Bundesrat unterstützt einheimische Rüstungsindustrie

Diskutiere Bundesrat unterstützt einheimische Rüstungsindustrie im Schweizer Luftwaffe Forum im Bereich Einsatz bei; Der Bundesrat will der Schweizer Rüstungsindustrie unter die Arme greifen. Gewisse Rüstungsaufträge will er künftig direkt und ohne Ausschreibung...

Moderatoren: Grimmi
  1. #1 LimaIndia, 26.04.2006
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    Der Bundesrat will der Schweizer Rüstungsindustrie unter die Arme greifen. Gewisse Rüstungsaufträge will er künftig direkt und ohne Ausschreibung an Schweizer Firmen vergeben und diese damit vor ausländischen Konkurrenten schützen.

    Quelle: nzz.ch

    Sicherlich ein positiver Beschluss. Somit dürfte dem Kauf von PC-21 wohl nichts mehr im Wege stehen... :rolleyes:
     
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  3. #2 swissdakota, 26.04.2006
    Zuletzt bearbeitet: 26.04.2006
    swissdakota

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    Grundsätzlich ja; es bleibt einfach zu hoffen, dass der Schuss jetzt politisch nicht noch erst recht 'nach hinten' hinaus geht... und diese "Lex Pilatus" einer möglichst schnellen Beschaffung des PC-21 nicht noch eher im Wege steht. Ich meine, dass dieser Beschluss politisch eher heikel ist.
     
  4. FREDO

    FREDO Space Cadet

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    Das müßtest Du jetzt aber mal erklären!:confused: :confused: :confused:

    Grüße
    FredO
     
  5. #4 Aircoon, 27.04.2006
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    Wenn ich swissdakota richtig verstehe, hat er folgende Befürchtungen:

    Gegner einer PC-21 Beschaffung argumentieren nicht gegen eine Beschaffung selbst, sondern behaupten plötzlich, die PC-21 sei nicht das best mögliche Produkt, und es müssten andere Typen ebenfalls evaluiert werden (was das ganze natürlich verzögern würde).
    Zudem kann behauptet werden, eine Beschaffung sei nicht notwendig, sondern diene lediglich einer Unterstützung der Schweizer Industrie - was besser in anderen Industriezweigen als dem Rüstungindustrie gemacht werden könnte.

    Doch hoffentlich wird es diesmal nicht solchen politischen Widerstand geben.
     
  6. #5 _Michael, 27.04.2006
    _Michael

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    Das Vorgehen des Bundesrates birgt meiner Meinung nach nicht nur Vorteile, sondern auch grössere Risiken:

    1. Wenn (z.B.) der PC-21 ohne allgemeine Evaluierung ausgewählt wurde, kann man dies auch so interpretieren, dass er sich gegen nichts behaupten musste (und dies im schlimmsten Fall auch gar nicht könnte), sondern dass er lediglich aus 'Gefälligkeiten' bzw. Protektionismus ausgewählt wurde. Nicht gerade ein Zusätzliches Verkaufsargument, aber auch nicht unbedingt ein grosser Minuspunkt.

    2. Diese Praxis widerspricht stark der allgmeinen politischen Stossrichtung für möglichst freien Handel. Wenn nun die Schweiz ihren Binnenmarkt derart bevorteilt und damit die ausländischen Unternehmen benachteiligt, ist natürlich auch mit 'Gegenmassnahmen' zu rechnen, welche die Industrie empfindlich treffen könnten.

    3. Unterstützt die Abschottung auch die Hochpreisinsel Schweiz. (Warum soll z.B. der Steuerzahler der Firma Pilatus teure Flugzeuge bezahlen, wenn z.B. die amerikanische Konkurrenz wesentlich günstiger liefert?) (Vielleicht etwas eng gedacht, da ja das Geld zum grössten Teil auch wieder in der Schweiz ausgegeben wird. Dumm nur, wenn dann z.B. Pilatus Exportflugzeuge quersubventioniert, um konkurrenzfähig im Ausland operieren zu können - dann bezahlen wir dann plötzlich einer Luftwaffe irgendwo auf der Welt ihre Trainingsflugzeuge.)

    4. Gehen Wissenschaftler davon aus, dass unser Marktwirtschaftliches System am besten funktioniert und am meisten Wohlstand bringt, wenn der Handel möglichst frei ist. Naja, Theorie und erst noch fragwürdig, wie man in letzter Zeit feststellen konnte.
     
  7. Grimmi

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    Ich schliesse mich den Vorrednern an. Grundsätzlich finde ich diesen Entscheid natürlich gut, ABER (neben den schon erwähnten Sachen dünkt mich von dieser Seite her der aussichtsreichste Wiederstand) ....

    - in Europa stehen auch ein paar neue Trainer - wobei es sich aber um Jets handelt - anderer Firmen zur Verfügung und am Beispiel des neuen Armeetrainings-Helis von Eurocopter hat der unterlegene Agusta-Konzern auch nicht lange gezögert, das ganze vor Gericht zu bringen. Auch der WTO-Gerichtshof ist gut ausgelastet mit solchen Sachen.
     
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  9. #7 _Michael, 28.04.2006
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    Genau da stecken eben die Risiken. Daher wäre es beim PC-21 wohl wirklich besser, eine Evaluierung durchzuführen. Ich bin relativ überzeugt, dass er das Rennen machen würde. Dann hätte er sich schon ein erstes mal gegen die Konkurrenz durchgesetzt - kein schlechtes Verkaufsargument, nicht?
     
  10. #8 swissdakota, 28.04.2006
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    @ Aircoon, Grimmi, Michael Bieri: Genaus so meinte ich das. Rüstungsvorlagen sind je länger, je umstrittener. Da wird überall ein Haar in der Suppe gesucht, wenn keine sachlichen Argumente oder Fakten herbeigezogen werden können. Ein nicht 100%-WTO-tauglicher Auswahlprozess würde von der Linken sicherlich heraufgespielt, um die Beschaffung zu blockieren. Und wie erwähnt, wäre es für den PC-21 natürlich verkaufstechnisch besser, wenn er sich in einer echten Evaluation und nicht in einem Einerrennen durchsetzen kann!

    Nebenbei: Ist mit dem Wunsch nach einer direkten Beschaffung eigentlich die einst geplante Truppenerprobung auf Mietbasis vom Tisch oder findet die trotzdem statt?
     
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