Brand auf der USS Bonhomme Richards

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Rhönlerche

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Siehe Wall Street Journal weiter oben.

LHA4 und LHA5 sind übrigens in Reserve und unbeschädigt zum Umbau verfügbar.
 
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Ich würde vorschlagen, wir warten erst einmal ab bis das Feuer gelöscht ist und die Experten die Schäden begutachtet haben. Die US Navy wird dann sicherlich ein entsprechendes Statement abgeben.

Von hier (als Laie) aus eine Ferndiagnose abzugeben kommt mir irgendwie billig vor.

Gruß
André

P.S.: ein bisschen Schlagseite durch das Löschwasser hat BHR im Moment.
 

Rhönlerche

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Wenn ein Feuer 48 Stunden lang mit 1000 Grad brennt, kannst Du sicher davon ausgehen, dass der Stahl seine Festigkeit eingebüßt hat. Die Insel ist teilweise weggebrannt.
Es war auch nicht mein Urteil, sondern das zitierte von Navy-Offiziellen, wenn Du dir mal bitte die Mühe machst, die Quelle zu lesen?
Eher wirkt das Expertentum in der Gegenrichtung irgendwie billig.
 
Rock River

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Hier ein sehr guter Artikel, der die jetzige Situation der Navy aufzeigt.

Ich find' den Artikel nicht besonders gut - eher sensationsheischend und mit an den Haaren herbeigezogenen Schlussfolgerungen.
In der Art könnte sowas auch bei Spiegel online stehen.
 

Sens

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Den Schreibstil kann man ja bemängeln, doch es werden die richtigen Fragen gestellt. Was darüber hinausgeht ist nach heutigem Stand ja immer Spekulation.
 

netvoyager

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Die Briten haben im Falklandkrieg auch kräftig Lehrgeld zahlen müssen. Damals setzte man z. B. auf Aluminium als Werkstoff für die Aufbauten. Recht fatal wenn das einmal brennt, vor allem wenn man das noch mit Wasser löschen will!
Die Briten haben seinerzeit Aluminium-Magnesium Legierungen verwendet. Deswegen hat das Feuer bei der H.M.S Sheffield auch so hell geleuchtet...
 
TomTom1969

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Bericht von vor Ort: Explosion Threat Eases at Burning Navy Warship in San Diego
Die Situation hat sich entspannt. Auf den neuen Bilder sieht das Schiff gar nicht sooo schlecht aus. Und wenn der Rumpf in Ordnung und, wie geschrieben, die Maschinenräume intakt sind, ist ein wirtschaftlicher Totalschaden noch nicht ausgemacht. Die Insel sieht wirklich wüst aus, das Flugdeck hat dagegen keine Löcher. Ich bin gespannt, was am Ende fur eine Eintscheidung rauskommt - Abwracken oder Reparieren. Ich persönlich tippe auf Reparieren :wink2:.

Thomas
 
Diamond Cutter

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Wenn ein Feuer 48 Stunden lang mit 1000 Grad brennt, kannst Du sicher davon ausgehen, dass der Stahl seine Festigkeit eingebüßt hat. Die Insel ist teilweise weggebrannt.
Es war auch nicht mein Urteil, sondern das zitierte von Navy-Offiziellen, wenn Du dir mal bitte die Mühe machst, die Quelle zu lesen?
Eher wirkt das Expertentum in der Gegenrichtung irgendwie billig.
Wenn ich mich auf der Seite des Finanzblattes erst anmelden muss um den Artikel in Gänze lesen zu können, fällt diese Quelle für mich schon mal flach.
Aber ich denke, die US Navy hat selber genügend (offene) Webseiten, auf denen das Geschehen zur USS Bonhomme Richard begleitet und kommentiert wird, so dass ich bei dem WSJ-Artikel vermutlich nichts verpasst habe.

Eigentlich reicht mir schon die Überschrift des Artikels:

wsj.com schrieb:
Navy Officials Fear USS Bonhomme Richard Fire Has Damaged It Beyond Repair
"Navy Officials Fear..."

Eben.
Sie befürchten.
Da steht nix von: "Sie geben offiziell bekannt, dass..."

Eins kann ich mir jetzt nicht verkneifen.

Wenn ein Feuer 48 Stunden lang mit 1000 Grad brennt, kannst Du sicher davon ausgehen, dass der Stahl seine Festigkeit eingebüßt hat.
thedrive.com schrieb:
The vessel has now been burning continuously for more than 48 hours now and has produced sustained temperatures of at least 1,000 degrees Fahrenheit in some areas.
Laut online-Umrechner sind 1000 Grad Fahrenheit 537,7 Grad Celsius.
Immer noch verdammt heiss, aber reicht das schon, um den Schiffbaustahl entscheidend zu schwächen?

Hinzu kommt die Formulierung: "...in some areas."

Bleibt nun die Frage, ob diese Bereiche strukturell entscheidend sind.

Ich bleibe bei meiner Meinung: solange die Schäden noch gar nicht in vollem Umfang aufgenommen wurden, halte ich es für verfrüht, im Brustton der Überzeugung von einem Totalschaden zu sprechen.
Zumal die US Navy diesbezüglich noch nichts veröffentlicht hat.

Gruß
André
 

Rhönlerche

Alien
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Ich habe selbst von "wahrscheinlich" gesprochen, mit Absicht. Dann hat mich jemand ohne den Zusatz zitiert und andere haben dann nur noch das gelesen. Nicht mein Problem.
Das Schiff ist höchstwahrscheinlich ein wirtschaftlicher Totalschaden.
 
Chopper80

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Laut online-Umrechner sind 1000 Grad Fahrenheit 537,7 Grad Celsius.
Immer noch verdammt heiss, aber reicht das schon, um den Schiffbaustahl entscheidend zu schwächen?
Stahl hat bei 500°C nur noch ca. 50% Festigkeit, die fällt dann bei 700° weiter bis auf 10%....

C80
 

Sens

Alien
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Ich habe selbst von "wahrscheinlich" gesprochen, mit Absicht. Dann hat mich jemand ohne den Zusatz zitiert und andere haben dann nur noch das gelesen. Nicht mein Problem.
Das Schiff ist höchstwahrscheinlich ein wirtschaftlicher Totalschaden.
Rein rechnerisch magst Du im Recht sein. Doch in Zeiten, wo die schnelle Verfügbarkeit zählt und es eine eingefahrene Besatzung gibt, da entscheidet nicht nur der Taschenrechner.
 

jackrabbit

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Hallo,

Stahl hat bei 500°C nur noch ca. 50% Festigkeit, die fällt dann bei 700° weiter bis auf 10%....
ja, das gilt für den Brandfall.
Er verändert aber nicht sein Gefüge, d.h. die Stahlfestigkeit ist nach (langsamer) Abkühlung so wie vorher auch.
Deswegen darf man Stahl auch schweißen oder glühen.
Ungünstig ist nur der Fall, wenn der Stahl sich in der Hitze z.B. durch Last verformt bzw. verformt hat und dann wieder abkühlt.


Grüsse
 
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flyer0852

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Er verändert aber nicht sein Gefüge, d.h. die Stahlfestigkeit ist nach (langsamer) Abkühlung so wie vorher auch.
Deswegen darf man Stahl auch schweißen oder glühen.
Da liegst du aber vollkommen falsch Stahl versprödet aus versch. Gründen beim Glühen, deswegen treten bei stark durch Vibrationen belasteten Elementen, die Risse dann genau neben den Schweißnähten auf, daher ist auch Schweißen nicht gleich Schweißen, unterschiedliche Methoden unterschiedliche Abkühlung, Schutzgas um Kohlenstoffverlust durch/und Oxidation zu vermeiden.... Zudem kann eine lange Zeit bei hoher Temperatur zu Veränderungen im Kristallgitter führen aber noch viel höher sind Spannungen durch ungleichmäßiges Abkühlen einzuschätzen, die z.B. durch Löschwasserzutritt auftreten. Das führt nicht nur zu Qualitätsverlust sondern auch zu geometrischem Verzug. Auf jeden Fall kann die Stahlqualität im vom Brand betroffenen Bereichen milde ausgedrückt nur noch als inhomogen bezeichnet werden. Weiterhin ist unbekannt ob immer die gleichen Stahlqualitäten bezüglich Legierung verbaut wurden oder unterschiedliche.
Daher ist da nichts mehr "wie vorher auch".
 

jackrabbit

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Hallo,

Du schmeisst da jetzt zwei Fragen/ Antworten durcheinander.
Meine Antwort bezog sich auf darauf, dass Stahl beim Erhitzen zwar seine Festigkeit verliert,
aber nach dem Abkühlen vom Grundsatz her seine Festigkeit/ Gefüge behält, als Beispiel dazu wurde Schweißen/ Glühen genannt.
Vom Grundsatz her ist das so, sonst dürfte man z.B. nicht schweißen.

Bei einem komplexen Schiffskörper, der ja auch statisch zu berechnen ist, ist das anders zu sehen, da die aufgetretenen Temparaturen und
wie Du ja auch schreibst das ungleichmässige Abkühlen durch Löschwasser nicht bekannt sind.
Das bei dem Schiff dann nicht mehr viel so ist "wie vorher auch" ist klar, das gilt aber nur für die Bereiche mit hohen Temperaturen.

Ich denke mal die Navy wird es entsprechend prüfen und es wird eine wirtschaftliche Frage werden.

Grüsse
 

flyer0852

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aber nach dem Abkühlen vom Grundsatz her seine Festigkeit/ Gefüge behält, als Beispiel dazu wurde Schweißen/ Glühen genannt.
Vom Grundsatz her ist das so, sonst dürfte man z.B. nicht schweißen.
Daß dem nicht so ist habe ich versucht zu erklären, es kommt zu Verlust an Legierungsanteilen zu Oxidation von Legierungsanteilen und je nach Temperatur und Abkühlung zu Umkristallisation im Kristallgitter und daher hat der Stahl nicht mehr die zertifizierten Eigenschaften. Daher muß man beim Schweißen höllisch aufpassen wo man schweißt und mit welcher Methode. zudem ist die Erhitzung nur kurz und bei vielen Schweißmethoden unter Schutzgasathmosphäre um Oxidation zu verhindern.
Einfaches Beispiel und banales Beispiel , wer schon mal verbotener Weise an Aufhängungsteilen von Autos geschweißt hat wird feststellen, daß sich oft neue Risse neben den geschweißten Stellen bilden, da durch das teilweise erhitzen des Stahls dessen Elastizität geändert hat und die Biegsamkeit nicht mehr homogen über das Ganze Bauelement verteilt ist. Dan treten die Risse dort auf, wo die Materialeigenschaften gestört sind.
 

jackrabbit

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Hallo,

Daß dem nicht so ist habe ich versucht zu erklären, ....
Komisch, ich arbeite in einem Ing.-Büro und auf unseren Baustellen werden fast täglich Schienen mit verschiedenen Verfahren geschweißt. :rolleyes1:

Du hast zwar mit allen deinen Aussagen recht, siehst es m.E. aber zu sehr fachlich orientiert.
Für Laien ist eher folgendes vereinfacht interessant:
Stahl wird bei Feuer ab > 500 Grad C weich und dann kann das Gebäude/ die Konstruktion ggf. kollabieren (EDIT: sich verformen),
nach einem Feuer aber wird der Stahl wieder fest/ "hart" und wenn man Glück hatte oder es nicht so "heiß" wurde,
hat die Konstruktion das Feuer gut überlebt (je nach Bauweise, Art der Konstruktion usw. natürlich).
Bei Holz, Kunststoff und anderen Metallen wie z.B. Alu/Magnesium ist das Brandverhalten / -ergebnis ein anderes.

Es macht m.E. keinen Sinn ein Fachgespräch über Baustoffkunde und Brandverhalten zu führen und
jedem hier ist klar, dass z.B. ein ausgebranntes Auto inklusive Stahl i.A. ist auch wenn das Gerippe noch steht.

Grüsse
 
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Sczepanski

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Aus dem Thema bin ich seit Jahrzehnten raus - aber bei der Feuerwehr hatten wir damals die strikte Order, brennende Stahlbetonbauten unter keinen Umständen zu betreten. Denn die kollabieren im Brandfall praktisch ohne Vorwarnung. Holz behält dagegen seine Stabilität, selbst wenn die Oberfläche bereits brennen sollte.
 
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