Bogota-Avianca A319 kollidiert mit "Pyrotechnic balloon" im Endanflug

Diskutiere Bogota-Avianca A319 kollidiert mit "Pyrotechnic balloon" im Endanflug im Flugunfälle und Flugunfallforschung Forum im Bereich Luftfahrzeuge allgemein; Eine A319 der Avianca ist im Endanflug auf den Flughafen von Bogota mit einem "Pyrotechnic balloon" zusammengestossen, letztlich aber sicher...
chopper

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Eine A319 der Avianca ist im Endanflug auf den Flughafen von Bogota mit einem "Pyrotechnic balloon" zusammengestossen, letztlich aber sicher gelandet.
Aus den bisher verfügbaren Informationen geht leider nich hervor, welche Grösse dieser Ballon hatte und ob er ggf. mit Pyrotechnik bestückt war.
Auch ist nicht klar, ob es ein Heissluftballon oder ein gasgefüllter Ballon war.
Wenn man sich die Bilder anschaut ist aber klar, dass es ein Objekt von erheblicher Grösse gewesen sein muss.
Das gesamte Tragwerk, Leitwerk und selbst die Turbinen sind von den Plastikresten eingehüllt.


 
macfly

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Aus den bisher verfügbaren Informationen geht leider nich hervor, welche Grösse dieser Ballon hatte und ob er ggf. mit Pyrotechnik bestückt war.
Vermutlich handelt es sich um ein "Ungetüm" dieser Art (Link). Kolumbianische Spezialität. Riesiger Balloon der jede Menge Feuerwerk in die Luft zieht, dass dann in der Höhe gezündet wird. Aus offensichtlichen Gründen ist so etwas hier bei uns nicht zulässig...

Da soll noch mal einer sagen, früher war mehr Lametta.
:-37:
 
chopper

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Ist inzwischen korrigiert. Offensichtlich haben Besatzung, Passagiere und und die Maschine unglaublichen Dusel gehabt.
 

jackrabbit

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Hallo,

es steht in beiden verlinkten Artikeln/ Berichten, dass der Flieger den Ballon erst „after touchdown“, also auf der Landebahn, erwischt hat.

Grüsse
 
lutz_manne

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Und die schaffen es nicht den Ballon mit der Luftraumkontrolle zu erfassen, zu identifizieren, zu tracken oder runter zu holen? Andere Länder, andere Möglichkeiten?
Und nun war er schon am Boden des Flughafens? Checken die auch mal die Bahnen? Naja, wird wohl wieder eine Verkettung von unglücklichen Situationen, Entscheidungen und Unfähigen sein.
 
Intrepid

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Und die schaffen es nicht den Ballon mit der Luftraumkontrolle zu erfassen, zu identifizieren, zu tracken oder runter zu holen? Andere Länder, andere Möglichkeiten?
Wie würde so eine "Luftraumkontrolle" in Deutschland aussehen?
 
lutz_manne

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QRA? Identifikation und Begleitung, ggf runter holen. Vor allem andere Lfz warnen. So würde ich es mir vorstellen. Ist es so nicht (mehr)?
 
Intrepid

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Ist es so nicht (mehr)?
Ich glaube nicht.

Wird ein Lametta-Ballon vom Radar erkannt? Ist er schnell genug, dass er nicht ausgeblendet wird? Wer soll ihn "runter holen"? Und womit?

Gewarnt wird man, wenn man auf einer Radarfrequenz ist, Anspruch auf Staffelung hat, und der Radarlotse vom Objekt, vor dem er warnen soll, Kenntnis hat. Vor normalen Ballonen wird in der Regel nicht gewarnt, weil sie keinen Transponder mitführen und deshalb vom Radarlotsen nicht "gesehen" werden.
 

arneh

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Wird ein Lametta-Ballon vom Radar erkannt? Ist er schnell genug, dass er nicht ausgeblendet wird?
Ich denke, das wird schwierig. Hängt auch von den verwendeten Materialien ab. Wenn da praktisch nur Holz und Seide o.ä. verwendet wurde, taucht der selbst ohne Filter vermutlich kaum auf dem Radar auf.
Wer soll ihn "runter holen"? Und womit?
Gut, ich denke, da könnte man mit einem (Polizei-) Hubschrauber versuchen mit dem Abwind die Struktur zum Kollabieren zu bringen. Oder man schießt mit einer Signalpistole rein. Ansonsten fragt man 'nen Jäger ob man sich seine Schrotflinte mal leihen kann :-)
 
Intrepid

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Gut, ich denke, da könnte man mit einem (Polizei-) Hubschrauber versuchen mit dem Abwind die Struktur zum Kollabieren zu bringen.
Echt jetzt? Ich wäre da als Hubschrauberpilot vorsichtig. Nicht dass ich mir das Lametta in die Mimik hole.

 
macfly

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Wäre bei uns auch nicht anders gelaufen: man kann solche Ballons kaum erfassen - und auch nicht mit Luft-Luft oder Boden-Luft Raketen abschießen...
Zudem war es stockdunkel. Tagsüber hätte das Personal auf dem Tower den Ballon vielleicht sehen können, als er ins Flughafengelände trieb. Aber in der Nacht... Und als die Landescheinwerfer des Airbus das Ding angestrahlt haben, war es schon zu spät.

Das Problem ist nicht, dass niemand das Ding gesehen oder abgeschossen hat, sondern das Problem ist, dass man solche "Ungetüme" überhaupt unkontrolliert fliegen lässt. Bei uns braucht man schon für das Starten von mehreren Kinderluftballoons eine Genehmigung - das mag manchen sehr deutsch vorkommen. Aber das passiert halt, wenn man die Nutzung des Luftraums durch größere "Hindernisse" nicht so "deutsch" regelt (oder sich Menschen über solche Regeln hinwegsetzen). Dann lassen sich solche Vorfälle trotz der besten Technik nicht verhindern.
 

HelicoPeter

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Und die schaffen es nicht den Ballon mit der Luftraumkontrolle zu erfassen, zu identifizieren, zu tracken oder runter zu holen? Andere Länder, andere Möglichkeiten?
Und nun war er schon am Boden des Flughafens? Checken die auch mal die Bahnen? Naja, wird wohl wieder eine Verkettung von unglücklichen Situationen, Entscheidungen und Unfähigen sein.
Selbst Segelflugzeuge werden von Radaranlagen der Flugsicherung in Deutschland oft nicht erkannt.

Es würde sicher auch niemand auf einen unbemannten Ballon schießen, sofern dieser keine unmittelbare Gefahr darstellt
 
lutz_manne

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Wer soll vorher das Schussfeld evakuieren können? Ich denke, das ist ein Ding der Unmöglichkeit.
Ja, man bräuchte halt geeignete und angemessene Mittel, die es für den Fall wohl nicht gibt und wenn man einfach nur den Luftraum um das Objekt sichert/sperrt sollte dem genüge getan sein. Aber das das Objekt so lange unbehelligt herum fliegen konnte, noch dazu wo es ja in der Jahreszeitspanne ein schon erwartbares Himmelsobjekt ist, ist für mich verwunderlich.
War es nicht so, dass früher sogar beringte Vögel (Schwärme) auf dem Radar aufgetaucht sind. Ist aber vermutlich alles eine Frage, wie sensibel das Radar die Echos auswertet.
 
Intrepid

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War es nicht so, dass früher sogar beringte Vögel (Schwärme) auf dem Radar aufgetaucht sind.
Ein Radar, welches kleine Gegenstände erkennen kann, hat ein kurze Reichweite. Von einem Vorfeldradar mit Zentimeterwellen kann ich mir das vorstellen. Von einem Großraum-Überwachungsradar mit Meterwellen nicht.

Außerdem: ist der Ballon hoch geflogen oder dicht am Boden getrieben?

Und dann die letzte Frage: hat Bogota Radar?
 
Wolfsmond

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Das Problem müsste man an der Wurzel bekämpfen. Viel hilfreicher wäre es, gegen die Vollpfosten die so ein Zeug in die Luft steigen lassen mal empfindliche Strafen auszusprechen. Das scheint ja ein internationales Phänomen zu sein, solche Dinge und andere Aktionen wie Drohnen über Flughäfen, Laserattacken etc. als Lausbubenstreich zu betrachten und mit einem milden DuDu zu reagieren. Solange man da nicht mal durchgreift wird sich dagegen nicht viel machen lassen.
 
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