Bombardier reduziert Produktion des Regionalflugzeugs CRJ200

Diskutiere Bombardier reduziert Produktion des Regionalflugzeugs CRJ200 im Verkehrsflugzeuge Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Die Bombardier Inc, Montreal, wird die Produktion des Regionalflugzeugs CRJ200 weiter verringern. Die Fluglinien setzten wegen der hohen Ölpreise...

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  1. #1 Bleiente, 24.08.2005
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    Die Bombardier Inc, Montreal, wird die Produktion des Regionalflugzeugs CRJ200 weiter verringern. Die Fluglinien setzten wegen der hohen Ölpreise zunehmend größere Maschinen ein, begründete das Unternehmen die Entscheidung am Mittwoch. Im Geschäftsjahr 2007, das am 31. Januar endet, würden nur 18 Flugzeuge des Typs CRJ200 hergestellt nach voraussichtlich 54 Stück in diesem Jahr und 98 im vergangenen Jahr. Die Fluglinien nutzten mit Blick auf die Senkung der Kosten inzwischen eher größere Maschinen des Typs CRJ700 und CRJ900, sagte Pierre Beaudoin, President der Sparte Luftfahrt von Bombardier. Der Markt für die 50-sitzige CRJ200 sei in den USA im wesentlichen gesättigt.
    Im zweiten Quartal 2005/06, für das der Konzern am Mittag Zahlen vorgelegt hatte, seien nur 12 (26) CRJ200 ausgeliefert worden. Hingegen seien die Auslieferungen der größeren Regionalflugzeuge (CRJ700, 705 und 900) auf 21 (19) Stück gestiegen. Für die CRJ200 seien in diesem Jahr nur 10 Aufträge erteilt worden. Für die Serie CRJ700 gebe es 34 (23) Order. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, erwartet Beaudoin. Insgesamt dürften im laufenden Jahr aber ähnlich viele Flugzeuge ausgeliefert werden wie im Vorjahr.
    http://www.vwd.de/vwd/news.htm?id=23945298&navi=home&sektion=it-news
     
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  3. #2 IberiaMD-87, 24.08.2005
    IberiaMD-87

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    ... und Fluglinien spüren seit einiger Zeit, wie schwierig es sich gestaltet, einen 50-sitzigen Regionaljet wirtschaftlich einzusetzen...
     
  4. #3 beistrich, 25.08.2005
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  5. ramier

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    Spritkosten -man entdeckt wieder dass ein 50sitziger Turboprop wirtschaftlicher zu betreiben ist als ein kleiner Regionaljet. Die Zeitersparnis, die ein Jet gegenüber einen modernen Turboprop bringt ist ebenfalls nicht gravierend höher, bloss haben viele Passagiere lieber einen Jet gehabt als einen Prop, in Zeiten hoher Spritpreise nimmt man dort aber nun weniger Rücksicht.
     
  6. #5 Schorsch, 25.08.2005
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    Die Prognosen für 50er-Sitzer wurden schon vor einem Jahr deutlich reduziert. Bombadier hat in diesem Jahr mehr Aufträge für Props als für Jets bekommen. Eventuell kommt demnächst jemand auf die Idee, einem 100-sitzigen Prop zu bauen (z. B. mit Technologie des A400M).
     
  7. #6 IberiaMD-87, 25.08.2005
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    Mitglied "ramier" hat es auf den Punkt gebracht :-)
     
  8. #7 Blizzard, 25.08.2005
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    Aus irgendwelchen Gründen sind weite Teile der Bevölkerung der Meinung, das Probs veraltet sind... die sehen nur die Ventilatoren und denken "alt". Was mangelnde Bildung und amerikanische Filme alles ausrichten können...
     
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  10. #8 Schorsch, 25.08.2005
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    Tja, und leider sagt der "Dumme" wo es langgeht. Er fliegt halt gerne in einem Jet, hat gerne vier Triebwerke beim Übersee-Flug und mag es nicht, wenn die Overhead-Bins im Takt der Turbulenz tanzen oder die Tragflächenspitzen jenseits seines Gesichtskreises der Aeroelasik huldigen. Er liest sogar Bild-Zeitung.

    Was das allerdings mit Bildung oder amerikanischen Filmen zu tun hat bleibt schleierhaft. :rolleyes:
     
  11. #9 IberiaMD-87, 26.08.2005
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    Vor einigen Jahren wurde KLM Cityhopper verlacht, weil sie weiterhin Fokker 50 einsetzten und massive Einbrüche bei Passagierzahlen hatten, wo ein Konkurrent auf identischer Strecke einen Regionaljet mit nahezu gleicher Kapazität einsetzte. Das "Imageproblem" mit Turboprops ist weithin bekannt - ein Großteil der Bevölkerung hält (ohne Flugzeugtypen unterscheiden zu können) eine ATR72-500 für furchtbar alt und eine B747-100 für ganz neu.

    Nun haben die Fluglinien, die weiterhin zumindest Turboprops in der Flottenzusammensetzung berücksichtigten oder gar auf den Einsatz von 50-Sitzern verzichteten, erhebliche Vorteile.

    Air Dolomiti hat es auf den Punkt gebracht. Die ATR erweisen sich als sehr wirtschaftlich, die CRJ haben sich nicht bewährt, da diese Gesellschaft dieses Muster nicht so einsetzen konnte, daß es wirklich Vorteile gegenüber einer ATR42 bringen konnte. Auf den meisten Kurzstrecken wirkt sich die höhere Reisegeschwindigkeit eines Regionaljets sowieso kaum auf die Flugdauer aus, erst auf langen und dünnen Routen spürt man den Vorteil eines Jets gegenüber einer Fokker 50 etc..

    Nun ersetzt Air Dolomiti ihre CRJ durch BAe146-300 - ein Muster, das auch nicht gerade für Wirtschaftlichkeit steht. Der große Unterschied scheint aber u.a. (neben einigen anderen Aspekten) zu sein, daß die BAe146-300 insgesamt und in Relation nur wenig mehr im Betrieb kostet als eine CRJ100/200, dafür aber erheblich mehr Passagiere befördern kann.

    Die einst sehr hohen Verkaufszahlen von 50-sitzigen Jets sind einer ernüchterten Industrie gewichen und die Zahlen "normalisieren" sich endlich.

    Und Fluglinien merken, daß ein Turboprop wirtschaftlich auf Kurzstrecken unschlagbar ist und äußerst günstig eingesetzt werden kann.
     
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