Bedenken und Vorgehen bzgl. FAA Medical

Diskutiere Bedenken und Vorgehen bzgl. FAA Medical im Privatfliegerei & Flugsport Forum im Bereich Einsatz bei; Kurzfassung Nutzen Fliegerärtze in Deutschland Daten außer den eigenen Untersuchungen und Angaben des Patienten für FAA Class 3 Medicals? Kennt...

Moderatoren: Skysurfer
  1. #1 DoesntMatter, 04.05.2016
    Zuletzt bearbeitet: 11.05.2016
    DoesntMatter

    DoesntMatter Flugschüler

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    Kurzfassung
    • Nutzen Fliegerärtze in Deutschland Daten außer den eigenen Untersuchungen und Angaben des Patienten für FAA Class 3 Medicals?
    • Kennt jemand einen guten Fliegarzt im Raum Berlin?

    Langfassung
    Ich würde mir gerne in diesem Jahr endlich meinen Traum erfüllen und einen privaten Pilotenschein erwerben. Ich habe geplant eine Intensivaufbildung in 4-6 Wochen in USA (siehe https://www.flugschule-usa.de/) zu belegen. Leider habe ich einige Bedenken bzgl. des Medicals.

    Ich bin jung (25 - 30 Jahre), habe eine normale Körpergröße (ca. 180cm) und bin sportlich (< 80kg Körpergewicht, treibe regelmäßig Sport). Es gibt jedoch einige Punkte, die im Guide für FAA AME erwähnt werden, die vielleicht problematisch sein könnten:

    - ... (nachträglich anonymisiert)

    Keine dieser Dinge, abgesehen von meiner Brille, haben mich in den letzten Jahren in irgendeiner Weise eingeschränkt. Die Operationen liegen alle deutlich über 5 Jahre zurück. Sollte ich mir bzgl. einem der Punkte gedanken machen? Da ich auf lange Sicht den US PPL in eine EASA Lizenz umschreiben lassen möchte, wäre natürlich auch interessant, ob es Probleme mit dem EASA Medical geben könnte?

    Ich würde gerne als nächsten Schritt zu einem Fliegerarzt im Raum Berlin gehen, um das FAA Medical Class 3 zu beantragen. Ich bin mir jedoch nicht sicher, wie ich mit den obigen Punkten umgehen soll. Ich würde die Beantragung des Medicals natürlich ungerne verkomplizieren und verteuern. Ich habe daher die folgenden konkreten Fragen:

    1. Gibt es irgendwelche Punkte die gegen die Erteilung eines FAA Class 3 Medical oder EASA Klasse 2 Medical sprechen? Könnten einige der Punkte das FAA Medcial unnötig verteuern?
    2. Greifen Fliegerärte oder die Behördern im Rahmen von Untersuchungen für FAA Class 3 Medical auf historische Patientendaten der Krankenkassen o.ä. zurück? Oder verlässt sich der Fliegerarzt ausschließlich auf seine eigene Diagnose und die Angaben des Untersuchten? (Falls möglich, diese Frage, aus nachvollziehbaren Gründen, bitte unter Angabe des Alters und der Quelle der Information beantworten.)
    3. Kennt jemand einen guten Fliegerarzt im Raum Berlin für FAA Class 3 Medicals, der meinen Traum unbürokratisch (natürlich mit voller Rücksicht auf meine Flugtauglichkeit) in die Luft zu kommen untersützen könnte? Falls nicht im Raum Berlin, wären Fliegerärzte im Raum München und Heidelberg ebenfalls interessant.


    Vielen Dank bereits im Voraus für Eure Unterstützung!
     
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  3. banji

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    Hi doesntMatter (cooler Name ;-) ) und herzlich wilkommen.

    Ein EASA 2 kann ich dich schonmal beruhigen. Das wird kein Problem zumindest nicht anhand von dem von dir genannten. Heuschnupfen habe ich auch und auch angegeben (Der Fliegerarzt greift nicht auf deine Daten zu - was du da draus machst ist deine Sache). Bei deiner Brille wirst du dich auf die Eintragung "Mitführen einer Ersatzbrille" einstellen können. Das ist kein Weltuntergang, eine Sonnenbrille in deiner Stärke wirst du sowieso brauchen.

    Temporär belastende Erkrankungen wie Heuschnupfen und Tierhaarallergie sind kein Thema. Du wirst in der Ausbildung in dem Fach "Menschliches Leistungsvermögen" schnell lernen wie wichtig es ist die eigene Flugtauglichkeit tagesaktuell zu bestimmen.

    Einzig der Punkt Gynäkomastie ist von mir gar nich zu beurteilen. Warum? weil ich nicht weis was das ist :-)

    Beim FAA Medical ist es meiner Meinung nach ähnlich. Ein Vorgespräch mit einem FAA Arzt hier in D kann da aber Abhilfe schaffen.

    Mal noch ein paar Worte zur Ausbildung selbst

    Was hast du später fliegerisch vor? Je nachdem was du machen willst kann der US PPL dich unter umständen einschränken. Beispielsweise darfst du damit ein D registriertes Flugzeug nur in D bewegen. Ein N - Reg hingegen überall.

    Wenn du bei kleineren Fliegern bleiben willst und nur ein Europa fliegen kann der LAPL-A eine echte Alternative sein. Wenn ich weiss wo deine Reise mal hingehen soll kann ich da noch detaillierter darauf eingehen.

    Und zum Schluss noch ein Wort zu Flugschulen in den USA

    Die Florida Flyers Schule ist eine gute Adresse, keine Frage. Wenn du aber fliesend englisch sprichst kann es Sinnvoll sein einfach mal das Telefon in die Hand zu nehmen und kleinere lokale Flugschulen anzurufen. Da gibt es teilweise sogar Pauschalpreise etc... Auch hier kann ich dir mit ein zwei Adressen - auch in Florida- weiterhelfen.

    LG
     
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  4. #3 atlantic, 06.05.2016
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    • Hi,

      Im Normalfall machen sie das nicht, und wenn der Doc doch ne Frage dazu hat, dann wird er dich darauf direkt ansprechen.
      Für diesen Fall kannst du ja die passenden Arztdiagnosen vorsorglich mitgenommen haben. ( sofern du da was hast )

      So weit ich weiss, wollen viele Doc´s bei der Erstuntersuchung eine Extra-untersuchung vom Augenarzt.
     
  5. #4 DoesntMatter, 06.05.2016
    DoesntMatter

    DoesntMatter Flugschüler

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    Hallo Banji,

    vielen Dank für deine hilfreichen Hinweise!

    Mein Plan bzgl. PPL war bisher wie folgt: Ich hatte geplant den PPL in den USA zu machen und vorrangig im Urlaub mit einem Freund zu fliegen, der den gleichen Plan hegt. Darüberhinaus hatte ich geplant den US PPL in einen EASA PPL nach genügend Flugstunden umschreiben zu lassen, um in Deutschland auch mal einen E-Charter an einem Wochenende nutzen zu können. Wenn ich recht verstanden habe (siehe https://www.flugschule-usa.de/ppl-umschreibung-easa/ ), kann ich das nach 100 absolvierten Flugstunden machen und habe im Nachgang beide Lizenzen, wobei der US PPL nie verfällt, sondern nur ggf. durch einen Checkflug "freigeflogen" werden muss.

    Da ich einige Zeit im englischsprachigen Ausland gelebt habe, würde ich mich über Hinweise zu weiteren ggf. kostengünstigeren Flugschulen in Florida freuen.

    Vielleicht kurz meine Gedanken hierzu: Die Seite von Florida Flyers suggeriert, dass sie viel Erfahrung mit genau meinem Vorhaben haben und es deswegen wahrscheinlich am unkompliziertesten laufen würde. Wieviel Einsparpotential siehst du denn? Ich habe bisher ein Angebot für 50 Flugstunden mit allen Kosten seitens der Flugschule was sich in der Größenordnung $10,000 beläuft inkl. Unterkunft. Nicht enthalten sind Anreise, Mietwagen und Verpflegung. Gibt es da ein großes (realistisches) Sparpotential? Wenn es sich am Ende um +-$1000 handelt und mir das eine absolut reibungsfreien Ablauf garantiert, wäre ich wahrscheinlich bereit die 10% extra zu bezahlen. Bei deutlich höheren Summen wäre ich wohl geneigt, mir die Alternativen genauer anzuschauen.

    Was ist euer Eindruck? Trügt der Schein und es wird überall so reibungsfrei laufen wie bei Florida Flyers, oder lohnt es sich den Mehrpreis zu bezahlen, um sich voll auf die Flugausbildung konzentrieren zu können?

    Beste Grüße!
     
  6. banji

    banji Flieger-Ass

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    Was das reine im Urlaub fliegen angeht.... Sei mir nicht böse, aber das ist der falsche Weg.

    Fliegen ist nicht wie Fahrradfahren, dein Trainingsstand ist deine Lebensversicherung. Wenn du dann mal im Urlaub fliegst,
    musst du einen Checkout beim Vercharterer machen und der wird - gerade in den USA - ohne Praxis mit ziemlicher Sicherheit in die Hose gehen und fliegst du auch im Urlaub gar nicht.

    Der US PPL hat massive Vorteile, so gehört z.B. NVFR zur Ausbildung und die Vermittlung der Inhalte ist M.E. sehr gut. auserdem
    hast du nach der Umschreibung einen EASA PPL auf dem man aufbauen kann.

    Bis zu der Umschreibung kannst du - wie erwähnt - N-Regs fliegen und (Hier muss ich mich korrigieren wollte was anderes schreiben) keine D-Reg!!! es gibt aber reichlich charterbare N-regs von daher ist auch das kein wahres Hindernis.

    Das Angebot über 10.000 halte ich für gut, Ausbildungskosten von 6000 USD plus ca 1500 Unterkunft sind aber auch drin wenn man sich gut anstellt.

    Meine Meinung?

    Für deine Wünsche und Vorhaben ist vorerst der LAPL-A der richtige Schein. Der große Nachteil ist dass die Akzeptanz hier in den USA nicht einwandfrei geregelt ist. Ich hatte diesbezüglich selbst mal Kontakt mit der FAA und man versteift sich drauf dass dies keine ICAO Lizenz ist. Der Gesetzestext lautet aber "eine den ICAO Regularien entsprechende Lizenz". Das geht aber jetzt zu weit in die Tiefe - nur soviel: Eine Endgültige Klärung wird es bald geben. Ich selbst fliege in den USA im Moment einfach mit FI. Ich habe da zwei die ich kenne und mit denen das meistens deutlich mehr Spass macht als alleine. (Wart mal ab bis du in 100ft die Coastline abgeflogen bist, dann weisst du was ich meine :-) )

    Ach ja zum Schluss: Den Lapl-A gibt es realistisch für 5-6000 Euronen...
     
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  7. #6 phantombjoern, 15.08.2016
    phantombjoern

    phantombjoern Flieger-Ass

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    Also ich habe mein Medical damals in den USA gemacht und dann in Deutschland alles umgeschrieben.
    Allerdings ist das fast 20Jahre her.

    Hab damals im Florida Flight Training Centre in Venice Florida gelernt. obs das noch gibt ????
     
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    Hallo

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