Airbus leasen für fiktive Fallstudie in der Schule

Diskutiere Airbus leasen für fiktive Fallstudie in der Schule im Verkehrsflugzeuge Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Erstmal hallo zusammen, Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen. Aktuell bin ich im 6. Semester für den Abschluss des Betriebswirtschafters. Meine...

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  1. #1 Greenhorn, 05.09.2018
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    Erstmal hallo zusammen,

    Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen. Aktuell bin ich im 6. Semester für den Abschluss des Betriebswirtschafters. Meine Gruppe und ich müssen eine Strategie entwickeln, um eine fiktive Airline aus den roten Zahlen zu holen. Dafür hat sich nun für uns den Standort Genf als ideal herauskristallisiert. Auf jeden Fall benötigen wir nun für unsere Strategie ein Langstrecken Flugzeug, zur Auswahl stehen die folgenden Airbus Typen:

    • A330 200 (ausgerechnete Leasing Rate pro Jahr wäre 13‘475‘291)

    • A330 300 (ausgerechnete Leasing Rate pro Jahr wäre 16‘170‘349)

    • A340 500 (ausgerechnete Leasing Rate pro Jahr wäre 26‘950‘581)

    • A350 800 (ausgerechnete Leasing Rate pro Jahr wäre 24‘794‘535)

    • A350 1000 (ausgerechnete Leasing Rate pro Jahr wäre 32‘340‘697)
    Am besten natürlich einer, der wenig Treibstoff verbraucht, gemäss meinen Google-Recherchen wäre da der A350-800 oder A350 1000 geeignet? Der A340 500 wurde wohl wegen Unwirtschaftlichkeit aufgrund des hohen Treibstoffverbrauchs von der Singapur Airline eingestellt, der kommt wohl nicht mehr infrage.
    Preismässig wären wohl der A330 200 und A330 300 am interessantesten.

    Für die Bestuhlung würden wir eine Zweiklassen Bestuhlung vorsehen, vielleicht 40 Sitze für Business und der Rest Economy. In welchen Flieger kriegen wir die meisten Passagiere?


    Vielen Dank schon im Voraus für eure Hilfe. Ich bin leider gerade etwas verloren in der Google-Welt.



    Grüsse

    Isabelle
     
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  3. #2 Rhönlerche, 05.09.2018
    Rhönlerche

    Rhönlerche Alien

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    Welche Routen sollen den bedient werden, welche Reichweite braucht ihr und welche Angebot an Bord?
    Tendenziell würde ich zur A330-300 raten, falls die Reichweite reicht. Einigermaßen billig zu leasen und zu betreiben und sie schafft viele Passagiere. Jetzt eine A350 zu mieten ist dagegen teuer.
    Man bräuchte mehr Details, was überhaupt damit geplant ist.
     
  4. #3 Greenhorn, 05.09.2018
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    Erstmal vielen Dank für die Antwort.

    Also wir haben die Strecken Singapur, San Francisco und Tokyo im Sinn.

    Die Reichweite habe ich folgendermassen recherchiert, variiert vermutlich je nach Ladung:
    • A330 200 = ca. 13'450 km

    • A330 300 = ca. 10'834 km

    • A340 500 = ca. 12'300 km

    • A350 800 = ca. 15'400 km

    • A350 1000 = ca. 15.800 km
    Betreffend Angeboten an Board, wir dachten über eine Möglichkeit über WiFi an Board und die üblichen Angebote wie Fernsehen, etc.

    Die Air France hat wohl die folgende Bestuhlung: Der A330-200 verfügt über 219 Sitze (40 Sitze in der Business Class und 179 Sitze in der Economy Class) sowie 11 Sitze für die Flugbegleiter.
     
  5. #4 Rhönlerche, 05.09.2018
    Rhönlerche

    Rhönlerche Alien

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    Das sind gleich sehr weite Strecken und das macht es komplizierter. Auch Crew-Einsatz und Flugzeugumläufe. Warum nicht erstmal Genf- New York oder kürzere Routen? Was soll Euch einzigartig machen? Warum soll man gerade mit Euch fliegen wollen?
     
  6. #5 Max76, 05.09.2018
    Zuletzt bearbeitet: 05.09.2018
    Max76

    Max76 Flieger-Ass

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    warum Airbus?
    Bei dem fiktiven Streckenprofil wäre die Boeing 777 die Ideallösung. In der Realität hat sie viele Fluggeräte von Airbus aus wirtschaftlichen Gründen bei Airlines abgelöst, da du Genf erwähnt hast nehmen wir als naheliegendes Beispiel gleich einmal Swiss, wo diese Ablöse gerade vollzogen wird.
    Austrian hat sich auf der Langstrecke schon vor vielen Jahren von Airbus verabschiedet und setzt auf Boeing 767/777, wobei die 767 nun schrittweise durch 777 ersetzt werden. Da gibts keine Überlegungen in Richtung Rückkehr zu Airbus. Bei der kleinen A320-Familie schaut das wieder anders aus, aber in eurem Beispiel geht es ja um Langstrecke. Da würde ich noch einmal nachrechnen und vergleichen
     
  7. banji

    banji Testpilot

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    Ich lese hier mal mit :-)

    Wie weit in die Tiefe soll das denn ausgearbeitet sein? Mit einer reinen Leasingleistung (wet oder dry?), Sprit und Crew vs Passagiere ist das sicher nicht getan. Ist die Aufgabe vorgegeben oder selbst ausgesucht?

    Ich finde das spannend und kann mich nach Beantwortung der oben genannten Fragen auch ein bisschen einbringen.

    Kleiner Tipp schonmal: Die Reichweitenangaben sind immer Marketinginstrumente wenn sie in km angegeben sind. Real wird diese in Betriebsstunden gerechnet, da hier Faktoren einfließen die es unmöglich machen in Kilometern zu rechnen.
     
  8. cool

    cool Space Cadet

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    Zudem muss man bissi aufpassen mit den Reichweiten, da kann die Payload schon mal in Keller gehen. So eine A330-200 nimmt bei maximaler Fuel-Load kaum mehr Nutzlast mit, das ist dann quasi ein fliegender "Tanker".
     
  9. #8 Greenhorn, 06.09.2018
    Greenhorn

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    Diese Strecken werden von Genf noch nicht geflogen und sind gemäss Trend Destinationen geschäftlich wie auch für Ferien sehr spannend. Wir werden uns in dem Fall aber die kürzeren Strecken nochmals anschauen. Wir haben eine Konkurrenz Analyse gemacht in Genf, welche Strecken von welchen Fluggesellschaften bereits abgedeckt sind und wollen nun die noch nicht angeflogenen für uns beanspruchen. EasyJet fliegt leider sehr viele Destinationen in Europa an, wir haben uns aber für einige Europaflüge ausgewählt, in welchen wir die EasyJet nicht direkt konkurrenzieren.

    Leider haben wir nur Flugzeug Modelle von Airbus, Embraer und Bombardier im "Angebot", und diese fünf Airbus Modelle sind die einzigen Langstrecken. Wir könnten aber den Dozenten fragen, ob allenfalls auch eine Boeing in frage kommt.

    Die Aufgabe wurde uns vorgegeben. Es muss nicht allzu sehr ins Detail gehen, unser Auftrag beinhaltet aber die Einstellung von Piloten aus dem Grenzgebiet um die Lohnkosten zu senken und eine Aufstellung der Flotte und des neuen Flugplans. Zusätzlich die Begründung, weshalb Genf und nicht Basel. (Bis anhin war unsere Airline in Bern-Belp und Zürich tätig).

    Die Leasingraten haben wir samt dem Auftrag erhalten. Wir unterscheiden zwischen Operational Leasing für 5 Jahre (kurzfristig + kündbar) und Financial Leasing für 15 Jahre (langfristig +unkündbar). Da die langfristige Strategie noch einige Änderungen mit sich bringen könnte, haben wir uns für ein Operational Leasing entschieden.

    Habe mich noch auf den Webseiten der anderen Airlines schlau gemacht und bin aktuell auf dem folgenden Ergebnis. Ich bin allerdings nicht sicher, ob das wirklich so möglich ist, da die Strecken wohl nicht so weit sind wie unsere ausgewählten Destinationen (San Francisco, Tokyo und Singapur):
    Genf – SF: ca. 9356 km
    Genf – Tokyo: ca. 9786 km
    Genf – Singapur: ca. 10’482


    Airbus A330 200 (TAP Air, Eurowings, Etihad, Condor, Air France)
    Technische Angaben am Beispiel der A330 200 der Air Europa:
    Sitzplätze: 24 Business / 275 Economy
    Max. Reichweite: 12‘500 km
    Besatzung: Cockpitbesatzung 2, Kabinenbesatzung 9
    Leasingrate p.a.: 13'475'291



    Airbus A330 300 (Swiss, SAS, Lufthansa, Delta Air, Turkish Airlines, Finnair, Edelweiss Air)
    Technische Angaben am Beispiel der A330 300 der Edelweiss Air
    Sitzplätze: 27 Business / 56 Economy Max / 232 Economy
    Max. Reichweite: 11'300 km
    Besatzung: Cockpitbesatzung 2, Kabinenbesatzung 8
    Leasingrate p.a.: 16‘170‘349
    Fliegt direkt von Zürich nach Calgary, 7770 km


    Ich beobachte Flugzeuge ungemein gerne, aber leider ist mein Wissen über die Ladung, Reichweite, Verbrauch, etc. sehr beschränkt.
     
  10. banji

    banji Testpilot

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    Ich glaube dass ihr mit der Ultralangstrecke aufs falsche Pferd setzt. Dieser Sektor ist nicht Grundlos nur von den absoluten top Playern besetzt und ich wage mal zu behaupten, dass er nur durch Mischkalkulationen profitabel bewirtschaftet werden kann.

    Alle deine Typen haben gemeinsam, dass das Gewicht von maximaler Passagierzahl und Maximalem Sprit das maximal zulässige Startgewicht übersteigt. Konkret bedeutet das, dass mehr Sprit gleich weniger Passagiere gleich teurere Operationskosten pro Passagier bedeutet. Ich denke du solltest dich da mal einlesen, und dich mit realen Betriebskosten pro Stunde und Treibstoffverbrauch pro Stunde auseinandersetzen. Weiterhin ist für deine Rahmenkalkulation die sogenannte ETOPS Zertifizierung und deren genaue Bedingungen pro Maschine relevant. ETOPS ist das Zulassungsprogramm das zweimotorige Maschinen durchlaufen müssen um auf solchen Strecken zugelassen zu werden. Das ist wichtig, weil immer in bestimmten zeitlichen Abständen Ausweichflughäfen erreichbar sein müssen. Diese Tatsache diktiert unter Umständen auch die Route. Und mach dich von dem "km Gedanken" frei. In der Luftfahrt rechnet man in Zeit, weil der Verbrauch pro Stunde gerechnet wird.

    Mal ein Tipp am Rande wie ihr die Strecken vielleicht doch hinbekommt :-) Singapur Airlines bietet die Strecke Singapur - NYC mit einem Stop in Frankfurt an. Diese Verbindung läuft sehr gut. Man bedient zwei Ziele mit einem Flug und die Reichweite wird theoretisch verdoppelt. Durchgeführt wird der Flug mit A380, also für euch uninteressant. Bei einer guten Auslastung und einem entsprechenden Preis kann sowas aber auch auf kürzeren Strecken funktionieren.
     
  11. #10 Greenhorn, 12.09.2018
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    Vielen Dank für die Antwort.
    Habe mich nun etwas in diese ETOPS Zertifizierung eingelesen. Zusätzlich habe ich den Dozenten nach anderen Möglichkeiten gefragt, er meinte, wir müssen uns weder auf die aufgeführten Airbus-Typen noch generell auf Airbus konzentrieren.
    Wir möchten uns nun doch die Boeing 777 näher anschauen, da die A380 vielleicht doch etwas übertrieben ist für unsere Bedürfnisse. Kommen wir mit einem Occassionspreis von 205 Mio. durch? Die Leasingrate würde unser Dozent ausrechnen.
    Die Airbus A340 500 wäre in dem Fall mit 250 Mio. schon wieder teurer, somit könnten wir die Boeing 777 sogar gut begründen:)
     
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  13. #11 Rhönlerche, 12.09.2018
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    Eine 777 ist viel zu groß für den Anfang und so einen Versuchsballon. Wenn Ihr die nicht voll kriegt, frisst sie Euch die Haare vom Kopf. Von daher wäre eine A330 oder sogar nur eine ETOPS 757 besser, die man günstiger kriegt. Die Frage ist, was Euch attraktiver machen soll? Billiger Preis? Toller Service? Super Flugzeiten oder die besseren Flughäfen? Man braucht dann auch noch Verkehrsrechte und Gate-Space, was auch nicht ganz einfach ist.
     
  14. #12 Schorsch, 12.09.2018
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    Erste Frage wäre: wie errechnet ihr die Leasing-Rate? Das scheint irgend so eine Faustformel zu sein. Die ist jedenfalls Schrott.
    A340-500 gibt es für 2.5 Mio/a, und die stehen rum und freuen sich auf Flugstunden.
    A350-900 kostet das Vierfache.
    Ein halbwegs passabler A330-300 etwa das doppelte.
    Für "neue" Flugzeuge reflektiert die Leasing-Rate zum erheblichen Teil das Risiko. Als kleine, klamme Airline wird es richtig teuer. Dann noch Sonderlocken haben wollen (das wollt Ihr ja nicht), da steigen die meisten gleich aus.

    Solltet Ihr erst das Flugzeug umrüsten wollen, kommen 5-10 Mio und 6-12 Monate Wartezeit dazu (pro Flugzeug).

    Man kann ja einfach mal nehmen was da ist:
    Airbus A340 - Available Assets - MyAirTrade

    "Operational Leasing" bedeutet, dass die Flieger Euer Kleidchen tragen, aber eigentlich fremde Leute es betreiben (siehe "Eurowings operated by ...").

    Aber ich sehe schon: Eure Aufgabe ist relativ stumpf. Leasing-Raten gegeben, jetzt müsst mit den paar Daten irgendeine Rechnung machen. Hmm, bedingt wertig finde ich.
     
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