutiere Absturz einer Tu-95MS bei Chabarovsk im Flugunfälle und Flugunfallforschung Forum im Bereich Luftfahrzeuge allgemein; Heute morgen ist eine Tu-95MS im fernen Osten abgestürzt, leider sind die 2Piloten dabei ums Leben gekommen, die anderen Besatzungsmitglieder...

Moderatoren: mcnoch
  1. DM-ZYC

    DM-ZYC Astronaut

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    Heute morgen ist eine Tu-95MS im fernen Osten abgestürzt, leider sind die 2Piloten dabei ums Leben gekommen, die anderen Besatzungsmitglieder konnten sich mit dem Fallschirm retten:http://rt.com/news/273520-tu95-bomber-crash-russia/
     
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  3. jockey

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  4. #3 Monitor, 15.07.2015
    Monitor

    Monitor Alien

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    http://aviator.guru/blog/43643287043/Viktor-Imantovich-Alksnis:-Letniy-samoletopad?image=20727316803

    Na gut, der Google-Übersetzer ist nicht erste Wahl, man kriegt die desolate Lage aber mit:

    Samoletopad hat er nicht geschafft, ich würde sagen, das heißt so etwas wie Selbstzerstörung.

    Vielleicht liest @radist mit.
     
  5. pok

    pok Space Cadet

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    Wir wollten ja beim Thema Unfaelle ernst bleiben aber wenn die die Tu95 wirklich mit Esel Urin betanken, dann wundert mich nicht, das die Turboprops kurz nach dem Take off Leistung verlieren. Ich denke den Text kannst Du wieder loeschen und zur Absturzursache von Russischen strategischen Bombern werden wir wohl kaum Details erfahren.
     
  6. arneh

    arneh Space Cadet

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    Naja, Esel Pipi wird nun nicht unbedingt wortwörtlich die Ursache gewesen sein. Aber von einem technischen Defekt kann man wohl schon stark ausgehen, wenn sich mehrere Besatzungsmitglieder mit dem Fallschirm gerettet haben. Die Aussage, dass es Probleme mit 3 Antrieben gegeben haben soll könnte dabei ggf. tatsächlich auch in Richtung verunreinigter Treibstoff gehen. So furchtbar viel Elektronik ist in dem Hobel nicht drin, die einfach beschließen könnte die Triebwerke runterzufahren.
    Wir werden es nie final erfahren, aber so himmelsrichtungsmäßig könnte es schon in die grobe Richtung des in dem Artikel Beschriebenen gehen.
     
  7. Gepard

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    Interessant finde ich die Aufstellung der Verluste in oben genanntem Blog

    1. Миг-29 под Астраханью 4 июня. ___________________ MiG-29 4. Juni nahe Astrachan
    2. Су-34 под Воронежом 4 июня. _____________________ Su-34 4. Juni nahe Woronesch
    3. Ту-95 в Амурской области 8 июня.__________________ Tu-95 8. Juni Bezirk Amur
    4. Миг-29 в Краснодарском крае 3 июля._______________ MiG-29 3. Juli Gebiet Krasnodar
    5. Су-24 в Хабаровском крае 6 июля.__________________ Su-24 6. Juli Gebiet Chabarowsk
    6. Ту-95 в Хабаровском крае 14 июля._________________ Tu-95 14. Juli Gebiet Chabarowsk
     
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  8. #7 Monitor, 15.07.2015
    Monitor

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    So richtig interessant wirds ja erst, wenn so eine Tu-95 mal im Baltischen Meer runtergehen muss.
     
  9. #8 spotter-markus, 15.07.2015
    Zuletzt bearbeitet: 15.07.2015
    spotter-markus

    spotter-markus Astronaut

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    Bereits das sechste Unglück in einem Monat :FFCry:

    Der Absturz vom Dienstag war der schwerwiegendste einer russischen Militärmaschine in der jüngeren Vergangenheit, aber nicht der einzige.

    ► Seit Anfang Juni sind bereits sechs Maschinen der russischen Luftwaffe abgestürzt: Unter ihnen waren Kampfjets der Typen MiG-29 und Su-24. Am 6. Juli kamen dabei zwei Piloten ums Leben.

    ► Ein weiterer Bomber vom Typ Tu-95 war bereits am 8. Juni in einen Unfall verwickelt, nachdem während des Starts ein Triebwerk explodiert war. Auch hier kam ein Crew-Mitglied ums Leben, zwei wurden verletzt.

    PS hier mal einen link aus dem russichen Medien http://tvzvezda.ru/news/vstrane_i_mire/content/201507151557-18l7.htm
     
  10. radist

    radist переводчик<br><img src="http://www.flugzeugforum.d

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    Nun, den von @Monitor verlinkten Artikel muss (solte) man sehr differenziert betrachten.
    Sehr emotional benennt ein Oberst und Luftfahrtingenieur grundlegende Probleme/Mängel in der russischen Luftfahrt (zumindest eins der benannten Probleme ist international) und bezieht sich dabei auf 6 konkrete Zwischenfälle der letzten 2 Monate. Zu keinem der 6 Fälle macht er konkrete Angaben.
    Seine Hauptkritik richtet sich gegen die Zerschlagung eines über viele Jahrzehnte bewährten Systems zur Ausbildung von Spezialisten des Fliegeringenieurdienstes, begonnen vom Flugzeugtechniker (Wart) bis in höchste Dienststellungen des FID. Konkret benennt er da die in Moskau abgewickelte Shukowskij Akademie. Durch seine Emotionalität wird er dabei, sachlich liegt er sicher richtig, eher ungenau: im Petrowskij Palast (heute ein mondänes Hotel) war lediglich der Stab untergebracht, Lehrgebäude, Vorlesungssäle, Labors usw. waren in eher profanen Gebäuden im Umfeld - natürlich auch noch Filetstücke im Herzen Moskaus. Das an Stelle des alten Ausbildungssystems getreten neue System hat seine Leitungsfähigkeit offensichtlich noch nicht unter Beweis gestellt.
    ALs weiteres Problem nennt er den Handel mit "gefälschten" Ersatzteilen - Bogus Parts (Unapproved Parts/Suspected Unapproved Parts), was ein internationales Problem ist und dem EASA, FAA usw. größte Aufmerksamkeit widmen. Es scheint aber so zu sein, dass in Russland auf diesem Gebiet besondere "Goldgräberstimmung" herrscht (mir erscheint das beim Gesamtbild der Lage in Russland realistisch), schließlich bezieht er den Flugkraftstoff hier mit ein, mit dem sich bei entsprechender "Behandlung" die Marge leicht vergrößern lässt. @pok - Eselspisse ist hier eine Metapher und nicht wörtlich gemeint.

    Wie gesagt, keine konkrten Fakten. Und, da gebe ich @pok recht, die wird es wohl auch kaum geben. Obwohl - als die An-124 mit Su-27 für Vietnam an Bord damals in ein Wohnhaus stürzte, weil nacheinander die Triebwerke ausfielen, kamen doch eine ganze Menge Informationen an die Öffentlichkeit. Damals war es wohl auch der Sprit, allerdings mehr aus Fahrlässigkeit denn aus kommerziellen Gelüsten.
     
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  11. #10 Monitor, 15.07.2015
    Monitor

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  12. Bowser

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    Die Russen machen aber auch ordentlich Betrieb mit ihren schön reiferen Fliegern. Ständig Übungen etc. Das die Ausfallquota dann hoch geht ist nicht verwunderlich, vor allem wenn das dahinterstehemde Wartungssystem nicht zu 100% funktioniert.
     
  13. #12 Intrepid, 16.07.2015
    Intrepid

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    Tanken in Russland kenne ich aus eigener Erfahrung. Und die "Ersatzteilbevorratung" ebenfalls, steht alles irgendwo herum und wird bei Bedarf ausgebaut (alles, was links und rechts von der "roten 54" zu sehen ist). Ich kann die beschriebenen Probleme sehr gut nachvollziehen, halte sie für glaubhaft.
     
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  14. jockey

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    Man will wieder als big player auftreten aber die dahinter stehende Infrastruktur scheint völlig zu fehlen.
     
  15. svenvt

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    @ jockey, Auf welche Fakten beziehst du Deiine Vermutung?

     
  16. #15 langnase73, 22.07.2015
    langnase73

    langnase73 Astronaut

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  17. jockey

    jockey Alien

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  18. arneh

    arneh Space Cadet

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    Holla die Waldfee!
    Was war das denn???
    Ein so brutal auseinanderfliegendes Triebwerk habe ich aber auch noch nicht gesehen. Scheint das Fahrwerk und die linke Tragfläche sofort kollabieren zu lassen.
    Ist da ein Propellerblatt seine eigenen Wege gegangen?
     
  19. #18 Fliegernase, 20.01.2016
    Fliegernase

    Fliegernase inaktiv

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    Könnte ein oder mehrere oder in der Folge mehrere freigesetzte(s) Propellerblatt(blätter) die Ursache gewesen sein?
    Bei der dabei entstehenden Unwucht könnte ich mir durchaus eine derartige Triebwerkszerstörung vorstellen. Kein Ahnung, ob das getestet wird oder ob ein Turboprop den Schaufelverlust besser überstehen kann/muss.
     
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    Hallo

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  21. macfly

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    Wenn man den Beginn der Explosion im Einzelbildmodus betrachtet, sieht man zunächst einen kleinen, runden Feuerball, der auf der Oberseite der Maschine entsteht. Ist mangels Konturen aber schwer zuzuordnen. Sieht für mich am ehesten nach der Oberseite des linken Flügels aus.

    Anhänge:



    Neben der Unwucht könnte ein loses Propellerblatt noch zu einem ganz anderen Problem führen. Durch die starke Pfeilung der Tragflächen sind die Propeller der äußeren Triebwerke noch hinter der Vorderkante der inneren Tragflächen angeordnet. Für Propellermaschinen eher ungewöhnlich. Ein loses Propellerblatt könnte so prinzipiell direkt den Tragflügel und ggf. auch den Flügeltank durchschlagen. Ich glaube kaum, dass man die Flügel so massiv verstärken kann, dass sie einem losen Propellerblatt unter Startleistung standhalten könnte.
    Insofern kann man davon ausgehen, dass alles dafür getan wurde, dass sich die Propellerblätter niemals lösen können (bzw. sollten).

    Anhänge:

     
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  22. #20 mcgyvr81, 21.01.2016
    mcgyvr81

    mcgyvr81 Flieger-Ass

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    Nach betrachten des Videos gehe ich ebenfalls von genau diesem Fall aus.

    Meines Erachtens kann eigtl. nur ein vollständiges Rotorblatt eine Strukturzerstörung des im Video gesehenen Ausmaßes innerhalb von Zehntelsekunden auslösen. Ggf. kommt noch ein nur teilweise befüllter Flächentank hinzu, welcher dabei penetriert wird, und im Ergebnis sehen wir das im Video gezeigte - Verpuffung/Explosion linksseitig und quasi gleichzeitiges Abbrechen der dortigen Tragfläche (= Versagen des Flügelholms), was das sofortige (und nicht mehr auszusteuernde!) Rollen des Fliegers nach links nach sich zieht.

    Leider ist man in solch (gottseidank extrem seltenen) Situationen auch in Reihe 0 nur noch Passagier...
     
Moderatoren: mcnoch
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