Bitte um Klärung: Ju 52

Diskutiere Bitte um Klärung: Ju 52 im Props Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Die Maschine machte beim I./K.G.z.b.V.1 viel unterschiedliche Flüge. Kurierflüge Transportflüge (LN Geräte, Brandbomben, Motorenteile)...

Ju52archiv

Flieger-Ass
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Die Maschine machte beim I./K.G.z.b.V.1 viel unterschiedliche Flüge.
  • Kurierflüge
  • Transportflüge (LN Geräte, Brandbomben, Motorenteile)
  • Einsatzflüge - welcher Einsatz auch immer
  • Verlegungsflüge für JG 51, LG1, KG55, Stuka 77, KG 76, Bomben und Benzin für Stuka 77

alles im Osten.

Die Crew war hier meistens FF Ufz. Temme und BM/2. FF Ellner
 
Junkers-Peter

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Wird schwer, da eine Werknummer herauszubekommen. Da kann man nur auf ein zufällig auftauchendes Dokument hoffen, in dem beides genannt wird. Ich habe in meiner Datenbank hunderte Stammkennzeichen ohne Zuordnung - und die meisten davon werden wohl nicht mehr geklärt werden können.
 
I/JG8

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Hallo Leute,

ich habe hier ein komisches Heck einer Ju 52.

Unterhalb der Seitenruderaufhängung am Heckende sind "Hilfsflügel" angebracht.

Weiß einer wozu diese "Flügel" gut sind. Vielleicht zur Verbesserung der Aerodynamik bei einem mehrfach F-Schlepp.
Beim normalen Schleppsporn habe ich diese Konstruktion noch nicht gesehen.

L. G.

Bernd
Nach langer Zeit ein zufälliger neuer Ansatz:
In Mankau/Petrick "Deutsche Lastensegler", S.44, ist eine Ju 52 mit Starrschlepp- Ausrüstung und diesen "Flügeln" abgebildet. Die fraglichen Teile scheinen Ablegekonsolen für das Starrschlepprohr zu sein um die Bodenfreiheit bei Landung und Rollen nach dem Ausklinken des Seglers zu gewährleisten.
 

Ju52archiv

Flieger-Ass
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Super - Danke für die Antwort. Ich wußte nicht, dass mit der Ju 52 auch Starrschlepp durchgeführt wurde. Ich bin immer vom Seilschleppverfahren ausgegangen. Wieder etwas gelernt.
 
Junkers-Peter

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Es gibt ja die bekannten Fotos der Ju 52 D-AOQA der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug (DFS), die eine DFS 230 schleppt. Dazu ist auch ein entsprechender Bericht der DFS vorhanden, den ich aber nicht habe. "UM 624: Kurz- und Starrschleppflüge mit Ju 52 und Lastsegelflugzeug DFS 230" vom 9. Mai 1940 mit Fotos.

Entsprechende Umbauten fanden auch wahrscheinlich nur in kleinsten Mengen statt. Gefunden habe ich in Dokumenten:
  • 7/41: Starrschlepp: die dafür eingerichtete Ju 52 befindet sich in Hildesheim, wird der DFS zur Verfügung gestellt (also gabs da nur die eine, wahrscheinlich die D-AOQA)
  • 7/41: Da Starrschleppausrüstung bei Ju 52 eine wesentliche Gewichtserhöhung (mindestens 200 kg) bedeutet, wird noch entschieden, wie viele Ju 52 die Ausrüstung für besonderen Einsatz bekommen sollen
  • 1-3/43: im Berichtsvierteljahr wurden abgeliefert: eine Ju 52 mit Starrschleppvorrichtung
 
Heisenberg

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Im Hausbericht der DFS Nr. 15 (Reel 3647 Frame 1003) wird auch was über den Starrschlepp berichtet.
Erste Flüge fanden ab Ende 1939 statt. Die Versuche waren seitens DFS erfolgreich.
Auch Kurzschleppversuche wurden durchgeführt, waren aber nicht praktikabel, da sehr ermüdend für den Piloten
der DFS 230. Neben ein paar Fotos (wohl die bekannten) sind weiter keine großen Details drin.
 
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Junkers-Peter

Junkers-Peter

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Bei ebay ging kürzlich ein schönes Foto einer Ju 52/1m für 178 €uronen über den Tisch. Das war die D-2317 (W-Nr. 4004), die in List auf Sylt angelegt hat. Wahrscheinlich entstand das Foto kurz nach der Auslieferung an die DVS im September 1932. Bereits Ende 1932 ist sie als SE-ADM für A.B. Flygindustrie in Schweden zugelassen worden. Später hatte sie das Kennzeichen D-UBES, wo sie bei der Luftdienst-Schleppstaffel in Kiel-Holtenau flog. Letzter Nachweis bei mir: Anfang 1938 Umbau in der Junkerswerft Leipzig auf DB 600.

 
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Wieder mal Ebay: Vor einigen Tagen wurden Fotos einer NE+TG eingestellt, die auf dem Flugplatz Voss-Bomoen in Norwegen aufgenommen sein sollen. Die Fotos zeigen deutlich eine te-Version mit Verstellschrauben.

Das Problem: Weder in meinen eigenen Aufzeichnungen noch in Bernds Liste noch in Peters Artikel in J&P 2/13 über die te-Modelle kann ich irgend einen Hinweis auf eine NE+TG finden.




Gerhard
 
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Junkers-Peter

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Ich muss gestehen, dass diese Fotos der erste Nachweis für die NE+TG sind, den ich habe. Demzufolge habe ich auch keinerlei Informationen über diese Ju 52/3m te oder eine Werknummer.

Übrigens, bei der NE+TK, ebenfalls eine 3m te, fehlt auch noch die Werknummern-Zuordnung. Hier ist sie zu sehen als Reiseflugzeug von GFM Kesselring in Schatalowka an der Ostfront. Diese Maschine läßt sich aber für 1942/43 bei der Kurierstaffel Ob.d.L. nachweisen.

 
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Ju52archiv

Flieger-Ass
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Hallo in die Runde,

Ich habe 60 Ju 52/3mte bei mir in der Liste. 47 kann ich ausschließen. Bleiben 13 übrig. Ausschlusskriterium: nicht bei der Luftwaffe oder später, abgestürzt, Exportmaschine, nach 1940 gebaut.

Also: 5682, 5693, 5797, 5940, 5979, 6042, 6066, 6171, 6180, 6550, 6659, 6750, 6790,

Gehen wir davon aus, dass das Datum stimmt. Die Maschine hat LH Sitze und Vorhänge. Somit wird sie eine ex LH Maschine mit nachgerüstetem B-Stand sein. Was mich allerdings wundert, dass die Abgassammler nicht 3mte typisch sind, sondern standard. Das Ölableitblech kenne ich nur von der 6750, die übrigens in Norwegen zu dieser Zeit eingesetzt wurde und nur mit einem Staffelkennzeichen dokumentiert ist und somit das SKZ hätte anfangs tragen können.
Fakt ist, dass bei mir das SKZ auch nicht dokumentiert ist, aber meine !!Vermutung!! in Richtung 6750 geht. Ich glaube mit dem Ölableitblech auf dem Mittelmotor müßte man, mit Hilfe anderer Bilder, die evtl. Peter hat, noch einige der 13 ausschließen können.

L. G.

Bernd
 
Junkers-Peter

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Danke für deine Ideen, Bernd. Ich bin unabhängig von Bernds Beitrag vorher schon zum Schluss gekommen, dass es eigentlich nur die 6750, spätere N9+AA sein kann. Die hat übrigens auch keine Flächenenteisung und die allseitig dunkle Lackierung. Und das Stammkennzeichen NE+TG taucht halt später nicht mehr auf.

Anbei ein Foto der 6750 als N9+AA und ich meine, dass das angeschnittene "N" auszumachen ist hinter der Tür genau wie an der NE+TG.


 
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Es gibt noch mindestens zwei weitere Ju 52 aus der NE+Tx-Familie:
NE+TJ/6734 ex DLH D-APGU Ju 52/3m te (gemäß Bernds Liste und Peters Artikel)
und:
NE+TH, Wnr. unbekannt, vermutlich auch ex DLH. Es ist zwar auf dem Bild nicht gut zu erkennen, aber das ist vermutlich auch ein te-Modell. Verlust 100% im Juni 1940, Ort unbekannt.

 
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Junkers-Peter

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Ja, die NE+TH war auch eine Ju 52/3m te. Leider auch keine Werknummer bekannt, möglich wären beispielsweise die 6171, 6180, 6659 oder 6790.

Die ist am 22. Juni 1940 auf dem Flugplatz Brüssel-Evere verlustig gegangen, als eine Do 17 (PB+LV der KGS 3 in Warschau) versuchte, auf der Ju 52 zu landen. Der Versuch missglückte. Es kamen dabei 6 Passagiere ums Leben, darunter Generalmajor Fritz Löb, der Kommandeur des Luftgaukommandos Belgien/Nordfrankreich. Von der Besatzung starben der Funker sowie der Bordmaschinist von der Lufthansa. Flugkapitän Karl Luft überlebte.

Hier alte ebay-Vorschaufotos kurz nach dem Unfall.



Und hier beim Abstransport:

 
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Es müßte doch eine Verlustmeldung (hoffentlich mit WNr.) geben???
 
Junkers-Peter

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Nein, dieser Unfall ist leider nicht drin in den Generalquartiermeister-Meldungen. Und Werknummern werden auch erst ab August 1940 genannt.
 

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Da die WNr. 6750, die vermutete NE+TG und spätere N9+AA, eine lange Historie bis in die Nachkriegszeit in England hatte (siehe z.B. Bernds Liste), wollte ich mal alle Details zu dieser Maschine zusammensuchen und bin schon am Anfang gescheitert: sie soll ursprünglich die D-APZX der DLH gewesen sein - aber ich kann keine Fotos davon finden. Wäre für einen Hinweis dankbar.
Zugegeben: ich habe nicht alle meine Bücher etc. durchgeblättert auf der Suche nach einem Foto.

Gerhard
 
Junkers-Peter

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Noch ein paar Daten zum Einfliegen:
16.12.39 Einflug, Flugzeugführer immer Max Kuhlmann, Ort immer Dessau
17.12.39 Nachflug
18.12.39 Stückflug
22.12.39 Nachflug
27.12.39 Nachflug

Fotos mit Zivilkennzeichen sind wahrscheinlich selten, da die Maschine bereits im April 1940 an die Luftwaffe verchartert worden ist. Habe bei mir nur ein ebay-Vorschaufoto gefunden aus dem Petrick-Archiv. Vielleicht kann Bernd noch was beisteuern.

 
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L1049G

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Danke, das ist auf jeden Fall deutlich mehr als gar nix.

Der Hintergrund sieht nach Militärplatz aus, das könnte bedeuten, daß sie dabei schon primär für die Luftwaffe im Einsatz war und wenig bis keinen tatsächlichen Zivileinsatz bei der Lufthansa erlebt hat.
 
FREDO

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Ich bin mal so frei, noch ein paar Angaben nachzuwerfen (airhistory.org)
DLH 'Raoul Stoisavljevic'
D-APZX -> N9+AA
VM908 -> G-AHBP

Erbeutet in Oslo, erneuert bei Shorts / verschrottet Castle Bromwich 2.48
 
Junkers-Peter

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Mal noch was anderes. Ich hatte hier eine Ju 52 als Spezialumbau mit Kran gepostet. Daraufhin gabs eine recht lange Diskussion zu dem Thema. Kürzlich ist bei ebay ein Foto wahrscheinlich von der selben Szenerie aufgetaucht mit einem BMW 801-Triebwerk für die Fw 190 am Haken. Hätte das Foto gerne gehabt, aber es ging leider für 160 Euronen weg. Man sieht auch das abgenommene Rumpfdach wieder daneben liegen.

Es handelt sich also um einen Triebwerkstransporter.

 
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