Bell AH-1W SuperCobra USMC X-5 Naval Weapon Center (Revell 1:48)

Diskutiere Bell AH-1W SuperCobra USMC X-5 Naval Weapon Center (Revell 1:48) im Hubschrauber Forum im Bereich ROLLOUTS - Die Bilder Eurer Flieger !; Im Jahre 1966 fertigte Bell zwei Prototypen des Hubschraubers AH-1G Huey Cobra für die US-Army an, die Bestellung für 110 Exemplare folgte...
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Im Jahre 1966 fertigte Bell zwei Prototypen des Hubschraubers AH-1G Huey Cobra für die US-Army an, die Bestellung für 110 Exemplare folgte umgehend. Der Bedarf der Army nach einem schlagkräftigen Angriffshubschrauber für ihren Einsatz im Vietnam- Konflikt diktierte die Konstruktion. Die progressive Entwicklung dieses Typs rief das US-Marine-Corps auf den Plan, dessen Streitkräfte ein ähnliches Fluggerät für den Einsatz von Schiffen aus benötigten. Wegen langer Überwasserflüge zum Erreichen von Zielgebieten wurde für das USMC eine neue Doppeltriebwerkskonstruktion gebaut, die AH-1J SeaCobra. Sie verfügte zudem über eine neue 3-läufige 20-mm- Revolverkanone unter dem Bug und ging 1969 in Produktion. Während man auf die Lieferung des neuen Typs wartete, erhielt das USMC leihweise 38 AH-1Gs und zwischen 1970 und 1977 insgesamt 100 AH-1Js, die 1971 an Kriegsschauplätzen in Vietnam zum Einsatz kamen.

 
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Es folgten Verbesserungen unter anderem in Form von neuen Flügel-Pylonen zur Mitführung einer größeren Vielfalt an Waffen, einschließlich der AIM-9 Sidewinder zur Selbstverteidigung. Schon kurz darauf verlangte das USMC eine weitere Waffenmodernisierung, die zum Typ AH-1T führte. Ausgerüstet mit noch stärkeren Triebwerken und der Fähigkeit, TOW-Panzerabwehrraketen mitzuführen, hatte diese Ausführung ihren Erstflug im Jahre 1976. Sie war 1,10 m länger als ihre Vorgängerversionen. Die letzte dieser 55 Maschinen war eine AH-1T+. Dabei handelte es sich um einen Prototypen der späteren Hauptproduktionsserie AH- 1W SuperCobra, die 1983 ihren Jungfernflug hatte. Diese hier im Modell vorgestellte Ausführung wird von zwei General Electric T700-GE-401 Turbo-Triebwerken angetrieben, von denen jedes 1.690 Wellen-PS liefert und bei guten Wetterbedingungen eine Höchstgeschwindigkeit von 282 km/h über dem Meeresspiegel ermöglicht.

 
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Die Waffenausrüstung ist verstärkt worden durch AGM-114 Hellfire- und AGM-122 Sidearm-Missiles. Frühere J- und T-Modelle wurden zu AH-1Ws umgerüstet und erhielten ein Nachtzielgerät mit vorwärts weisendem Infrarot-Radarsystem (NTS/FLIR), welches eine Laser- Reichweitensuche, Zielerfassung und Auffassung mittels Kamerasystemen ermöglicht. Die AH-1W kann als Hubschrauber-Eskorte, zur Feuerunterstützung und zur Koordination von amphibischen Landungsoperationen eingesetzt werden und ist bestens geeignet für den Einsatz von Bodenstationen, aber auch von improvisierten Landestellen aus.

 
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Dieser Hubschraubertyp steht im operativen Einsatz bei acht gemischten HMLA-Staffeln, ist jedoch hauptsächlich stationiert in Camp Pendleton, Kalifornien, und am New River, NC. Jedes Geschwader besteht aus 18 AH-1Ws und neun UH-1s. Vier dieser Einheiten befanden sich im Golfkrieg 1991 im Fronteinsatz, weitere waren in jüngerer Zeit in den Krisengebieten im Golfkonflikt 1993 und in vielen anderen Regionen eingesetzt. Der AH-1W ist bei dem USMC fest etabliert als kampferprobtes und zuverlässiges Waffensystem und wird auch noch viele Jahre im Einsatz sein.

(Quelle: Revell, 2015)

 
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Das Modell – aus Italeri wird Revell
Revell packte im Jahre 2015 Italeris AH-1W in einen neuen Karton und legte einen Decalbogen bei für drei optisch sehr attraktive, weil mit gänzlich unterschiedlichen Tarnschemen versehene Varianten. Da findet sich das klassische Dreifarb-Schema der Marines aus den 1980er Jahren in Anthrazit, Grau und Grün, außerdem eine Wüstenvariante in Ocker und Beige. Ich habe die dritte Variane gewählt, eine USMC-Maschine der VX-5 "Vampires", Revell-Bezeichnung "Naval Weapon Center" (Edit 16.09.2021), No. 162537 aus China Lake, 1988. Hier treffen drei unterschiedliche Grautöne aufeinander, die ein dezentes Äußeres ergeben, das gefiel mir gut. Und so baute ich diesen Helikopter praktisch aus der Schachtel und setze die Besatzung des Monogram-Modells ins recht grob detaillierte Cockpit.
 
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Als Diorama-Basis schnitt ich wie immer eine Styrodurplatte zurecht, trug eine Schicht Trockenspachtel auf, ritzte die Teerfugen mit einem Messer ein und behandelte diese Oberfläche mit verschiedenen Acrylfarben von dunkel nach hell. Nach dem Anbringen der Markierungen/Leitstreifen beendete ein Airbrushing und Washing mit Ölfarben und ein dezenter Auftrag von Pastellkreiden die Konturierung und Alterung der Oberfläche.
 
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Damit ist meine HueyCobra-Serie zunächst einmal abgeschlossen, allerdings wäre der Bau eines AH-1G im Maßstab 1:48 eine willkommene Ergänzung. Aber es gibt ja auch noch zahlreiche andere Fluggeräte, die in den Kartons meines Modellbaukellers eingesperrt sind und auf die Befreiung warten. Also, ran an die Projekte!

 
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Hallo Alex!

Ein echter Hingucker, ohne Zweifel :TOP:.

Kleine Anmerkung zum Original:

... Ich habe die dritte Variante gewählt, eine USMC-Maschine der VX-5 Naval Weapon Center, No. 162537 aus China Lake, 1988 ...
Die US Navy Versuchsstaffel VX-5 trug den Namen 'Vampires', das Naval Weapons Center China Lake war wohl eine eigenständige Einrichtung.
Allerdings waren beide auf demselben Stützpunkt beheimatet.
Wahrscheinlich hat man da bei Revell etwas durcheinander geworfen.

VX-5 testete nicht nur Fluggeräte der US Navy, sondern auch des US Marine Corps, wie diverse Photos von 'Harriers' und 'Cobras' mit den Markierungen der Einheit (Tailcode XE) beweisen.
Meistens behielten diese Maschinen die Aufschrift MARINES, so auch die von Dir dargestellte
AH-1W mit der Seriennummer (BuNo) 162537.

Gruß
André

P.S.: hier gibt es ein Photo der Originalmaschine aus dem Jahre 1988, möglicherweise mit einer ATM-122 'Sidearm' "bewaffnet".

P.P.S.: VX-5 'Vampires' wurde 1993 mit der Staffel VX-4 'Evaluators' zusammengelegt.
Die neu geformte Einheit heißt nun VX-9, der Name und der Tailcode wurde von VX-5 übernommen.
 
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Hallo André , danke für diese guten Informationen!

<...> Die US Navy Versuchsstaffel VX-5 trug den Namen 'Vampires', das Naval Weapons Center China Lake war wohl eine eigenständige Einrichtung.<...>
Ja, da ist offensichtlich was durcheinander gelaufen. Ich habe den obigen Text mit Bezug auf die revellsche Variantenbezeichnung angepasst.

P.S.: hier gibt es ein Photo der Originalmaschine aus dem Jahre 1988, möglicherweise mit einer ATM-122 'Sidearm' "bewaffnet".
Mensch, das ist klasse. Es ist das erste und bisher einzige Foto, was ich vom Original-Vorbild der Maschine gesehen habe. Super, ich habe es in meine Sammlung aufgenommen.
 
HUEYROB

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Und noch eine kleine Anmerkung von mir: Du hast die Hauptrotorblätter leider in der falschen Drehrichtung angebracht.
Ansonsten nett und toll beschrieben.

Grüße
 
bastelalex

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<...> Du hast die Hauptrotorblätter leider in der falschen Drehrichtung angebracht.<...>
Au weia. Es ist doch immer wieder erschreckend, wie man vor lauter Wald die Bäume nicht sieht. @HUEYROB hat Recht. Ich bin tatsächlich Revells bzw. Italeris Konstruktionsfehler aufgesessen, und obwohl ich gleichzeitig auch zwei Monogram-Cobras gebaut habe, deren Rotoren richtig herum "drehen", ist mir der Fauxpas nicht aufgefallen.



Daten-/Bildquelle: Revell via Modellversium/Alexander Jost
 
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Guido Schröter

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Hallo Alex,
Tolle Arbeit. Sehr schön lackiert und pressentiert.
 
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Danke @Guido Schröter - aber jetzt bin ich natürlich alarmiert. Diese blöden Rotorblätter!

Und nun? @F-14A TomCat meinte: "Never touch a finished model!" Und obwohl ich Toms Rat sehr schätze und auch oftmals befolge, komme ich diesmal nicht umhin, mich selbst zu geißeln. :5:

Dazu musste ich "einfach nur" die Rotorblätter demontieren, umdrehen, und samt Rotorkopf und Pitch-Gestänge neu anbauen und mit Stahldraht stabilisieren. Auf den jetzigen Oberseiten der Rotorblattflächen markierte und verschliff ich die erkennbare Klebenaht...

 
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bastelalex

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Gratuliere! Mutige Entscheidung :TOP: ! Gruß André
Danke, André! Tatsächlich musste ich nach der Feststellung, dass ich die Rotorblätter wirklich falsch herum draufgepappt hatte, erstmal eine Nacht drüber schlafen. Dann ging aber alles ganz schnell; nach netto zwei Stunden Umbauzeit inklusive Lackierung war alles endlich so, wie es sein soll. Ich wäre ohne Umbau beim Betrachten des Modells immer ein wenig unzufrieden gewesen.
 
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