Armenien - Asedbaidschan

Diskutiere Armenien - Asedbaidschan im Aktuelle Konflikte Forum im Bereich Aktuell; Wie man bei spon.de lesen kann gab es wohl in der Nacht zu Samstag eine Offensive mit Panzer & Artillerie seitens Aserbaidschan um die Region...
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Alien
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Wie man bei spon.de lesen kann gab es wohl in der Nacht zu Samstag eine Offensive mit Panzer & Artillerie seitens Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach. Armenische Streitkräfte sollen dabei eine Mi-24 der aserbaidschanischen Luftwaffe abgeschossen haben.
Spon Artikel : http://www.spiegel.de/politik/ausland/tote-bei-kaempfen-zwischen-armenien-und-aserbaidschan-a-1085158.html

Der immer wieder aufflammende Konflikt um die Region Berg Karabach hält sich nun seit Jahren.
http://www.flugzeugforum.de/threads/79377-121114-Armenische-Mi-24-abgeschossen

Hoffentlich nicht ein neuer großer Konflikt der sich evtl Anbahnt.
 
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nach rastlosen Jahren zurueck in der Niederlausitz
Auf aserischer Seite scheint man es ernst zu meinen, zumindest wird dort grade in den Medien zum Kampf aufgerufen :FFEEK:
Das Ganze kann ganz schnell zu einem ausgewachsenen Stellvertreterkrieg zwischen Russland und der Tuerkei ausarten.
Ein Schelm wer Boeses denkt.....
 
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Alien
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Es stand zu erwarten, dass irgendwann all die ungelösten Probleme wieder hochkochen, nur nicht, dass dies überall zur gleichen Zeit geschieht.
 

Sczepanski

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nach vier Jahren kalten Friedens kocht der Konflikt wieder auf:

Während die Armenier immer noch in einem historischen Konflikt mit der Türkei stehen, die sich wieder Aserbaidschan verbunden fühlt - und Armenien den Rückhalt aus Russland hat, stehen sich auch hier "Sultan" und "Zar" auf unterschiedlicher Seite gegenüber.
 

Sczepanski

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Werden sich die Türkei und Russland einmischen?

Ob es zu einer weiteren Eskalation kommt, dürfte nicht zuletzt von der Türkei und Russland abhängen, die in Aserbaidschan und Armenien als wichtige Verbündete oder gar Schutzmächte angesehen werden. Die Türkei stellte sich demonstrativ auf die Seite Aserbaidschans und versprach Unterstützung. Man verurteile "Angriffe der armenischen Seite", sagte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar und versprach den aserbaidschanischen "Brüdern" Beistand.
...
ussland reagierte zunächst zurückhaltend auf die Kämpfe im Südkaukasus und rief beide Seiten zur Deeskalation auf. Ähnlich äußerte sich die Organisation des Vertrags für kollektive Sicherheit, ein von Russland dominiertes Militärbündnis ehemaliger Sowjetrepubliken, in dem auch Armenien vertreten ist. Allerdings wurden am Mittwoch an der armenisch-türkischen Grenze russische Kampfhubscharuber gesichtet. Russland unterhält einen Armeestützpunkt in Gjumri, im Westen Armeniens an der Grenze zur Türkei. Manche Beobachter interpretierten das als eine Warnung an Ankara, sich nicht einzumischen.
 
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Sczepanski

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Armenien und Aserbaidschan: Konfliktherd "Schwarzer Felsen"
...
Die Region liegt nördlich des eigentlichen Konfliktgebietes Berg-Karabach. Die Grenze ist dort nicht umstritten, wenngleich sie sich häufig vom realen Verlauf unterscheidet. Dieser ist markiert durch militärische Posten und Schützengräbenanlagen auf beiden Seiten.


Für beide Länder ist der Einsatz schwerer Geschütze in diesem Gebiet riskant. Es gibt viele Dörfer, in denen Häuser getroffen wurden. Darüber hinaus verläuft auf armenischer Seite eine zurzeit stark befahrene Straße. In Aserbaidschan liegen in Reichweite Pipelines für Öl und Gas sowie eine Eisenbahnlinie.
...
 

Sczepanski

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Türkische Militärübung in Aserbaidschan: Erdogan schickt einen deutliche Warnung an Armenien
...
Die Türkei hat Kampfhubschrauber und Soldaten ins benachbarte Partnerland Aserbaidschan verlegt, um bei einem Manöver ihre Bereitschaft zur militärischen Unterstützung Aserbaidschans nach den jüngsten Gefechten mit Armenien zu unterstreichen. Transportflugzeuge brachten das türkische Kriegsgerät und die Soldaten in die aserbaidschanische Exklave Nakitschewan, wie das Verteidigungsministerium in Aserbaidschan am Dienstag mitteilte.
...
die Manöver von Kampfhubschraubern und Flugzeugen sollen bis zum 10. August dauern und auch im Norden Aserbaidschans stattfinden.
...
Neuer Ärger für das russisch-türkische Verhältnis. Türkei und Aserbaidschan eint die gemeinsame Sprache und Kultur.
Russland ist als "Schutzmacht" für Armenien involviert, welches wieder ein Trauma aus der jüngsten Geschichte mit der Türkei mit sich herumschleppt.



 
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....
"Das liegt vor allem daran, dass sich Ankara vermehrt darum bemüht, die Energieabhängigkeit von russischem Gas zu reduzieren. Bislang erhält die Türkei Erdgas überwiegend aus Russland, das die Pipeline "Blue Stream" durch das Schwarze Meer in die Türkei befördert. Die neue Pipeline Turkish Stream, die Anfang dieses Jahres eröffnet wurde, hat die Kapazität der alten Röhre nahezu verdoppelt.

Wieder stehen sich Ankara und Moskau auf den Füßen
Offensichtlich war das ein strategischer Fehler Ankaras: Ob im libyschen Bürgerkrieg oder beim Konflikt in der nordwestsyrischen Region Idlib könnten die Positionen Ankaras und Moskaus nicht unterschiedlicher sein. Und auch beim aserbaidschanisch-armenischen Konflikt sind die Interessen der beiden Regionalmächte über Kreuz.".....
Video: Armenien empört: Aserbaidschan und Türkei beginnen Militärübung (Euronews)

New airspace warnings for Armenia and Azerbaijan Da gibt es auch weitere Details zu Warnungen in der Region.
 
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Sczepanski

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Noch bis zum 10. August halten Streitkräfte beider Länder gemeinsam Militärübungen ab. Einer der Schauplätze ist Nachitschewan. Am Dienstag landeten dort Flugzeuge der türkischen Luftwaffe.
Die Übungen finden im Rahmen militärischer Vereinbarungen statt, die seit langem bestehen und immer wieder erweitert wurden.
...

Bereits am 23. Juli begannen die armenischen Streitkräfte - ebenfalls geplante - Militärübungen, und zwar mit Russland. Es ist Schutzmacht Armeniens und hat Tausende Soldaten in einer Militärbasis an der Grenze zur Türkei stationiert. Geübt wurde nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Jerewan Luftverteidigung - die Bekämpfung feindlicher Drohnen und der Einsatz eigener Drohnen zur Aufklärung.


Zudem gab es kürzlich Berichte darüber, dass russische Kampfhubschrauber an der armenisch-türkischen Grenze gesichtet wurden.
...

Die türkische Führung hingegen trat in den vergangenen Wochen aggressiv auf: Präsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte Armenien und sagte Aserbaidschan Unterstützung zu. Der Chef der türkischen Verteidigungsindustrie bot Hilfe beim Ausbau der aserbaidschanischen Streitkräfte an.

Die Regierung in Ankara will in diesem Konflikt zumindest verbal beweisen, dass es das Motto "Ein Volk, zwei Länder" ernst meint und damit nicht nur Aserbaidschan, sondern auch anderen turksprachigen Ländern in der Region seine Verbundenheit zeigen und seine Führungsrolle belegen.
...
dazu aktuell im SPIEGEL (print und online):
Im Jahr 2001 veröffentlichte Ahmet Davutoğlu, ein bis dahin weitgehend unbekannter Istanbuler Politikprofessor, ein Buch mit dem Titel "Stratejik Derinlik" ("Strategische Tiefe"), in dem er eine Neuausrichtung der türkischen Außenpolitik forderte. Die Türkei hatte sich seit ihrer Gründung durch Atatürk 1923 als neutraler Staat definiert. Zwar stand sie als Nato-Partner im Kalten Krieg an der Seite des Westens, aber aus den Konflikten in der Region, insbesondere im Nahen Osten, hielt sie sich weitgehend heraus.

Davutoğlu hingegen sah für die Türkei in der Tradition des Osmanischen Reichs eine Führungsrolle zwischen Nordafrika und dem Balkan vor. Bei dem neuen, islamistischen Premier Recep Tayyip Erdoğan kam diese Haltung gut an. Ihm schwebte ohnehin ein Bruch mit Atatürks Prinzipien vor. Erdoğan machte Davutoğlu zu seinem außenpolitischen Berater, später zum Außenminister und Premier. Experten prägten einen Begriff für den neuen türkischen Ehrgeiz: Neo-Osmanismus.

Inzwischen haben sich Erdoğan und sein Chefstratege überworfen. ...
wobei anzumerken wäre, dass im SPIEGE-Artikel die in der Tagesschau-Berichterstattung enthaltende Orientierung "zu den turksprachigen Ländern in der Region" ausgeblendet ist. Tatsächlich hätte die Türkei dort wohl mehr Erfolge zu erwarten als in einem zunehmend "pan-arabisch" agierenden Umfeld.
Und mit der eigenen Rüstungsindustrie hat die Türkei durchaus Chancen, bei den "türkischen Bruderstaaten" die Russen auszustechen. Von gepanzerten Fahrzeugen bis zu Drohnen und Kampfhubschraubern haben die Türken nahezu alles, was in diesen Staaten die Arsenale füllen könnte,, anzubieten.

Die Türkei ist ein Mekka der Rüstungsindustrie | NZZ
Ob Pistolen, gepanzerte Fahrzeuge, Haubitzen oder Raketen: In den Katalogen der türkischen Rüstungsindustrie findet sich ein immer breiteres Sortiment. Bis 2023, wenn die Türkei die Republikgründung vor 100 Jahren feiert, soll sich die Armee gänzlich selber versorgen.

Gleichzeitig legt die Türkei die Latte bei den Exporten hoch an. Gemäss einem Strategiepapier der AKP strebt die Türkei an, bis 2023 zu den zehn wichtigsten Ausfuhrländern von Rüstungsgütern zu gehören. Mit anderen Worten: Ankara will nicht nur ausländische Rüstungsgüter durch inländische ersetzen, sondern stärker im internationalen Waffengeschäft mitmischen. Obwohl die türkische Produktion steigt, sind die Rüstungsausgaben des krisengeschüttelten Landes stabil geblieben. Breit aufgestellte Grosskonzerne wie Aselsan, Turkish Aerospace Industries (TAI) und Roketsan bearbeiten daher intensiv ausländische Märkte.

...
zeigt sich, dass türkische Hersteller auf dem Weltmarkt zulegen und insbesondere in anderen Schwellenländern grössere Aufträge an Land ziehen. Pakistan etwa will seine angejahrten Bell- und Cobra-Helikopter durch Modelle der Firma TAI ersetzen. Nimmt das Geschäft in Islamabad alle politischen Hürden, wäre es mit 1,5 Mrd. $ der bis anhin grösste Waffendeal für einen türkischen Hersteller. Stark bearbeitet wird zudem Afrika.
...
Die vorwiegend staatlichen Hersteller buhlen nicht bloss mit attraktiven Preisen um Kunden. Im Gegensatz zu manchen Nato-Ländern sei die Türkei offener für Technologietransfer und den Aufbau einer gemeinsamen Produktion, unterstreicht der Militärexperte Metin Gurcan in einem Artikel für «Al-Monitor». Zudem punkte die Türkei gegenüber Konkurrenten aus Israel und Südkorea mit dem Argument, sämtliche Waffensysteme entsprächen den Standards des westlichen Verteidigungspakts. Auch ist die Türkei nicht dafür bekannt, Rüstungsgeschäfte an politische Konditionen zu knüpfen.
...
Auch der Ausbau des Drohnenprogramms gründet auf politischen Reibereien mit den USA. In Nordsyrien fliegen Drohnen der Firma Bayraktar, die ein Schwiegersohn Erdogans führt.
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Wegen der türkischen Ambitionen als Regionalmacht und auch in Richtung Zentralasian habe ich etwas zur türkischen Waffenindustrie und deren Exporten recherchiert
05.05.2020, 16:04 Uhr
...

In der syrischen Provinz Idlib an der Grenze zur Türkei begann in diesem Frühjahr eine neue Ära in der Militärpolitik des Nahen Ostens. Zum ersten Mal setzte die Türkei dort moderne Kampfdrohnen gegen die Armee eines anderen Staates ein. Die unbemannten Fluggeräte zerstörten bei Gefechten gegen syrische Regierungstruppen viele Panzer und Artilleriestellungen.

Auch in Libyen kommen türkische Drohnen zum Einsatz. Die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sie in das nordafrikanische Land geschickt, um der Einheitsregierung zu helfen, die von den Truppen des Rebellengenerals Chalifa Haftar angegriffen wird. Die Bayraktar TB2 sei international eine der besten Drohnen ihrer Klasse, urteilte die Fachzeitschrift „Israel Defense“.
...

In den vergangenen Jahren hat Ankara den Rüstungssektor systematisch ausgebaut. Heute führt das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri die Türkei auf Rang 14 der weltweit größten Rüstungsexporteure.

Hauptabnehmer türkischer Waffen sind Turkmenistan, Oman und Pakistan. Bis 2023, dem 100. Gründungsjubiläum der türkischen Republik, soll der Waffenexport von derzeit knapp drei Milliarden Dollar auf mehr als zehn Milliarden im Jahr steigen.
 

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Das Russland diese Art von Verdrängungswettbewerb in seiner Einflusszone so über sich ergehen lässt, das wird wohl niemand erwarten.
 
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Zusammenstellung kürzlich erfolgter Transportflüge der russischen Luftwaffe nach Jerewan
 
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