Alte Fotos aus der Doppeldecker-Ära

Diskutiere Alte Fotos aus der Doppeldecker-Ära im Props Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Der Bitterfelder Verein fĂŒr Luftfahrt e.V. besteht seit 1909, laut Vereinslogo. Also zwischen 1909 und 1933?
Uwe

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Testpilot
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Gute Frage. đŸ€”

1937 ist aber zu spÀt. Das Ereignis war auf alle FÀlle vor 1933. Es gibt noch ein sehr schlechtes Foto aus dem Ballon, auf dem F 13, G 24 und K 16 auf dem Flugfeld zu erkennen sind.
Der Bitterfelder Verein fĂŒr Luftfahrt e.V. besteht seit 1909, laut Vereinslogo. Also zwischen 1909 und 1933?
 
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Junkers-Peter

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Die Motorenbauhalle ist um 1925/26 gebaut worden, also kann es nicht frĂŒher gewesen sein. Ich tippe, wie schon erwĂ€hnt, auf 1931.

Hier ist das (schlechte) Foto aus dem Ballon und ich erkenne jetzt ganz rechts eine A 48/K47 mit dem Doppelseitenleitwerk. Also muss der Ballonbesuch 1928 oder danach stattgefunden haben.

 
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mshagen

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Mal ein Foto der etwas spezielleren Art.
Ich habe das Foto vor einiger Zeit ersteigert, ohne dass eine Typenbezeichnung angegeben war, bei dem ich aber gehofft habe, mit dem Foto in der Hand den Typen bestimmen zu können.
Trotz der Hilfe mehrerer "Profis" bei der Flugzeugerkennung (auch in einem anderen Forum) und der Sichtung diverser Literatur, ist es mir bis heute nicht gelungen, das Flugzeug zu bestimmen, abgesehen davon, dass es möglicherweise aus Osteuropa kommt.

Hallo...

The plane is the Yugoslav "Resava", or Zhuchenko "Resava", with Walter NZ-120 engine...

Here is a link with good information, and some more images.

Great pic!... Thanks for sharing.

Greetings to all, and sorry for the intrusion.

MatĂ­as Hagen
 
JohnSilver

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Im Lotter Kreuz links oben
Vielen Dank fĂŒr die Information, MatĂ­as! :-60:
Dann weiß ich jetzt endlich, welcher Typ das ist. Im Internet ist ja kaum etwas darĂŒber zu finden und das meiste ist in kyrillisch...
 
JohnSilver

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Alien
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Im Lotter Kreuz links oben
Mal ein Foto der etwas anderen Art.
Eine Feldpostkarte, die 1917 von Hannover nach Dresden verschickt wurde, zu der Zeit war in Hannover die FEA 5 stationiert. Das "GemÀlde" soll wohl eine Albatros B.I zeigen.

Die Postkarte singt ein Hohes Lied auf den unbekannten Mechaniker, rechts unten sieht man einen "leicht" verbogenen Doppeldecker ("Noch vor einer halben Stunde").
Nur wenig spÀter steht das Flugzeug wie neu da. :wink2:

Der Text auf der Karte:

Da seh‘ mal eener nun man an,
watt der Mongtör so allet kann
wenn er mit seinesgleichen mehr
mal fĂ€llt so ĂŒber’n Vogel her
besonners wenn er gut gelaunt
na sehn‘ se nur
Der Fachmann staunt.




Und ein "echtes" Foto einer Albatros B.I (oder B.II) nach einer Landung im Feld, auch hier war die FEA 5 beteiligt.

 
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Junkers-Peter

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Junkers-Chefkonstrukteur Ernst Zindel entwarf das Sport- und Reiseflugzeug T 29 fĂŒr den Deutschlandflug 1925. Vor dem Flugzeug steht Junkerspilot Karl SchnĂ€bele (1896-1942), der im Wettbewerb den 3. Platz mit der D-666 (W-Nr. 912) erreichte. Eine bessere Platzierung verhinderten Probleme mit dem kaum erprobten L1-Motor. Die D-666 kam auch erst wenige Stunden vor Beginn der technischen PrĂŒfung des Deutschlandfluges in Berlin an. Man beachte die dicken Fellstiefel gegen kalte FĂŒĂŸe.

Besondere Merkmale des Flugzeuges waren: Pilot und Begleiter saßen nebeneinander im Flugzeug, der GleitbĂŒgel als Überschlagschutz sowie erstmals an einem Junkers-Flugzeug ausgefĂŒhrt: Der Junkers-SpaltflĂŒgel (DoppelflĂŒgel), wie er spĂ€ter u.a. auch an der Ju 52 zu finden war. Mit ihm konnte der Maximalauftrieb um bis zu 50-60% erhöht werden. Der innere Teil war feststellbar und diente als Wölbungsklappe zur Erhöhung des Maximalauftriebs, der Ă€ußere Teil wirkte als Landeklappe und als Querruder. Als Antrieb diente der luftgekĂŒhlte Junkers-6-Zylinder-Reihenmotor L1 mit rund 80 PS. Gebaut wurden von der T 29 nur zwei StĂŒck.

 
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L Andersson

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An interesting detail on the T 29 is that the DoppelflĂŒgel is not placed only behind the wing but continues also under the fuselage.
 
Junkers-Peter

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Ja, das ist noch die erste AusfĂŒhrung des DoppelflĂŒgels. Das ist wohl nur an der T 29 so gemacht worden. SpĂ€ter bei der Ju 52 und 86 endete er auf Höhe des TragflĂ€chenanschlusses.
 
lutz_manne

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Ich kann mich irren, glaube aber schon mal bei einem anderen Typ so eine unterhalb von dem Rumpf durchgehende DoppelflĂŒgelkonstruktion gesehen zu haben?!
 
Junkers-Peter

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Von Junkers oder einem anderen Hersteller? Ich habe nochmals ein wenig geschmökert, es aber nicht an einem anderen Junkerstyp in der Art finden können. Ich kenne aber natĂŒrlich nicht alle Fotos. Von der Schwestermaschine D-657, die auch am Rundflug von 1925 teilnahm - von Plauth geflogen - sind anscheinend keine Fotos ĂŒberliefert.

Eventuell meinst du den Hochdecker T 23, der zu Versuchszwecken einen unteren durchgehenden FlĂŒgel bekommen konnte?
 
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Junkers-Peter

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Danke, Herr Nemo, sehr interessant. Wie man sieht, war der DoppelflĂŒgel anders ausgefĂŒhrt und endete in Höhe des FlĂ€chenanschlusses. Das Foto ist wahrscheinlich wĂ€hrend des Deutschlandfluges 1925 entstanden und zur Unterscheidung der beiden T 29 erhielt die D-657 ein dunkel lackiertes Heckleitwerk. Nach dem Wettbewerb verschwindet die D-657 leider von der BildflĂ€che.
 
Wilbur

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Das Foto ist wahrscheinlich wÀhrend des Deutschlandfluges 1925 entstanden und zur Unterscheidung der beiden T 29 erhielt die D-657 ein dunkel lackiertes Heckleitwerk.
Die Leitwerkfarbe kennzeichnete die Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Wettbewerbsgruppen. D-657 startete mit einem 78-PS-Junkers-L-1-a-Motor in Gruppe B (rotes Leitwerk), D-666 mit einem 85-PS-Junkers-L-1-b-Motor in Klasse C (blaues Leitwerk).
 
L Andersson

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D-657 startete mit einem 78-PS-Junkers-L-1-a-Motor in Gruppe B, D-666 mit einem 85-PS-Junkers-L-1-b-Motor in Klasse C.
That is another interesting thing. Was the L 1a and L 1b versions of the Junkers L 1 engine just a ploy invented by Junkers to increase the chances of winning by competing in two different classes? I have not found any other evidence that these versions of the 80 hp Junkers L 1 (L 1a) existed. Only 15 examples were built.
 
Junkers-Peter

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Habe leider auch keine Werksangaben zum L 1. Es gab aber wohl einen ersten L 1 mit 96 mm Bohrung und 120 mm Hub (77 PS) und eine Weiterentwicklung mit 100 x 120 mm (85 PS). Der erste als L 1 bezeichnet, die Weiterentwicklung als L 1a.
Ich denke auch, dass die Unterscheidung in L 1a und b nur ein Trick war, um in zwei Klassen antreten zu können.

Bei Lange, Luftfahrtechnik, der im allgemeinen gut informiert war, werden L1 a und b genannt.
 
Wilbur

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Meine o.g. Angaben stammen aus einem Artikel ĂŒber den Deutschen Rundflug von Stefan Lehmann, veröffentlicht in "Aviatik", Heft 1, Juni 1990.
Bei Wagner, Hugo Junkers, finden sich Leistungsangaben von 60 und 75 PS fĂŒr den L 1, 80 und 100 PS fĂŒr den L 1 a, ohne weitere ErlĂ€uterungen.
 
Junkers-Peter

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Es gibt keine einheitliche Leistungsangaben zum L 1 in der Literatur. In der zeitgenössischen Quelle "Junkers und die Weltluftfahrt" von Fischer von Poturzyn (MĂŒnchen 1934) wird nur der L1a mit 85 PS in einer Typentafel genannt. Weitere sich widersprechende Quellen sind Hans Giger "Kolbenflugmotoren" (Stuttgart 1986), Reinhold MĂŒller "Junkers-Flugtriebwerke" (Oberhaching 2006) und der Band 2 ĂŒber die Motoren/Triebwerke aus der Reihe "Die deutsche Luftfahrt".

User @maze (Marcus Z.) aus Wien, hier mal ein Beitrag von ihm, hat eine ausfĂŒhrliche Dokumentation ĂŒber den Deutschen Rundflug 1925 erarbeitet, die mir in pdf-Form vorliegt. Keine Ahnung, ob er das mal veröffentlichen will, aber es wĂŒrde sich lohnen. Die Daten sind extrem ausfĂŒhrlich und sehr genau, zu jedem Tag und fast jedem Flug und Flugzeug des Wettbewerbs. Darin werden auch die beiden Motorvarianten L1a und L1b mit 74,8 bzw. 82 PS fĂŒr die beiden T 29 genannt.
 
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Construction number for the L 1/L 1a engines were 901-915 and the first engine was built in 1923. In Junkers documents about engines they are normally called L 1, only sometimes the L 1a (first time in 1925). The only mentioning of the L 1b that i have found is in the list of applications for participation in the Deutsche Rundflug 1925.

 
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Hugo Junkers plante die A 50 als Volksflugzeug und ertrĂ€umte sich ĂŒber 5000 verkaufte Exemplare. Letztendlich wurden es nicht einmal 100 StĂŒck. Aber im Jahre 1929 war man noch optimistisch. Kurz nach dem Erstflug der fĂŒnften gebauten A 50 am 7. Oktober 1929 wurden mit der nun als D-1772 registrierten Maschine etliche Werbeaufnahmen auf dem GelĂ€nde des Dessauer Werkes gemacht und an verschiedene Flugzeug- und Auto-Vertriebsfirmen verschickt. Anbei ein Foto aus der Serie.

Ein großes Problem war, einen geeigneten Motor fĂŒr die A 50 zu finden. Die Maschine hatte etliche Sternmotoren zu Versuchszwecken eingebaut, so u.a. einen Anzani, einen Walter NZ 60 und einen Walter Vega. Die D-1772 besaß einen Armstrong-Siddeley Genet, den fast alle Maschinen der frĂŒhen Serie erhielten. SpĂ€ter war es dann vorwiegend der Siemens Sh 13.

Die D-1772 wurde spÀter an den Bata-Konzern in der Tschechei verkauft, machte aber bereits Mitte 1930 Totalbruch. Das Ende der Maschine hatten wir bereits hier im Forum.

 
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L Andersson

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The Junkers A 50 Junior was a fantastic little machine that was used on all continents of the world (except Antarctica). There are so many interesting and often unknown or forgotten strories about the Junior and the other smaller Junkers types that need to be told. And they will be ...

...
 
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