Atombombe über Hiroshima :Little Boy

Diskutiere Atombombe über Hiroshima :Little Boy im Bordwaffen Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; :confused: hab mir als seminarfacharbeit die erste atombombe (Little Boy)ausgewählt hab auch schon einiges im internet gefunden...und doch noch...

Moderatoren: Learjet
  1. #1 matthias, 22.07.2004
    Zuletzt bearbeitet: 22.07.2004
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    :confused: hab mir als seminarfacharbeit die erste atombombe (Little Boy)ausgewählt
    hab auch schon einiges im internet gefunden...und doch noch ein paar spezielle fragen zum Aufbau der Atombombe
    wäre nett wenn mir einer welche beantworten könnte...
     
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  3. #2 Flying_Wings, 22.07.2004
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    Willkommen im Forum!
    Dann frag' mal, aber schrei' hier bitte nicht so rum! ;)

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  4. AE

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    Ja, dann stell die Fragen doch einfach. Wir werden sehen ob wir helfen können. Ansonsten gibt es eine Suchfunktion. Wenn Du dort Atombombe oder Hiroshima eingibst wirst du sofort fündig.
    Bei einer solchen Arbeit wie Du sie vor hast ist der technisch-physikalische und der militärisch-moralische Aspekt zu betrachten.
    Nenne doch das Thema Deiner Arbeit uns fällt schon was dazu ein. :)
     
  5. #4 matthias, 22.07.2004
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    tschuldigung musste eben mal schnell ausm internet
     
  6. #5 matthias, 22.07.2004
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    - ein teil des urans wird mittels normalen sprengstoff (welcher war das?????)auf den anderen,größeren teil geschossen, um eine überkritische masse zu erreichen
    - -hab aber gelesen,das :“ Während das spaltbare Material komprimiert wird, darf noch keine Kernreaktion stattfinden, da ein Freiwerden von Energie im Brennstoff der Komprimierung entgegen wirken und dadurch das Erreichen einer ausreichend hohen Reaktivität verhindern würde. Die Komprimierung muss daher so schnell erfolgen, dass während dieser Zeit kein Neutron durch spontane Spaltung im Material entsteht.
    Ist die volle Überschussreaktivität erreicht, so muss sehr schnell die Kettenreaktion einsetzen, da die spaltbare Masse nach der Explosion des chemischen Sprengstoffs nur kurze Zeit im komprimierten Zustand verbleibt.“

    Stimmt das???…welcher Sprengstoff vermag dies???

    -der kopf war aus Blei … wozu??? War es bei dieser bombe nicht egal wierum sie fällt

    -das kernmaterial war mit neutronenreflektierenden material ummantelt….ist das richtig
    oder war die gesamte bombe darin eingehüllt

    -stimmt das, das little boy mit einem luftdruckzünder (wenn ja mit was für einen (aufbau))
    gezündet wurde
    das restmaterial uran wurde auf den 2.teil geschossen und wenn die masse noch im
    komprimierten zustand ist müssen nun neutronen die kernreaktion starten
    woher kommen diese??

    Hab gelesen das sie:- aus der normalen luft kommen, weil dort immer welche vorhanden
    sind
    aber auch das „Sprengladung zusammengepreßt, so dass auf engem Volumen die sehr hoch überkritische Masse vereinigt wird. Gleichzeitig wird eine Neutronenquelle eingeschaltet, ( ??????? ) die zum richtigen Zeitpunkt für die ersten Neutronen zur Einleitung der Kettenreaktion sorgt.“
    Neutronenquelle klingt logischer, nur woraus bestand sie und wie wurde sie gezündet???
    Zeitlich verschoben durch den luftdruckzünder ???

    Oder gab es irgendwelche Elektronik in der atombombe

    Das sind so meine ersten fragen als laie… wette da kommen noch etliche hinzu wenn ich nur was richtiges und genaueres über Little Boy wüsste

    Mein part in der semi-arbeit ist die entwicklung der bombe ( z.b. manhatten project) bis zum abwurf und alles technische drumherum (aufbau ; funktionsweise)




    Wäre super wenn mir jemand noch -hilfreiche
    -ausführliche
    -relativ leicht erklärende
    -Kostenlose ( -mit (vielen) grafiken zum aufbau

    websites weiterempfehlen könnte
     
  7. #6 matthias, 22.07.2004
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    also das thema lautet: Little Boy-Tränen über Hiroshima
    Erfindung und Entwicklung bis zum Abwurf der ersten atombombe

    (den moralischen und geschichtlichen rest übernehmen meine 2 mädels die mit mir diese Arbeit machen)
     
  8. #7 matthias, 22.07.2004
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    wo gibt es denn diese suchfunktion??... das internet ist groß und ich bin nur ein kleiner laie der alles eimal ausprobiert aber gutes nicht kennt
     
  9. #8 Starfighter, 22.07.2004
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    ob auf der seite unter "suchen".
     
  10. Strike

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    Ich empfehl dir mal www.abc-waffen.de , da steht ein ganze Haufen über die Dinger drinnen :)
     
  11. AE

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    Eine Diskussion über den A-Waffeneinsatz gibt es hier:


    http://www.flugzeugforum.de/forum/showthread.php?t=13450&page=12&pp=5

    http://de.wikipedia.org/wiki/Little_Boy
    http://hellmut-diwald.de/HIROSHI.htm
    http://www.m-ww.de/enzyklopaedie/strahlenmedizin/atombombe.html
    http://www.safog.com/home/atombombe.html#Hiroshima
    http://www.lexi-tv.de/lexikon/thema.asp?InhaltID=1923
    http://www.bike-for-peace.de/hiroshima.htm

    Das Problem dürfte nicht in zuwenig Material liegen, ganz in Gegenteil. Eine Gute Struktur der Hausarbeit gibt die richtung der Recherche vor.

    Bitte stelle konkrete Fragen, wir helfen gern.
     
  12. AE

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    Aufbau der Waffe ist hier zu finden:
    http://stadt.heim.at/london/160940/hiroshima-model.gif
    Dort sieht man auch schematisch den Platz der Neutronenquelle.

    Detaillierung der physikalischen Angaben siehe:
    http://www.safog.com/home/atombombe.html
    sehr gute Seite

    Konventioneller Sprengstoff der A-Bombe dürfte auf Nitratbasis (Trinitrotoluol ist was ähnliches aber er sollte stabiler sein) funktioniert haben. Exakte Angaben werden sicher nicht zu finden sein. Es wird im Netz sich keine detaillierte Bauanleitung finden lassen. Besondere Anforderungen an den Sprengstoff bestehen nicht. Mit herkömmlicher Zündkapsel zündbar, schnell durchzündend.

    Luftdruckzünder
    Die Bombe sollte nach dem Abwurf auf die günstigste Höhe fallen. Zu niedrige Höhe große Energie auf einen zu kleinen Radius verteilt. Zu große Höhe, zu kleine Zerstörungsenergie pro Fläche. Ein weiteres Argument war der Abstand Bombe - Flugzeug, um die Maschine und die Besatzung zu schonen.
    Der Luftdruck verändert sich mit der Höhe. Bei erreichen der gewünschten Höhe löst der Luftdruckmesser einen elektrischen Kontakt aus, der die Zündkapsel zündet.
    Blei ist ein Strahlungsschirm.
    Die bei Beginn der Reaktion entstehenden Neutronen sind schnelle Neutronen. Diese sind nicht in der Lage U-235 Atomkerne zu spalten. Durch die „Reibung“ aneinander bremsen sich die Neutronen ab. Die dabei freiwerdende Energie entsteht durch Abstoßung der Teilchen voneinander (Ladung beachten).

    In der Hiroschimabombe sollen sich 60 kg Uran befunden haben.
     
  13. AE

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  14. #13 matthias, 08.08.2004
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    vielen dank ersteinmal für die links...

    werde jetzt dort überall mal genauer reinschauen
    und mir ein genaueres bild von der atombombe machen

    ( :) bin positiv begeistert vom flugzeugforum: sehr informativ bzw. interessant
    und einem kann direkt geholfen werden!!! ...von peresonen die auch ahnung haben !!!:)
     
  15. AE

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    Na sowas. In Nordhausen ist man aufgewacht. Hatten die Schöler Ferien? Wenn es noch weitere Fragen gibt, wir helfen gern.
    Würde Deine/Eure Arbeit gern mal lesen, denkbar?
     
  16. #15 matthias, 20.08.2004
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    ja schon denkbar... :) Problem ist nur das ich sie erst in 2 Jahren "veröffentlichen" darf, erst wenn das Kolloqium durch ist

    kann sie dann ja schicken :cool:

    in spätesten einem Jahren muss sie fertig sein
    bis dahin kann ich ja auszüge mit Fakten vieleicht per e-mail an sie schicken
    und sie könnten mir ja helfen und mir sagen was darin sachlich richtig bzw. falsch wäre

    das wäre super

    denn außer sie hab ich noch keinen Berater wirlich gefunden der was davon versteht und mir wirklich helfen könnte
    :TOP:
     
  17. #16 matthias, 20.08.2004
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    Hi, vielen Dank für die Hilfe, war sehr aufschlussreich…
    Hab gleich alle Links durchsucht und aufm Computer gespeichert

    Bin leider nicht oft da, da mit nen 56k Modem und ohne Flatrate bzw. wenig zeit ich nicht oft das Internet besuche

    Aber ich find das Flugzeugforum richtig toll, weil hier Leute mit wirklich Ahnung einem weiterhelfen können… vielen Dank noch mal

    Hab aber noch ein paar genauere Fragen

    Heute zunächst zur Bombe

    „In der Nacht zum 6. August 1945 starteten auf Tinian
    (hab ich das richtig in Erinnerung das das eine von den Amerikanern(von den Japanern) zurückeroberte kleine Insel war, wo die Amerikaner dann eine Militärbasis erichteten ??? und das die Bombe hierher von Los Alamos verschifft worden war ??? )
    im Beisein von 100 Reportern sieben B 29-Bomber. Die ersten drei sollten eine Stunde vor der Hauptgruppe Japan erreichen und das Wetter über Hiroshima, Kokura und Nagasaki erkunden. Die fünf Tonnen wiegende Atombombe, von den Militärs »Little Boy« genannt, wurde in der von Oberst Tibbets befehligten und zu diesem Zweck extra umgerüsteten Maschine »Enola Gay« befördert. Zwei Bomber sollten diese Maschine begleiten; einer hatte den Auftrag, über dem »Objekt« Apparate zur Feststellung der Explosionsstärke abzuwerfen,
    (wurden diese Apparate vor der Detonation am Fallschirm abgeworfen und sollten später wieder aufgesammelt werden und wurden diese in größerer Entfernung von mehreren 10 km oder direkt am Explosionsherd abgeworfen ????)
    und der andere sollte Foto- und Filmaufnahmen machen. Der siebente Bomber sollte nach Iwoshima fliegen, einer Insel auf dem halben Weg nach Japan, um einzuspringen, falls die Maschine Tibbets eine Panne haben sollte.
    ( heißt das, das Enola Gay hier hätte notlanden sollen, die Bombe umgelanden Würde um sie trotzdem abzuwerfen ???
    Um 7.09 Uhr meldeten die Aufklärungsflüge, daß der Himmel über Hiroshima und Nagasaki wolkenlos sei. Von dem Flugzeug, das Kokura überflogen hatte, war die gleiche Meldung gekommen. Oberst Tibbets in der »Enola Gay« erhielt das chiffrierte Telegramm: „Empfehlung: erstes Objekt“. Um 8.13 Uhr erschienen über dem Himmel von Hiroshima die drei Flugzeuge. Um 8.14 Uhr öffnete sich die Bombenluke“

    • Wie wurde die Bombe scharf gemacht ??? wie darf man sich das vorstellen bei einer solchen (alten) Bombe?

    • Gibt es einen Namen, der diese gemacht haben sollte?

    • Die Bombe flog raus…. War der Fallschirm wie ein Rucksack hinten drauf und wurde per Zünder abgesprengt oder hat men einfach alles wie es war aus dem Flugzeug „geschmissen“???

    • Die Bombe segelte bis auf eine Höhe von; die einen sagen 580 , die anderen sagen 660 Metern ??? wo sie detonieren sollte
    • Es gab einen Luftdruckzünder und/ oder einen Höhenmesser als Zünder
    Was zündete nun wirklich bzw. wie funktionierte das gesamte Zündersystem?
    Gab es eine Batterie in der Bombe, die einen elektrischen Strom als Zündfunken
    lieferte, um den normale Sprengstoff zu zünden, der dann für die überkritische masse
    sorgt
    weil der Luftdruckzünder ist doch vom Luftdruck abhängig und deshalb ist es doch
    ungenauer auszumachen, auf welcher Höhe sie sich gerade befindet und somit
    könnten doch die gesamte Explosion nicht wie geplant mit der Zerstörung ablaufen

    • die überkritische Masse wurde hergestellt…
    • jetzt brauchte es langsame Neutronen…
    wo kamen diese her...??
    hab gelesen das in der Luft ehe immer freie Neutronen sind…?? Gab es eine neutronendurchlässige Wand in der Bombe wodurch die Neutronen zur Zündung der Kernreaktion kommen können???

    Oder gab es eine Neutronenquelle, die elektrisch gezündet wurde und langsame Neutronen direkt auf die Überkritische Masse geschossen hat…???? wenn ja, woraus bestand diese und wie war diese aufgebaut

    Wie konnte es funktionieren das alles so Zeitgleich auf den Bruchteil einer Sekunde ablief ???

    Denn bei Beschuss zur überkritischen Masse mussten die Neutronengenau in dem Moment da sein, wo der Druck in Der Urankugel stimmte.
    Geht es weiterhin, das wenn auf der einen Seite die Kettenreaktion begonnen hat und die Energie schon frei wird, das im ganzen „Explosionsdurcheinander“ der Rest des Urans noch zu Reaktion gebracht werden kann ???

    • die Neutronen starteten die Kettenreaktion… weil der Bauch bzw. die Kugel mit Blei ummantelt war, reflektierten die Neutronen und die Kettenreaktion konnte instand gehalten werden

    • man sagt das nur 1 tausendstel der Energie freiwurde die bei einer Perfekten Funktion hätte frei werden können
    • und trotzdem übertraf die Explosionsstärke die Erwartungen der Wissenschaftler bei weitem


    • Spekulation: könnte es sein das nie zuvor eine Uranbombe getestet wurde, weil man einfach nicht genügend Geld für nochmals über 60 kg Uran aufbringen konnte und so war Hiroshima der erste Test ?
    Aber waren die Plutoniumbomben, von denen eine getestet und die andere abgeworfen
    wurde nicht noch teurer und aufwendiger herzustellen ?

    dies sind so einige Fragen die mich zurzeit beschäftigen… und es wäre schön wenn mir jemand diese aufschlussreich beantworten könnte… :)

    auch sage ich zu neuen Links nicht Nein, wenn jemand noch ein paar gute weiß,
    denn nur aus vielen verschiedenen und neuen Fakten wird eine gute Arbeit

    Vielen Dank schon mal im vorraus :D
     
  18. AE

    AE Alien
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    Luftwaffenbasis Tinian westpazifische Insel
    3 Wettermaschinen, 2 Beobachter, 1 Reserve + Enola Gay
    Pb als Reflektor ist richtig
    Kritische Masse liegt bei Uran 235 bei ca. 45 kg und mit Reflektor bei 23 kg; umgesetzt wurden rechnerisch ca. 650 g (kannst Du selbst nachrechnen 13 kt TNT, ca.50 g U-235 1 kt TNT); Uranmasse ca. 65 kg in der Waffe, also nur tausendstel genutzt dürfte übertrieben sein.
    mit Luftdruckzünder gezündet
    Neutronenquelle in der Waffe: Beryllium und Polonium 210, wobei die beiden Stoffe erst durch den Aufprall des Uranprojektils gemischt wurden und die Neutronenproduktion starteten.

    "Ablauf: Der Vorgang lässt sich grob in zwei Phasen einteilen:
    In der ersten Phase, die etwa 0.5 Millionstel Sekunden dauert, bleibt die Reaktivität im spaltbaren Material konstant, da nur verhältnismäßig wenig Energie erzeugt wird. Die Leistung steigt von der Ausgangsleistung, die von der Neutronenquelle gegeben ist, das ist etwa 1/30 000 Watt, bis auf eine Leistung von ca. 1015 bis 1016 Watt an. Die Temperatur beträgt zu diesem Zeitpunkt ca. 50 000° C und die freigesetzte Energie etwa 20 kWh. Zu diesem Zeitpunkt wird das Material nur noch durch die Trägheitskräfte zusammengehalten und beginnt unter Einwirkung des sich aufbauenden hohen Druckes zu expandieren. Damit beginnt die zweite Phase der Explosion, in der die Reaktivität durch die Expansion abnimmt, die Leistung jedoch noch weiter zunimmt bis auf einen Spitzenwert von über 1020 Watt. Diese Phase dauert etwa 0,1 Millionstel Sekunden, danach wird die Anordnung unterkritisch und die Leistung fällt schnell ab. Nach weiteren 0,1 Millionstel Sekunden wird nur noch durch den Zerfall von Spaltprodukten Leistung abgegeben. Das Material der Bombe expandiert jetzt schnell und heizt die Umgebung auf. Dabei bildet sich der bekannte Feuerball." Aus:
    http://www.fundus.org/referat.asp?ID=8724
    Der Ablauf ist so schnell, dass es nicht mehr auf Genauigkeit der Druckzünder ankommt. 100 m Höhe mehr oder weniger dürften keine Rolle spielen.

    Erwartungen der Wissenschaftler weit übertroffen? Wieso? Die Physiker wollten die A-Bombe wegen ihrer Zerstörungskraft haben.

    Spekulationen lassen, bringen nichts. Die erste Bombe wurde am 16. Juni 1945 in der Wüste von New Mexico (USA) gezündet; Trinity-Test (Plutoniumbombe). Die Uranbombe wurde als anspruchsloser eingeschätzt und daher nicht vor Hiroshima getestet.
    Es exestierten zwei oder drei Bomben. Little Boy, Fatman und eventuell eine Dritte. Mehr nicht.

    Zu diesem Thema was Neues zu schreiben ist unmöglich. Es wurde wohl schon zehntausend mal beackert.

    http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/phy/23399.html

    Durch meinen Umzug sind meine Unterlagen aus der Uni-Zeit im allgemeinen Chaos nicht auffindbar. Da suche ich später mal.

    Spiegel TV-Doku:"Wenige Tage nach der deutschen Kapitulation bringt ein amerikanischer Zerstörer U-234 mitten im Atlantik auf. Die Mannschaft wird festgesetzt, die erbeutete Fracht in Portsmouth, New Hampshire, an Land gebracht. Zur Überraschung der amerikanischen Experten befinden sich in mehreren Holzkisten insgesamt 560 Kilogramm Uranoxyd. Robert Oppenheimer, der zur gleichen Zeit an der amerikanischen Atombombe arbeitet, ist elektrisiert. Sollte das deutsche Uran die japanische Bombe antreiben? Beschleunigte die Aufbringung von U-234 die amerikanische Entscheidung, die Atombombe einzusetzen? Eines ist sicher: Das deutsche Uran wurde Bestandteil von "Little Boy", der Atombombe, die Hiroshima zerstörte. Die Dokumentation zeigt, dass das deutsche und japanische Atomwaffenprogramm zu jener Zeit bereits erheblich weiter gediehen war, als man bisher annahm."
     
  19. AE

    AE Alien
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    http://www.brook.edu/dybdocroot/FP/projects/nucwcost/b61.htm
    Sieh Dir mal das Bild an. Dort kannst Du auch einiges über den Aufbau moderner Waffen erfahren. Allein an dem Foto sieht man, dass eine solche Waffe recht kompliziert aufgebaut ist. Ich denke, dass jetzt keine wesentlichen Details mehr offen sind. :)
     
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    Hallo

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  21. Bernd2

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    Bleibt nur noch zu ergänzen:

    Die Bombe wurde von Trinity aus per Lastwagen nach San Francisco gebracht und dort auf den Kreuzer "Indianapolis" verladen, der sie dann nach Tinian auf den Marianen brachte. (Kurz darauf wurde die "Indianapolis" von einem japanischen U-Boot versenkt).

    Die Bombe hatte das Gewicht von 5443 kg.

    Die entscheidenden Teile des Zünders wurden von einem Ingenieur erst während des Fluges zusammengebaut und in die Bombe eingesetzt, weil man nicht riskieren wollte, das die Bombe schon im Steigflug oder beim Start in Funktion trat.

    Spaltbares Uran235 ist äußerst selten (ich glaube, weniger als ein Prozent aller Uranvorräte sind 235, der große Rest 238). Es war einfacher, genügend spaltbares Material in Form von Plutonium239 aus Atommeilern zu gewinnen, in dem man Uran238 anreicherte, um spaltbares Material zu bekommen.

    Soweit mein "Senf" dazu. Ich weiß nicht, ob es dir wirklich hilft.
     
  22. AE

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    Danke Bernd2. Dein "Senf " ist von Interesse. Es handelt sich dabei um eine der merkwürdigen Fußnoten der Geschichte.
    Die USS "Indianapolis" unter Kapitäbn McVay wurde von einem japanischen U-Boot mit der Bombe an Bord anvisiert und nur knapp verfehlt. Sie lieferte die A-Bombe am 26.7.45 auf Tinian ab.
    Auf der Rückfahrt (ohne die Waffe) am 30.7.1945 erzielte das U-Boot I-58 (Kapitän Machitsura Hashimoto) 2 Torpedotreffer und das Schiff sank, wobei 900 der 1196 Mann Besatzung sich retten konnten.
     
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