ADAC und DRF haben ein Nachwuchsproblem

Diskutiere ADAC und DRF haben ein Nachwuchsproblem im Ausbildung und Jobs Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; U.a. bildet die Bundeswehr zu wenig Piloten aus, die später bei den Rettungsfliegern arbeiten können. "Was wir nicht brauchen, sind Helden oder...

Moderatoren: Learjet
  1. #1 klaus06, 10.03.2019
    klaus06

    klaus06 Space Cadet

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  3. mg218

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    Dann müssen die Arbeitgeber vielleicht mal selbst bezahlen.
     
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  4. Hagewi

    Hagewi Space Cadet

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    So was ähnliches beklagt der Fahrlehrerverband auch. :wink2: Die schönen Nebeneffekte, deren Ausfall jetzt immer mehr offensichtlich wird.
     
  5. GorBO

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    Es ist ja schon eine Frechheit, dass sich privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen (auch wenn sie wohltätigen Zwecken dienen) seit Jahrzehnten auf die Pilotenausbildung der Bundeswehr verlassen. Das Problem fällt jetzt aber auch nicht vom Himmel, sondern hat sich seit ein paar Jahren angekündigt.
    Also wäre es jetzt höchste Eisenbahn das sich die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Luftfahrerschule zusammentun, ihren eigenen Nachwuchs ausbilden und ihren Flugbetrieb so einrichten, dass junge Piloten in einem 2-Mann-Cockpit Erfahrung und Stunden sammeln können, bis sie genügend Stunden haben um Single Primärrettung fliegen zu dürfen.
    Denn das ist das andere Problem der Hubschrauberbranche: Wer seine Lizenz selbst finanziert, findet danach einfach keine Tätigkeit, um Stunden zu sammeln. Die Stunden braucht er aber, um sich bei ADAC/DRF bewerben zu können. Damit versuchen nur sehr wenige, sehr mutige und zielstrebige junge Menschen diesen Weg in den Rettungshubschrauber.
     
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  6. #5 Intrepid, 10.03.2019
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    Als Rettungsflieger-Bewerber braucht man nicht nur eine Lizenz, sondern auch jede Menge praktische Flugerfahrung auf entsprechend leistungsstarkem Gerät. Das wird privat niemand zahlen können.
     
  7. #6 Chopper80, 10.03.2019
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    Deswegen werden ja bei DRF/ADAC schon seit einiger Zeit auch Bewerber mit geringer Erfahrung genommen, die dann als Copilot ihre Flugstunden/Erfahrung auf den größeren Maschinen ( H145/BK117 ) sammeln.

    C80
     
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  8. Hagewi

    Hagewi Space Cadet

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    Es bräuchte wohl eine (Beamten?-)Laufbahn? für die Rettungsfliegerei. Aber man versucht sich ja um die Wahrnehmung dieser Aufgabe als Staatliche Aufgabe wegzustehlen. Auch über See. Das spielten in der Vergangenheit zu viele Interessen Dritter ein Rolle. Und bis heute wird das nicht aufgegriffen.

    Irgendwie leben wir in diesem Sinne immer mehr in einem Nachtwächterstaat – Wikipedia
     
  9. #8 Sentinel R.1, 10.03.2019
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    Verstehe ich nicht so ganz. Das hat die Bundeswehr doch lange Zeit mit dem SAR-Fluggerät gemacht, ist aber in den vergangenen Jahren zugunsten der privaten Betreiber (keine Konkurrenz zu privatwirtschaftlichen Unternehmen) immer seltener zum Zug gekommen; das erzählte mir so ähnlich zumindest ein Bekannter, der UH-1D geflogen ist. Daneben ist das Bundesinnenministerium ja auch noch in der zivilen Rettung engagiert, was letztlich ja deiner Beamtenlaufbahn mehr oder weniger entspricht.
     
  10. Hagewi

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    Das meine ich ja gerade!

    Und mit der Beamten?Laufbahn ist nur so eine Frage. Ist vielleicht gar nicht mal so eine hoheitliche Aufgabe im engeren Sinne, auf der anderen Seite meine ich allerdings, das der Staat das als richtige eigene Aufgabe mit eigenem Personal und -nachwuchs flächen- und bedarfsdeckened wahrnehmen müsste. Und das ist wohl nicht so. Auch wenn man sich irgendwie "engagiert" (indem mann private Betreiber subventioniert?).
     
  11. GorBO

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    Der Staat hält sich aus dem Rettungsdienst weitestgehend raus. Das beginnt ja schon bei den bodengebundenen Rettungsmitteln geht über die Krankenhäuser eben bis zu den Hubschraubern. Die Innenministerien der Länder schreiben den Dienst aus, legen fest welche Anforderungen der Bewerber zu erfüllen hat und treffen die Auswahlentscheidung. Aber ab da organisieren die Betreiber ihren Betrieb selbst und rechnen den auch selbstständig mit den Krankenkassen ab, eben wie die Betreiber eines RTW. Und das wollen ja auch alle so. Stellt Euch nur den Aufschrei vor, wenn das plötzlich verstaatlicht werden soll!
    Das Engagement der Bundespolizei im Rettungsdienst hat dagegen einen anderen Hintergrund:
    Die Crews der BuPol erzählen zwar gerne, das die orangenen ZSH im Rettungsdienst belassen werden, damit sie als Benchmark für die anderen Betreiber dienen, aber das ist nicht der Grund. (Und ich glaube der kleinste Betreiber von Rettungshubschrauber stellt wohl kaum die Messlatte für die anderen dar.)
    Tatsächlich möchte das Bundesamt für Katastrophenschutz für den Fall der Katastrophe Luftrettungsmittel vorhalten und hat dafür die orangenen Zivilschutzhubschrauber beschafft. Den Betrieb der ZSH hat das BBK in die Hände der Bundepolizei gelegt. Und damit sich die orangenen Hubschrauber nicht die Kuen eckig stehen und die Besatzungen in Übung bleben, hat man jetzt zwölf Luftrettungsstationen aus der Vergabe durch die Länder herausgenommen und mit den ZSH besetzt.
     
  12. #11 lutz_manne, 11.03.2019
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    Hier wird wieder zu Lasten des Steuerzahlers gespart. Ich als Bürger würde gerne der Bundeswehr die Mittel geben um hinterher Piloten oder LKW-Fahrer für später zu haben. "Privat-Wirtschaft" hin oder her, das ist alles irgendwie Infrastruktur. Rettungsflieger, Fahrer beim THW oder auch für die Feuerwehr. Braucht man...
    Wenn das "Fachpersonal" nun länger bei der Bw bleibt, fehlt da auch die Staffelung und reisst Löcher. Oh, dass nie der V-Fall kommen möge. Da fliegen dann "alte Herren" im Krieg die Einsätze gegen vielleicht jüngere Gegner? Kondition ist nach wie vor in der Fliegerei sehr wichtig. Alles kaputt gespart... ich frag mich nur immer: Wo bleibt denn die Kohle und wie hat man sich damals nur den kalten Krieg leisten können?
     
  13. #12 jackrabbit, 11.03.2019
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  14. #13 Intrepid, 11.03.2019
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    Nach den einsitzigen Militärjets war auch bei der Bundeswehr die Zeit der Helden und Draufgänger vorbei. Vielleicht war "The Right Stuff" in seinen letzten Zügen noch mit der Phantom angesagt, aber mit dem Tornado war dann endgültig vorbei. Zum Glück!
     
  15. #14 lutz_manne, 11.03.2019
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    Und bei Effchen? Ist doch die einsitzige Zukunft...
     
  16. #15 Intrepid, 11.03.2019
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    Ich denke, da ist man noch mehr Teamplayer - wobei die übrigen Teammitglieder nicht mehr im Flugzeug sitzen sondern beispielsweise die Software betreuen. Wenn man zu denen keinen guten Draht hat, dann war es das.
     
  17. #16 jackrabbit, 11.03.2019
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    Hallo,

    ist schon klar, war aber auch mehr Spaß. :wink2:
    Helden und Draufgänger (mit einem passenden Schein für ADAC/ DRF) bildet doch keiner mehr aus.

    Grüße
     
  18. #17 innwolf, 11.03.2019
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    Hallo,
    wieviel Stunden haben denn US-Piloten für Transporthubschrauber um dort als "combat-ready" zu gelten, daher Personal in und aus Kampfzonen zu transportieren oder für die US-med-Helicopter, das dürfte doch wohl ebenso anspruchsvoll sein?
     
  19. #18 zapp1963, 13.03.2019
    Zuletzt bearbeitet: 26.03.2019
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    So sieht´s aus. Als ehemaliger BW Fahrlehrer könnte ich im Moment bei 10 Fahrschulen arbeiten. Aber ist das so gewollt, oder haben sie es in ihrer unendlichen Weitsichtigkeit nicht gemerkt oder kommen sehen?
     
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  21. #19 Rhönlerche, 28.03.2019
    Zuletzt bearbeitet: 28.03.2019
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    Vielleicht sollte die BW einfach wieder mehr Hubschrauberpiloten mit kürzerer Dienstdauer ausbilden, die danach noch sinnvoll ins Zivilleben wechseln können? Machen die Amerikaner doch auch in großem Stil?

    Ne Militärausbildung mit allen Schikanen und Stunden wird man zivil kaum hinkriegen bzw. finanzieren können. Umgekehrt hätte die BW so immer Leute als geübte Reservisten verfügbar.
     
  22. #20 Intrepid, 28.03.2019
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    Pro einem Berater weniger im Verteidigungsministerium kann man wahrscheinlich fünf Hubschrauberpiloten mehr ausbilden.
     
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ADAC und DRF haben ein Nachwuchsproblem

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