Brauche mal Hilfe bei Bemalungen der Albatros D.V

Diskutiere Brauche mal Hilfe bei Bemalungen der Albatros D.V im Modellbau allgemein Forum im Bereich Modellbau; Ich benötige für ein derzeit laufendes größeres Projekt mal bitte die Hilfe der erfahrenen WWI-Kenner weil es da derzeit absolut hakt... Es geht...

Mercur

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Ich benötige für ein derzeit laufendes größeres Projekt mal bitte die Hilfe der erfahrenen WWI-Kenner weil es da derzeit absolut hakt...
Es geht mir um die Bemalungen für 2 Maschinen aus den WNW-Bausatz der Albatros D.V - genauer geschrieben um zwei zusätzliche
Decalsätze zu denen ich leider einige Fragen habe.


Zum einen geht es um die Albatros D.V von Josef Veltjens aus der Jasta 18 im Herbst/ Winter 1917/1918 aus dem Decalsatz 30011
von der es auf der Archiv-Seite von WNW immer noch einige schöne Fotos gibt... das müsste der hier sein...
Wingnut Wings - 1/32 Albatros D.V 'Jasta 18' decals

Auf allen Zeichnungen sowie auf allen Modellen von dieser Maschine sind die Tragflächen in Mauve-Grün gehalten, für mich sieht das
alles einfarbig (und somit Blau) aus und das auf allen Fotos außer einem späteren von 1918 auf dem diese (bzw. eine andere D.V/ D.Va?)
von Veltjens eindeutig ein neueres Balkenkreuz hat und die Flächen 2-farbig sind.
Hier mal die Frage, hat dazu jemand bessere Infos zu dieser Maschine und kann schreiben, ob die Flächen Blau od. Mauve-Grün waren?



Die andere Frage betrifft die Albatros D.V von M. Müller aus der Jasta 28w im Sommer 1917 aus dem Decalsatz 30015. Auch hier gibt
es bei WNW im Archiv-Bereich mehrere Fotos... müsste dieser Satz sein.
Wingnut Wings - 1/32 Albatros D.V 'Flying Circus' decals

Hier sieht man auf dem schönen Foto der holzbeplankten Maschine, dass unter dem Höhenleitwerk eine dunkle Farbe war (kann kein
Schatten sein) aber alle Zeichnungen und Modelle dieser Maschine zeigen mir da nix an außer eben nur Holz. Doch diese dunklen
Stellen unter dem Heck sind zu scharf abgegrenzt und verlaufen gerade nach unten - dabei waren Rumpf und Höhenleitwerk aber
abgerundet und zudem würde bei starker Sonne (von sehr weit oben?) auch der Schatten der Flächen und des Rumpfes auf dem Platz
unter der Maschine zu sehen sein.
Hat dazu vielleicht jemand hier eine Info zu?
 
Tu-95Ms

Tu-95Ms

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Zum einen geht es um die Albatros D.V von Josef Veltjens aus der Jasta 18 im Herbst/ Winter 1917/1918 aus dem Decalsatz 30011
von der es auf der Archiv-Seite von WNW immer noch einige schöne Fotos gibt... das müsste der hier sein...
Wingnut Wings - 1/32 Albatros D.V 'Jasta 18' decals
Die Flächen sind oben Mauve-Grün und unten hellbau. Die Radabdeckungen sind übrigens aus Blech.
 

Mercur

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Hmmm... auf diesem wunderschönen Foto auf dem die Maschine im Schnee steht (von hinten links aufgenommen)
erkennt man auf den Flächen keinerlei Farbunterschiede. Habe das Foto vergrößert, mal dunkler bzw. heller gemacht
und da ist nix zu sehen. OK, da ist ein ganz minimaler Farbunterschied zu sehen aber dieser zieht sich auch oberhalb
der Fläche weiter... muss also am Film liegen. Zudem sieht man ja unten, auf der Verkleidung der Achse, sehr gut die
Farbtrennung der beiden Hälften.
Bei Albatros-Aufnahmen aus dieser Perspektive ist der Grün-Mauve-Anstrich (bzw. die Trennlinie) immer sehr gut zu
sehen aber hier wirkt alles, vom Rumpf über die Flächen bis zum Leitwerk einheitlich Blau und die Jasta 18 hatte ja
1917/18 sehr oft auch blaue Flächen aber auch schon einige mit Lozenge bespannte.
Das diese oder eine andere Maschine von Veltjens im April 1918 2-farbige Flächen hatte ist klar, leider gibt es davon
keine Nahaufnahmen so das man nicht mal den genauen Typ oder Motor erkennt. Aber auch bei der (späteren oder
einer anderen?) Maschine von Oliver Beaulieu-Marconnay erkennt man ab April 1918 eben die neuen Kreuze (statt der
zuvor auf den Flächen geführten übergroßen Kreuze) und dann auch eindeutig eine Grün-Mauve-Tarnung.

Daher meine "Ratlosigkeit" in dieser Angelegenheit - da will man wenigstens ein sehr schönes Modell (eben Veltjens
oder Müller haben) und dann stolpert man über die Fotos und zu viele Details während andere eben nicht zu klären
sind oder eben nur neue Fragen aufwerfen. :(
 

Mercur

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Keiner hier eine Idee zu den zwei Maschinen?
Bei der Müller-Maschine habe ich wohl selber die Antwort gefunden, auf einigen Fotos anderer Maschinen seiht man da den Schatten des Höhenleitwerks auch so fallen wodurch das Heck darunter dunkel wirkt. Allerdings sind auf diesen Fotos dann auch die Schatten der oberen Fläche scharf auf dem Rumpf zu sehen und das ist beim Foto der Maschine von M. Müller leider nicht der Fall...

Weniger klar ist das bei der anderen Maschine - Habe mir mal das entscheidende Foto der Veltjens-Maschine grob vergrößert - oben klar (so man das so nennen kann) und unten mal mit den roten Strichen, wo man bei verschiedenen Helligkeitsstufen minimale Farbunterschiede auf den Flächen erkennen kann. In Rot jene, welche aber auch über die Flächen hinausgehen und somit wohl Filmfehler sind aber eben keine Hinweise auf eine Grün-Mauve-Bemalung. In Grün dagegen die klar erkennbaren Farbunterschiede und hier ist gerade der neben dem Spiegel recht deutlich zu sehen... zumal sich der Farbunterschied auch gut an der Form der Flügelrückseite anpasst. Allerdings würde eine Farbtrennung an der Stelle auf eine Grün-Mauve-Bemalung hindeuten und nicht auf eine mit Grün-Mauve-Grün wie überall auf vielen Modellen zu sehen. Bin echt ratlos wie das aussehen könnte bzw. auf einem Modell wohl sollte - vielleicht Blau oder doch (wie alle) Grün-Mauve-Grün oder gar nur Grün-Mauve?
 
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Hi!
Also ich würde zum Zeitpunkt Winter 17/18 von einer Tarnstoff-Bespannung bei den Albatros-Maschinen ausgehen. Das würde auch die Unterschiede in den Helligkeitsstufen erklären.
Hast du noch ein Foto, wo z.B. die Querruder-Anlenkung der Maschinne zu sehen ist? Das würde dann auch einen Hinweis darauf geben, ob es eine D.V oder D.Va ist.
Noch besser wäre natürlich die Werknummer der besagten Maschine.
Gruß
Dietmar
 

Mercur

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Eine Werknummer habe ich leider nicht. Es handelte sich aber - zumindest im Herbst 1917-Winter 1917/18 - um eine "normale" Albatros D.V mit dem 160PS-Motor.
Leider gibt es dazu für die wenigen Fotos unterschiedliche Zeitangaben - so werden manche Aufnahmen mit September 1917 bzw. März 1918 datiert obwohl es eindeutig die gleichen Aufnahmen sind. Auf anderen erkennt man kleine Unterschiede - so besaß die Kiste auch (am Anfang oder nachträglich eingebaut?) diese 2 Schienen links und rechts der Zylinderköpfe um diese vor der eigenen MG-Munition zu schützen.
Auf keinem Foto mit dem alten Balkenkreuzen erkennt man wirklich einen Unterschied in der Bemalung der Tragflächen - erst auf einem (sehr schlechten weil aus Distanz gemachten) Foto einer D.V (?) von J. Veltjens mit dem neuen Balkenkreuz (also April 1918) sieht man eindeutig eine Mauve-Grün-Tarnung wobei es sich natürlich nicht zwangsläufig um die gleiche Maschine handeln muss - vielleicht war das auch schon eine D.Va.

Na ja... mich interessiert die Maschine im Schnee und die war wohl eben recht "normal" - so man mal von einem zusätzlichen Spanndraht von der äußeren hintern Flügelstrebe zur Nase und einer ziemlich "durchlöcherten" Frontscheibe mit ZF davor, einem Rückspiegel und Anemometer an einer rechten Strebe mal absieht.

Leider sind die Ospreys (Aviation Elite Units) über die Jasta 18 bzw. zum Jagdgeschwader N°II zwar mit diesen Fotos versehen, aber auch dort erkennt man es eben nicht wirklich. Im Heft über das JG II hat die Kiste richtigerweise das neue Balkenkreuz und Mauve-Grün-Flächen... aber es muss nicht die gleiche Maschine sein denn J. Veltjens war zu diesem Zeitpunkt schon ein Ass (10. Abschuss am 18.02.1918) und zudem das Protegé seines Staffel- bzw. dann Geschwaderführers R. Berthold. Bekanntermaßen hatten die "besseren" Piloten auch die "besseren" Maschinen bzw. nicht selten sogar eine (fast identische) Ersatzmaschine.
Im Heft der Jasta 18 ist die Maschine mit blauen Flächen dargestellt und in der Beschreibung zu diesem Profile steht, dass die Maschine wahrscheinlich mit Mauve-Grün geliefert wurde, es jedoch wahrscheinlich wäre, dass auch die Flächen Blau bemalt wurden sobald die neuen Staffelfarben auf die Rümpfe der Maschinen aufgetragen wurde - wie bei vielen anderen Maschinen der Jasta 18 im Herbst 1917. Sorry, leider ist mein englisch nicht so gut!

Und das weckt eben bei mir Zweifel - die Fotos geben keine Grün-Mauve (egal ob mit 2 od. 3 Feldern) nach den bekannten Mustern eindeutig her und für mich sieht das Flugzeug recht einheitlich bemalt aus (eben Blau vom Heck bis vor die Kanzel aber auch auf den Flächen) während das Rot sich ja bei s/w-Filmen leider nicht wirklich vom Blau unterscheidet.
Aber jedes Model der Kiste im Netz zeigt eben Grün-Mauve-Grün für oben und Mauve-Grün-Mauve-Grün (immer v.l.n.r), ebenso die WNW-Decals (wobei die ja auch nicht immer korrekt sind wie ich jetzt leider weiß) wobei Pheon-Decals auch mit absoluter Vorsicht zu genießen wären.


Na ja... bei der anderen Maschine von M. Müller fand ich noch ein anderes Foto wo man den unteren Heckbereich noch sehen kann - zwar blöder Winkel und nicht gut beleuchtet aber gerade dadurch ist mir recht klar, dass dort keine dunkle Farbe am unteren Heck gewesen sein kann - also alles einheitlich Holz bitte!
 
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Hi!
Das mit dem Übermalen der Tragflächen mit Blau wäre dann auch mein nächster Vorschlag gewesen. Ist ja durchaus öfter vorgekommen, dass die Maschinen mit ihrer "Werkstarnung" später entsprechend mit den Staffelfarben übermalt wurden.
Und ich gebe dir Recht, man muß (leider) bei den Angaben der Bemalung recht vorsichtig sein...nach so langer Zeit gibts leider keine fundierten bzw. klaren Infos, es sei denn, es ist eindeutig mit einem Foto belegt.
 
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Ich habe eben mal in mein Windsock Datafile Special-Heft "Albatros Fighters" geschaut. Dort steht, dass ab April 1917 der Tarnstoff eingeführt wurde. Der Einsatz des Tarnstoffs geht einher mit dem Einsatz der Albatros D.V. (Werknummernbereich 1000 bis 1199 /17 für den Fertigungsmonat April 1917).
Es kann also durchaus möglich sein, dass es sowohl Auslieferungen im Mauve/Grün-Schema als auch mit Tarnstoff-Tragflächen gab!
Also wären wir wieder beim "Plan B"...alles mit "Jasta Blau" (oder auch Rot) übermalen :thumbup:
 

Mercur

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Stimmt leider Dietmar!

Ich war auch etwas arg "Angefressen" als ich das "Jasta Colours Vol°1" in der Hand hielt und da so manche "Überraschung" drin fand. OK - bei meinen alten 1:48ern war das nicht zu wild aber hier geht es um eine von nur 2 Maschinen der Alb D.V bzw. D.Va welche ich in 1:32 will und da soll es schon recht genau werden. Schon für das erste Modell hat es gefühlt ewig gedauert, die wenigen Fotos auszuwerten und eine Art "Richtlinie" für Bau und Bemalung festzulegen und davor sind schon zu viele Modelle (welche ich eigentlich "lieber" gehabt hätte) wegen diverser Quellenprobleme von dieser (ja nur 2 Modelle umfassenden Liste!) wieder verschwunden. Ganz unten mal ein paar Beispiele bei dem Bau von Modellen für mich:

Bei der Jasta 18 gab es auch Maschinen mit Lozenge-Bespannung. Die bekannteste ist wohl die von P. Strähle (Kennung weiße Axt) welcher oben die Lozenge behielt, die Unterseiten aber Hellblau bemalen ließ. Diese Maschine flog er übrigens recht lange, auch bei der Jasta 57 noch und dort wurde nur das Königsblau durch ein Hellblau übermalt (ebenso die Axt welche nur noch schwach erkennbar blieb).

Hab das Foto noch mal erweitert und oben grob eingezeichnet, wie der Tarnverlauf (lt. WNW-Decalsatz der Jasta 18) verlaufen sollte - außen Grün, mittig Mauve.
In der Mitte sieht man da rechts und links dunkle Stellen, welche sich auch oberhalb des Flügels fortsetzen und somit Filmfehler wären. Links ist da ein etwas hellerer Streifen auf der Fläche aber zumindest rechts davon sieht man wieder so einen dunklen Teil, auch oberhalb der Fläche.
Na ja... Rumpf war Rot und Blau bzw. unten rum Hellblau. Auch die Flächen waren unten rum eindeutig Hellblau... oben rum aber...?


Hier nur einige meiner bisher verworfenen "Lieblings-Maschinen"-Wünsche:
Albatros D.Va der Jasta 76b von H. Böhning aus dem WNW-Decalsatz... das war nicht seine Maschine und zudem nicht mal Blau-Weiß gestreift sondern wohl Schwarz-Gelb
Albatros D.Va der Jasta 76b von W. Böning... für dieses Pik-Ass auf der Blau-Weiß-gestreiften gibt es leider kein Decalbild
Albatros D.V der Jasta 21s von K. Thom... das Leitwerk war vermutlich Hellblau, Muster der Flächenbemalung unbekannt, Profile von R. Bar für mich ***
Albatros D.V der Jasta B von P. Bäumer... viele Teile nicht einsehbar, auf einem Bruchfoto der Maschine sieht es sogar nach einer Lozenge-Bespannung der Flächen (oben) aus!
Albatros D.V der Jasta 17 von J. Buckler
Albatros D.V der Jasta 5 von F. Rumey (sowohl für das Zebra, als auch den Mohrenkopf!)
Albatros D.Va der Jasta 40 von H. Dilthey
Albatros D.Va der SFS von G. Hubrich
Albatros D.Va (OAW) der Jasta 18 von K. Monnington

Na ja... letztendlich könnte es wohl doch noch auf die Albatros D.V der Jasta 28w von M. Müller als N°2 herauslaufen, passt aber auch ganz gut zu meiner 1. Maschine (steht in den "Startlöchern") und zusammen decken sie Beide meine ursprünglichen Wünsche recht gut ab und die lauteten ja:
1x Albatros D.Va - schön bunter Rumpf, markante Pilotenkennung und mit Flächen in Lozenge
1x Albatros D.V - Holzbeplankung, Staffelkennung, Pilotenkennung und Flächen in Mauve-Grün (all das erfüllt die Kiste von Müller ja)^^
 
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Stimmt leider Dietmar!

Ich war auch etwas arg "Angefressen" als ich das "Jasta Colours Vol°1" in der Hand hielt und da so manche "Überraschung" drin fand. OK - bei meinen alten 1:48ern war das nicht zu wild aber hier geht es um eine von nur 2 Maschinen der Alb D.V bzw. D.Va welche ich in 1:32 will und da soll es schon recht genau werden. Schon für das erste Modell hat es gefühlt ewig gedauert, die wenigen Fotos auszuwerten und eine Art "Richtlinie" für Bau und Bemalung festzulegen und davor sind schon zu viele Modelle (welche ich eigentlich "lieber" gehabt hätte) wegen diverser Quellenprobleme von dieser (ja nur 2 Modelle umfassenden Liste!) wieder verschwunden. Ganz unten mal ein paar Beispiele bei dem Bau von Modellen für mich:

Bei der Jasta 18 gab es auch Maschinen mit Lozenge-Bespannung. Die bekannteste ist wohl die von P. Strähle (Kennung weiße Axt) welcher oben die Lozenge behielt, die Unterseiten aber Hellblau bemalen ließ. Diese Maschine flog er übrigens recht lange, auch bei der Jasta 57 noch und dort wurde nur das Königsblau durch ein Hellblau übermalt (ebenso die Axt welche nur noch schwach erkennbar blieb).
Wie gesagt, es ist oben Mauve-Grün, Dietmar hat das ebenso bestätigt.

Mach es dir doch ganz einfach, kaufe dir das Buch "Seefrosta", da stehen alle Albatrosse der SFS korrekt drin, die sind bestätigt. Gute Literatur ist im Vgl. zu den 32ern Modellen günstig. Übrigens der Begriff "Lozenge" ist schon seit 30 Jahren überholt, das heisst Tarnstoff auf deutsch. Ansonsten wartest du noch ca. 5 Jahre auf "Jasta Colors 2".
 

Mercur

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Och... Bücher habe ich genug... bzw. wohl zu viele denn da findet man ja alle paar Jahre was neues drin.
Letztendlich kenne ich mittlerweile halt Bastler mit 70-120 WNW-Modellen aber kaum mal Literatur -
ich ging halt den "anderen Weg" und setzte mehr auf Bücher und deutlich weniger Modelle. Leider.^^
Das o.a. Buch über die "Seefrosta" habe ich "natürlich" auch schon (momentan aber bereits verborgt)
- bei der von mir mal favorisierten Hubrich-Maschine scheiterte es leider an 2 anderen Problemen.^^
Eines davon war, dass ich entweder 2x mit oder 2x Piloten ohne PLM wollte. Und da die bunten D.V
leider zu oft wegfielen, ging ich halt wieder auf 2x PLM-Träger in der Planung.

Tja... aber diese Fotos geben eben eindeutig keine Lozenge zu erkennen und auch Grün-Mauve ist so
nicht eindeutig und die Literatur fraglich. Daher wollte ich mal wissen, ob da einer wirklich mehr weiß
oder eben nicht und sich lieber an die "allgemeine Vorgabe" hält ohne zu wissen, warum überhaupt.^^
Letztendlich wird halt die Veltjens-Maschine auch noch von meiner "Wunsch-Liste" gestrichen...

Na ja, komm eben M. Müller dafür wieder auf die Liste drauf. Immerhin war das ja auch einer der sehr
wenigen, sehr hoch dekorierten Jagdflieger aus dem Mannschaftsstand (zwar ohne GMVK aber dafür
hatte er ja die Bayrische "Goldene", den PLM und HZ, letzteren immerhin sogar mit "Inhaberkreuz") -
in diese 1. Kategorie zähle ich halt Thom, Rumey, Bäumer, Buckler, Könnecke und eben auch Müller!
 
Knight o. t. Sky

Knight o. t. Sky

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Moin!
Apropo Bücher...du hast dir das neue Jasta-Colors Buch von Herrn Schmähling zugelegt?
Wenn ja, wie ist es? Das ist nämlich auch noch auf meiner Wunschliste.
 

Mercur

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Das o.a. Heft ist erstaunlich dick (274 Seiten) und von der gleichen Firma, welche auch für die Reihe "Blue Max Airmen" verantwortlich zeichnet... und auch teilweise in diesem Stil gehalten. Einige Profile wurden auch aus dieser Reihe übernommen bzw. ergänzt.

Für mich - da ich ja nur Pilotenbezogen baue (also Asse) - war nicht ganz so viel drin aber für Bastler, welche auf ausgesprochen bunte (und wohl auch seltene) Maschinen stehen bzw. aber auch in der Lage sind, ohne Decals zu arbeiten, sind da einige echt sehr hübsche Ideen drin.
Überraschend waren für mich die vielen Berichte welche der Autor wohl noch in den 60er/70er Jahren bei den alten Piloten gesammelt hat und da fand ich - trotz meiner eben arg "grottigen" Englisch-Kenntnisse einige Neuigkeiten.
So z.B., dass die Albatros D.III (OAW) von F. Ray (Jasta 49) einen Lila- und nicht schwarzen Rumpf hatte wie bisher überall auf anderen Profiles zu sehen. Oder das die schwarz/weiß gestreifte Fokker D.VII (OAW) von J. Mai (Jasta 5) in Wirklichkeit die Kiste von O. Könnecke war.
Etwas arg überrascht war ich vom guten Foto der bruchgelandeten Maschine der Alb. D.V P. Bäumers (Jasta B) in einem Wassergraben - das hatte ich vorher noch nicht so deutlich gesehen bzw. beachtet. Da sieht man sehr gut das "B" auf der unteren Fläche und ebenso, dass diese einheitlich hell bemalt waren (also vmtl. Hellblau). Die Teile der daneben liegenden Oberseiten sehen aber verdammt deutlich nach Lozenge aus!

Etwas kurz gehalten ist jener Teil, welcher sich mit der "Aufarbeitung" von s/w-Fotos beschäftigt bzw. eben darlegt, welche Deutungsmöglichkeiten aus den vielen verschieden Grau- bzw. Zwischenstufen ergeben aber auch, welchen Einfluss der verwendete Film bzw. die Beleuchtung (durch die Sonne) auf die Fotos hatte.

Na ja, daher auch meine deutliche Vorsicht in Bezug auf die Flächen-Farben der von mir o.a. Veltjens-Maschine! :wink2:
 
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Hi!
Danke für die Rückmeldung, hört sich auf jeden Fall interessant an.
Tja, und das mit der Deutung der korrekten Farben ist halt echt so eine Sache...man sieht es ja an den Fotos der oberen Tragfläche. Schräg von hinten unten eine Fläche zu interpretieren ist echt schwierig.
Aber wo kein Richter, da kein Henker. Letzlich ist es deine Entschiedung, wie du z.B. die Veltjens-Maschine baust. Wer sich ein wenig mit der Materie befasst, kann dann deine Wahl, egel wie sie ausfällt, nachvollziehen.

Gruß
Dietmar
 
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Ich habe auch nochmal in meine vorhanden Litertatur nach aussagekräftigen Fotos wegen der Tragflächen-Tarnung geschaut.
Im Jasta 23-Buch habe ich gute Fotos gefunden, auf denen Albatros D.V aus zwei verschiedenen Baulosen, April und Mai 1917, zu sehen sind.
Albatros D.V 1117/17 (Ferigung April 1917) mit zwei Fotos im Zusammenhang mit einer Bruchlandung (Flugzeug steht auf der Rumpfspitze)
Ganz klar kein Tarnstoff zu sehen :thumbup:
Dann zwei Albatros aus dem Fertigungsmonat Mai 1917, Werknummer 2204/17 und 2359/17, beide eindeutig mit Tarnstoff
Also ich würde nun davon ausgehen, dass die ersten D.V schwerpunktmäßig noch die Mauve/Grün-Tarnung auf den Tragflächen hatten.
Wenn man nun herausfinden könnte, welche Werknummer die Maschine von Veltjens war, dann wäre man "safe" :thumbsup:
 

Mercur

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Leider ist mir die Werknummer dieser Veltjens-Maschine nicht bekannt. Sollte aber auch keine Rolle spielen denn dort ist definitiv kein Lozenge zu sehen, für die obere Fläche bereits schon sehr sicher aber auf der unteren Fläche aber absolut eindeutig so zu erkennen. Immerhin erkennt man auf den (wenigen) Fotos von Maschinen dieser Einheit im Herbst/ Winter 1917/18, dass die Albatros D.III/ D.III OAW, Pfalz D.III und eben Albatros D.V zwar einen einheitlich bemalten Rumpf mit rotem Bug sowie blauen Mittelteil und Heck trugen aber eben die oberen Flächen teilweise Mauve-Grün blieben oder eben oben Blau übermalt wurden und die unteren Flächen eben Hellblau oder Lozenge blieben.

Fotos von Albatros D.V habe ich wirklich genug - leider kann man da aber viel zu oft keine genaue Bemalung erkennen, geschweige denn, diese für Maschinen des gleichen Bauloses "erraten". Das spürte ich schon vor Monaten. als ich Material über die Maschine von K. Thom (Jasta 21s) bzw. P. Bäumer (Jasta B) suchte (das Foto letzterer mit mögl. Lozenge kannte ich damals noch nicht).
Fand für diese 2 Maschinen auch mehrere aus den gleichen Baulosen - aber auf jedem war etwas anderes zu erkennen, so überhaupt. Gerade bei der Albatros D.V von K. Thom in Hellblau-Grün fand ich bei anderen Maschinen dieses Bauloses 3 verschiedenen Bemalungsmuster für die Flächen in 2-3 Feldern in Mauve-Grün bzw. davon möglichen Kombinationen. Letztendlich war es also nicht möglich, die Flächenbemalung dieser Maschine zu rekonstruieren und das bekannte Profile von R. Bar (im "Albatros D.V/ D.Va at War") erschien mir nicht schlüssig wegen des dunklen Seitenleitwerks. Daher wurde diese Maschine eben schon so früh von der Liste gestrichen.

Die Jasta 18 bekam 1917 mehrere Albatros D.V (als Ergänzung/ Ersatz für die Pfalz D.III bzw. Albatros D.III/ D.III OAW) und die waren verschieden bespannt.
D.1060/17 mit Mauve-Grün (die kam mit Holzbeplankung und Mauve-Grün von der Jasta 6 und wurde bei der Jasta 18 so geflogen - zumindest anfänglich?)
D.2171/17 mit Mauve-Grün (Flächen wurden oben Blau übermalt)
D.4594/17 mit Lozenge (Flächen wurden unten Hellblau übermalt) - diese Maschine bekam auch einen 180PS-Motor

Übrigens wurden sogar noch Albatros D.Va mit Mauve-Grün bemalt - lag wohl schlicht und einfach daran, das die Hersteller des Lozenge-Tarnstoffes nicht immer schnell liefern konnten, zum einen wenn da mal größere Aufträge mit 100+ Maschinen beim Hersteller einliefen und zum anderen waren ja in Deutschland des Jahres 1917 so manche Dinge arg knapp und dazu zählten wohl auch Farbstoffe ebenso wie Edelhölzer (für Luftschrauben!) bzw. Naturkautschuk (für Reifen) und sogar Öle und Schmierstoffe für die Motoren.


Geht man nach Deiner Schlussfolgerung, dass alle Maschinen eines Bauloses die gleiche Bespannung erhielten, so dürfte für die von mir o.a. Albatros D.V von P. Bäumer der Jasta B feststehen, dass diese (4409/17) mit Sicherheit Lozenge-Bespannung hatte (unten aber garantiert übermalt um das "B" sichtbar zu machen!) denn auch die 4430/17 und 4578/17und 5373/17 (bei letzterer wurden diese oben übermalt bzw. mit Mauve-Grün geliefert und unten Lozenge) im Bestand der Jasta B hatten Lozenge-bespannte Flächen!

Damit dürftest Du gerade sehr viele Modellbauer, welche sich diese schöne Maschine mit weißem Leitwerk und dem Edelweiß auf der schwarzen Bauchbinde anhand des Pheon-Decalsatzes gebaut haben, überaus unglücklich gemacht haben!^^
 
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Hi!
Ja, das mit der Knappheit der Rohstoffe wird mit sicherheit dazu geführt haben, dass es Abweichungen von der Norm gab.
Damit hätte man wieder einen Unsicherheitsfaktor :whistling:
Also nicht lange schnacken, sondern Kopf in' Nacken...will heißen, dein Favoriten-Modell bauen, wie du es magst! :thumbup:

P.S.: um das Durcheinander perfekt zu machen, habe ich ein Foto einer D.III entdeckt, die in der Schweiz interniert ist und von einer Fliegerersatzabteilung kam...mit Tarnstoff-Flächen, wenn ich das Foto richtig deute! Das könnte man durch eine Instandsetzungmaßnahme erklären, oder?
 
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Mercure, statt viel blabla, warum folgst du nicht den Farbangaben von WNW, z.B. bei der D.V von Veltiens?
 
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Ja, das mit der Knappheit der Rohstoffe wird mit sicherheit dazu geführt haben, dass es Abweichungen von der Norm gab.
Damit hätte man wieder einen Unsicherheitsfaktor :whistling:
Also nicht lange schnacken, sondern Kopf in' Nacken...will heißen, dein Favoriten-Modell bauen, wie du es magst! :thumbup:

P.S.: um das Durcheinander perfekt zu machen, habe ich ein Foto einer D.III entdeckt, die in der Schweiz interniert ist und von einer Fliegerersatzabteilung kam...mit Tarnstoff-Flächen, wenn ich das Foto richtig deute! Das könnte man durch eine Instandsetzungmaßnahme erklären, oder?
Dietmar, bei der D.V gab es strukturelle Probleme mit den Flächen. Deshalb hat man die Produktion der D.III wieder aufgenommen. Deswegen mit Tarnstoff.
 

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@Swordfish
...weil diese Farbangaben eben nicht immer richtig sind! Gerade bei der von mir - anfangs favorisierten (weil absoluten "Lieblings"-) Maschine der Jasta 76b von Hans Böhning (das Zebra in Blau-Weiß), abgebildet im Decalsatz von WNW(30016) - stellte sich ja heraus, dass WNW damit falsch lag weil diese Maschine eben nicht die Kiste Böhning's war sondern einem Piloten mit Namen Diem zu zu ordnen wäre! Und auch der Farbvorschlag für die Albatros D.V von M. Müller (WNW 30015) scheint mehr als falsch zu sein denn ganz offensichtlich war das untere Heck dieser Maschine eben nicht schwarz!
Immerhin sind die Modelle der Albatros D.V/D.Va von WNW selber auch nicht frei von kleineren Fehlern - die 100%-Perfektion schaffte eben nicht einmal diese Firma.

Also bitte entschuldige, dass ich da kein blindes Vertrauen mehr habe sondern hier mal fragen wollte, ob eben einer wirklich genaueres was dazu "weiß". ^^
Leider scheint das nicht der Fall zu sein und somit ist die Veltjens-Maschine für mich kein Thema mehr, wohl aber dafür die Müller-Maschine,

@Knight o. t. Sky
Die D.III (OAW) wurde noch zeitgleich mit der D.V gebaut - schau bitte einfach mal in Dein Heft "Albatros Fighters" (Seite55). Viele der späten OAW-Maschinen hatten daher einfach schon diese Lozenge-Bespannung drauf.
 
Thema:

Brauche mal Hilfe bei Bemalungen der Albatros D.V

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