Bücher von Yefim Gordon

Diskutiere Bücher von Yefim Gordon im Aktuell & Neuerscheinungen Forum im Bereich Bücher u. Fachzeitschriften; AW: Bücher von Yefim Gordon Sehr gute Antwort, da ich das Buch auch kenne und genau weiß was Dich ärgert!
Peter Wimpsey

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AW: Bücher von Yefim Gordon

Ich muss an dieser Stelle Deino einfach Recht geben.

Das Problem ist das dieses Buch mal so locker aus der Hand geschüttelt daher kommt, den Leuten in großen Lettern erklärt das es die qualifizierten Quellen besitzt, anschließend eine Gülle schreibt die eher einem Wissensstand von vor 15 Jahren entspricht und sich selbstgefällig mit den verdienten Rubeln zur Ruhe setzt.

In dem Buch taucht teilweise noch der gleiche Unsinn zu Afrika auf, wie in seiner großen MiG-Bibel.... ergo... es ist Gordon der seinen eigenen Wissensstand nicht hinterfragt und mal auf die Höhe der Zeit bringt. Gordon hat nie seine Fehler überarbeitet sondern leiert sie genauso wieder in die Texte wie zuvor. ( das Motto wenn´s oft genug geschrieben steht, ist es die Wahrheit )

Echte Recherchen Anderer werden mit dieser Art von Publikation einfach nur fortgewischt, und das ist der eigentliche Ärger.
Folge... Irgend wann wird wieder jemand nach einem Foto von einer MIG-19 im Kongo fragen, weil Herr Gordon so etwas in seine Bücher schreibt .... ich werde ihn dann einfach an Dich Xena verweisen
Sehr gute Antwort, da ich das Buch auch kenne und genau weiß was Dich ärgert!
 

Xena

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AW: Bücher von Yefim Gordon

Ich wage mich jetzt vielleicht etwas arg aus dem Fenster, aber ich glaube kaum, dass Sens dies so verallgemeinert stehenlassen würde, daher platzt mir gerade ein wenig der Kragen ! Wenn ich mir die Deine Kommentare und die einiger Kollegen weiter vorne dazu anschaue, dann sind wir doch wieder bei Bildzeitungsniveau ... Hauptsache bunt, Hauptsache laut, Hauptsache Hobby.
Sorry, Deino, aber Du regst dich einfach zu schnell auf, ohne nachzudenken. Du hast ein Codewort einprogrammiert auf den Du gleich ansprichst, sobald er genannt wird und dann siehst Du rot und sonst nichts.


Genau darum ging mir ja gerade die Kritik an Yefims Büchern, die wiederum von einigen hier als derart anmaßend empfunden wird. Und auch wenn ich schon lange vom Plagiatsvorwurf weg bin, weil das hier zu diskutieren offensichtlich keinen Sinn macht, so sollte mann doch wenigstens verlangen können, dass das Buch inhaltlich in Ordnung ist, dass er sein Handwekszeug richtig gemact hat; ODER ?
Du hast ja mit deiner Kritik an Yefims Bücher durchaus recht. Das zu widerlegen ging es in den letzten Postings doch gar nicht. Eher im Gegenteil. Bedanke dich an ihm und einige andere, dass man so manche Autoren nicht ernst nimmt. Allerdings muss man sich als Autor einen Namen machen, um ernst genommen zu werden. So Leute wie Terzibaschitsch, Breyer oder Gröner haben ihr Metier als Hobby begonnen. Ihre ersten Werke waren eher bescheiden und haben sich aber im Laufe der Jahrzehnte zu echten anerkannten Experten entwickelt. Als solcher anerkannt zu werden muss man sich aber erst verdienen. Du bist sicherlich auch auf dem Weg dort hin, wenn Du am Ball mit den Chinesen bleibst. Sei aber nicht gleich eingeschnappt, wenn dir jetzt jemand den Knochen hinwirft.


Ganz nebenbei, ob eine offizielle von der USAF in Auftrag gegebene Studie dann tatsächlich alles beleuchtet und objektiv ist, wage ich zumindest ein wenig zu bezweifeln.
Och, ich habe Details erfahren, die ich anders wo nicht gelesen habe und schon gar nicht in aufgewärmten Zeitschriftenartikeln. Außerdem ist das keine Studie, sondern eine historische Aufarbeitung. Das machen die US Streitkräfte ständig. Sie unterhalten dafür auch Historiker in ihren Hochschulen.
 
Deino

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Alien
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AW: Bücher von Yefim Gordon

Sorry, Deino, aber Du regst dich einfach zu schnell auf, ohne nachzudenken. Du hast ein Codewort einprogrammiert auf den Du gleich ansprichst, sobald er genannt wird und dann siehst Du rot und sonst nichts.
Neee ... mich regen nur drei Dinge auf und die würde ich auch bei anderen ansprechen, bei Yefim ist es eben nur Masche bzw. Programm:

1. wenn jemand Scheiße zu Geld macht und damit andere um ihren Lohn bringt.
2. wenn er damit den Markt auf Jahre dicht macht, weil niemand anderes mit Sachverstand oder Interesse an der Sache sich an so ein Thema wagt oder es sich leisten kann ... und dann genau das passiert, was mich am allermeisten aufregt.
3. wenn man regelmäßig selbst kritisiert wird, weil es ja Yefim geschrieben hat und der als renommierter Autor mit so vielen veröffentlichten Büchern die größere Autorität ist.

Jetzt kann man zu Punkt 1. sicher sagen, dies ist ein genialer Marketingsdtreich, und ich sei neidisch ... zu 2. das sei halt bedauerlich, aber eben nur ein Hobby und damit nicht so schwer zu bewerten und mit Punkt 3. könnte man - auch wenn man das von Kleingeisern dann wieder als Arroganz ausgelegt bekommt - schlicht ignorieren. JA, ist halt so, wie wenn sich eiun Wildschwein im Wald an einer Eiche schrubbert, das sollte der Eiche auch nix ausmachen.


Du hast ja mit deiner Kritik an Yefims Bücher durchaus recht. Das zu widerlegen ging es in den letzten Postings doch gar nicht. Eher im Gegenteil. Bedanke dich an ihm und einige andere, dass man so manche Autoren nicht ernst nimmt. Allerdings muss man sich als Autor einen Namen machen, um ernst genommen zu werden. So Leute wie Terzibaschitsch, Breyer oder Gröner haben ihr Metier als Hobby begonnen. Ihre ersten Werke waren eher bescheiden und haben sich aber im Laufe der Jahrzehnte zu echten anerkannten Experten entwickelt. Als solcher anerkannt zu werden muss man sich aber erst verdienen. Du bist sicherlich auch auf dem Weg dort hin, wenn Du am Ball mit den Chinesen bleibst. Sei aber nicht gleich eingeschnappt, wenn dir jetzt jemand den Knochen hinwirft.

Auch da verstehst Du mich falsch .... Es geht mir dabei wirklich in keinster Weise um mich (ich werde mit meinem China Buch NIE ein "break-even" erreichen ... ist aber egal, weil es eben ein Hobby ist und mir um den Inhalt und nicht ums Geld geht !), es geht schlicht um die SACHE, weil eben viele seiner Fehler mit einem Minimum an Intersse am Thema vermeidbar wären und weil nicht jeder den Zugang zu anderen, beseren Quellen hat, weil er sie nicht kennt, nicht lesen oder gar leisten kann, aber eben der Eindruck suggeriert wird, Yefim hat's richtig gemacht.

Aber lassen wir's einfach ...
Deino
 
MiGhty29

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AW: Bücher von Yefim Gordon

ja...nee...
werde ich wohl meine 6 Bücher wegschmeissen!
Ich könnte sie aber als blutiger Laie einfach als
Startrampe behalten...weil...bin ja mit fuffzich noch lernfähig!
Ein guter Freund hat mir mal den Begriff"FlugzeugPornos"kreiert!
Also ein schicker Bildband...ne Menge heisser Aufnahmen aber
nix dahinter.
Ich denke mal,Mr.Gordon ist auf jeden Fall ein ganzes Stückchen
drüber,vom Niveau her...als"Einstiegsdroge"hervorragend geeignet!
Lernfähig?Ja...dazu bin ich ja hier!
Bitte nicht vergessen...nur die ehrliche Meinung eines Laien!

Gruss Uwe
 
Deino

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AW: Bücher von Yefim Gordon

ja...nee...

Gruss Uwe
Soweit würde ich nicht gehen wollen - und auch ich werde meine x Bände (x > 6 :wink:) - nicht wegschmeißen oder als Startrampe verwenden, sie stehen halt nur nicht mehr als Bibeln im Regal.

Deino
 
MiGhty29

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AW: Bücher von Yefim Gordon

womit Du sehr wohl recht hast!
Wie gesagt...bin ja noch lernfähig!
Man lernt ja nur,wenn man in der Lage ist,zu
vergleichen und seine EIGENEN Schlüsse zu ziehen!
Das nennt man Erfahrung;das nennt man das Leben!
Jedenfalls bleiben die Bücher da wo sie sind!

Gruss Uwe
 

Xena

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AW: Bücher von Yefim Gordon

Ich denke, hier geht die Kritik eher in Richtung der Art und Weise wie er zu den Inhalten gekommen ist, als gegen die Glaubwürdigkeit der Inhalte. Sie sind dadurch in Teilen fehlerhaft, weil er anscheinend nicht selbst recherchiert um diese zu verbessern. Aber grundlegend alles falsch ist es nicht. Man kann also die Bücher behalten. :wink:

Außerdem, nur weil Yefim einen bestimmten Markt beherrscht, muss das nicht heißen, dass man da nicht mehr dagegen ankommen kann. Man muss nur bessere Bücher schreiben. Anscheinend sollte das kein Problem sein, was man hier so liest. Viele wissen ja wo Yefim Fehler gemacht hat, also wissen sie ja wie man es machen kann. Also macht mal! :wink:
 
Peter Wimpsey

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AW: Bücher von Yefim Gordon

Ich denke, hier geht die Kritik eher in Richtung der Art und Weise wie er zu den Inhalten gekommen ist, als gegen die Glaubwürdigkeit der Inhalte. Sie sind dadurch in Teilen fehlerhaft, weil er anscheinend nicht selbst recherchiert um diese zu verbessern. Aber grundlegend alles falsch ist es nicht. Man kann also die Bücher behalten. :wink:

Außerdem, nur weil Yefim einen bestimmten Markt beherrscht, muss das nicht heißen, dass man da nicht mehr dagegen ankommen kann. Man muss nur bessere Bücher schreiben. Anscheinend sollte das kein Problem sein, was man hier so liest. Viele wissen ja wo Yefim Fehler gemacht hat, also wissen sie ja wie man es machen kann. Also macht mal! :wink:
YG ist streng genommen nicht der Autor, sondern nur der Redakteur. Er läßt die Daten zu einem gewünschtem Thema innerhalb Russlands recherchieren, trägt u.a. auch was dazu bei mit dem Heranschaffen von Literatur und läßt "seine" Bücher in Russland bereist fertig stellen. Das Produkt wird dann an Crecy verkauft. Ich sehe ihn mehr als namentliche Plattform eines Systems.
Dieser Schritt ist in keinster Weise verwerflich, wohl aber der Umgang mit den Daten Dritten als auch die Überprüfung von Inhalten.
Dies wurde ja bereits weiter oben in diesem Blog zu seinem Afrikabuch besprochen.

Ganz so einfach ist es nicht! Ja, man kann relativ einfach bessere Bücher schreiben, wie Deino nun bereits in zweifacher Weise bewiesen hat. Aber, ist ein Thema in englischer Sprache einmal besetzt, so ist es für ein paar Jahre tot. Auch dies wurde schon mehrfach in diesem Forum besprochen.

Ich denke, mit den beiden Büchern zu Afrika hat das Team um P. Weinert und T. Cooper beweisen, daß es geht. Gleiches gilt auch für die nun 4 Bände der Arab MiGs Serie.

Schelm, wer dabei an Zufälle zu den beiden diesjährigen von publizierten YG Büchern denkt... :FFTeufel:
 

Xena

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AW: Bücher von Yefim Gordon

Ach, in der englischen Literatur gibt es doch zig Bücher zum gleichen Thema. Natürlich, wenn man nur aufs Geld schielt, dann macht man als braver Schwabe eine Rechnung auf, wie groß der Markt ist und wie viel der Durchschnittskunde für Bücher ausgibt usw. Ich habe englisch sprachige Autoren bisher als risikofreudig kennen gelernt. Ganz nach dem Motto, der Bessere gewinnt. :wink:
 
Hagewi

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AW: Bücher von Yefim Gordon

Ach, in der englischen Literatur gibt es doch zig Bücher zum gleichen Thema.
Ja, aber sicherlich zu Massenthemen, die hier gar nicht gemeint waren, wie z. B. Spitfire, Hurricane, Battle of Britain, Bomber Command usw. usw.. Bei Afrikanische-/Arabische MiGs oder China wird es da deutlich enger. Und dann ist der Effekt durchaus so, wie hier beschrieben.

Hagewi
 
Deino

Deino

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AW: Bücher von Yefim Gordon

Ich denke, hier geht die Kritik eher in Richtung der Art und Weise wie er zu den Inhalten gekommen ist, als gegen die Glaubwürdigkeit der Inhalte. Sie sind dadurch in Teilen fehlerhaft, weil er anscheinend nicht selbst recherchiert um diese zu verbessern. Aber grundlegend alles falsch ist es nicht. Man kann also die Bücher behalten. :wink:
Lieber ‚Xena‘, ich nehme dem :wink: nach an, dass dies im Ironiemodus geschrieben wurde, sonst könnte ja noch jemand auf falsche Ideen kommen. … was wird dadurch aber besser ???? Seine Heiligkeit recherchiert nicht richtig, aber schuld sind die anderen und weil doch noch was Richtiges dabei ist – für das natürlich er verantwortlich ist – ist dann ist das Buch gut ??
Und nochmals NEIN, es geht hier wirklich kaum noch um das WIE, sondern um das WAS !

Außerdem, nur weil Yefim einen bestimmten Markt beherrscht, muss das nicht heißen, dass man da nicht mehr dagegen ankommen kann. Man muss nur bessere Bücher schreiben. Anscheinend sollte das kein Problem sein, was man hier so liest. Viele wissen ja wo Yefim Fehler gemacht hat, also wissen sie ja wie man es machen kann. Also macht mal! :wink:
Da muss ich Dir jetzt ganz heftig wiedersprechen, denn entweder kennst Du die Branche kaum oder diese Annahme ist schlicht naiv, auch wenn ‚Peter Wimpsey‘ das System Y.G. schon sehr treffend erklärt hat.

Was Du nämlich unterscheiden musst ist a) das bessere Buch schreiben und b) dieses Buch dann auch zu veröffentlichen sind zwei ganz unterschiedliche Paar Schuhe.

Offen gestanden nach Yefims beiden China-Büchern – und die Kritikpunkte kannst Du gerne nachlesen – war dies mit tatsächlich ein Ansporn, es besser zu machen. Zum Glück hat mich bei dem nun erschienenen Buch ‘Dragon’s Wings‘ Tony Buttler an die Hand genommen – damals noch unter dem Titel ‘Chinese Secret Projects‘ – und dem Verlag Ian Allan vorgestellt, aber selbst mit ihm als Zugpferd kannst Du Dir kaum vorstellen, wie zögerlich der Verlag war, wie oft ich mir habe anhören müssen, ob das überhaupt machbar sei, nachdem Y.G. doch bereits über dieses Thema publiziert hat, dass dies Buch quasi als mein Erstlingswerk auf keinen Fall umfangreicher sein dürfte als sein Buch, dass sie Auswahl der Fotos erst zu wenige, dann von zu schlechter Qualität seien oder ich ja gar keine Seitenprofile darin enthalten hätte. Insgesamt fast 5 Jahre hat dieses Zusammentragen und Vergleichen nun gedauert.

Auf die Frage – inzwischen war ja das andere Buch mit Harpia bereits fertig (Harpia ist halt ebbes schneller als I.A. und dort hat der Verlag quasi alle Kosten übernommen), so dass es endlich etwas an Fahrt gewann – wer denn diese Profile bezahlen sollte, meinte I.A. nur, dass dies schlicht eine Sache des Autors sei … und wenn Du schon mal bei Grafikern nachgefragt hast, was so ein Profil kostet, dann verschlägt’s Dir schon den Atem. Zum Glück hatte ich ein paar gnädige Helfer in China, Belgien oder auch hier aus dem Forum gefunden, die bezahlbare Preise verlangt haben, aber insgesamt hat mich diese Buch alleine für Fotos und Grafiken mehr als 2000,- € gekostet.

Der Spaß ging aber dann damit weiter, dass sich der Verlag im ersten pdf zur Durchsicht aufgrund der „Bildproblematik“ dazu entschieden hat, den Umfang von 224 auf 192 Seiten zu reduzieren … was wiederum einiges an Erklärungen und Arbeit gekostet hat, am Ende auf das fertige Buch zu kommen, wie es nun ist. Und kaum war es raus, sind die ersten Kommentare in verschiedenen Foren – wie auch in der ersten Kritik bei Amazon – dass im Vergleich zu anderen Büchern zum selben Thema die Fotos zu klein seinen oder es weniger seien als bei … !!! und außerdem hat doch Y.G. geschrieben.


Ach, in der englischen Literatur gibt es doch zig Bücher zum gleichen Thema. Natürlich, wenn man nur aufs Geld schielt, dann macht man als braver Schwabe eine Rechnung auf, wie groß der Markt ist und wie viel der Durchschnittskunde für Bücher ausgibt usw. Ich habe englisch sprachige Autoren bisher als risikofreudig kennen gelernt. Ganz nach dem Motto, der Bessere gewinnt. :wink:

Wieder falsch … wie gerade von ‚Hagewi‘ beschrieben ist der Markt bei solchen Themen dicht.

Offen gestanden habe ich zum Glück einen sehr guten Job, der dies finanziell zuließ und noch viel wichtiger, eine mehr als geduldige Frau, die bereit war, mich diese Leidenschaft ausleben zu lassen, auch diese Kosten mitzutragen oder sie zumindest zuzulassen. Wenn das aber jemand ist, der solche Bücher als seine Haupteinnahmequelle schreibt, der bei generell schlechter werdender Wirtschaftslage auf gute Verkaufszahlen angewiesen ist und für den dies nicht nur eine Leidenschaft ist, so dass man mal eben diese Summe aufbringen kann, dann wäre dieses Buch nie so entstanden.

Ich denke bei einer durchschnittlichen Auflage werde ich wohl erst nach der 4. Auflage so halbwegs in die schwarzen Zahlen kommen, denn Tony erhält ja auch noch seinen Anteil vom Pandabären. Ist halt ein teures Hobby, aber so viel zum Thema, dann schreibt doch mal so einfach !

Ich hoffe, dass dieser sicherlich zu lange Beitrag nicht wieder als „dumpfer Beißreflex“ gegen Y.G. verstanden wird oder als Arroganz ausgelegt wird. Nur, es so darzutellen, ein Buch zu schreiben hätte in erster Linie was mit Risikobereitschaft zu tun im Sinne von „möge der Bessere gewinnen“ oder überspitzt ausgedrückt "die Autoren sind schuld !" ist schlicht naiv.
Es ist sehr wohl ein Risiko aber nicht, das Risiko oder die Angst vor Vergleich, sondern schlicht wirtschaftliche Überlegungen entweder der Verlage oder der Autoren. Und daher wie gesagt ist es unter diesem Gesichtspunkt doppelt ärgerlich, wenn so viele vermeidbare Fehler drin sind.

Schönen abend noch,
Deino
 
Peter Wimpsey

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AW: Bücher von Yefim Gordon

Zum Thema risikofreudige Autoren

Also ich konnte die risikofreudigen Englischsprachigen Autoren noch nicht finden bzw. treffen? Da wird der 2.Weltkrieg rauf und runter publiziert, zumeist in Form von Biographien. Das bezeichne ich als ultraspannend und ungemein innovativ!

Auch die zahlreichen britischen Bücher z.B. zum Thema BAC TSR.2 mit sagenhaften 23 gebauten Stück, wovon immerhin eines geflogen ist! Schlichtergreifend bahnbrechend und von risikofreudig! Da verblast ja jede moderne Finanztransaktion.

Die Autoren gehen ja ohnehin kein Risiko ein. Das Manuskript wird abgegeben, fallweise angenommen und dann umgesetzt. Das verlegerische Risiko liegt ganz beim Verlag. So ist auch zu erklären, warum bei Crecy z.B. das Uraltwerk von John Cochrane "Military Aircraft Insigna of the World" in Zeiten des mobilen Internets neu aufgelegt wird. Das ist echt volles Risiko!
 
Peter Wimpsey

Peter Wimpsey

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AW: Bücher von Yefim Gordon

Auf die Frage – inzwischen war ja das andere Buch mit Harpia bereits fertig (Harpia ist halt ebbes schneller als I.A. und dort hat der Verlag quasi alle Kosten übernommen), so dass es endlich etwas an Fahrt gewann – wer denn diese Profile bezahlen sollte, meinte I.A. nur, dass dies schlicht eine Sache des Autors sei … und wenn Du schon mal bei Grafikern nachgefragt hast, was so ein Profil kostet, dann verschlägt’s Dir schon den Atem. Zum Glück hatte ich ein paar gnädige Helfer in China, Belgien oder auch hier aus dem Forum gefunden, die bezahlbare Preise verlangt haben, aber insgesamt hat mich diese Buch alleine für Fotos und Grafiken mehr als 2000,- € gekostet.

Der Spaß ging aber dann damit weiter, dass sich der Verlag im ersten pdf zur Durchsicht aufgrund der „Bildproblematik“ dazu entschieden hat, den Umfang von 224 auf 192 Seiten zu reduzieren … was wiederum einiges an Erklärungen und Arbeit gekostet hat, am Ende auf das fertige Buch zu kommen, wie es nun ist. Und kaum war es raus, sind die ersten Kommentare in verschiedenen Foren – wie auch in der ersten Kritik bei Amazon – dass im Vergleich zu anderen Büchern zum selben Thema die Fotos zu klein seinen oder es weniger seien als bei … !!! und außerdem hat doch Y.G. geschrieben.
Deino,

das sind ja Horrorgeschichten zu einem ehemals namhaften britischen Verlagshaus!

Der Autor bezahlt die Grafiken! Wozu braucht man dann noch einen Verlag? Dies ist vielleicht auch ein Grund des Sterbens bzw. sanften Entschlaffens vieler kleinerer Verlagshäuser.

Das Reduzieren der Seitenanzahl auf Grund von Bildern klingt ja wie eine Wahlkampfaussage!

Insgesamt kann man Deine Erfahrungen bei I.A. ja als Krampf bezeichnen. Dies alles klingt nach einer sehr schweren Geburt!

Vielleich noch ein Wort zu der ganzen Diskussion über Deine (beiden) und YGs Bücher zu China:
Da Dein Buch bei Harpia ein Jahr lang auf Alert5.com an aller prominentester Stelle als Werbung gelistet warst und nun eben dieses Buch auch in den US Naval Institute Proceedings besprochen wurde (Du hast darauf hingewiesen), kann Dir das ganze Geschäwtz zu YG eigentlich egal sein. Denn meines Wissen war er nirgendwo prominent als Referrenzwerk gelistet bzw. gelistet gewesen.:FFTeufel:
 
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AW: Bücher von Yefim Gordon

Es ist leider so mit Verlagen, daß, um Kosten zu drücken, immer mehr auf die private Schiene verlagert wird; Umfangsreduzierungen bei Text, Bildern, Weglassen von Quellenverzeichnissen, Grafikerbezahlung, Mindestabnahmen(!) durch Autor, finanzielle Beteiligung des Autors ... eine Kette fast ohne Ende, von der der geneigte Leser-Kunde natürlich nix mitbekommt und sich nur wundert, warum und wieso...

All das führt dann entweder dazu, daß nicht veröfffentlicht wird, oder Selbstverlage aus dem Boden sprießen. Unternehmerisches Risiko wollen die Verlage kaum noch eingehen, Shareholder Value ist gefragt...
 
Peter Wimpsey

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AW: Bücher von Yefim Gordon

Es ist leider so mit Verlagen, daß, um Kosten zu drücken, immer mehr auf die private Schiene verlagert wird; Umfangsreduzierungen bei Text, Bildern, Weglassen von Quellenverzeichnissen, Grafikerbezahlung, Mindestabnahmen(!) durch Autor, finanzielle Beteiligung des Autors ... eine Kette fast ohne Ende, von der der geneigte Leser-Kunde natürlich nix mitbekommt und sich nur wundert, warum und wieso...

All das führt dann entweder dazu, daß nicht veröfffentlicht wird, oder Selbstverlage aus dem Boden sprießen. Unternehmerisches Risiko wollen die Verlage kaum noch eingehen, Shareholder Value ist gefragt...
Und warum funktioniert es? Weil viele der Autoren schlichtweg geil sind zu publizieren. Dies ist keine Entschuldigung, sondern nur eine Feststellung! Und mit dieser Masche arbeiten viele Verlage.

Eigenverlage haben keine echte Chance in einer globalen Welt, wohl aber im sehr kleinen regionalen Umfeld.

Das mit dem Shareholder Value teile ich nicht, da die wenigsten Verlage börsennotiert sind, aber Gewinne müssen sie schon machen.
 
FREDO

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Das Problem, lieber Peter, liegt wohl tiefer. Nicht das geil nach Publikation, sondern das Erhalten der vielen Arbeit, die man sich mit solch einem Projekt macht, sind der Grund. Wie sonst ist ein in jahrelanger Kleinarbeit aufgearbeitetes historisches Thema denn der Nachwelt zu erhalten, wenn nicht in einer Buchform, die mittels ISBN usw. auch Eingang in die großen Bibliotheken findet. In Deuschland gibt es dazu das sog. Pflichtexemplarsgesetz, daß jeden Verleger zur Abgabe mindestens eines Exemplars an die Deutsche Nationalbibliothek und die jeweilige Landesbibliothek verpflichtet, wo es dann katalogisiert und erhalten wird. Und wenn große Verlage diese Arbeit nicht mehr leisten wollen, gibt es inzwischen genügend technische Möglichkeiten, das ohne Beschränkungen und Beschneidungen selbst zu tun, zumal gerade der deutschsprachige Markt nicht global einzuzäunen ist. Damit teile ich auch deine Ansicht des "kleinen regionalen Umfelds" nicht, denn der deutschsprachige Raum ist ja schon ein wenig größer...
 
Peter Wimpsey

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Das Problem, lieber Peter, liegt wohl tiefer. Nicht das geil nach Publikation, sondern das Erhalten der vielen Arbeit, die man sich mit solch einem Projekt macht, sind der Grund. Wie sonst ist ein in jahrelanger Kleinarbeit aufgearbeitetes historisches Thema denn der Nachwelt zu erhalten, wenn nicht in einer Buchform, die mittels ISBN usw. auch Eingang in die großen Bibliotheken findet. In Deuschland gibt es dazu das sog. Pflichtexemplarsgesetz, daß jeden Verleger zur Abgabe mindestens eines Exemplars an die Deutsche Nationalbibliothek und die jeweilige Landesbibliothek verpflichtet, wo es dann katalogisiert und erhalten wird. Und wenn große Verlage diese Arbeit nicht mehr leisten wollen, gibt es inzwischen genügend technische Möglichkeiten, das ohne Beschränkungen und Beschneidungen selbst zu tun, zumal gerade der deutschsprachige Markt nicht global einzuzäunen ist. Damit teile ich auch deine Ansicht des "kleinen regionalen Umfelds" nicht, denn der deutschsprachige Raum ist ja schon ein wenig größer...
Ja, dies ist alles bekannt und auch gut so!
Aber man kann Verlagen halt als Autor nichts vorschreiben. Wenn man als Autor seine "Geschichte" publiziert haben will gibt es zwei Wege:
a, über einen renomierten Verlag oder
b, über den Selbstverlag.

Mir ging es vorallem um den Hinweis, daß sich gewisse Themen in deutscher Sprache verfaßt und im Eigenverlag herausgegeben nur über einen sehr bescheidenen Absatzmarkt verfügen. Die Ausgangslage waren die Bücher von YG und dann von Deino. Und dabei geht es um den weltweiten Verkauf. In solchen Fällen ist der Verkauf in Deutschland, Österreich und der Schweiz gut und wichtig, aber am Ende fast egal!

Es liegt auf der Hand, daß Autoren ihre Werke als wichtig ansehen. Leider läßt sich der Erfolg eines Buches im Vorfeld aber nicht bestimmen. Deshalb wird zumeist auf Bewährtes = 2. Weltkrieg gesetzt. Denn die meisten glauben mit Sparen zu gewinnen!
 
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AW: Bücher von Yefim Gordon

Und selbst bei diesen Themen wird man von auch namhaften deutschen Verlagen beschnitten, siehe mein Beitrag... bishin zur Tatsache, daß Fotos abgelehnt werden, weil sie, historisch bedingt, nicht heutige Qualitätsansprüche erfüllen... Quintessenz Selbstverlag... :headscratch:
 
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Mit Selbstverlag ist aber nicht 'books on demand' gemeint oder ?
 
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Und selbst bei diesen Themen wird man von auch namhaften deutschen Verlagen beschnitten, siehe mein Beitrag... bishin zur Tatsache, daß Fotos abgelehnt werden, weil sie, historisch bedingt, nicht heutige Qualitätsansprüche erfüllen... Quintessenz Selbstverlag... :headscratch:
Auf Grund der (theoretisch) sehr guten Offsetdrucker für Bücher müssen die eingereichten Bilder schon einige Mindestabforderungen erfüllen.

Den meisten Autoren ist der Unterschied zw. (a) Bildschirmauflösung (72dpi, RGB, Durchlicht) und (b) Druck (300dpi, CMYK, Auflicht)
nicht wirklich geläufig. Da kann es ein böses Erwachen geben wenn ein dunkles Zwergenbild gedruckt werden soll.

Bei ganz alten Bildern,Scans aus Dokumenten bzw. Diascans kommt dann auch noch ein gewisser Aufwand durch den (zumeist ungelernten) Grafiker hinzu.

Was bringt der Selbstverlag bzw. Druck-on-Demand?
Wenn der Hobbyverleger keine Ahnung von Layout, Typographie, Bildbearbeitung und Satz hat, herzlich wenig.
Nur der Besitz eines Desktopprogramms ist da sicherlich zu wenig. Außerdem sind die in sehr geringer Auflage im Copyshop digital gedruckten Werke sind logischerweise sehr teuer.

Manchmal muß man sich aber auch eingestehen, daß nicht jedes Bild und jedes Thema zur gedruckten Veröffenlichung taugt.
 
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