Britische F-35 abgestürzt

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AT-6

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Pilot stürzt mit Schleudersitz ab als der britische F35-Jet ins Mittelmeer fällt

Das Verteidigungsministerium erklärte, der Pilot habe sich während eines "Routinefluges" aus dem Flugzeug geschleudert, und man gehe nicht davon aus, dass es sich um eine feindliche Aktion gehandelt hat. Ein britischer F35-Jet vom Flaggschiff des Vereinigten Königreichs, der HMS Queen Elizabeth, ist während des Fluges ins Mittelmeer gestürzt und der Pilot hat sich aus dem Flugzeug geschleudert.

Es wird nicht davon ausgegangen, dass feindliche Handlungen im Spiel waren.
Die Untersuchung wird sich wahrscheinlich auf mögliches technisches oder menschliches Versagen konzentrieren.

Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums sagte: "Ein britischer F35-Pilot der HMS Queen Elizabeth hat sich heute Morgen während eines Routinefluges im Mittelmeer mit dem Schleudersitz herauskatapultiert. Der Pilot ist sicher zum Schiff zurückgekehrt und eine Untersuchung wurde eingeleitet, so dass es unangebracht wäre, zu diesem Zeitpunkt weitere Kommentare abzugeben."

Der 100 Millionen Pfund teure RAF-Jet der nächsten Generation, die F35, befindet sich vermutlich im Meer und muss noch geborgen werden.

Auf dem Flugzeugträger befinden sich acht britische F35-Jets und 10 amerikanische F35-Jets. Es handelt sich um die B-Variante des Lockheed-Martin-Jets, der in kurzer Entfernung starten und auf dem Flugzeugträger landen kann. Die HMS Queen Elizabeth kehrt nach mehr als sieben Monaten auf See von ihrer Jungfernfahrt in den Fernen Osten und zurück in das Vereinigte Königreich zurück.

Der Zwischenfall ereignete sich um etwa 10 Uhr britischer Zeit in internationalen Gewässern. Es waren keine anderen Schiffe oder Flugzeuge beteiligt.
Eine umfassende militärische Luftuntersuchung wird umgehend durchgeführt.

Alle anderen F35-Einsätze und Trainingsflüge werden fortgesetzt.
 

twolf

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"Es ist der vierte Absturz des Modells seit dem Erstflug 2006 – was für einen Reputationsschaden sorgt."

Was für eine Aussage von dem Wirtschaftsredakteur. Zum Vergleich, wie viele F-104 sind doch gleich in den ersten 15 Jahren nach dem Erstflug abgestürzt? Jeder Absturz ist einer zu viel. Aber der Wirtschaftsredakteur jammert IMHO auf hohem Niveau.

Nur ein Auszug aus Wikipedia:
"Allein 1965 ereigneten sich 27 Starfighter-Unfälle mit 17 Toten."

DAS war/wäre ein "Reputationsschaden" und gejuckt hat es keinen, bezüglich der Ruputation für Lockheed.
 
macfly

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Den Betrieb von Militärflugzeugen kann man aber nicht so wirtschaftlich betrachten, wie den Betrieb von Airlinern. Streitkräfte, die Kampfflugzeuge betreiben, wissen von Anfang an, dass hin und wieder ein Flugzeug verloren geht. Man wünscht sich das nicht, aber es ist jedem nüchtern planendem Militär schon vorher völlig klar, dass die Verlustrate bei solchen Maschinen nie 0 ist. Das gilt erst Recht für Kampfflugzeuge, die auf Flugzeugträgern betrieben werden.

Streitkräfte müssen das bei der Planung eines Programms berücksichtigen. Entweder von Anfang an etwas mehr Flugzeuge bestellen, oder in Gewissen Abständen nachbestellen. Das muss man entsprechend bei den Kosten von Anfang an berücksichtigen. Die Frage ist dann eigentlich nur, ob die tatsächliche Verlustrate über der Erwartung liegt. Bei den derzeitigen geringen Verlusten der F35, bei immerhin schon über 720 gebauten Maschinen (Wikipedia), wäre meine Vermutung, dass die Verluste der F35 eher noch unter der Erwartung liegen.
(Dass ein Unfall trotzdem nicht schön ist, und jeder Unfall der Reputation auch nicht gerade hilft, ist aber natürlich auch klar. Immerhin schön, dass hier dem Piloten nichts pasiert ist).
 
Chopper80

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Die ersten Vermutungen zur Absturzursache gibt es bereits: Demnach soll eine vergessene Abdeckung im Triebwerk für einen Leistungsabfall beim Start gesorgt haben, der Pilot hat sogar noch versucht zu bremsen. Die entsprechende Abdeckung wurde nach dem Absturz von mehreren Besatzungsmitgliedern im Meer treibend gesehen

 
Onkel-TOM

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Sollte sich das Bewahrheiten, dann ist das eine Schlamperei der Ground Crew die seinesgleichen sucht!!!
Den Walkaround hat der Pilot dann aber auch entweder gar nicht gemacht, oder mit der gleichen Schlamperei wie die Ground Crew..
Wundert mich das es erst beim Start aufgefallen ist, hört sich für mich nach vielen Ungereimtheiten an...
 
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Wenn man die Abdeckung im Meer gefunden hat, dann müsste es die vom Hubfan oben auf dem Rumpf sein. Einen Durchmarsch durchs heisse TW würde die wohl nicht überleben

C80
 
macfly

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Wenn man die Abdeckung im Meer gefunden hat, dann müsste es die vom Hubfan oben auf dem Rumpf sein.
Für die großen Ansaugöffnungen oben gibt es aber doch festinstallierte Klappen, die beim Übergang in den horizontalen Flug alles fest verschließen. Ich kann mir eher schlecht vorstellen, dass man da noch irgendwelche Regenabdeckungen nutzt. Das müsste doch um andere Öffnungen gehen - nicht um den oberen Fan?

 
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Wenn man die Abdeckung im Meer gefunden hat, dann müsste es die vom Hubfan oben auf dem Rumpf sein. Einen Durchmarsch durchs heisse TW würde die wohl nicht überleben

C80
So ne Abdeckung ist sehr robust, bis zu den heissen Zonen im Twk kommen da die meisten Teile gar nicht :wink2:
Da zerlegt es die ersten Rotoren/Statoren im Twk...
 
Jety

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Vielleicht ist die Klappe ja auch beim Aufprall der Maschine auf das Wasser abgerissen. Aber Leute das sind doch alles nur Spekulationen.
 
TomTom1969

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Dann Spekulieren wir doch fröhlich weiter :wink2:: Die gefundene Abdeckung verschliesst einen der zwei normalen Lufteinläufe. Weil sie nicht entfernt wurde, entwickelte das Hauppttriebwerk nicht den notwendigen Schub. Das reine Hubtriebwerk lief dagegen problemlos...
 
macfly

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Dann Spekulieren wir doch fröhlich weiter :wink2:: Die gefundene Abdeckung verschliesst einen der zwei normalen Lufteinläufe.
Sollten es wiklich diese seitlichen Einläufe gewesen sein, wäre das schon echt peinlich. Mal zwei Beispiele, wie diese Abdeckungen so aussehen können:


 
Chopper80

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Das reine Hubtriebwerk lief dagegen problemlos...
Das kann allerdings nicht sein, da der Hubfan kein eigenes Triebwerk ist sondern über eine Welle vom horizontal eingebauten TW angetrieben wird.
Es ist ja von einer Regenabdeckung die Rede und der kommt üblicherweise von oben. Also doch eine zusätzliche Abdeckung des Hubfans?

C80
 

Sens

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Was ja einiges erklärt. Warum es beim Walk Around nicht auffiel. Der Pilot an einen Startabbruch dachte, als der Hubfan nach dem Anrollen nicht die volle Leistung entwickelte. Den Rest übernahm ja die Rettungsautomatik für so einen Fall. Die hat ja wie vorgesehen funktioniert.
PS Jetzt bleibt nur noch die Frage. Das Wrack der F-35B bergen oder mit einer Ladung zerstören, was dann ein Tauchroboter erledigt?!
 
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Das kann allerdings nicht sein, da der Hubfan kein eigenes Triebwerk ist sondern über eine Welle vom horizontal eingebauten TW angetrieben wird.
Guter Punkt :smile1:. Aber ich bleibe rein spekulativ dabei: Es ist eine Abdeckung des normalen Lufteinlaufs gemeint. Auf der Oberseite gibt es nichts, was gegen Regen abgedeckt werden müsste. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich das am Ende erklärt.
(…) Den Rest übernahm ja die Rettungsautomatik für so einen Fall. Die hat ja wie vorgesehen funktioniert.
Was für eine Rettungsautomatik? :confused1:
 
macfly

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Wie oben geschrieben, Hubfan kann einfach nicht sein, weil der eine eigene Klappe hat und man dafür überhaupt keine separate Abdeckung zum Verschließen braucht.

Das mit der "Regenabdeckung" steht in praktisch allen englischsprachigen Artikeln in Anführungszeichen. Da das (fast) überall so steht, kann man davon ausgehen, dass das so aus einer Agenturmeldung stammt. Vermutlich wollte der Journalist das Otto-Normalleser einfach anschaulicher erklären, um was für eine Abdeckung es geht - und hat daher "rain cover" in Anführungszeichen gesetzt.

Bei der Abdeckung der Lufteinlässe dürfte es aber weniger um Regen gehen. Regen-/Süßwasser verdampft im Triebwerk problemlos. Salzwasser ist viel fieser. Und das kommt auf einem Flugzeugträger auch von der Seite rein...
 
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