Bäumer B II Sausewind - 1925

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Moderatoren: AE
  1. urig

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    Seiner Zeit weit voraus war der von Walter Günter für die Firma Bäumer Aero in Hamburg konstruierte »Sausewind«. Mit einem 60/65 PS Dreizylinder Wright L4 »Gale«-Motor ausgerüstet, erreichte die Maschine 183 (B.II) bzw. 215 km/h Höchstgeschwindigkeit (B.IVa), und das im Jahre 1925 als das aktuelle Jagdflugzeug der RAF (Gloster Gamecock) mit 425 PS 250 km/h erreichte.
    Geschwindigkeits- und Höhenweltrekorde in der F.A.I. - Klasse C1/C2 folgten.

    Man kann die Konstruktion nur bewundern: Drei luftgekühlte Zylinder, die so angeordnet sind, dass die unteren beiden vor den Flügelwurzeln und der obere vor dem Piloten aus dem mit fließenden Übergängen gestalteten Holzrumpf ragen. Der Rumpfquerschnitt beginnt daher als abgerundetes gleichseitiges Dreieck und endet in einem Oval. Tragflügel und Ruder haben elliptischen Grundriss, da die zugehörige Auftriebsverteilung den minimalen induzierten Widerstand erzeugt. Die Ruder haben keine feste Flosse sondern werden als Ganzes bewegt (viel später wurde das bei Jets zum Standard). Alle Ruderhebel (außer zwei für die Querruder unter der Tragfläche) sind im inneren und erzeugen so keinen Widerstand. Das nicht einziehbare Fahrwerk stützt sich am Holm und an den Befestigungsbeschlägen für den Motor ab. So lassen sich die Kräfte gewichtsgünstig verteilen. Auch die Fahrwerksfederung ist im Flügel untergebracht, um keinen Luftwiderstand zu verursachen. Am Ende wurde alles noch in ein auffallendes „Ferrari-Rot“ getaucht und mit dem kindlich einprägsamen Namen »Sausewind« versehen.

    Kommerziell hatte der »Sausewind« keinen Erfolg, er unterschied sich zu sehr von den gewohnten Doppeldeckern und war potenziellen Nutzern zu teuer. Da der Chef der Firma, Paul Bäumer, bei einem Unfall ums Leben kam, endete die Produktion nach dem vierten Exemplar.

    Baubericht:
    Als Basis nehme ich den hier vorgestellten Resin-Kit von »Missing Link«.

    Mit Polystyrol-Keilen habe ich versucht, den Rumpf zu richten.
     

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    AW: Bäumer B II Sausewind - 1925

    Da es eine Bäumer B II wird, erhält nur der hintere Sitz eine Ausstattung für einen Piloten. Seitlich musste bis zuletzt nochmals ausgefräst und abgeschliffen werden, damit alles in den Rumpf passt
     

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  4. urig

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    AW: Bäumer B II Sausewind - 1925

    Die V-Stellung der Tragflächen entsteht in einer Vorrichtung. Zuvor habe ich die Flächenhälften mit zwei Drahtstiften verbunden.
     

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  5. urig

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    AW: Bäumer B II Sausewind - 1925

    Danach erfolgt die Anpassung von Rumpf und Fläche. Da die Aussparung im Rumpf viel zu groß ist (obwohl man in der Fläche eine Nut feilen muss, damit der Fußboden Platz findet), braucht die Fläche Abstand zum Fußboden. Zur Positionierung habe ich „Klebepunkte“ mit der Lochzange aus PS-Sheet ausgestanzt und so lange übereinander geklebt, bis es passt.
     

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  6. urig

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    Hier sieht man den verbleibenden, sehr großen Spalt am Flügel-Rumpf-Übergang. :mad:
     

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  7. #6 syrphus, 19.09.2014
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    Na, da freue ich mich doch wieder auf einen spannenden Baubericht.

    Viel Erfolg!
     
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  8. urig

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    Auf der Unterseite erkennt man, dass die an den Flügel angegossenen Rumpfsegmente zu schmal sind (selbst wenn ich den Rumpf nicht durch Keile verbreitert hätte). :FFTeufel:
     

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  9. urig

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    Also wird ordentlich Spachtel benötigt. Ich will bei der Gelegenheit das gezeigte Produkt verwenden.

    So wie es sich bei der Verarbeitung erweist, handelt es sich dabei um nichts anderes als Zweikomponenten-Epoxydharz, das mit einem Füllstoff angedickt ist. Beim Kneten mischt man die beiden Komponenten und den Füller zu einem 2K-Spachtel, der (Achtung!) in vier Minuten hart wird. :!: Das ist recht wenig Zeit zum Verarbeiten und reicht nicht für alle Spalte und die Rumpfunterseite. :mad: Außerdem kann man den Spachtel nicht mit Wasser vor dem Härten glätten. :FFCry:

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    Die Tesa-Knete wird schnell grobkörnig, weil sie für meine Begriffe zu schnell hart wird. :FFTeufel: Daher wird der Flügel-Rumpf-Übergang nicht besonders glatt.

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  10. urig

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    Für die Unterseite nehme ich deshalb Milliput. Das hat 4 Stunden Zeit zum Bearbeiten und kann mit Wasser verdünnt und geglättet werden. :):):)
     

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  11. popeye

    popeye leider verstorben

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    das fängt ja gut an :D: - allez y !

    Rolf
     
  12. #11 Augsburg Eagle, 19.09.2014
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    Die Bilder in Post #5 + 7 lassen einen leichten Hang zum Masochismus erkennen :FFTeufel:
     
  13. urig

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    AE: Es gibt schlimmeres als ein paar Spalte.

    Den Rest macht Mr. Surfacer 500 und nass schleifen bis zur Körnung 600.

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  14. urig

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    Das Höhenruder bekommt noch eine Aussparung für den Rumpf (hier ist schon Sekundenkleber-Gel drin) …

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    … bevor es in meiner Vorrichtung aus Sperrholzbrettchen und Unterlegkeilen ans Heck geklebt wird.

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  15. urig

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    Auch das Seitenruder bekommt etwas „Stehhilfe“ aus zwei auf den Rest gelegten „Bauklötzen“.
     

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  16. urig

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    Oh Scheibenkleister! :mad: Der Rumpf ist 2 mm zu lang. Ich habe zum Zusammenbau die farbige Zeichnung der D-1414 aus dem Bausatz verwendet. 2 mm entsprechen exakt dem Unterschied zwischen Bäumer B II und B IV! Also stellt der Bausatzrumpf tatsächlich die B IV dar! :!: (Wohingegen der Flügel zur B II gehört, vergl. Bausatzvorstellung).

    Alles nochmals abrupfen und 2 mm kürzen ist kein Problem. :angel: Das Resinmaterial hat ja stets ausreichend Wandstärke. :wink:
     

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  17. urig

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    Auch die Größe des Seitenruders kam mir etwas suspekt vor. :headscratch: Reines Nachmessen machte mich nicht unbedingt schlauer. Nochmals abreißen und auf den 1:72 Plan gelegt, hilft aber weiter. :TD: Das Problem liegt an dem schrägen Schnitt am Ende.
     

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  18. urig

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    Null Problem, ein besseres Leitwerk aus 1,5 mm PS-Sheet (Verpackungsmaterial) zu fertigen:
     

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  19. urig

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    So, ich meine, die Heck-Proportionen stimmen jetzt besser. :TD:
     

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    Hallo

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  21. #19 JohnSilver, 22.09.2014
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    Ich glaube ja, ein Scratch-Bau wäre einfacher gewesen. :FFTeufel:

    Was du dir immer wieder antust, zeugt von hoher Leidensfähigkeit. :TD:

    Spaß beiseite, dass sich überhaupt jemand der Sausewind annimmt, ist bewundernswert! :TOP:
     
  22. urig

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    Hallo Robert,

    es ist wie beim Schreiben. :TD: Der Anfang ist das Schwierigste! Hat man aber einen Bausatz, ist man schnell mittendrin. Gleich in Scratch zu beginnen, ist wie der Beginn mit einem leeren Blatt.

    Der Sausewind-Bausatz ist eher gut als schlecht.:TOP:
     
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