Air France-KLM

Diskutiere Air France-KLM im Airlines Forum im Bereich Einsatz bei; Air France-KLM mit satter Gewinnsteigerung Paris (AFP) - Trotz der hohen Kerosinpreise hat Europas größter Luftfahrtkonzern Air France-KLM einen...

Moderatoren: TF-104G
  1. #1 Tschaika, 19.05.2005
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    Air France-KLM mit satter Gewinnsteigerung

    Paris (AFP) - Trotz der hohen Kerosinpreise hat Europas größter Luftfahrtkonzern Air France-KLM einen statten Gewinnzuwachs verzeichnet. Unter dem Strich stand in dem am 31. März abgelaufenen Geschäftsjahr ein Plus von 351 Millionen Euro, das waren 20 Prozent mehr als im pro forma gerechneten Jahr davor. Der Umsatz stieg um mehr als sieben Prozent auf 19,079 Milliarden Euro. Die Dividende soll 15 Cent pro Aktie betragen. Auch für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen ähnlich hohe Gewinne, dabei setzt es auf Gewinne aus dem Verkauf des Buchungssystems Amadeus sowie aus Kostenersparnissen durch den Zusammenschluss der französischen Air France und der niederländischen KLM im Mai 2004.
     
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  3. #2 BigLinus, 31.08.2006
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  4. #3 Schorsch, 01.09.2006
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    Anscheinend sind die großen Fluglinien in Europa wieder auf dem Weg der Besserung und haben die Jahre der Schwäche überwunden. Mal schauen, wann es in den USA soweit ist. Dort geht die "erweiterte" Marktbereinigung inzwischen in das 5. Jahr.
     
  5. #4 BigLinus, 01.09.2006
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    Was verstehtst du denn unter 'erweiterter' Marktbereinigung?
     
  6. #5 IberiaMD-87, 01.09.2006
    Zuletzt bearbeitet: 01.09.2006
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    Bestimmt meint "Schorsch" mit der erweiterten Markbereinigung in den USA Fusionen, Übernahmen und Betriebseinstellungen. Seit (Anfang) 2001 bis heute hat sich das Bild doch merklich verändert. TWA gibt es nicht mehr, US Airways und America West sind jetzt zusammen, es gibt immer wieder Spekulationen über mögliche weitere Fusionen. Dies ist ja auch eine erweitere Marktbereinigung und führt zu abgesteckten Revieren der jeweiligen "Großen", wobei der Marktanteil der Niedrigpreisanbieter weiter gestiegen ist.

    Gruss, IB M87
     
  7. #6 Schorsch, 01.09.2006
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    Normalerweise heißt Marktbereinigung klassisch darwinistisch, dass die schwächeren der Herde sterben. In den USA jedoch ist nicht nur eine oder zwei Linien verschwunden, die gesamte Airline-Industrie ist in Frage gestellt. Die klassischen Line-Carrier müssen sich de facto neu erfinden. Des Weiteren kommt für die Airlines im Prinzip Schock nach Schock:
    - 9-11 und Wirtschaftsflaute
    - SARS
    - Ölpreisschock (wohl das fatalste)
    - konstante (auch gerne selbst herbeigeredete) Terrorgefahr
     
  8. #7 BigLinus, 01.09.2006
    Zuletzt bearbeitet: 02.09.2006
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    @ IberiaMD-87 + Schorsch :)

    Vielen Dank für eure Hinweise. :engel:
    Mein BWL-Diplom ist zwar schon etwas her, aber ich denke ich weis schon noch was man unter dem klassischen Begriff Marktbereinigung versteht. :D
    Lediglich der Begriff 'erweiterte' Marktbereinigung war mir neu.

    Wenn ich dich also recht verstehe Schorsch, verstehst du unter 'erweiterter' Marktbereinigung, Veränderungen auf dem Markt (hier auf dem Anbietermarkt: AirCarrier), die nicht durch die Marktteilnehmer selbst, sondern durch äußere Faktoren determiniert wurden und werden. :!:
     
  9. #8 Schorsch, 03.09.2006
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    Das von mir gegebene Prädikat "erweitert" begründet sich einfach auf der nachhaltigen Veränderung des amerikanischen Markts. Wir sind Ende der 70ern und Anfang der 80er mit einer Reihe von regional orientierten Fluggeselschaften in den liberalisierten Markt gestartet (Southwest, Nortwest, Alaska, etc). Diese haben sich in ganz-amerikanische Linien verändert, Fluggesellschaften mit regionalem Fokus sind entweder abhängige Zubringer oder haben ein kleines Nischendasein.
    Es entstanden die großen ganzamerikanischen Anbieter, welche den US-Markt dominierten (Northwest, Delta, American Airlines, Continental). Hauptstütze war stets der Heimatmarkt mit seinen ertragreichen Verbindungen.

    Inzwischen steht das Konzept zur Disposition. "Billigflieger" bieten dichtere Netze als früher an. Wegen Internetbuchung besteht ein fast vollkommen transparenter Markt. Amerikanische Unternehmen sparen manchmal auch härter. Die Stütze des Geschäfts bricht also für die großen weg. Sie können entweder gegen Southwest und JetBlue konkurrieren, was enorm schwierig ist und schlussendlich bedeutet, dass Delta 2006 mit Delta 2001 nicht mehr viel am Hut hat. Oder sie gehen pleite. Das internationale Geschäft ist für die amerikanischen Airlines nie ganz so wichtig gewesen.

    In Europa ist das doch etwas anders. Hier haben Airlines einen klaren Heimatmarkt, aus welchen sie das internationale Geschäft bedienen. Das geht auch zurück, aber die "Dämpfung" reicht aus, dass sich die Airlines tranformieren können. Manche können es nicht und gehen drauf.

    Kern des Problems ist - nochmal zusammengefasst -, dass die amerikanischen Airlines mehr Inlandsfokus haben und daher stärker durch Billigflieger angreifbar sind. Außerdem besteht weniger Markenbindung (Southwest und Delta sind beide amerikanisch, Easyjet und Lufthansa haben da verschiedene Wurzeln, und manch Deutscher hat kein Bock auf Englisch angelabert zu werden).

    Jedenfalls mus man sich mal anschauen, wie beschissen die großen Airlines weiterhin dastehen. Große Schulden, kaum Investitionen. Ich meine, wie viele Großbestellungen haben die Big Players in Nordamerika die letzten Jahre getätigt?
     
  10. #9 IberiaMD-87, 03.09.2006
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    Zitat von Schorsch:
    Du hast Recht, die großen US-Linien fielen eher durch Zurückhaltung auf, aber:

    ein paar Anmerkungen und ich bitte ggf. um Korrektur:

    Im Zeitraum 1996/97 hat Boeing u.a. mit Delta und American Exklusivverträge unterzeichnet. Bei Delta war es eine Art Tauschgeschäft nach dem Prinzip: "Nimmt mal die 737-800, Stornokosten für die ausstehenden MD-90 (15 fest und 110 Optionen) braucht ihr dann nicht zu zahlen".
    American Airlines bestellte damals insgesamt 527 Flugzeuge, darunter 103 (?) Boeing 737-800 fest. Diese Exklusiv-Verträge sollten für 20 Jahre US-Linien an Boeing binden. American plante mit der Großorder den Ersatz ihrer A300, Fokker 100, MD-80 und 727.
    Die EU meckerte laut, die Presse auch und es gilt u.a. festzustellen, daß Boeing den übernommenen Kundenstamm von Douglas NACH der "Fusion" so gut wie gar nicht nutzen konnte und Airbus die Mehrheit an Douglas-Kunden gewann.
    Nun kann man immer wieder in Foren wie bei "Airliners.net" neben den immer wiederholenden Themen lesen, wann denn American, Delta und Co. neue Flugzeuge als Ersatz ihrer alten Krachmacher bestellen. Mich wundert, daß kaum erwähnt wird, daß noch sehr viele ausstehende Bestellungen und Optionen vorliegen. American hat weit weniger Flugzeuge abgenommen als eigentlich mal geplant, die Lieferpositionen sind mehrfach geändert worden.
    Einige der ganz großen US-Linien haben bis heute ihre einstigen Großbestellungen nicht voll abgenommen und dann wird ab und zu spekuliert, ob American auch A320 einführen würde.

    Gruss, IB M87
     
  11. #10 BigLinus, 03.09.2006
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    @ Schorsch
    Eine knappe aber sehr gute Darstellung der Situation auf dem amerikanischen Carriermarkt. Ich kann dir derzeit leider nur auf diesem Weg ein Lob aussprechen. :TOP:
     
  12. #11 Schorsch, 03.09.2006
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    Hallo Iberia,
    Hallo großer Linus,

    Bestellen lohnt nur, wenn man die Abschreibungskosten wirksam steuermindernd nutzen kann. Das geht nur, wenn einem operativen Gewinn ein entsprechender bilanzieller Wertverlust entgegensteht. Das ist teilweise irreführend, da ein gebuchter Verlust nicht unbedingt auch ein Abschmelzen der Cash-Reserve heißen muss.

    Die Tatsache, dass US Airlines momentan kaum Bestellungen abgeben, weist für mich auf folgende Probleme hin:

    - schlicht und ergreifend kein Geld, also nicht nur ein Bilanzverlust, sondern keine Kopeken auf'm Konto. Sonst wären sie ja nicht reihenweise in Chapter 11 gewechselt (das ist ein großer Unterschied zu vielen anderen Unternehmen, welche zwar auch mal Verluste melden, aber meilenweit vom bankrott entfernt sind, siehe Lufthansa).

    - schlechtes Standing bei Banken und auf dem Kapitalmarkt. Das Kreditrating sollte derzeit irgendwo im Bereich von C oder D liegen, da bekommt nur Geld von sehr risikofreudigen Anlegern

    Der entscheidende Unterschied zwischen Bilanzverlust (sprich auf dem Papier einen Verlust gemacht) und realem Verlust ist ein wichtiger. Daraus erklärt sich, dass manch Airline trotz Verlusten Flugzeuge bestellen kann. Nur wer effektiv Geld verdient, kann auch etwas kaufen. Da bei vielen Airlines die Flotten älter werden, sinkt der Abstand zwischen realen Cash-Kosten und bilanziellen Kosten.

    Oder wie ein Prof mal sagte: "Profit is opinion, cash-flow is a fact."
     
  13. #12 BavarianFighter, 05.09.2006
    BavarianFighter

    BavarianFighter Guest

    Das sehe ich genauso. Aus meiner Sicht ist es nur eine Frage der Zeit, wann weitere große US-Airlines endgültig bankrott ist. Es hängt wohl von den US-Banken und der US-Regierung ab, wie lange die das noch finanzieren wollen.
    Northwest Airlines dürfte wohl die erste sein, die ihren Geist aufgibt. Um Delta Airlines steht es auch nicht so gut. United Airlines ist zwar aus dem Gröbsten raus, aber das Überleben ist keineswegs gesichert. US Airways/America West ist auf einem guten Weg. Am besten geht es von den großen Airlines noch American Airlines und allen voran Continental Airlines. Southwest Airlines spielt in einer anderen Liga. Finanziell stehen die ähnlich gut dar wie Lufthansa.

    Airlines wie Northwest haben das Problem, wie schon richtig gesagt, dass sie im Inland gegen eine übermächtige Southwest und auch JetBlue ankämpfen müssen; ihnen das Geld für dringend notwendige Flottenmodernisierungen fehlen; und auf internationalen Routen gegen finanzstarke, gutaufgestellte Airlines kämpfen.
     
  14. #13 BavarianFighter, 05.09.2006
    BavarianFighter

    BavarianFighter Guest

    Ich würde sagen, zwischen Bilanzverlust und Betriebsverlust (=Verlust aus operativem Geschäft). Einen hohen Bilanzverlust z.B. aufgrund von hohen außergewöhnlichen Abschreibungen kann man schon ohne weiteres einmal hinnehmen, aber wenn das operative Geschäft einen hohen Verlust hat, dann liegt viel im Argen und das ganze Unternehmen ist gefährdet.
     
  15. #14 Schorsch, 05.09.2006
    Schorsch

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    Etwas fundiertes Basisvokabular in BWL ist halt doch schon was wert. Da bestehen leider bei mir doch einige Lücken ... :red:
     
  16. #15 Bleiente, 14.11.2006
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    Boeing - Haben von KLM Auftrag für sechs 737-Maschinen erhalten

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  17. #16 BigLinus, 15.11.2006
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    Air France-KLM will feindliche Übernahme abwehren

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  18. #17 BigLinus, 16.11.2006
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    Schwere Vorwürfe gegen Air France

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  19. #18 BigLinus, 19.11.2006
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    Air France-KLM will zurück ins Chartergeschäft

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  21. #19 A350XWB, 23.11.2006
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    Air France-KLM prüft Fusion mit Alitalia

    laut dpa prüft air france/klm eine mögliche fusion mit alitalia
    Die Fluggesellschaft Air France-KLM führt mit dem schwer angeschlagenen Partner Alitalia Vorgespräche über eine Übernahme. Man prüfe gemeinsam die Aussichten der Alitalia-Sanierung und vergleiche die Strategien, sagte Konzernchef Jean-Cyril Spinetta am Donnerstag in Paris. Bei Einigkeit werde man die Synergien einer Fusion ausloten. Erst danach wären Fusionsgespräche denkbar.

    quelle:http://www.aero.de/news.php?varnewscat=1

    gruss aus syke
     

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  22. #20 Bleiente, 21.12.2006
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    Boeing erhält von KLM Auftrag über 4 Flugzeuge

    http://www.finanztreff.de/ftreff/news.htm?id=26803183&sektion=nachrichten&u=0&k=0
     
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