Blaupausen Ju-87

Diskutiere Blaupausen Ju-87 im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Hallo Flugzeugfreunde, wieder mal ein Lebenszeichen von Ju-sia. Eine Frage an alle Fans alter Flugzeuge. Bin auf der Suche nach Blaupausen,...

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  1. Jusia

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    Hallo Flugzeugfreunde,

    wieder mal ein Lebenszeichen von Ju-sia.

    Eine Frage an alle Fans alter Flugzeuge. Bin auf der Suche nach Blaupausen, Bauteillisten und technischen Unterlagen der Ju-87.

    Es ist schauerlich wie wenig doch von diesem Flugzeug noch auf Papier erhalten ist.

    Kann mir irgendjemand vielleicht einen Tipp geben, wo man anfängt zu suchen?
    Oder ob die Möglichkeit besteht das verschwundene Papier irgendwie aufzustöbern.

    Ich weiß das ist eine eher utopische Angelegenheit, aber der Versuch zu fragen kann ja nicht schaden. Und vielleicht habe ich das Glück, das ein Mensch mit Kenntnissen diese Nachricht erhält.

    Es ist eine für mich wichtige Angelegenheit, von der aber hinterher vielleicht alle profitieren könnten.

    Somit wäre ich für jeden Tipp sehr dankbar.

    Vielen Dank
    Eure Jusi
     
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  3. #2 Peter Ocker, 14.02.2008
    Peter Ocker

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    Hallo Jusi, schwieriges Unterfangen.
    Bester Tipp aus meiner Sicht ist
    http://www.luftfahrt-archiv-hafner.de/
    dort auf Junkers und dann runterscrollen, auch komplette Ersatzteilliste. Kostet zwar Geld, aber ist jeden Cent wert, denn Herr Hafner hat diese Unterlagen mit viel Mühe und Geld weltweit zusammengetragen, jede einzelne Seite gescannt und ggf. ausgebessert und retouchiert, eine Sauarbeit. Einzigartig. Und keine (Raub-) Kopie bei ebay oder so kaufen.
    Viel Glück, lg Peter
     
  4. Jusia

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    Baupläne unter der Junkers Bibliothek

    Hallo,

    ich habe erfahren das die Junkers Bibliothek von dem Herr Lindbergh abgeholt worden ist, sie umfasste ca. 15000-20000 Bücher, Zeichnungen ect.
    Angeblich sollten dort 18 Flugzeuge kommen das Zeugs abzuholen, irgendwie kamen die nicht, statt dessen LKW und dann warnse weg.

    Nach USA dort verstreut in alle Winde...........und bestimmt waren da die Kisten Blaupausen dabei ------ vom Stuka--------- und jetzt liegen die unkatalogisiert irgendwo im Keller und rotten vor sich hin..........


    Kennt irgend jemand diese Personen?

    - Capt. Witter
    - Major Baen
    - Colonel Staal

    im Zusammenhang der J-Bib........... 8. Juni 1945...10:00 Uhr.....in Dessau.....
    und die haben kein Knoppers gegessen!
     
  5. #4 FREDO, 20.02.2008
    Zuletzt bearbeitet: 20.02.2008
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    Ich glaub, Du verwechselst hier was: Bibliothek (für Bücher und Druckwerke) und Archiv (für Firmenunterlagen, Zeichnungen, Materiallisten etc.).

    Und Deine Blaupausen lagen mit Sicherheit nicht in der Bibliothek, sondern im Werksarchiv...
    Und 15000 Blatt werden wohl gerade mal für einen Einmot wie die Ju 87 gereicht haben.


    Grüße
    FredO
     
  6. Jusia

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    und da................

    wo in Dessau die Werksbibliothek war ist heute ein großes Loch.............
    schade aber auch.
    Es gibt aber doch bestimmt mehrere Stellen wo die Ju-87 gebaut worden ist..............nicht nur Dessau.....

    Ich bin da leider nicht besonders gut Informiert........Fredo, kannst Du mir vielleicht ein paar Orte nennen wo der Vogel zusammengebaut worden ist?


    Danke und bis denne
     
  7. AE

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    nach 45 wurden in Desssau die Unterlagen für die neuen Herren zusammengestellt. Dort wurde sehr detailiert über die einzelnen Lösungen schriftlich berichtet (Bewaffnung, Triebwerke, Zielgeräte...). Diese Berichte wurden in die UdSSR verbracht. Einige sind in den letzten Jahren wieder aufgetaucht und als Faximile erschienen, letztens habe ich eines gelesen das Berichte der Gruppe Prof. Baade enthielt. Komplette vermaßte Blaupausen der Ju-87 dürften da aber nicht enthalten sein.

    Im alten Werksgelände in Dessau war schon in den 70/80er Jahren nichts mehr aus alten Zeiten vorhanden. Auf dem alten Werksfluggelände war die Funkaufklärung der NVA stationiert.
     
  8. #7 FREDO, 21.02.2008
    Zuletzt bearbeitet: 21.02.2008
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    Also Ju 87:
    nur die ersten Serien in Dessau.

    Dann ausgelagert zu Weser Flugzeugbau (Lemwerder, Einswarden?). Dort Großserie bis ca. 1944, wegen Bombengefährdung letztlich Auslagerung nach Tempelhof.

    Weser wäre also der Einstiegspunkt...

    Übrigens: der Herr Lindbergh hat bei seinem Besuch in D. auch die komplette "Junkers-Lehrschau" abfahren lassen...

    Grüße
    FredO
     
  9. #8 Chemo3012, 21.02.2008
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    Sorry wenn ich mich jetzt mal so einklinke, was wurde denn in Aschersleben produziert, hier gab es auch Junkerswerke, oder nicht? :?!
     
  10. #9 Junkers-Peter, 21.02.2008
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    Gleich mal zur Frage von Chemo:
    In Ascherleben gabs ein Junkers-Zweigwerk (FZA = Flugzeugbau Zweigwerk Aschersleben). Dort wurden aber nur Großbauteile hergestellt, genauer gesagt Rümpfe, die dann zur Endmontage nach Bernburg geliefert wurden:

    @Jusia:
    Frag mal im Deutschen Museum in München an. Ich weiß, dass die von der Ju 88 ein Unmenge an Fertigungszeichnungen haben, größtenteils auf Mikrofilm. Bei der Ju 87 weiß ich es allerdings nicht.

    Produktion der Ju 87 bis 1940 in Dessau bzw. Bernburg, später dann, wie Fredo schon geschrieben hat, ausschließlich bei Weser. Wobei Weser aber ein reiner Serienbetrieb war. Entwicklung und Erprobung war weiterhin bei Junkers in Dessau.

    Bei Weser bzw. den Nachfolgefirmen (DASA usw.) gibt es keine solchen Unterlagen mehr.

    Übrigens Jusia, bitte nicht falsch verstehen: Aber wenn du dich für die Ju 87 interessierst, dann schreibe doch bitte die Typenbezeichnung richtig, also ohne Bindestrich dazwischen.

    Wenn du genau wissen willst, wie das zu Kriegsende bei Junkers war, dann lese mal das Kriegstagebuch von Lindbergh. Dort beschreibt er das recht genau.

    @Fredo:
    Nee, die Lehrschau ist schon Mitte 1944 komplett in den Harz ausgelagert worden...

    Gruß Peter
     
  11. FREDO

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    @ Peter

    aber die Amis haben sie doch trotzdem, oder???


    Grüße
    FredO
     
  12. #11 Junkers-Peter, 25.02.2008
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    Nein, Fredo, die Amis haben die nicht und auch sonst keiner. Die liegt noch in einem Stollen bei ... nach Aussagen/Erinnerungen des ehemaligen Leiters der Lehrschau.

    Gruß Peter
     
  13. 78587?

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    das nicht, aber den Rest was alles noch im April so vorhanden war.

    Hier mal eine Aussage von einem der dabei war:

    " We discovered a gold mine of German military secrets. The airport, hangars, and surrounding buildings were filled with models and experimantal aircraft. Partially completed drawings were still on the boards. The cabinets were filled with letters, documents, and research describing in detail many advanced weapons systems. The Germans left so rapidly that they did not have time to destroy these secret documents.
    First Army send ordnance intelligence people to Dessau to examine in detail.
    Thousands of drawings, files, and models of all types and descriptions were crated and loaded on the trucks. After VE-Day, our men realized that anything left there be turned over to the Russians.

    Belton Y. Cooper, 3d Armored Division "

    Suchen würde ich heute in US-Universitäten, oder in den Archiven diverser Firmen.

    Gruss
     
  14. #13 Junkers-Peter, 26.02.2008
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    Ich möchte dem guten Ami-Infantristen nicht zu nahe treten, aber der konnte wohl nicht einschätzen, was in Dessau selbst noch an wirklich wichtigen Unterlagen vorhanden war.

    Über die Dinge, die wirklich noch vorhanden waren, gibt’s Unterlagen von kompetender Seite (CIOS Evaluation reports, Plant reports usw.).

    Seit Frühjahr 1944 ist die gesamte Entwicklungsleitung mit großen Teilen des Kobüs und der Entwicklungsbetriebe verlagert worden, u.a. nach Oranienbaum, Raguhn, Jessnitz und viele weitere Orte; wichtige Unterlagen wurden in umliegende Keller und Schächte eingelagert. Was im Dessauer Stammwerk noch vorhanden war, fiel Plünderungen größtenteils von Fremdarbeitern zum Opfer, als das Werk einige Tage vor Einzug der Amis unbeaufsichtigt war.

    Als im Sommer 1945 der Russe nach Dessau kam (Potsdamer Abkommen), war nichts mehr vorhanden. Der löste das Problem kurzerhand auf seine bekannt radikale Weise, indem er einen Großteil des Junkers-Personals im Oktober 1946 nach Russland deportierte.

    Gruß Peter, der sich ein klein wenig mit der Materie beschäftigt hat
     
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  15. #14 hossbaker, 26.02.2008
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    ah, ein fachmann...^^
     
  16. #15 Junkers-Peter, 27.02.2008
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    Nein, Gott behüte, kein Fachmann. :eek: Ich dilettiere in dem Bereich mehr oder weniger vor mich hin. :D

    Gruß von Peter, Nichtfachmann
     
  17. #16 hossbaker, 27.02.2008
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  19. FREDO

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    Der war gut: 100 Punkte!!!

    Grüße
    FredO
     
  20. Jusia

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    Das sagte Dessau.................

    hier bezugnehmend auf Ihre Anfrage einige Stichpunkte:
    - Tarnewitz bei Wismar - Testflüge
    - Castel-Benito bei Tripolis - Nachrüstung
    - Stammwerk Bremen-Lemwerder - Großserienfertigung
    - Junkers-Werke Dessau - Forschung und Entwicklung
    - Weser-Flugzeugbau - Bremen
    - Flughafenkomplex Berlin-Tempelhof
    - Slowakische Flugzeug AG in der Nähe von Brno
     
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