Bell YP-59A Airacomet von Hobbycraft 1:48

Diskutiere Bell YP-59A Airacomet von Hobbycraft 1:48 im Jets bis 1/48 Forum im Bereich ROLLOUTS - Die Bilder Eurer Flieger !; Hallo Leute Hier möchte ich euch meine YP-59A Airacomet vorstellen:) ,wie immer aber was zum Orginal. Nachdem Deutschland und England bereits...
Wild Weasel78

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Alien
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Hallo Leute

Hier möchte ich euch meine YP-59A Airacomet vorstellen:) ,wie immer aber was zum Orginal. Nachdem Deutschland und England bereits mit ihren Jets der Heinkel He 178 und der Gloster E.28/39 vorgelegt hatten wollten die USA zügig auch ein Strahlflugzeug entwickeln. Frank Whittle der das Triebwerk für die Gloster gebaut hatte flog für eine längere Zeit in die USA und half General Electric beim bau eines Strahltriebwerkes auf der Basis des Whittle Supercharger Tpye W.2. Es enstand das Generel Electric J-31GE-5 das nun für die Bell YP-59 bereit stand . Da das Projekt YP-59 aber streng geheim war konnte man nicht auf alle Einrichtungen zurück greifen wie zb einen Windkanal. Dies rächte sich später in der Flugerprobung mit viel zu wenig Leistung ,unstabiles Flugverhalten usw . So gesehen hätte man einem Kühlschrank besser zum Fliegen gebracht wie die Airacomet. Ihre Höchstgeschindigkeit lag bei 685 km/h bei einer Reichweite von 640 km oder aber einen Radius von ca 320 km. Der Erstflug erfolgte am 12 September 1942 , eine andere Quelle gibt den Monat Oktober an .Die YP-59 A verfügte noch über keine Bewaffnung,diese wurde erst in die P-59B verbaut . Die Bewaffnung bestand aus 1x37mm Kanone und 3x12,7mm Maschinengewehre was gegen Bomber wohl sehr effektiv gewesen wäre. Geplant waren 100 P-59 zu bauen aber zu gunsten der schon viel besseren P-80 Shooting Star kam es zu nur 50 gebauten Maschinen. Es wurden 20 P-59A und 30 P-59B gebaut die aber nur noch zur Erprobung eingesetzt wurden . Die Engländer erhielten ein paar Maschinen und auch die US Navy bekam zum testen ein paar Exemplare. Man plante noch einen Kriegeinsatz im WK2 den man aber auf Grund der viel zu schlechten Leistung ganz schnell zurück zog. Auch wenn die Leistung der P-59 nicht überzeugte so war sie doch ein großer Schritt für weitere Entwicklungen im Strahlflugzeugbereich die dann mit deutscher Technik weiter verfeinert wurde . Nun aber zum Modell.
 
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Alien
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Vor einiger Zeit brachte Hobbycraft die beiden P-59 Versionen im Maßstab 1:48 auf den Markt so das das sehr teure Resin Modell von Collect Aire ausgedient hat.
 
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Die Bauteile verfügen über fein versenkte Gravuren und auch die Teile sind sauber gespritzt worden. Leider ist die Detaillierung wieder sehr Mager ausgefallen und überhaupt nicht mehr auf einen Standard wie es eigentlich sein sollte . Das Cockpit besteht aus einer Platte und einem Sessel und war so nicht zu gebrauchen . Zum Glück brachte True Details und Cutting Edge je ein Resin Cockpit auf den Markt ,ich entschied mich für die erste Version.
 
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Weitere Schwächen sind die Fahrwerksschächte und Treibwerkslufteinläufe die ohne Innedetails daher kommen. Hier muss man selber Hand anlegen um nicht bis hinten durchschauen zu können. Auch hat Hobbycraft den Einlaufbereich nicht korrekt wieder gegeben,das Leitblech ist viel zu kurz und steht viel zu weit vorne und auch die Form des Einlaufes sah nicht so aus wie es sollte. Kurzerhand wurde das Leitblech verlängert und der Einlauf bearbeitet,ein Treibwerk machte ich mir aus Resten der Grabbelkiste.
 
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Die Paßgenauigkeit war ganz ok und man brauchte nur die übergänge des vorderen und hinteren Rumpfes sowie der übergang vom Flügel zu den Treibwerksauslässen zu spachteln. Hobbycraft hat die unterschiede der A und B Version gut herausgearbeitet , bei der B Version hat die Airacomet ein anderes Heck sowie eine kürzere Spannweite !!
 
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Pluspunkte gibt es für die seperaten Ruder und Flaps und die Klarsichteile die alle einzel daher kommen.
 
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Die Decals sind auch endlich zu gebrauchen und nicht mehr so wie früher. Leider ist der Preis von ca 32-35 Euro nicht gerade günstig vorallem wenn man die ganzen Fehler sieht .........insgesamt muss man noch ca 12 Euro reinstecken für ein Cockpit, und wer die Reifen nicht mag zahlt nochmal ca 5 Euro für Resin Ersatz. Alle weiteren Teile lassen sich selber herstellen wobei ich noch mehr hätte ergänzen können.
 
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Das Fahrwerk ist vorne zu niedrig und hinten zu hoch und Hobbycraft hat hier wohl eine Unbetankte Fahrwerksversion gemacht :TD: ,normal steht die Airacomet hinten tiefer aber ich habe es so gelassen .
 
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Im Bausatz sind Gummireifen enthalten,ich habe diese auch verwendet und mit Schleifpapier bearbeitet so das sie nun etwas gebrauchter aussehen. Gelichzeitig habe ich sie noch etwas abgeplattet.
 
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Nachdem soweit alles gespachtelt und geschliffen war konnte eine Grundierung lackiert werden. Die Frontscheibe wurde ebenfalls eingespachtelt. Nachdem die Grundierung trocken war wurden die Gravuren dort wo sie durch Schleifen verloren gegangen waren nachgezogen.
 
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Nach einem feinen Schleifdurchgang konnte nun die Lackierung gespritzt werden. Für die Unterseite nahm ich einen Farbton von Tamiya und die Oberseite wurde mit ebenfalls mit Tamiya lackiert ,hier verwendete ich oliv drab.
 
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Maskiert habe ich die übergänge von grau zu oliv mit UHU-TAC wo durch man einen sehr schön und weiche Kante bekommt. Nachdem die Basis drauf war konnte es ans aufhellen gehen,hierzu mischte ich Tamiya oliv mit Gunze weiß zusammen und hellte so die ersten Partien auf.
 
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Dann nahm ich oliv drab von Gunze in zwei verschiednenen Tönen und sprühte diese dann auch auf das Modell . Danach wurde die Gunze Farbe aufgehellt und wieder mit Tamiya leicht übernebelt ,das ganze machte ich so lange bis es mir gefallen hatte und dem Orginal doch recht nahme kam. Die Sonne setzte der Lackierung der P-59 doch ziemlich zu wobei oliv drab auch dafür bekannt ist sehr unterschiedlich zu sein .
 
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Bei der Unterseite wurde ebenfalls aufgehellt aber in einem weit aus wenigeren Umfang wie oben. Durch mehrere Ölfarbenwashings wurde die Oberfläche weiter gealtert. Ein paar wenige Lackschäden wurden noch hinzugefügt und der Walk away mit Pastelkreide behandelt.
 
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Versiegelt wurde das ganze dann mit Seidenmatten Klarlack der später in verschiedenen Bereichen mit Matt Klarlack behandelt wurde.
 
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Hotte

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Sehr hübsch und überzeugend gebaut Deine Airacomet.
Fällt aber schwer sich daran zu gewöhnen,
das mal was anderes als ein Korea Fighter von Dir zu sehen ist.

Aber Hut ab, wirklich Top, wie von Dir gewohnt.

Hotte
 
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Die Endmontage und entfernen der Masken an den Klarsichteilen beendette die Arbeiten an der YP-59. Der Bausatz ist eine gute Basis die aber auch in meinen Augen zu teuer ist ,das liegt aber leider daran das es keinen Großhändler für Hobbycraft hier gibt und die wenigen Bausätze von den einzelenen Händlern selber Importiert werden müssen. Wer aber eine P-59 haben möchte kommt um diesen Kit nicht rum und man sollte sich mit Kosten von ca 50 Euro anfreunden wenn man nicht oob bauen möchte :) .

Nun ist eure Meinung gefragt, Lob, Fragen, sachliche Kritik sind wie immer Willkommen :)

Ich hoffe ich habe nix vergessen :red:

MFG Michael
 
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nik1904

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Mein lieber Schwan, das sieht ja spitzenmäßig aus! Gefällt mir richtig gut, zumal das Original, obwohl es nur ein Prototyp war, tatsächlich derbe abgewetzt aussah. Haste super hinbekommen :TOP:
 
centuryfan

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Gefällt mir auch sehr gut :TOP:
 
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Auch wenn dieser Vogel nicht wirklich zu meinen Favoriten zählt :rolleyes: ,

aber sauber gebaut, und wie du selbst bereits schon sagtest: "Hat halt nicht jeder" :TOP:

Gruß Sven
 
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Bell YP-59A Airacomet von Hobbycraft 1:48

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