Armenien - Asedbaidschan

Diskutiere Armenien - Asedbaidschan im Aktuelle Konflikte Forum im Bereich Aktuell; es wird heißer - scharfe Schüsse auf Drohnen In dem Kontext nur am Rande: Russland, Armenien u.a. sind Teilnehmer...

Sczepanski

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es wird heißer - scharfe Schüsse auf Drohnen

In dem Kontext nur am Rande: Russland, Armenien u.a. sind Teilnehmer

und mit einer kräftigen Prise an Skepsis:
 
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Das massive Auftreten de Türkei hat es angedeutet - da könnte was "im Busch sein":

Armenien und Aserbaidschan: Schwere Kämpfe in Bergkarabach



Die ZEIT: Berg-Karabach verkündet Kriegsrecht
 
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Die Regierungen in Baku und Eriwan verhängten das Kriegsrecht und gaben sich gegenseitig die Schuld an der Eskalation. Während die Türkei Aserbaidschan ihre volle Unterstützung zusicherte, riefen Russland und die EU zu einer sofortigen Waffenruhe auf.
«Kriegserklärung» gegen Berg-Karabach: Viele Tote
Armenien habe Hubschrauber und Kampfdrohnen abgeschossen. Drei gegnerische Panzer seien getroffen worden. Aserbaidschan dementierte dies.
...
Russische Politologen meinten, … es handele sich bei den Gefechten nicht um Scharmützel, die es in der Vergangenheit immer wieder gab, schrieb der russische Experte Dmitri Trenin vom Moskauer Carnegie Center. «Hier kündigt sich ein Krieg an.» Staaten wie Russland und die USA müssten alles tun, um diese Entwicklung zu stoppen.

Zudem zweifelten Experten an der aserbaidschanischen Darstellung. Der Politologe Arkadi Dubnow sieht dem Portal turan.az zufolge einen wohl kalkulierten «Krieg» von aserbaidschanischer Seite. Russland werde die «brutalen» und von der Türkei unterstützten Handlungen Aserbaidschans nur verurteilen, aber nicht noch eine Front aufmachen.
Video der Tagesschau: Konflikt im Südkaukasus: Schwere Gefechte in Bergkarabach

Flugbewegungen von der Türkei nach Aserbaidschan
 

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Die Kämpfe gehen weiter:

(Foto: Aserbaidschanischen Streitkräfte zerstören das armenische Flugabwehrsystem)
Armenien und Aserbaidschan im Kriegszustand
Armenien warf Aserbaidschan vor, Bergkarabach aus der Luft und mit Artillerie beschossen zu haben. Die eigenen Truppen hätten daraufhin drei Panzer der gegnerischen Seite zerstört sowie zwei Hubschrauber und drei Drohnen abgeschossen. Aserbaidschan widersprach den Angaben und erklärte seinerseits, es habe auf einen armenischen Angriff reagiert.


 
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"Viel Feind viel Ehr" - war mal ein altes Sprichwort. Nun hat das türkische Regionalmachtstreben seit jeher zwei Stoßrichtungen, die wohl miteinander verknüpft werden: Armenien - Türkei hat 4000 Kämpfer aus Syrien nach Aserbaidschan geschickt
  1. einen "Neo-Osmanischen-Traum" der das Engagement in Syrien und Libyen erklärt und aus ideologischen Gründen auf die Seite von konservativen islamischen Gruppen wie den Muslimbrüdern (bis hin zu einer Grauzone von Islamisten) führt und
  2. eine "pan-turanische-Idee", die zu den türkischen Nachbarvölkern im Osten bis zur chinesischen Grenze führt (und damit in Konflikt mir russischen (GUS), chinesischen (Seidenstraße-Initiative) und saudischen sowie iranischen (islamische "Führungsmächte") Intention steht. Die Armenier und die Kurden stehen dieser Expansion entgegen.
Ergänzend eine (wohl demokratische) Stimme aus den USA:
 
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Bisher beschränken sich die Gefechte auf die Grenze zwischen Berg-Karabach und Aserbaidschan. Die aserbaidschanische Enklave an der Grenze zu Iran und der Türkei ist wohl genauso wenig betroffen wie das unmittelbare Grenzgebiet zwischen Armenien und Aserbaidschan.

Das könnte ein Indiz dafür sein, dass Aserbaidschan tatsächlich angetreten ist, die von Armeniern bewohnte Region "Berg-Karabach" zurück zu erobern - also der Bruch des Waffenstillstands von aserbaidschanischer Seite ausging.

Darauf deutet m.E. nach auch dieses Video hin:

Wer solche Bergstraßen benutzt, der möchte offenbar gegnerische Stellungen umgehen.
 
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Die Wahrheit verliert als ester? Armenië behauptet sie hatten 20 Drohnen abgeschossen. Aserbaidschan behauptet 15 Osa und 18 Drohnen vernichtet zu haben. Dazu anderes Gerät. Lässt es sich bestaetigen?
 

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Beide Seiten reklamieren etwas, wohl wissend, dass eine unabhängige Bestätigung noch aussteht. Subjektive Behauptungen sind keine Wahrheiten sondern dienen in erster Linie dazu, die Moral der eigenen Seite zu stärken. Die Wahrheit, die wir uns wünschen, verliert nur dann, wenn es keine Überprüfung der Behauptungen gibt.
"Die Kämpfe in Berg-Karabach dauern den zweiten Tag an. Die aserbaidschanische Armee, unterstützt von Panzern, Artillerie und Drohnen, versucht, die Verteidigung der Republik Berg-Karabach zu durchbrechen. Die Verluste der Parteien nehmen zu.
Gestern Abend gelang es den Streitkräften Aserbaidschans mit den türkischen Bayraktar TB2-Angriffsdrohnen, den Luftverteidigungseinheiten der Streitkräfte der Republik Berg-Karabach erhebliche Verluste zuzufügen. Sie zerstörten mindestens 9 Flugabwehr-Raketensysteme von Osa. Angesichts der Tatsache, dass die UAVs vor nicht allzu langer Zeit nach Aserbaidschan geliefert wurden, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie nicht von aserbaidschanischen Betreibern, sondern von der türkischen Armee betrieben werden. So versucht Aserbaidschan mit Hilfe der neuesten Drohnen aus der Türkei, die Luftverteidigung des Feindes zu unterdrücken, was besonders wichtig ist, da zu Beginn der Operation ein aserbaidschanischer Kampfhubschrauber verloren gegangen ist.
Gleichzeitig sind die Erfolge der Aserbaidschaner auf der Erde recht bescheiden. Es gibt noch keine Bestätigung der gestrigen Aussagen über die Beschlagnahme von 6 Siedlungen. Im Gegenteil, letzte Nacht gelang es den Armeniern, den aserbaidschanischen Konvoi zu zerstören. Der BMP-2 wurde während der Schlacht verbrannt. Zwei weitere ähnliche Fahrzeuge wurden von der NKR-Armee als Trophäen erbeutet. Während der Schlacht wurden etwa 10 Soldaten der aserbaidschanischen Streitkräfte getötet.
Heute Morgen hat die aserbaidschanische Armee ihre Offensive wieder aufgenommen. Drohnen, Panzer und Artillerie wurden gegen die Armenier eingesetzt. Es ist bemerkenswert, dass nach der Zerstörung der Luftverteidigungssysteme der Berg-Karabach-Armee die türkischen UAVs auf Panzer und Artillerie gerichtet waren. Infolge eines der Angriffe auf die Positionen der NKR-Artilleristen wurden zwei Kanonen deaktiviert. Die Unterdrückung der Artillerie schafft gefährliche Perspektiven für die armenische Seite. Wenn es der aserbaidschanischen Armee gelingt, die Batterien der Armenier zum Schweigen zu bringen, kann sie die Positionen des NKR ruhig und methodisch abschießen, ohne Angst vor Vergeltungsschlägen zu haben. Langfristig kann dies zu einem Durchbruch an der Front führen.
Unabhängig davon sollte angemerkt werden, dass die türkischen Streitkräfte in ähnlicher Weise mit Hilfe derselben Bayraktar TB2-Angriffsdrohnen versuchten, die syrische Artillerie während der Kämpfe in Idlib Ende Februar bis Anfang März 2020 zu unterdrücken."
......................

Solange man nicht unmittelbar beteiligt ist, da sind die Angaben dieser Quelle ganz brauchbar.
Unabhängig vom Konflikt. Wieder eine moderne Kampfführung, wo die Drohnen eine wichtige Rolle spielen, wenn es um die Luftgestützte Komponente geht. "Furchtlose" Roboter sind fast überall einsetzbar und können jede Verteidigung "sättigen".
In Deutschland sind wir da noch mit den ethischen Fragen beschäftigt und weniger mit deren möglichen Einsätzen.
 
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Jeroen

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In Beitrag #25 seht man 2 zerstoerte Osa, hier Bilder noch 2 weitere Osa Luft-Boden Treffer?

 

gringo

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Genau, erster Treffer - eine aktive OSA SLS (Start-und Leitstation, BAZ 5937), zweiter Treffer ein OSA TLF (Transport-und Ladefahrzeug BAZ 5939), dritter Treffer eine passives OSA SLS.
Bei Einzel-Frame Betrachtung des dritten Treffers ist beim Projektil -Einschlag deutlich sichtbar, dass offensichtlich mind. 2 Drohnen angriffen, also Beleuchter- und Feuerdrohne?
Verwunderlich schon, dass beim aktiven System die Drohne wohl vom Feuerleitradar erfasst wird, aber kein Feuern folgt. - Entfernung zu groß oder EW?
Mehr Einzelheiten zum System 9K33 OSA:
RWD (Raketen- und Waffentechnischer Dienst) - Fla-Raketenkomplex 9K33 Osa
 
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Sczepanski

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….
nach diesem Bericht ...

… gibt es vor allem an der Front im Nordosten bei Martakert erhebliche Probleme für die Armenier

Wenn das die armenische Seite selbst sagt, dann muss was dran sein.

Allerdings darf man nicht vergessen, dass die Armenier über Jahre auch Zeit hatten, die Verteidigungsstellungen auszubauen und sich zu verschanzen - und das extrem bergige Gelände spielt den Armeniern sicher in die Hände.
 
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Sczepanski

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Man hat den Eindruck, als kämpften sich die Azeris vom äussersten Nordosten (Talish) über Mataghis nach Martakert und weiter nach Süden vor.

Nach diesem Bericht Armenien und Aserbaidschan: Was im Südkaukasus auf dem Spiel steht sollen syrische Söldner bei den Azeris im Einsatz sein:
...
Offenbar kämpfen auf aserbaidschanischer Seite syrische Söldner, in unbestätigten Berichten heißt es, es würden türkische Kampfjets und Drohnen eingesetzt. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die in London sitzt und über Vorgänge in Syrien meist zuverlässig informiert, wurden im syrischen Bürgerkrieg von der Türkei finanzierte Milizionäre der "Syrischen Nationalarmee" nach Aserbaidschan gebracht. Russische Quellen sprachen von 4000 Syrern. Ankara setzt syrische Kämpfer auch im libyschen Bürgerkrieg ein. Sie kämpfen angeblich für rund 2000 Euro Sold und sind berüchtigt für ihre Brutalität.
Tatsächlich sind im Süden der Waffenstillstandslinie unmittelbar an der Grenze zu Iran eine Reihe von "pick up" Fahrzeugen lokalisier worden.

Solche Fahrzeuge wurden sowohl in Syrien wie auch in Libyen von diversen Milizen genutzt.
 
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Die Gerüchte um den Einsatz von syrischen Milizionären auf Seite Aserbaidschans werden durch korrespondierende Information aus Syrien bestärkt:
رويترز نقلا عن مصادر في فصائل المعارضة السورية: تركيا قدمت لكل مقاتل تنقله لأذربيجان راتب شهري 1500 دولار
Original (Arabisch) übersetzt von google
Reuters unter Berufung auf Quellen in den syrischen Oppositionsfraktionen: Die Türkei hat jedem Kämpfer, der nach Aserbaidschan transportiert, ein monatliches Gehalt von 1500 US-Dollar zur Verfügung gestellt

7:28 nachm. · 28. Sep. 2020
inzwischen gibt es von armenischer Seite auch Meldungen, wonach nicht nur in Bergkarabach, sondern auch nördlich davon unmittelbar an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze weitere Gefechte ausgebrochen sein sollen - auf der Karte geographisch verortet; das kann ein "PLAN B" sein, um die nördliche (die M-11, die nur ~ 10 km südlich der Grenze verläuft) der beiden einzigen Verbindungsstraßen zwischen Armenien und Bergkarabach zu unterbrechen.

Sowohl im Bereich ganz im Nordosten wie auch im Mittelabschnitt der Front gibt es Wrackbilder von aktuell abgeschossenen fliegenden Objekten

Der Iran führt inzwischen Truppenbewegungen an der türkisch - aserbaidschanischen Grenze durch.
 
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Armenien soll eine oder mehrere Aserische (Luftwaffe) An-2 abgeschossen oder zerstört haben
 
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Türkische F-16 schießt armenische Su-25 ab, Pilot umgekommen
Oder MiG-29 vom derzeitigen Kriegsgegner
nach russischen Quellen dementieren die Türkei wie auch Aserbaidschan (das wäre schon aus "politischen Gründen" geboten)

Russland hat bisher beide Seiten mit Militärgütern beliefert und hält sich im Konflikt bisher "vornehm zurück" - verurteilt sogar die Einmischung von Dritten (Türkei). Mit der gleichen Argumentation, mit der Armenien aber BergKarabach unterstützt, hat Russland die Krim "heim geholt". Beide Gebiete sind erst in der Sowjetzeit dem Staatsgebiet von Aserbaidschan bzw. der Ukraine zugeordnet worden. Russland kann also die Sezession von BergKarabach schlecht verurteilen. Und damit spielt der Kreml den türkischen Interessen in die Hände.
 
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