Bücker 131 „Jungmann“ - 1:72 Huma

Diskutiere Bücker 131 „Jungmann“ - 1:72 Huma im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bauberichte online; Der Jungmann fliegt nunmehr schon seit 75 Jahren in verschiedenen Ländern, so dass man getrost von einem wirklichen Klassiker der Luftfahrt reden...

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  1. urig

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    Der Jungmann fliegt nunmehr schon seit 75 Jahren in verschiedenen Ländern, so dass man getrost von einem wirklichen Klassiker der Luftfahrt reden kann.:) Hier soll das Vorführflugzeug der Bü 131 B mit dem Kennzeichen D-EBZE gebaut werden, zu dem man historische Aufnahmen aus nahezu allen Richtungen (inkl. Unterseite beim Rückenflug) findet:

    [1] Bü 131 Jungmann, die Geschichte des legendären Schuldoppeldeckers, Flugzeug Profile No. 27, Flugzeug Publikations GmbH
    [2] L.F. Sarjeant: Bücker Bü 131 Jungmann, Profile No. 222
    [3] Louis Meurillon: Herr Carl Clemens Bücker, Le Fanatique de l’Aviation No. 124-126
    [4] Peter Pletschacher: Deutsche Sportflugzeuge, Motorbuch Verlag, 1977

    Der Huma-Bausatz ist wohl nicht so detailliert wie der von Czech Master Resin. Man kann aber gut damit arbeiten und man erhält Anregungen (und ein wenig Material) für mehrere Varianten des Vorbilds.:)

    Der vorliegende Bau wurde in unmittelbarem Anschluss zur Kunstflugmaschine Bü 131 R mit dem Kennzeichen HB-URB begonnen, siehe http://www.flugzeugforum.de/buecker-131-lerche-boxermotor-huma-74744.html]<>. Außer der auffälligen Farbgebung, die ich dank FF recherchieren konnte, weist das fertige Modell eine sehr feine Verspannung aus unsichtbarem Nähgarn und Silizium-Karbid-Fasern auf. Beim Anbringen der Verspannung hatte ich vermutlich Dusel, so dass ich mich gefragt habe, was wohl passiert, wenn ich das Experiment wiederhole.:confused:

    Im Unterschied zu HB-URB sollen diesmal beide linken Einstiege offen bleiben (aufgeklappt).
    Hier die Ausstattung der Cockpits mit Streben aus Gussast, Gashebel-Lagern aus PS-Sheet, Steuerknüppeln aus Metall (damit sie später nicht, so wie bei der HB-URB, brechen), Fußrasten aus beigem Papier und ein wenig Shading mit Wasserfarbe. Letzteres soll weniger irgendwelche Verschmutzungen als den Schatten der Rohre durch Lichteinfall simulieren.
     

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    Ein Stück Gussast soll den vordersten Motorzylinder des Hirth-Motors darstellen. Außerdem verstärkt und verlängert es auch noch die Lagerung des Propellers, wenn man später einfach da durchbohrt.
     

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  4. urig

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    Hier sieht man die Löcher für die Verspannung und den Benzinstandsanzeiger auf dem Rumpf sowie die Gepäckklappe hinter dem Pilotensitz. Der „Motor“ wurde gestrichen. Leider liegt er im Bild relativ zur Frontverkleidung auf dem Kopf (der graue Teil des vorderen Zylinders liegt später hinter der großen Luftöffnung).

    Achtung: :FFTeufel: Die Frontverkleidung des Huma-Bausatzes, bei der das große „Luftloch“ auf der rechten Flugzeugseite ist, passt nur zum Hirth-Motor der Bü 131 B. Spätere Jungmänner mit anderen Motoren haben dieses Loch auf der linken Seite. Wenn jemand andere Jungmann-Versionen bauen will, so sollte er auf die Motorverkleidung und den Auspuff besonders achten. Hier treten die größten Unterschiede auf.
     

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  5. urig

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    Hier mal ein Blick auf die ganzen Löcher für Streben und Verspannung. Zwei Senkstellen pro Flügel und falsche Löcher in den Querrudern wurden verspachtelt.
     

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  6. urig

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    Für die Stiele wurden keine Haare :wink: sondern Bambus gespalten und nachgefeilt.

    Hier die ganze Sequenz. Wie immer bei selbstgemachten Teilen, besser gleich ein paar mehr, damit man später die besten auswählen kann. Am Ende werden die Dinger noch dunkelgrau gestrichen.
     

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    Hier ein Blick auf die Steuerung am Heck (beidseitig gleich). Schubstange und Hebel für das Höhenruder. Hebel und Zugseil (kommt erst nach dem Lackieren dran) für die Seite. Die Hutzen am Rumpf sind aus Wachs.
     

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    UweB gefällt das.
  8. urig

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    Vor dem Lackieren erhielt die Maschine noch ihre Flettner bzw. Trimmflächen. Die QR-Lager (aus Wachs) habe ich hier noch vergessen.:FFCry:
     

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  9. urig

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    Jetzt sind die Lager dargestellt (siehe Pfeile):) Außerdem hat das Vögelchen Farbe bekommen und das Anbringen der oberen Fläche kann vorbereitet werden. Des besseren Zugangs wegen, habe ich die Beschriftungen am Rumpf schon mal angebracht.
     

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  10. urig

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    Die Bambusstiele werden mit reichlich Acrylkleber (Gator’s Grip) in die viel zu großen Sacklöcher des Bausatzes gesteckt. Das Gute dabei: der Kleber darf ruhig kräftig überstehen, denn im Original sind die Anschlüsse mit Leder verkleidet. Der überstehende Kleber soll diese dann darstellen.:TD:
     

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  11. urig

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    Hier der Unterbau auf der „Richtplatte“.

    Diesmal sollen alle Spannfäden erst nach dem Zusammenkleben der Flügel durch vorbereitete Löcher gesteckt und mit Sekundenkleber fixiert werden. So will ich vermeiden, dass die Fäden sich verheddern und mir ständig im Weg sind.

    Der Rumpf ist zum Durchziehen der Fäden noch vorne offen. Bei HB-URB hatte ich das Problem, dass mir Fäden, die ich vor dem Anbringen der zweiten Fläche in Sacklöcher geklebt habe, beim Spannen ausgerissen sind. Ich musste dann, insbesondere am Baldachin nachträglich versuchen, passende Keramikfasern mit Sekundenkleber an die richtige Stelle zu zittern.:mad:
     

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  12. urig

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    Die transparente Lehre für den Oberflügel ist weniger nützlich als gedacht (denn am Ende gilt es, den richtigen Oberflügel zu justieren!). Aber immerhin kann man kontrollieren, ob Streben und Löcher zusammenfinden und ob die Chance besteht, dass am Ende alle Abstände und Richtungen halbwegs stimmen. Bei mir klemmt es ganz ordentlich an den Baldachinstreben einer Seite.:FFTeufel: Die Wahrheit kommt aber dann, wenn es ernst wird :confused:.
     

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  13. popeye

    popeye leider verstorben

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    :TOP: ... :wink:
     
  14. #13 juergen.klueser, 02.10.2013
    juergen.klueser

    juergen.klueser Astronaut

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    :congratulatory::HOT::TOP:
     
  15. urig

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    Es wurde ernst! :FFTeufel: Es war ein ziemlicher K(r)ampf mit den Streben. Die Baldachinstreben stammen aus dem Bausatz, sie wurden mit Plastikkleber (Contacta) geklebt. Die Bambus-Stiele mit Acryl (Gator's). Dem folgte ein langes Schieben und Biegen, bis alle in ihren Löchern waren.:mad:

    Am Ende sind mir dann doch die Baldachinstreben vorne etwas zu tief von ihrem Sockel am Rumpf abgerutscht.:FFCry: Und die obere Fläche hat jetzt einen leicht negativen Einstellwinkel. Ich muss später nachmessen, aber es könnte sein, dass die Fläche etwas zu dicht an der Rumpfoberseite liegt?

    Dagegen war das „Vernähen“ der Flügel mit unsichtbarem Nähgarn direkt ein Kinderspiel.:congratulatory: Hier die wesentlichsten Utensilien dafür.
     

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  16. urig

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    Tape hilft beim Spannen der Fäden vor dem Festkleben.
     

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    17 Fäden und 4 SiC-Fasern wurden verarbeitet. Die Fasern in der Auskreuzung der Stiele, weil ich dafür keine Löcher in die Flächen bohren wollte. Hier nach dem Verschleifen der Flügeloberseite und mit den beiden Abstandhaltern zwischen den Flügeln. Rechts sieht man, dass eine Faser noch am Flügel endet und nicht am Stiel.:mad:
     

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    Nach dem Lackieren und Beschriften.
     

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  19. urig

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    Das war mir neu: es gibt DREI Arten von Sekundenkleber: flüssig, gelförmig und zähflüssig!:tongue: Letzteren erhält man, wenn der flüssige alt wird. Er zieht dann Fäden und trocknet nur noch langsam. Das ist ideal für einen alten Mann, knifflige Teile zu positionieren.:TOP:
     

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    Hallo

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    Die vorderen Stiele wurden mit zähflüssigem Sekundenkleber eingestrichen und „schnapp“ waren die feinen Details dran! Staurohr und Zurröse aus feiner Kupferlitze (Eisenbahnmodellbau).
     

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  22. urig

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    Eine erst auf den zweiten oder dritten Blick auffallende Besonderheit des Vorbilds: Auf der Klappe für den Verbandskasten klebt kein „rotes Kreuz“ sondern dessen Inverse, ein „Schweizer Kreuz“.:!: Die Schrift oben am Leitwerk ist aus dem Bausatz.
     

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