Albatros D.V-Rumpf mit Motoranbauteil

Diskutiere Albatros D.V-Rumpf mit Motoranbauteil im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Aus den Tiefen der Matrix aufgetaucht und in den Breiten der WWI-Foren ohne Erfolg diskutiert....aber was zeigt das Foto tatsächlich?...

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 Hans Trauner, 24.09.2014
    Hans Trauner

    Hans Trauner Space Cadet

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    Aus den Tiefen der Matrix aufgetaucht und in den Breiten der WWI-Foren ohne Erfolg diskutiert....aber was zeigt das Foto tatsächlich? :headscratch::headscratch:
     

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  3. KlausJ

    KlausJ Fluglehrer

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    Hallo,

    interessantes Foto.
    Betrachtet man den Propeller und den vorderen Spant sowie das Loch in der Beplankung, scheint es so, als ob die Zelle als Schnittmodell "missbraucht" wurde.

    Was mich interessieren würde, auf welches Merkmal gründest du die Bezeichnung/den Typ D.V?
    (gegenüber D.III oder D.IV)

    Grüße
    Klaus.
     
  4. #3 Hans Trauner, 24.09.2014
    Hans Trauner

    Hans Trauner Space Cadet

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    Nicht die Ausschnitte sind interessant, sondern dieses recht gewaltige runde Anbauteil am Motor, mit Kettenantrieb.
    D.V ergibt sich aus dem ovalen Rumpfquerschnitt.

    H.
     
  5. 78587?

    78587? Space Cadet

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    Wird wohl ein Verdichter/Kompressor für eine Aufladung sein, bzw auch für den Höhenflug

    -
     
  6. #5 Hans Trauner, 24.09.2014
    Hans Trauner

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    Vergaser wäre aber auf der anderen Motorenseite. Und meinst du nicht, das Ding ist nicht etwas zu kopflastig?
     
  7. KlausJ

    KlausJ Fluglehrer

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    :TD: :rolleyes: Ja, ja, war schon klar.
    Es könnte aber sein, dass das eine mit dem anderen zu tun hat?!

    Hat sich der Rumpfquerschnitt von der D.III zur D.V geändert? Ich dachte der Rumpf wurde nahezu unverändert übernommen?

    Grüße
    Klaus.
     
  8. #7 JohnSilver, 24.09.2014
    JohnSilver

    JohnSilver Astronaut

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    Mein erster Gedanke war, das ist ein aus einer flugunfähigen Albatros gebauter stationärer Generator, ähnlich wie eine stationäre Dampfmaschine. Aber warum ist dann der Propeller noch dran?

    Andererseits scheint es den Propeller auch zerlegt zu haben, lauffähig ist das Ganze so nicht.

    Ein Gerät zur Leistungssteigerung wie z.B. ein Kompressor dürfte meines Erachtens nicht infrage kommen bei dem Luftwiderstand.

    in welchen Foren wird das denn diskutiert?
     
  9. 78587?

    78587? Space Cadet

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    nicht mehr, wird aber gelaufen sein da ja auch ein Schaden am Rumpf zu sehen ist.
     
  10. #9 Hans Trauner, 24.09.2014
    Hans Trauner

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    KlausJ: Nee, der D.III-Rumpf war seitlich gerade, flach. Der D.V.Rumpf komplett oval.

    Um mit einem Mercedes-Motor (wenns denn einer ist) irgendwas stationäres aufzubauen, muss man nur eine Handvoll Schrauben lösen. Der Rumpf ist zu gar nix nütze. Lauffähig ist die Konstruktion so nicht, da der Kühler (der an und für sich im Flügel sass) nicht montiert ist. Das Ganze ist in sich nur widersprüchlich und deshalb wohl auch so schwer einzuordnen.
     
  11. D-MUHA

    D-MUHA Kunstflieger

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    Hi,
    Ich könnte mir einen improvisierten Stromgenerator vorstellen. Eine verunglückte Maschine, Zelle hin, Prop gekürzt (Kühlung?(wurde der Motor nicht angerissen? -dann bräuchte man keine Starterbatterie)) und der Wasserkühler steht nebenan, da ja flügel ab.
    Vielleicht in einer feldwerkstatt behelfsmässig aufgebaut. Warum also den Motor mit allem Gerödel erst ausbauen, dann auf ein Gestell stellen? Vielleicht war der einfachste Weg der schnellste Weg. Den Motor ausbauen is ja leicht, nur wohin dann damit. So bleibt alles im Rumpf stabil verschraubt.Rumpf sichern und schon hat man eine Stromquelle.
    Nun ja, alles Spekulatius... :-)
     
  12. KlausJ

    KlausJ Fluglehrer

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    @ Hans Trauner: DANKE für die Erklärung.
     
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  13. 78587?

    78587? Space Cadet

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    Das hintere Kühlwasserrohr geht ja nach oben, das vordere ist abgebaut. Die fehlenden Flächen könnten auch aufgrund der Bruchbergung nach Aussenlandung abgebaut worden sein. Die Luftschraube und der Rumpf sind ja beschädigt.
     
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  14. Jemiba

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    Ich würde D-MUHA zustimmen, denn der Prop mag zwar beschädigt gewesen sein, sieht aber
    aus, als wäre er absichtlich gekürzt worden, die Endkanten sehen sauber aus. Die Motoren waren
    für ausreichende Kühlung sicherlich auf den Luftstrom angewiesen, wenn das Fahrwerk noch, oder
    wieder intakt war, war das ganze Gerät mobil und man mußte nicht erst mühsam ein Gestell mit
    Rädern bauen.
     
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  15. #14 A.G.I.L, 25.09.2014
    A.G.I.L

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    Ich glaube nicht, dass der Prop absichtlich gekürzt wurde. Das auf dem Foto rechte Propellerblatt sieht intakt aus, beim linken fehlt eine Menge.
    Selbst die Nabe ist anscheinend nur noch halb vorhanden. Mit diesem Prop kann man keinen Motor laufen lassen.
     
  16. #15 Friedarrr, 25.09.2014
    Friedarrr

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    Das schließe ich aus, da fehlt (wie A.G.I.L schon bemerkte) ein ganzes Stück der Nabenaufnahme. Die Gefahr dass es den Rest noch wegfetzt, geht doch so keiner ein! Das andere Blatt scheint zumindest über die Länge des sichtlich Beschädigten noch intakt. Das wuchtet rum wie es keiner haben möchte.

    Ist es ein Generator oder ein E-Motor?
    Die Kette ist recht massiv, das eingreifende Zahnrad mit markanten Zähnen, macht diese Vorrichtung die regulären Prop.-Drehzahlen mit?
    Der Krümmer scheint extra für diese Anordnung gefertigt, Das wäre für eine schnelle provisorische Stromversorgung doch recht aufwendig? Wäre ja egal wo der Motor rausbläst…?
    Schnelle Drehzahlen sind mit dem def. Prop.-Blatt nicht möglich… wurde aber vielleicht auch nur während der Nutzung beschädigt…

    Wenn es ein Geni ist, nimmt er enorm an Leitung (massive Kette zeugt von viel Kraft)?
    Bei einem E-Motor… was würde man mit Diesem bewerkstelligen wollen?

    Harte Nuss!
     
  17. #16 A.G.I.L, 25.09.2014
    A.G.I.L

    A.G.I.L Space Cadet

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    @ Hans Trauner:

    Hast du mal bei http://thevintageaviator.co.nz/ nachgefragt? Vielleicht sind die bei ihrern Recherchen für ihren DV-Nachbau auf etwas gestossen, was zur Lösung beitragen könnte...
     
  18. Jemiba

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    Ja, du hast recht, ich hatte den rechten, dunklen Ausläufer für das gesamte Propellerblatt gehalten, aber da
    hängt noch mehr dran und die Propaufnahme ist tatsächlich auch beschädigt.Mußte mir das Bild erst nochmal
    vergrößern, sorry ..
     

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  19. #18 scotti-74, 25.09.2014
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    Also ich tippe aus einen Rotationskolbenlader oder einen Lader nach dem Prinzip einer Flügelzellenpumpe. Dafür würde das runde Gehäuse sprechen. Der Trichter am Rumpf ist meiner Vermutung nach der Lufteinlauf für den Kompressor.

    Die Luftschraube ist direkt an der Holzverklebung abgerissen und hat den Rumpf beschädigt, was auf eine Überlastung schließen lässt. Deshalb ist das zweite Blatt auch noch heile.

    Vielleicht hat man mit einer Zwangsaufladung experimentiert, die Zahnradübersetzung spricht allerdings auch für eine Drehzahlverringerung.

    Grüße

    Lars
     
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  21. #19 scotti-74, 25.09.2014
    scotti-74

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    Quelle Wiki schreibt dazu ...

    Könnte passen :)
     
  22. #20 A.G.I.L, 25.09.2014
    A.G.I.L

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    Ob ein wie auch immer gearteter Lader auf der Auslassseite des Motors Sinn macht? Der Mercedes DIII hat die Vergaser in Flugrichtung links, also auf dem Foto rechts. Bei einer Laderanordnung wie auf dem Foto müsste die verdichtete Luft quer über den Motor zu den Vergasern geleitet werden. Logisch wäre meiner Meinung nach ein möglichst kurzer Weg der komprimierten Luftzufuhr zum Vergaser. Ich kenn mich aber nicht so gut in der Ladertechnik aus, von daher muss meine Vermutung nicht richtig sein.
     
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