Bell 429, experimenteller Drehmomentausgleich?

Diskutiere Bell 429, experimenteller Drehmomentausgleich? im Hubschrauberforum Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Bin gerade auf FB über dieses Video eines 4fach Fenestrons an einer B429 gestolpert. Entweder ein gut gemachtes CGI oder irgendein Versuchsmodell...
chopper

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Welchen Sinn sollte eine solche Auslegung haben?
Sehr aufwändig nach meiner Ansicht.
 
Chopper80

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Welchen Sinn sollte eine solche Auslegung haben?
Sehr aufwändig nach meiner Ansicht.
Das habe ich mich auch gefragt. Kann mir nur eine elektrische Version vorstellen. Drehzahlgesteuerte Motoren, dann entfällt das ganze Getriebe-/Blattverstellgedöns und man hat durch die 4fach Ausführung noch Redundanz... Airbus hat ja an sowas ähnliches auch schon gedacht.
Hier noch mehr Bilder/ Video, so dass an der Sache wohl doch was dran ist.

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C80
 
lutz_manne

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Von Geräuschreduzierung kann man doch auch nicht ausgehen, oder? Kleinere Durchmesser müssen doch schneller drehen und sind damit lauter?! Es sei denn die wirklich großen kommen mit den Blattspitzen in den Überschallbereich, schon klar.
 
Chopper80

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Aber kleinere Durchmesser können schneller die Drehzahl ändern und somit spricht die Steuerung um die Hochachse schneller an. Das wäre für mich die einzige sinnvolle Erklärung für eine solche Konstruktion. Bin echt gespannt was letztendlich darüber bekannt wird. Ausser diesen beiden FB Posts habe ich bislang noch nichts darüber gefunden

C80
 
SAC

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Ausfallsicherheit? Kenn mich technisch null aus, aber wäre das auch ein Argument?
 
Spartacus

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Ich halte die Idee für seltsam.
Wenn das eine Lösung sein soll, wüsste ich gerne, was das Problem war.
 
chopper

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Ich habe keine Zahlen, aber Heckrotorausfälle in verschiedenen Formen kommen vor.
Entsprechende emergency procedures wurden auch regelmäßig trainiert.
Ob das aber den Aufwand rechtfertigt, wage ich zu bezweifeln.
 
Chopper80

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Ich halte die Idee für seltsam.
Wenn das eine Lösung sein soll, wüsste ich gerne, was das Problem war.
Als ich das zum ersten Mal sah dachte ich an ein Hoax. Aber gleich zwei Videos zu bearbeiten, ich weiss nicht...
Ich hatte aber mal irgendwo einen Bericht gelesen, dass Airbus mal über eine Art Hybridantrieb nachdachte. Elektrisch angetriebene Rotoren mit kleinem Akku, um kurzzeitige Ausfallsicherheit zu erzielen. Statt AR halt eine Sicherheitslandung mit Power.
Hier kann ich mir nur vorstellen, dass mit den vier kleinen Rotoren eine Steuerung nur über Drehzahl ohne Blattverstellung möglich ist. Vielleicht auch unterschiedliche Schubrichtung? Da diese merkwürdige Konstruktion es offenbar bis in den Testflugbetrieb geschafft hat ist es ja keine reine "Spinnerei", bin echt gespannt...

C80
 
Spartacus

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Ich habe keine Zahlen, aber Heckrotorausfälle in verschiedenen Formen kommen vor.
Entsprechende emergency procedures wurden auch regelmäßig trainiert.
Das musst Du mir nicht erzählen, das weiß ich aus eigenen Flugstunden sehr wohl. Habe zuletzt Anfang Februar bei meinem TypeRating für die R44 Heckrotorausfall sowohl theoretisch diskutiert als auch praktisch geübt (was man übt, ist entweder "loss of tailrotor effectivness" oder "stuck pedal" - das dann sowohl mit "low power side" als auch mit "high power side"). Der physische Verlust des Heckrotors (z.B. durch Bruch) führt üblicherweise in einen nicht mehr ausleitbaren Flugzustand (auch aufgund der drastischen Verschiebung des Schwerpunkts) und in der Folge zum Totalverlust.

Hier kann ich mir nur vorstellen, dass mit den vier kleinen Rotoren eine Steuerung nur über Drehzahl ohne Blattverstellung möglich ist. Vielleicht auch unterschiedliche Schubrichtung?
Dadurch wird aber die Regelung wieder aufwändiger, könnte aber grundsätzlich per Software erfolgen, statt wie bisher ausschließlich via Hardware. Eine Komponente mehr die ausfallen könnte, aber immerhin weniger aufwändige Mechanik (z.B. keine Steuerstangen mehr). Dann sind die kleineren Rotoren möglicherweise sinnvoll, weil sie nicht so träge sind und direkter ansprechen. Im Gegenzug hat man aber 4 statt 1 Umlenkung (oder 4 Motoren) und muss das irgendwie mit dem Hauptrotor und den Pedalstellungen synchronisieren.
Aber welches grundsätzliche Problem damit gelöst werden könnte, erschließt sich mir noch immer nicht.

Spartacus
 
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Im Gegenzug hat man aber 4 statt 1 Umlenkung (oder 4 Motoren) und muss das irgendwie mit dem Hauptrotor und den Pedalstellungen synchronisieren.

Spartacus
Im Zeitalter von "fly by wire" bzw. "light" dürfte das aber wohl kein Problem sein. Mechanische Ansteuerung dürfte bei der Konstellation sicherlich nicht zum Zuge kommen, viel zu komplex...

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Gilmore

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"Aber welches grundsätzliche Problem damit gelöst werden könnte, erschließt sich mir noch immer nicht."

Vielleicht Wartungs-Ersparnis, weil neben den Steuerstangen auch die "Kardanwelle" vom Triebwerk zum Heckrotor wegfällt?
 
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Aber welches grundsätzliche Problem damit gelöst werden könnte, erschließt sich mir noch immer nicht.

Spartacus
Bei den meisten heutigen Hubschraubern muss der Heckrotor/-ausleger immer so konstruiert werden, dass dessen Antrieb mit einer Welle möglich ist. Das beinhaltet immer ein 90° Getriebe, oft noch ein zusätzliches Winkelgetriebe. Hier würde das alles wegfallen und die Gestaltung des Heckauslegers könnte optimiert werden. Kabel können einfacher verlegt werden als eine lange gerade Welle.

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Grundsätzlich halte ich einen elektrischen Heckrotor durchaus für sinnvoll, aber vier Fenestrons ist für mich Overkill.
 
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Grundsätzlich halte ich einen elektrischen Heckrotor durchaus für sinnvoll, aber vier Fenestrons ist für mich Overkill.
Je kleiner die "Gebläse" so geringer das Trägheitsmoment der drehenden Teile. Da der Schub über die Drehzahl geregelt wird, muss eine Änderung schnell erfolgen. Bei einem würde das wohl nicht schnell genug erfolgen....

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Interessant wäre in dem Zusammenhang auch, wie man das Problem gelöst hat Schub in beide Richtungen zu erzeugen. Ok, man könnte die Drehrichtung ändern aber das würde m. M. nach zu lange dauern. Zumindest wenn das an allen 4 "Ventilatoren" gleichzeitig geschähe...

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Ich bin mir nicht sicher, ob man die Drehrichtung ändern muss.
Bei konventionellen Heckrotoren geht der Blatteinstellwinkel doch auch nicht ins negative.
Oder mache ich da einen Denkfehler?
 
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