Alte Fotos aus der Doppeldecker-Ära

Diskutiere Alte Fotos aus der Doppeldecker-Ära im Props Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Moin! Danke für den Tip! Hier der direkte Link...
HoHun

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Testpilot
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Moin!

Wenn du etwas Zeit hast lese ab Post Nummer 3041, da findest du viele Infos und auch Antworten zu deinen Fragen.
Danke für den Tip! Hier der direkte Link:


Die Antwort zum Rohr aus dem Motorraum habe ich dort nicht gefunden, aber es scheint ziemlich klar, dass es sich um eine Sitzplatzheizung für den vorderen Sitzraum handelt. Die Details der Technik sind mir aber nicht klar ... bei einigen Junkers-F13-Maschinen (oder auch den "wintertauglichen" kanadischen Harvards) sieht man ja Wärmetauscher an den Auspuffrohren, aber hier wird es wohl eine andere Technik sein, da es auch eine Rückleitung gibt, die die Zirkulation ermöglicht.

Tschüs!

Henning (HoHun)
 
JohnSilver

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Nee, Henning, das ist eine Kühlschleife für den Ölkühler. Irgendwo ist das mal ausgiebig diskutiert worden, evtl. im alten Luftwaffe-Bullet-Board?
Wenn ich mich recht erinnere, wurde im "Sommerbetrieb" diese längere Kühlschleife angebaut und dann zum Winter meist wieder verkürzt.
 
HoHun

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Testpilot
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Moin!

Nee, Henning, das ist eine Kühlschleife für den Ölkühler. Irgendwo ist das mal ausgiebig diskutiert worden, evtl. im alten Luftwaffe-Bullet-Board?
Wenn ich mich recht erinnere, wurde im "Sommerbetrieb" diese längere Kühlschleife angebaut und dann zum Winter meist wieder verkürzt.
Und mit diesen knappen Worten zerstörst Du meine schöne Theorie! :-D

Ich hätte gedacht, dass so eine lange Schleife an einem rüttelnden Kolbenmotor keine gute Idee ist, wenn sie eine so wichtige Substanz wie Motoröl enthält, besonders wenn man sie auch noch routinemäßig trennt und wieder zusammensetzt. Kein Öl, keine Motorleistung ... eine Klemm kann zwar auf jeder Wiese notlanden, aber wir hatten hier ja schon ein paar Unfallfotos, die zeigen, wie es aussieht, wenn da gerade keine Wiese zur Verfügung steht :-/

Tschüs!

Henning (HoHun)
 
urig

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ich lese gerne hier mit

Jetzt habe ich aber auch mal eine Frage: Kennt jemand von Euch Bilder einer de Havilland Tiger Moth mit deutschen Kennzeichen vor 1939? Ich baue meistens 1:72er Modelle, die einen Bezug zu Deutschland in den 1920er und 1930er Jahren haben. Bei der Tiger Moth habe ich aber noch nichts Passendes gefunden.
 
L Andersson

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Anbei eine interessante Aufnahme aus Malmö 1926, auch wenn es wieder Wellblech gibt, etwas für Lennart.
Hallo! Richtig, das müsste 1926 sein. A number of Junkers G 24s, including S-AAAX, were registered in Sweden (and Switzerland) for airline service inside Germany in order to evade the restrictions that were a consequence of the so-called Begriffsbestimmungen. They were all transferred to the German register later in 1926.
 
Günther Ott

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Ob er wohl geflogen ist - wer weiß etwas über diesen erst halbfertigen Tiefdecker mit bereits montiertem Sechszylinder-Anzani-Sternmotor? Ort und Datum der Aufnahme sind leider unbekannt. Einen Anhaltspunkt bietet das Firmenschild der Motor- u. Fahrrad-Handlung Oskar Wagner, vor deren Grundstück die Maschine steht; wurde die Maschine dort auch gebaut?

Gruß
Günther Ott


 
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Günther Ott

Günther Ott

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Dank für die zahlreichen "Likes" zu meinem Foto des halbfertigen Tiefdeckers vor Oskar Wagners Fahrrad-Handlung. Mitglied richard B hat mich zusätzlich auf die Ähnlichkeiten zu einem weiteren Originalfoto aus meiner Sammlung hingewiesen, die ich zuvor nicht beachtet hatte. Alles passt, einschließlich der markanten Haartracht des jungen Mannes und der bewaldeten Hügellandschaft im Bildhintergrund. Die links und rechts leider stark voneinander abweichenden Lichtwerte lassen das Heck kaum erkennen, aber nach entsprechender Bearbeitung zeigt sich, dass die Seitenflosse des ansonsten wohl fertigen Vogels noch unbespannt geblieben war. Der Erstflug stand also noch bevor...

Lässt sich nun mit dem zweiten Foto dieses Flugzeuges etwas zu seiner Identität sagen?

Gruß
Günther Ott

 
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Nordflug

Nordflug

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Hallo,
es müßte für vor dem 1. WK Tankstellenverzeichnisse geben, in Kraftwagenführern etwa. Außerdem könnte er in einem der ADAC Mitgliederverzeichnissen stehen. In der Liste der Kraftrad und Autobesitzer des Deutschen Reiches von 1909 steht er nicht.
Gruß,
Nordflug
 
Aquilius

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Günther, bei den Aufnahmen dieses "Wagner Tiefdeckers" scheint es sich um weitgehend unbekannte und durchaus seltene Aufnahmen zu handeln.

Abgesehen von einem Ingenieur Wagner, der für die AEG 1914-1915 die "Eule" und den "Filzlaus-Eindecker" konstruiert hat, habe ich in meinen Unterlagen keinen möglichen Namen oder vergleichbares Bildmaterial gefunden.

Der Motor scheint tatsächlich ein französischer (oder britischer) 45 PS oder 60 PS Anzani zu sein, kein deutscher Nachbau von RAW, Haacke o.a. Diese Antriebe waren seit 1912 verfügbar. Die Stahlrohr-Konstruktion ist aber wohl nicht vor 1913 entstanden. Darüber hinaus war diese verspannungslose Tiefdecker-Auslegung und das dicke Tragflächenprofil in den Vorkriegsjahren ausgesprochen ungewöhnlich. Ich halte darum eine Laienkonstruktion aus den 1920er Jahren für wahrscheinlicher.
(z.B. haben Drzewiecki mit der studentischen Fliegergruppe der TH Warschau oder die Kozlowski Brüder 1927 solche Eindecker gebaut [Flugsport Nr.23 9. Nov. 1927]. Aber auch die Avia BH-2 (1921), Tupolew ANT-1 (1923), Dietrich-Gobiet DP.VII (1924) oder Heinkel HE 18 (1928) zeigten einen ähnlichen Aufbau.)​

Die Deutsch-Amerikanische Petroleum Gesellschaft hat seit Beginn des 20. Jahrhunderts, aber auch noch in den 1920er Jahren ihr "DAPOLIN Benzin" mit dem Indianerkopf-Logo beworben. Das Unternehmen hatte seinen Sitz erst in Bremen, dann in Hamburg. Das Benzin wurde allerdings im ganzen Land verkauft. Damit lässt sich wohl kaum eine nähere zeitliche oder lokale Einordnung vornehmen, denn die Aufnahmen mit dem hügeligen Hintergrund sind sicher in südlicheren Gefilden entstanden.
Kann man aus dem anderen Werbeschild "Oel ?" noch etwas herausholen?​

Ohne weitere Indizien ist wohl anzunehmen, dass Oskar Wagner (oder dessen Sohn ?) den Eindecker gebaut hat. Vielleicht sitzen sie auf dem 2. Bild gemeinsam im Cockpit? Zu den großen Fragen kann ich leider nichts beitragen, zumal ich mich in den 1920er Jahren nicht wirklich auskenne.

Andreas
 
JohnSilver

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Mein erster Gedanke bei dem Foto war auch, dass es eine Konstruktion nach 1918 ist, für eine Vorkriegskonstruktion sieht mir das Flugzeug zu "modern" aus.
Zur Identifizierung kann ich aber nichts beitragen.

Ich habe versucht, das Schild mit der Aufschrift "Oel" etwas aufzuhübschen, darunter kann ich mit etwas Fantasie "Benzin" und danach etwas wie StaBun/StaRun oder etwas in der Art lesen, wobei das "u" auch ein a oder o sein könnte...


 
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Freund

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Mein erster Gedanke bei dem Foto war auch, dass es eine Konstruktion nach 1918 ist, für eine Vorkriegskonstruktion sieht mir das Flugzeug zu "modern" aus.
Zur Identifizierung kann ich aber nichts beitragen.

Ich habe versucht, das Schild mit der Aufschrift "Oel" etwas aufzuhübschen, darunter kann ich mit etwas Fantasie "Benzin" und danach etwas wie StaBun/StaRun oder etwas in der Art lesen, wobei das "u" auch ein a oder o sein könnte...


vielleicht heißt es auch 'Benzin - Station'?
 
syrphus

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Da im Beitrag 4927 eine Junkers G24 gezeigt wurde, möchte ich da eine Frage anschließen: weiß jemand, ob die Junkers G24 Werknummer 950 ab 1934 in Deutschland als D-1005 oder noch besser als D-ABET noch mit Schwimmern unterwegs war? Mit der schwedischen Kennung S-AABG / SE-ABG war sie es jedenfalls, wie Bilder belegen. Gibt es villeicht auch Bilder mit der deutschen Kennung ab 1934? Für Informationen wäre ich sehr dankbar.
 
syrphus

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Danke für die Information und die Bilder. Offensichtlich wurde die G24 in Deutschland auch mit einer Cockpit-Verglasung ausgestattet.
 
L Andersson

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Junkers G 24 SE-ABG/D-1005/D-ABET was sold back to Junkers/AB Flygindustri on 17.12.1931 and stored at Limhamn. On 19.9.1932 it was re-registered to AB Flygindustri, probably for transfer to Dessau. On 31.12.1933 it was cancelled from the Swedish register. It was fitted with a Junkers L 5G mid engine and possibly the glass cover over the cockpit and re-registered D-1005, and on 28.2.1934 it was handed over to the RLM and finally delivered to the Deutsche Arbeitsfront, the NS state workers' organisation headed by Robert Ley that "replaced" the normal workers' unions. It was then re-registered D-ABET. I suppose that it was used as Ley's VIP transport and in that case operating it as a floatplane would seem unliklely.
 
L Andersson

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PS: I just found a note that SE-ABG was test flown on 7.2.1934 and flown to Dessau on 10.2.1934, presumably with a land undercarriage.
 
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