Bitte um Klärung: Ju 52

Diskutiere Bitte um Klärung: Ju 52 im Props Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Nein, die Rückseite ist falsch beschriftet. Die D-ABMW war die Ju 86/0251, die Reisemaschine von BMW. Kurz OT: Laut Herrn Faltermair ausgerüstet...

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Fluglehrer
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Servus in die Runde,

dieser Mittelmotoraufbau hat wohl noch erheblich mehr ungewöhnliche Sachen zu bieten.
1. Die NACA Haube/Townendring hat Erhöhungen für die Ventildeckel der Zylinder
2. Die Ölkühler sind in Größe und Menge anders. Wenn es nicht täuscht 4 normale und ein großer Rohrölkühler
3. Wenn es nicht täuscht ist eine gerade Motorverkleidung verbaut und keine verjüngende.

Gedankengang:
Die Ju 52 war auch für den Bramo Fafnir 323 als Testmaschine im Einsatz. Wenn man sich die Getriebeglocke vom Fafnir 323 anschaut, könnte es passen. Ferner hat ja BMW auch Bramo gekauft und der Fafnir 323 baut hinten heraus, durch den Lader, auch deutlich größer, was die gerade Motorgondelverkleidung erklären würde. Warum könnte es sich hier nicht auch um einen anderen Motor, wie den BMW 132 gehandelt haben? Das Bild würde für mich auch als Fafnir- Testmaschine hinhauen.
 
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Junkers-Peter

Junkers-Peter

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Schwierig. Bramo 323 könnte auch sein. Mich stören die Ansaugstutzen, die ich oben zwischen den Zylindern zu erkennen meine. So etwas gabs nur beim 132.
Bramo entwickelte nach der Übernahme durch BMW trotzdem im Spandauer Werk weiter und die Flugerprobung erfolgte im Berliner Raum, wohl größtenteils in Staaken.

Hier ein Bramo 323 mit VDM-Schraube. Sieht ein wenig anders aus. Kann aber sein, dass es verschiedene Haubenformen gab. Die CI+CD operierte größtenteils von Diepensee/Schönefeld aus.
 
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Ju52archiv

Fluglehrer
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Die Maschine #559 hat 5 Standartrohrölkühler und einen größeren am Mittelmotor angebaut. 3 rechts, 2 links

Schaut euch aber einmal den Außenmotor ohne die NACA-Haube an. Täuscht das oder hat der Motor keine Zündkerze in der Mitte des Zylinders, sondern 2 außen und hat dadurch einen großen Zündkabel Ring außer herum? Der 132A,T,Z hatte eine mittige Zündkerze. Die V-förmigen Ventilstangen weisen auf eine 132 Serie hin. Somit könnte außen ein 132 F, K,M,J,N Motor eingebaut sein, der hatte 2 Zündkerzen.
Die Ventilstangenanordnung am Mittelmotor und die Zündkabelführung ist nicht typisch für einen BMW 132.
 
Junkers-Peter

Junkers-Peter

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Schau mal hier im BMW-Archiv ist ein Foto, das dieselbe Maschine zeigen könnte - nur anscheinend mit einer VDM-Schraube und Schwarz-Blättern. Ich tendiere jetzt doch auch zum Bramo 323.

Die Seitenmotoren haben kein Getriebe, also fallen F, K, M, J und N weg. Der BMW 132 hatte aber, wie auch schon der PW Hornet, zwei Zündkreise, also zwei Zündkerzen pro Zylinder, mittig vorn und hinten. Später hat sich dann die Anordnung der Zündkerzen geändert. Über die genaue Baureihe der Seitenmotoren der BWM-Ju 52 könnte ich nur spekulieren.

Hast du das Foto vielleicht erworben?
 

Ju52archiv

Fluglehrer
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Hallo Peter,

ja, die Maschine im BMW Archiv hat die gleiche Anordnung der Rohrölkühler wie die auf dem Foto #559 und auch die gleiche Motorverkleidung.

Dass die Kerzen von hinten und vorne nach 2x vorne umgebaut wurden war aber nur bei den 132 Weiterentwicklungen so, oder war das ein allgemeiner Serienumbau, den auch die A, T, Z Reihe betroffen hat? Ich habe in all meinen Handbüchern bei den 132 A, T, Z nur 1 ZK vorne (und hinten). Meine Handbücher gehen von 1933 - 1941.

Hat man vielleicht bei der Test Ju 52 den Seitenmotoren etwas mehr PS gegönnt um aus Sicherheitsgründen bei einem Mittelmotorausfall (Testkandidat) noch Leistungsreserven zu haben? Also ich sehe als Außenmotor hier keinen 132A, kann ihn aber soweit auch keiner anderen Reihen zuordnen.

Ja, das Foto steckt jetzt in meinem Album.

Als Mittelmotor gehe ich auch weiterhin von einem Fafnir 323 aus. Da die Motorenverkleidung die Ausbuchtungen für die Ventildeckel hatte, wurde hier evtl. nicht der Motor an sich, sondern evtl. die Motorenverkleidung getestet. Der Fafnir war im Durchmesser ja geringfügig kleiner als der 132. Somit könnte die Standardhaube des 132 evtl. ein schlechteres Strömungsverhalten gehabt haben und man wollte mit einer enger anliegenden Verkleidung das Kühlverhalten beobachten? Die "Beulenverkleidung" in kurz sieht man noch bei der Ju 52 in Kolumbien auf den Außenmotoren. Da die Herstellung wohl deutlich aufwändiger ist, wie eine Glattblechverkleidung, sollte sie wohl einen tieferen Sinn gehabt haben.
 
I/JG8

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Hallo Leute,

ich habe hier ein komisches Heck einer Ju 52.

Unterhalb der Seitenruderaufhängung am Heckende sind "Hilfsflügel" angebracht.

Weiß einer wozu diese "Flügel" gut sind. Vielleicht zur Verbesserung der Aerodynamik bei einem mehrfach F-Schlepp.
Beim normalen Schleppsporn habe ich diese Konstruktion noch nicht gesehen.

L. G.

Bernd
Beim Auswerten eines kürzlich eingesehenen Fotoalbums drängt sich mir noch eine Theorie auf: Abweiser/ Leitblech für Fallschirmleinen?
Das Teil ist dort mMn auch erkennbar..
 
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Ju52archiv

Fluglehrer
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.... grundsätzlich kein schlechter Gedankengang, aber ich habe ein paar Zweifel.

1. Waren die Leinen wirklich so lange, dass sie bis zum Seitenleitwerk hinter reichen würden
2. Unter dem Höhenleitwerk waren die Verstrebungen vom Höhenleitwerk. Die hätten doch die Leinen gar nicht zu den Miniflügel kommen lassen?
3. Wären die Flügelchen dann für die Anzahl den Leinen nicht zu kurz
4. Die zweite Seite wäre für die Leinen ja nicht notwendig. Es müßte dann ausschließlich wegen der Symmetrie/Aerodynamit auch auf der zweiten Seite das Flügelchen sein.
 
I/JG8

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Space Cadet
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.... grundsätzlich kein schlechter Gedankengang, aber ich habe ein paar Zweifel.

1. Waren die Leinen wirklich so lange, dass sie bis zum Seitenleitwerk hinter reichen würden
2. Unter dem Höhenleitwerk waren die Verstrebungen vom Höhenleitwerk. Die hätten doch die Leinen gar nicht zu den Miniflügel kommen lassen?
3. Wären die Flügelchen dann für die Anzahl den Leinen nicht zu kurz
4. Die zweite Seite wäre für die Leinen ja nicht notwendig. Es müßte dann ausschließlich wegen der Symmetrie/Aerodynamit auch auf der zweiten Seite das Flügelchen sein.
Die im Bild sichtbaren Aufzugsleinen sind mit 6m Länge angegeben, daran befindet sich beim Schirm RZ-1 (Anhand der noch zivilen Kennzeichnung der Ju würde ich den Typ annehmen) ein innerer Verpackungssack mit der Kappe. Diese wird aber erst herausgezogen nach dem die ca. 8m langen Fangleinen aus dem Äußeren Verpackungssack (Tornister am Springer) ausgeschlauft wurden. Es existiert ein Foto eines Sprungunfalls (mit He 111) bei dem ein Springer mit der Schirmkappe am Spornrad hängengeblieben ist. Für den Normalfall bräuchte man den Abweiser also nicht, nur als Schutzvorrichtung für die Seitenruderansteuerung bei solchen Vorkommnissen. Und du hast natürlich Recht, auf der rechten Seite war er entbehrlich.
 

L1049G

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Soviel ich weiß, sind derzeit keine entsprechenden Angebote auf Ebay aktiv, daher "traue" ich mich, auf folgendes Thema hinzuweisen: Seit einiger Zeit tauchen auf Ebay Bilder von Mausi-Ju 52 auf, die ziemlich sicher ein te-Modell zeigen. Ein Teil dieser Bilder hat dummerweise eines gemeinsam: man sieht das Flugzeug von schräg vorne, so daß kein Kennzeichen oder ein sonstiges Identifikationsmerkmal erkennbar ist.

Einige andere Bilder (Flugaufnahmen von schräg unten) lassen aber das Kennzeichen erkennen:
NJ+NG


NJ+NI


Ein weiters Bild zeigt angeblich die NJ+NH, was auf dem Bild aber nicht erkennbar ist.


Somit gab es mindestens drei te-Modelle; in Bernds Liste sind diese allerdings als Ju 52/3mg4eMS eingetragen; sie wurden vermutlich erst im Nachhinein zu tes umgebaut. Die erste dieser drei Maschinen (NJ+NG, ATG, WNr 2919) wird bei Bernd als die "Erste Ju 52/3m MS" bezeichnet.

Weiß jemand mehr über Mausi-tes?

Gerhard
 
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L1049G

Flieger-Ass
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Ein netter Mensch hat mich darauf aufmerksam gemacht, daß die Motorenverkleidungen der gezeigten Maschinen dem Standard entsprechen, was auf die üblicherweise verbauten BMW 132 A oder T hinweist (und nicht auf BMW 132 L, wie bei te-Modellen üblich). Auch die Zelle entspricht dem Standard, was also die Bezeichnung Ju 52 g4e MS (wie sie auch Bernd angibt) als richtig erweist.

Es sind lediglich, vom Standard abweichend, Verstellpropeller eingebaut, was die großen Propellernaben zur Folge hat.

Aufgrund dieser optischen Veränderung habe ich falsche Schlüsse gezogen.

Gerhard
 
Thema:

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