Biographien deutscher WW II Piloten

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Moderatoren: Maverick66
  1. #1 Raveman, 15.06.2010
    Raveman

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  3. neo

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  4. #3 Augsburg Eagle, 15.06.2010
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  5. #4 Degalus, 15.06.2010
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  6. #5 Raveman, 15.06.2010
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  7. #6 Tornado2000, 16.06.2010
    Tornado2000

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    Deutsche Jagdflieger

    H. Bob: Verratener Idealismus
    Erinnerungen eines Jagdfliegers.

    Ingo Möbius: Im Einsatz über Europa Der Jagdflieger Günther Scholz erinnert sich.

    Veit Scherzer/Martin Terlaak: Ohne Ritterkreuz und Eichenlaub Die Erlebnisse eines Nachtjagdpiloten 1940–1945.

    Norbert Hannig: Was gilt denn unser Leben
    Als Jagdflieger im Einsatz 1941–45


    Walter Schuck
    Abschuss! - Von der Me 109 zur Me 262,
    -Erinnerungen an die Luftkämpfe beim Jagdgeschwader 5 und 7
     
  8. jockey

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  9. #8 bakerman, 23.07.2010
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    "Zwischen Metz und Moskau", Karl Knoblauch, Flechsig-Verlag.
    Erinnerungen eines erfolgreichen Beobachters in der Fernaufklärer-Besatzung des Ritterkreuzträgers Josef Reinardy.

    (hervorragendes Buch!!!)

    Noch mehr Autobiographien erfolgreicher Flieger (Bewertungen einzelner Bücher erspare ich mir hier lieber):

    Wolfgang Späte: Der streng geheime Vogel Me163

    Hajo Herrmann: Bewegtes Leben

    Klaus Häberlen: Davongekommen

    Helmut Lipfert: Das Tagebuch des Hauptmann Lipfert

    Adolf Dickfeld: Die Fährte des Jägers

    Adolf Galland : Dier ersten und die letzten

    Johannes Steinhoff : Die Strasse von Messina / In letzter Stunde
     
  10. #9 Tornado2000, 29.11.2015
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    Hauptmann Hans-Joachim Marseille - Der erfolgreichste Jagdflieger des Afrikafeldzuges

    Dies ist die Geschichte von Hauptmann Hans-Joachim Marseille, dem erfolgreichsten Jagdflieger des Afrikafeldzuges. Am 13. Dezember 1919 in Charlottenburg bei Berlin geboren, meldete sich „Jochen“, wie er von seinen Kameraden und Freunden genannt wurde, nach dem Abitur 1938 freiwillig zur Luftwaffe. Bereits während seiner Ausbildungszeit auf dem Flugplatz Wiener Neustadt West zeigte sich das herausragende Talent des Fliegervirtuosen. Im August 1940 zum Lehrgeschwader 2 an die Kanalküste versetzt, erzielte Marseille an seinem ersten Kampftag seinen ersten Luftsieg. Für seinen weiteren Einsatz bei den Kämpfen über dem Ärmelkanal erhielt er innerhalb von wenigen Tagen das Eiserne Kreuz II. und I. Klasse, musste jedoch selbst mehrfach notlanden.

    Nach einem kurzen Intermezzo bei der 4. Staffel des Jagdgeschwaders 52, wurde Marseille im Januar 1941 zur I. Gruppe des Jagdgeschwaders 27 versetzt, mit der er im April 1941 auf den Flugplatz Gazala nach Nordafrika verlegte. Im Mai 1941 zum Leutnant befördert, nahm der kometenhafte Aufstieg des Jägerasses mit der „Gelben 14“ seinen Anfang. Mit zunehmender Schusspräzision bei besonders geringem Munitionsverbrauch gelang ihm am 22. Februar 1942 sein fünfzigster Abschuss, wofür er mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet und zum Oberleutnant befördert wurde. Bis September 1942 sollten für seine spektakulären Leistungen das Eichenlaub, die Schwerter und sogar die 4. Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes sowie die Beförderung zum jüngsten Hauptmann der Luftwaffe folgen. Dem kometenhaften Aufstieg folgte jedoch ein jäher Absturz, als am 30. September 1942 seine nagelneue Me 109 aufgrund eines technischen Defekts Feuer fing und er beim Aussteigen aus seiner Maschine ums Leben kam.

    Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er 158 Luftsiege auf 388 Feindflügen erzielt. Gestützt auf viele Augenzeugenberichte, Dokumente und unveröffentlichte Quellen entwirft Franz Kurowski ein Porträt des „Sterns von Afrika“. Die vorliegende Neuauflage ist durch umfassendes, teilweise bisher unveröffentlichtes Bildmaterial erweitert worden.

    Preis € 24.95
    zzgl. Versandkosten, inkl. MwSt.
    240 Seiten, ca. 200 Abbildungen,
    Format 24 x 30 cm, gebunden mit farbigem Schutzumschlag,



    https://www.verlagshaus.com/index.php?id=38&tt_products[cat]=11&tt_products[begin_at]=40&tt_products[backPID]=80&tt_products[product]=2041&cHash=6e160bcbd613db54f404431ac1c9e1e0
     

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  11. #10 Tornado2000, 26.01.2016
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    Hauptmann Franz von Werra - Vom Jagdfliegerass zum Ausbrecherkönig

    Ralf Schumann
    Zeitgeschichtliche BIOGRAPHIEN

    Dies ist die Geschichte des Hauptmanns Franz von Werra. Am 13. Juni 1914 als Sohn einer verarmten Adelsfamilie in Leuk im Kanton Wallis geboren, wurden Franz und seine Schwester von der kinderlosen Familie des preußischen Majors Oswald Carl adoptiert. Nachdem sich die Adoptiveltern aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten getrennt hatten, machte er als blinder Passagier auf dem Frachtschiff „Niederwald“ seinem späteren Ruf als Ausbrecherkönig ein erstes Mal alle Ehre. Nach diesem misslungenen Unternehmen und dem Abbruch des Gymnasiums besuchte von Werra ab 1933 die Sportschule der SA in Hamm.

    Ab 1935 in der Fliegerschule in Berlin ausgebildet, wurde Franz von Werra 1936 zum Leutnant befördert und nahm mit der I. Gruppe des Jagdgeschwaders 1 am Polenfeldzug teil. Sein erster Luftsieg jedoch gelang ihm erst am 20. Mai 1940 als er als Adjutant des Stabes der II. Gruppe des Jagdgeschwaders 3 mit seiner Me 109 eine Hawker Hurricane fünfzehn Kilometer östlich von Arras abschoss. Dem folgten am 22. Mai 1940 drei weitere spektakuläre Luftsiege innerhalb von nur zwei Stunden. Nach einem Luftsieg am 28. August 1940 und drei auf einem englischen Flugfeld am Boden zerstörten Hawker Hurricane am selben Tag, wurde er am 5. September 1940 in der Luftschlacht um England südlich von London abgeschossen und kam in britische Kriegsgefangenschaft. Nach zwei in letzter Minute vereitelten Fluchtversuchen aus den englischen Gefangenenlagern Grizedale Hall und Swanwick, glückte Franz von Werra nach der Verlegung nach Kanada am 10. Januar 1941 der Absprung von einem Transportzug und die Rettung in die damals noch neutralen USA.

    Seine sich anschließende, abenteuerliche Reise über Südamerika, Afrika, Spanien und Italien führte ihn im April 1941 zurück nach Deutschland. Ab Juni 1941 als Gruppenkommandeur der I. Gruppe des Jagdgeschwaders 53 an der Ostfront eingesetzt und am 22. August 1941 zum Hauptmann befördert, gelangen ihm an der Ostfront im Monat Juli 1943 dreizehn Luftsiege.

    Im Herbst 1941 mit seiner I. Gruppe/Jagdgeschwader 53 „Pik As“ zum Küstenschutz gegen britische Bomber in Holland eingesetzt, versagte bei einem Übungsflug am 25. Oktober 1941 über der Nordsee der Motor seines Flugzeuges. Der mit dem am 14. Dezember 1940 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnete Franz von Werra fand dabei den Fliegertod.


    Preisleistung! € 9.95
    zzgl. Versandkosten, inkl. MwSt.
    160 Seiten, ca. 120 Abbildungen,
    Format 17 x 24 cm, gebunden mit farbigem Überzug,
    Deutsch,
    ISBN:978-3-8035-0069-4
     

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  12. #11 AGO Scheer, 26.01.2016
    AGO Scheer

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    Hallo Kollegen,
    also über die "Qualität" einiger der hier genannten Bücher kann man nicht streiten. Manche davon sind grottenschlecht.

    Uneingeschränkt kann ich empfehlen:
    Paul Zorner "Nächte im Bomberstrom",
    Walter Wolfrum "Unbekannte Pflicht",
    Kurt Braatz, "Gott oder ein Flugzeug" (Günter Lützow)

    ...und wer etwas über einen der vielen völlig unbekannten Flieger erfahren möchte:
    Karl Knobloch (beide Bände)
    und
    Robert Jung "Auf verlorenem Posten"

    und wen höchst interessante psychiologische Einblicke in den Flieger von damals interessieren, also wie die "tickten", dem sei unbedingt die "Persönlichkeit und Wesen des deutschen Jagdfliegers im 2. Weltkrieg" von Paul Robert Skawran (1970) Titel "IKAROS" empfohlen. Der Verlag27 hatte es 2000 noch einmal aufgelegt-es ist sicher noch antiquarisch zu schnappen...
     
    duesentrieb und FREDO gefällt das.
  13. #12 Tornado2000, 27.01.2016
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  14. #13 Tornado2000, 27.01.2016
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    Kriegs-Tagebuch von Hannes Trautloft


    Kriegs-Tagebuch von Hannes Trautloft - Grünherzjäger im Luftkampf 1940-1945
    Dieses von Hans Ekkehard Bob bearbeitete Buch gibt die im Krieg verfassten handschriftlichen Tagebuchaufzeichnungen von Hannes Trautloft, Kommodore des JG 54 "Grünherz" wieder. Entstanden ist somit ein einmaliges Werk, das durch die persönlichen Empfindungen von Trautloft, der einer der bekanntesten und angesehensten Figuren der deutschen Luftwaffe war, geprägt ist und somit einen einmaligen tiefen Einblick in das Geschwaderleben des JG 54 zulässt.
    39,90 €

    http://www.vdmedien24.de/Kriegs-Tagebuch-von-Hannes-Trautloft-Hans-Ekkehard-Bob

    Der verhinderte Jagdflieger - Anton G. Keller



    Der verhinderte Jagdflieger (Abenteuer eines Fluglehrers im Zweiten Weltkrieg)

    200 Seiten, 70 Fotos, 1 Karte, Pb., DIN A5 - Der Autor dieses Buches war bei Kriegsbeginn, also im Jahre 1939, gerade mal sechzehn Jahre alt, noch Schüler. Im Alter von achtzehn Jahren wurde er Soldat, und wie viele in seinem Alter war er besonders begeistert von den Fliegern. Zu diesen wollte er gehören, aber nicht als Bordschütze, Mechaniker oder Funker, sondern wenn schon, dann als Pilot. Das war sein goßer Traum, ein Traum, von dem er damals schon wusste, dass es nicht leicht sein würde, ihn zu verwirklichen. Im Folgenden sind die vier Jahre Krieg beschrieben, vom Tag der Einberufung 1941 bis zum bitteren Ende, der Weg zu seinem Ziel, von der Aufnahmeprüfung über die Ausbildung bis zu seinen Abenteuern als Fluglehrer, so wie er sie erlebt und empfunden hat. Dabei wird nichts Wichtiges weggelassen oder beschönigt. Wie es ihm in den vier Jahren erging, vom Mai 1941 bis zum Mai 1945, dem bitteren Ende, ist in diesem Buch geschildert, aufgelockert durch die humorvolle Beschreibung der Ereignisse um das Kasernenleben herum. Der Leser kann erfahren, wie ein einzelner kleiner Soldat der damaligen 'Luftwaffe' jene Zeit in Wirklichkeit erlebt hat. Wahrscheinlich wird er aus dem Staunen nicht herauskommen.
    Verlag: VDM Heinz Nickel

    9,95 €

    http://www.vdmedien24.de/Der-verhinderte-Jagdflieger-Anton-G-Keller
     

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  15. #14 F-4phan, 27.01.2016
    F-4phan

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    Vielleicht von Interesse.

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  16. #15 F-4phan, 27.01.2016
    F-4phan

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    Hier die Information zu Verlag. Keine Ahnung ob das Buch zur Zeit erhältlich ist.


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  17. Sens

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    Alle genannten Bücher sind auf ihre Weise lesenswert und einige habe ich als Ausleihe schon gelesen. Mich irritiert nur bei der Kommentierung, was mit dem "bitteren Ende" des Krieges gemeint ist und wie demnach ein "süßes Ende" ausgesehen hätte?
     
  18. #17 AGO Scheer, 28.01.2016
    Zuletzt bearbeitet: 28.01.2016
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    Hallo Kollege sens,
    nun wird das zwar gewaltig OT, aber eine längere Anmerkung zur Sache sei gestattet:

    Grundsätzlich kann kein halbwegs klar denkender und emphatischer Mensch an Krieg und dessen Ende etwas "Süßes" finden und nicht nur das Ende eines Krieges ist bitter. Bitter in der Hinsicht, dass sich eine komplette Generation getäuscht sah, verblendet und betrogen, einer Ideologie verfallen, die Deutschland, und mit ihm unzählige Kulturgüter unwiederbringlich in Trümmern zurückließ.

    Die angefragte Literatur hat autobiographischen Charakter, es sind keine wissenschaftlich-ideologischen oder allgemeinen militärpolitischen Abhandlungen über die Kriegs- und Nachkriegszeit. Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass darin natürlich sehr individuelle Erfahrungen und Erlebnisse des Einzelnen reflektiert werden. Das Verfasste muss folglich subjektiv sein.

    Subjektivität mit Objektivität verpaaren, können nur sehr wenige Autoren mit der nötigen Distanz (Wolfrum, Zorner) und andere kaum oder gar nicht (Dickfeld,Herrmann). Bei ersteren gelingt die Auseinandersetzung mit der eigenen Verzahnung im gewaltigen Getriebe der Kriegsmaschinerie, bei letzteren nicht. Da bleibt ein Leser zurück, der sich fragt, ob es ein Paralleluniversum gibt.

    Dennoch: Es ist billig, mit heutigen Wissen, mit unserer Sozialisierung und unserem Kenntnisstand über eine Generation zu urteilen: Nehmen wir z.B. Angehörige der Jahrgangs 1923, die waren bei der Machtergreifung der Nationalsozialisten 10 Jahre alt, bekamen in der Schule die volle Dröhnung Übermenschentum, Judenhass und Propaganda eingehämmert. Als der Krieg ausbrach, war diese Generation schon wehrfähig- und mit 20 Jahren, also 1943, evtl noch am Leben. 1945, im festen Glauben an den Endsieg in Berlins Trümmern, kämpfte z.B. mein Großonkel (nun 22) noch mit der tiefen Überzeugung, man würde "den Russen" in Berlin schlagen.
    Das war bekanntlich eines der Hirngespinste des OKW und 1950 kehrte er, in Gefangenschaft wegen Misshandlungen erblindet, aber zumindest doch lebend zurück. Für die, die schmerzvoll aus diesem ideologischen Tunnelblick erwachten, war das Ende "bitter".
    Was war noch da? Viele hatten alles verloren, Familie, Heimat, Besitz... da gingen 30jährige gemeinsam mit 16jährigen in die Lehre. Die "Alten" hatten ja zuvor nichts anderes gelernt: nur das, was man euphemistisch als "Kriegshandwerk" umschrieb.

    Kann also ein Kriegsende ganz allgemein "bitter" sein?
    Nein, denn das hieße, dass alle, die in KZ zusammen gepfercht wurden, in Arbeitslagern vegetierten, nach Deutschland verschleppt Zwangsarbeit untertage verrichten mussten oder unter Drangsalierungen vielfältigster Art litten, das Ende des Krieges ebenso "bitter" empfunden hätten. Unsinn- denn vermutlich gab es für diese Menschen keinen schöneren Tag mehr in ihrem Leben, als den Tag ihrer Befreiung.

    Kann es aber ein "bitteres" Kriegende für ein individuelles Schicksal geben?
    Ja, denn Lernen durch Schmerz ist nicht der leichteste Weg zur Erkenntnis.
     
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  19. #18 Tornado2000, 24.05.2016
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    Sechs verlorene Jugendjahre
    1940-1946
    von Hans J Mann


    Hier ist mein Bericht über sechs verlorene Jugendjahre. Im Vertrauen auf unseren Führer, dem wir den Treueid geschworen hatten, waren wir angetreten, unser Vaterland voller Enthusiasmus zu verteidigen. Wir sind nur verarscht worden. Wenn ich heute als alter Knochen anhand meiner Tagebücher auf das Erleben im II. Weltkrieg zurückblicke, dann kommen das Grauen, der verzweifelte Glaube an eine glückliche Wende und die erlittenen Demütigungen wieder hoch. Alle diese Eindrücke konnten erfolgreich jahrelang verdrängt werden. Aber es gibt kein Vergessen. Meine Achtung gilt allen Kameraden, die diesen Kampf nicht überlebten. Zugleich erkenne ich bei Niederschrift der Erlebnisse, dass der Schöpfer stets seine schützende Hand über mich gehalten hat. Ich bin glücklich, das Inferno ohne Schaden überstanden zu haben. Die Dankbarkeit für das Behütetsein habe ich zur Maxime meines Lebens in der Nachkriegszeit erhoben. Möge mein Bericht dazu beitragen, dass sich die erlebte Verblendung nicht wiederholen und Friede einkehren möge auf dieser geschundenen Erde.
    Dr. Hans-Joachim Mann


    ISBN/EAN: 9783895145667

    Seitenzahl: 280
    Format: 20,5 x 13,5 cm
    Produktform: Taschenbuch/Softcover
    Gewicht: 370
    Sprache: Deutsch
    13,50 €


    http://www.karin-fischer-verlag.de/sites/buchliste.html
     

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    Hallo

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  21. #19 Tornado2000, 01.10.2017
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    DAVONGEKOMMEN - Als Kampfflieger über den Fronten - Klaus Häberlen

    238 S., Format: 21,3x30,2 cm, 255 original s/w-Fotos, 2 Farbfotos, 35 originale Dokumente, fester Einband - Klaus Häberlen wurde 1916 in Geislingen geboren. Nach einem Leben unter drei Regierungsformen wurde das Vorhaben, sein Leben zu erzählen, ausgelöst durch eine für seine Generation unverständliche Wandlung der öffentlichen Meinung. Mehr als 50 Jahre danach beschäftigen sich die Medien erneut intensiv mit Kriegsereignissen und der Kriegsgeneration. Die Macher sind inzwischen ausschließlich ohne eigene Erlebnisse, sie maßen sich aber an, das teilweise furchtbare Geschehen besser kennen und beurteilen zu können als die Zeitzeugen, die auch die Jahre vor der Machtergreifung Hitlers schon mit Verstand erlebt haben. Seinen Bericht hat er aus der Erinnerung geschrieben, aber auch aus Fotoalben und besonders seinen Flugbüchern entnommen, die lückenlos vorliegen. Dieses Buch soll auch zum Verständnis und zur Beurteilung seiner Generation beitragen.
    Autor: Klaus Häberlen, Verlag: VDM Heinz Nickel, ISBN 3-925480-53-6
    34,00 €
    DAVONGEKOMMEN - Als Kampfflieger über den Fronten - Klaus Häberlen, Verlag Militärgeschich

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  22. #20 AGO Scheer, 01.10.2017
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    Hallo Tornado,
    gut, dass hier auch mal ein Buch vorgestellt wird, dass schon eine Weile auf dem Markt ist. Häberlens "Davongekommen" hatte ich in #11 unterschlagen. Das Buch ist absolut lesenswert.
     
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