cave tonitrum: Republic P-47M Thunderbolt in 1:48

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Republic P-47M Thunderbolt

Ich möchte Euch hier meine P-47M Thunderbolt im Maßstab 1:48 vorstellen. Der Bausatz stammt von Tamiya, eine Bausatzvorstellung findet sich hier im FF: P-47M Bausatzvorstellung


Anfang Januar 1945 beendete die 78th Fighter Group ihre Umrüstung von der P-47 auf die ranke, schlanke und hoch gelobte P-51 Mustang von North American. Somit verblieb nur noch ein Jagdgeschwader in der Eighth Air Force, das noch die bullige P-47 Thunderbolt von Republic gegen die deutsche Luftwaffe flog: Die 56th Fighter Group "The Wolfpack". Das Motto des Geschwaders "cave tonitrum" ("hüte Dich vor dem Donner") war rückblickend betrachtet bei Weitem keine "leere Drohung", denn das Wolfsrudel ging als eine der erfolgreichsten Fighter Groups aus dem Zweiten Weltkrieg hervor.

Mein Modell stellt die P-47M-1 44-21117 "Teddy" dar. Die Thunderbolt wurde von Major Michael Jackson (ja, genau so) zu Beginn des Jahres 1945 geflogen. Jackson war ein Ass mit acht bestätigten Abschüssen und 5 1/2 am Boden zerstörten Flugzeugen: take a look
 
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Diese "Teddy" war seine zweite Thunderbolt, die er während seiner Zeit im Wolfsrudel flog. Die Vorgängermaschine hieß ebenfalls "Teddy" (P-47D-28 44-19780) und trug nebem dem Namenszug noch einen boxenden "Donald Duck" auf der linken Motorverkleidung. Mike Jackson flog bei der 62nd Fighter Squadron.
 
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Die P-47M sollte die ultimative auf dem europäischen Kriegsschauplatz eingesetzte Baureihe der Thunderbolt sein und sie wurde exklusiv nur von der 56th FG geflogen. Die M-Baureihe flog mit der C-Version des robusten R-2800 Double Wasp Sternmotor.
Die P-47M war in der Tat ein Hochleistungsjäger - sofern ihr Triebwerk fehlerfrei lief. Die Karriere der -M beim Wolfsrudel begann schleppend. Technische Probleme mit dem Motor führten zu einem zeitweisen Grounding aller P-47M in Boxted. Die ersten -Ms erreichten das Wolfpack im Januar 1945. Nach den ersten Test- und Kampfeinsätzen (Mitte Januar) zeigten sich die Probleme mit dem R-2800 und bei guten 75% der P-47Ms musste ein Motorwechsel durchgeführt werden. Erst im März konnten alle drei Squadrons der 56th (61st, 62nd und 63rd FS) in ausreichender Kampfstärke P-47M auf Missionen nach Deutschland schicken.
 
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Die P-47M kamen unlackiert nach Boxted, da man aber noch immer damit rechnete auf den Kontinent versetzt zu werden, gab es eine Order die Maschinen zu tarnen. Die Umsetzung der Tarnung selber war den Bodencrews in Boxted überlasssen. Es gab aber durchaus ein System bei der Umsetzung: Jede der drei Squadrons flog in den gleichen Tarnfarben, die Verläufe waren jedoch eher individuell gestaltet.
Jacksons "Teddy" flog daher in den Farben der 62nd FS - die genauen Farbtöne sind nicht bekannt. Bei Angaben für die Maschinen der 62nd FS findet man meist für die Oberseite "Dark Green" und "Medium Sea Gray" aus dem "Sortiment" der Royal Air Force. Die Unterseiten der -Ms wurden nicht getarnt.
 
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Nicht nur die Tarnung, auch die gelben Codes auf den Rumpfseiten und das gelbe Seitenruder (Insignia Yellow) zeichnen die Thunderbolt als eine Maschine der 62nd FS aus. Die rote Motorverkleidung war allen drei Staffeln gemein.
 
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Hallo Christoph!
Habe ich Dir zwar schon geschrieben, trotzdem auch noch mal hier: Klasse :TOP:

Gruß
Peter

PS: Da fällt mir gerade noch eine Frage ein: Welche Farbe haben die Innenseiten der Positionslampenverkleidungen an den Tragflächen?
 
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Manche Thunderbolts wurden mit ausgefahrenen Flaps lackiert, manche nicht. Für "Teddy" konnte ich es nicht zu 100 Prozent nachweisen, daher ist meine Version als ein "educated guess" zu verstehen.
Vorbildmaterial für mein Modell fand ich u.a. in "Beware the Thunderbolt" von David McLaren und "The Mighty Eighth - The Colour Record" von Roger A. Freeman.
 
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Ok, Ok das sind jetzt aber genug Fotos vom Original,zeig doch endlich mal das Modell.:TOP: :eek:
 
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Hallo Christoph!
Habe ich Dir zwar schon geschrieben, trotzdem auch noch mal hier: Klasse :TOP:

Gruß
Peter

PS: Da fällt mir gerade noch eine Frage ein: Welche Farbe haben die Innenseiten der Positionslampenverkleidungen an den Tragflächen?
Hallo Peter,

vielen Dank :red:

Zu deiner Frage, ich bin direkt mal ans Bücherregal geflitzt und habe gewälzt. Ich lackiere den Bereich immer in Zinc Chromate Yellow, hier mal ein Bildausschnitt aus einer zeitgenössichen Aufnahme (zeigt P-47D Razorback "Belle of Belmont", 56th FG, Boxted). Komplettes Bild ist auf dem Weg...
 
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Michael Jacksons Maschine ist nicht mit einer Rückenfinne ausgestattet gewesen - diese wurden erst (wenn überhaupt) in Boxted nachgerüstet. Die Finne gab es in verschiedenen Ausführungen, daher: Genau die Fotos vom Original studieren! Die verschiedenen Finnentypen sind im Tamiya Bausatz der P-47M enthalten: hier
 
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Die Tragflächen- und Höhenflossenvorderkanten blieben unlackiert. Gleiches gilt auch für die Kanzelrahmen.
 
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Die Tarnung ist frei Hand lackiert - wie (sehr wahrscheinlich) am Original auch. Farben von Xtracolor, Revell und Alclad (Unterseite) fanden Verwendung.
 
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Der Tarnverlauf der Tragflächenoberseiten ist spekulativ - andere Maschinen der 62nd FS trugen einen ähnlichen Tarnverlauf, also auch hier wieder ein "educated guess". Beachte die übergroßen Star&Bars auf der linken Tragfläche...
 
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... und im direkten Vergleich die "normal" großen Hoheitszeichen auf der Unterseite.

Zu den Decals, die Hoheitszeichen stammen alle von Tamiya, der Rest von Superscale (hier).
 
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Ein Blick auf das Cockpit. Der Bereich hinter der Pilotensitzpanzerung ist in Olive Drab lackiert. Das ist der Rest, der vom Blendschutzanstrich nach dem Aufbgringen der Tarnung noch "erhalten" geblieben ist.
 
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Hier sieht man die unterschiedlichen "kill marks" unterhalb des Cockpits- acht Luftsiege und sechs (5,5!) "ground kills".
 
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Das Modell ist im wesentlichen aus dem Kasten gebaut, mit folgenden Ausnahmen.

Die Räder stammen von Ultracast und gefallen mir noch einen Tick besser, als die Bausatzteile. Die Bremsleitungen an den Fahrwerksbeinen wurden ergänzt.
 
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Von Ultracast stammt der Pilotensitz. Die Gurte sind angegossen und machen schön bemalt ein gutes Bild. Hier eine Aufnahme aus dem Bau.

Als Daumenregel kann man festhalten, das die Innenfarbe der P-47er in einem "Dark Dull Green" gehalten war. Nur die bei Curtiss gebauten P-47G wurden im beliebten Interior Green lackiert - wie gesagt, Daumenregel. Ausnahmen bestätigen die Regel und machen dem Modellbauer das Leben schwer :p
 
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Hier nochmal ein Blick aufs Cockpit. Das Aufbringen des riesigen Hoheitszeichens auf der Fläche erfordert eine gute Portion Set&Sol.
 
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