Air India A319 Pushback Unfall, Ingenieur von TW angesaugt.

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  1. banji

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    guten Morgen

    Ein Air India A319 hat beim Engine Start während des Pushbacks einen Ingenieur von Air India eingesaugt. Der Flug wurde mit einer Ersatzmaschine und 3:45h Verspätung durchgeführt

    Quelle: Aviation Herald
     
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    Selbst die "Staubsauger" an sowas wie einem A320/B737 sind im Leerlauf gefährlich, wird leider viel zu oft unterschätzt, so ein tragischer Unfall ist dann der worst Case.
     
  4. banji

    banji Flieger-Ass

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    Bei dem CFM56 ist wohl der Sicherheitsabstand vorne 3,1m und hinten 1,5. Da müssen schon mehrere ganz gewaltig nicht aufgepasst haben.

    Allerdings wurde das 2. TW mittels Cross Bleed vom ersten gestartet, ich denke doch dass dann die 3,1m hinfällig sind. Die gelten ja bei Idle.

    Wird nicht die Area um das TW vor dem start sowohl von der Crew als auch vom boden mehrfach gecheckt?
     
  5. #4 Rhönlerche, 17.12.2015
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    [Spekulation]
    Ist es eigentlich verbürgt, dass die nicht etwa mit Reverse rückwärts gerollt sind? Dazu braucht man nämlich richtig Schub und dann wird es gefährlich.

    Soll schon direkt beim Anlassen passiert sein:
    http://www.hindustantimes.com/india...bai-airport/story-AVIuGaeOQniBcYMYl4liON.html
     
  6. banji

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    Ich denke dass das ausgeschlossen ist:
    Aber es ist wohl wirklich so, dass TW2 mittel Crossbleed gestartet wurde, und das geht halt auch nur mit ein bisschen Schub auf TW1. Der Grund ist übrigens laut Kommentar bei AvHerald, dass scheinbar bei den meisten Air India fliegern die APU permanent inop ist und einfach nicht repariert wird

    Wie gesagt, der Ofen ist schon bei Idle saugefährlich, deshalb versteh ich auch nicht was der gute Mann da gemacht hat.
     
  7. #6 Skysurfer, 17.12.2015
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    Dann wird man(n) aber nicht eingesaugt, sondern weggeblasen.
    Halte ich für sehr unwahrscheinlich. Thema Sicherheitsabstand: da hat niemand etwas zu suchen, wenn die Bine läuft. Unachtsamkeit.
     
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  8. #7 Rhönlerche, 17.12.2015
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    Eingesaugt würde man, wenn man bei Reverse vor dem Triebwerk steht. Scheint hier aber nicht um Reverse zu gehen.
     
  9. banji

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    sagen wir mal so, genau vor dem Inlet wirst du mit Sicherheit eingesaugt. Der Schub außenrum dürfte es aber unmöglich machen da hin zu kommen :!:
     
  10. #9 THF-ADI, 17.12.2015
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    Ein selbständiger Pushback per Enginereserver ist beim Airbus A319 m.M. nicht möglich.

    Ich könnte mir vorstellen, dass der Mann unter Umständen auf der Kurveninnenseite beim Pushback war. Der kurze Vorderrumpf(vor Triebwerk) des 319ner würde dann dazuführen, das man zwischen Schlepper und Triebwerk geklemmt wird.
     
  11. #10 Rhönlerche, 17.12.2015
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  12. #11 Schorsch, 17.12.2015
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    Darauf reagieren die Triebwerke sehr allergisch. Mag mit einem JT8D noch funktionieren, aber ich glaube das CFM wäre hier weniger tolerant.
     
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  13. banji

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    Aber selbst dann müsste ich bei der Erfahrung doch wissen wann der Traktor rausdreht. Außerdem erfolgt der Pushback ja recht langsam, also müsste doch Zeit gewesen sein da wegzulaufen.

    Wenn die APU Inop war wird TW 1 von außen gestartet. Wie geht's dann weiter? Dass ich TW 2 mit Crossbleed starten kann muss das erstere ja schon im Idle sein und noch etwas Schub gegeben werden. Wenn er für den Start zuständig war, also den Schlauch an und abgeklemmt hat, dann muss es doch irgend einen Check geben ("engine 1 clear of hose" oder so was) kennt jemand die genaue Prozedur?
     
  14. #13 THF-ADI, 17.12.2015
    Zuletzt bearbeitet: 17.12.2015
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    Das normale mir bekannte Verfahren ist: Start der Nummer 2 mit Air Starter am Gate, dann entfernen des Air Starters und der GPU, dann Pushback, dann alles abziehen ausser dem Headset. Dann wird die laufende Nummer 2 nach Freigabe(Sicherheitsräume nach vorne und hinten beachten) durch Headsetmann auf ca. 70%-85% gebracht und per Crossbleed die Nummer 1 gestartet.
     
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  15. banji

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    Danke für die Erklärung, so ähnlich hab ich mir das gedacht. Also ist der Unfall wohl ein Fall für den Darwin Award :headscratch:
     
  16. AIRBUG

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    15 Füße Abstand lassen beim A319 nicht viel Raum, wenn man am Bugfahrwerk hantiert.Bei Idle sollte auch bei weniger Abstand
    noch nichts passieren.

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  17. banji

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    Update bei Aviation Herald:

    Kurzübersetzung des wesentlichen: Ein Helfer hat die Tow Bar entfernt, während der Ingenieur mit Headset mit dem Rücken zu den TW stand. Und zwar an dem Tow Truck. Gleichzeitig bekam die Maschine Taxi Clearence und setzte sich, nachdem der FO das Flugzeug als clear bestätigt hatte in Bewegung. Der Helfer merkte das rechtzeitig und setzte sich auf den Boden. Der Ingenieur nicht. Resultat wie vor.

    Engine wurde mit Crossbleed gestartet hatte aber damit nichts zu tun.
     
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  18. cool

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    Hartes Brot, da ist der Schlosser scheinbar unschuldig und die Piloten haben ein Menschenleben auf dem Gewissen.

    Zu 1. Chocks werden bei einem normalen Push-Back nicht mehr angelegt. Die Piloten setzten nach Aufforderung die Bremse, was mehr als ausreichend ist. Dazu muss man auch sagen, dass so ein normaler CHock nicht mehr als eine Wegrollsicherung ist, wenn die Flugzeuge geparkt werden, ect. Die halten so ein Flugzeug bei Wetter, oder wenn die TW im Leerlauf laufen, nicht aber, wenn da ein 400PS-Schlepper dran zieht, oder wenn man mit den Triebwerken Gas gibt.

    Zu 2. Dieses Clearing-Signal kommt von demjenigen der am Headset stand, allerdings in Form eines Handzeichens in ausreichend Sicherheitsabstand von der Seite des Taxi-Ways. Das Zeichen für die Piloten, dass dort, wo sie nicht selbst hinsehen können, eben nichts mehr ist und sie losrollen koennen. Das dies von 2 scheinbar "vergessen" wurde, finde ich schon etwas "ausgewöhnlich", das ist eigentlich was für die grundlegenden Basics, die es so bei dem Bewegen eines Flugzeugs am Boden gibt.
     
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  20. #18 Zuschauer, 18.12.2015
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    So würde ich den Text verstehen:Der 1. hat ja gefragt und der zweite hat's bejaht, insofern mglw. auch ein Missverständnis.

    mfg
     
  21. banji

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    Missverständnis, Unachtsamkeit, Faulheit... Das spielt im Endeffekt keine Rolle. Während ich mein "Darwin Award" Kommentar zurückziehen muss, bleibt den Piloten eine schwere bürde die sie ein Leben lang mit sich rumtragen müssen.
     
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