CFK im Kleinflugzeugbau

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  1. Toryu

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    Hallo!

    Nach gestrigem nächtlichen Gewitter hat sich mir die Frage gestellt, wie eigentlich die Joghurtbecher der Allgemeinen Luftfahrt (Cirrus, Corvalis, etc) gegen Blitzschlag geschützt sind.

    Bei größerem Fluggerät befindet sich ja in der Regel eine Kupfer-Mesh auf dem Bauteil, um die CFRP-Struktur durch Umleitung des Stromflusses zu schützen.

    Gibts das auch bei der allgemeinen Luftfahrt?
    Wie sieht es hier gesetztmäßig überhaupt mit Blitzschutzmaßnahmen aus?
     
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  3. Toryu

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  4. #3 Thiel12, 25.07.2010
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    Hi. bei den mir bekannten Fliegern (UL) ist der CFK Bereich wie auch der andere nicht besonders geschützt (klar, UL´s sind ja auch Schönwetterbomber :FFTeufel:)
    Cirrus hat meines Wissens auch keine entsprechende Sicherung eingebaut, lasse mich aber auch gerne anders informieren ;)
     
  5. Toryu

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    Mir gehts vor allem um den Zwist zwischen FIKI-Werbung (Flight Into Known Icing) und den tatsächlichen Umständen, unter denen die Flugzeuge geflogen werden. (Offensichtlich oft weit außerhalb der Legalität, wenn man sich einige Unfallberichte einmal ansieht :eek: )

    Zwar ist ein Einflug in bekannte Gewitteraktivität natürlich nicht als sonderlich helle einzuschätzen, aber ich denke, dass es hin und wieder vorkommt, dass beim Durchstoßen von Wolkenschichten unbewusst in aktive Zellen eingeflogen wird, bzw diese tangiert werden.

    Hin und wieder gibt es ja auch Blitzaktivität in völlig harmlos aussehenden Wolken.
    Daher wäre es interessant zu wissen, wie Zelle und Cockpit (Garmin/ Avidyne) auf Blitzschlag geagieren.

    Gibts dazu in FAR 23 überhaupt explizite Regelungen, oder nur "Einflug in Gewitterzonen ist zu vermeiden"?
     
  6. #5 Acanthurus, 27.07.2010
    Zuletzt bearbeitet: 27.07.2010
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    Das hier schreiben z.B. die europäischen Bauvorschriften (CS-23) vor:

    CS 23.867 Electrical bonding and
    protection against lightning
    and static electricity:

    ...

    (c) For non-metallic components, compliance ... may be shown by –
    (1) Designing the components to
    minimise the effect of a strike; or
    (2) Incorporating acceptable means of
    diverting the resulting electrical current so as
    not to endanger the aeroplane.


    Es sind also Maßnahmen vorzusehen. Wie bewiesen wird dass diese Maßnahmen greifen bleibt Verhandlungssache des Nachweisprogramms mit der zulassenden Behörde.

    Darüberhinaus gibts noch Vorschriften, was das Kraftstoffsystem angeht:
    CS 23.954 Fuel system lightning
    protection
    The fuel system must be designed and arranged
    to prevent the ignition of fuel vapour within the
    system by –
    (a) Direct lightning strikes to areas having a
    high probability of stroke attachment;
    (b) Swept lightning strokes on areas where
    swept strokes are highly probable; and
    (c) Corona or streamering at fuel vent outlets.

    Nachweis wiederum Verhandlungssache.

    In der Praxis dürften sich diese Nachweise auf Statements und Analogien beschränken - ohne Tests o.Ä.

    Entsprechende Regelungen wie "Einflug in Gewitterzonen vermeiden" haben in technischen Bauvorschriften nichts verloren. Ein entsprechendes Statement im Flughandbuch ist auch bei einem CS-23-Flieger nicht ausreichend, um o.g. Bauvorschriften zu erfüllen.


    In den CS-VLA (very light aircraft Bauviorschriften) kommt nach meiner Schnellsuche das Wort "lightning" nicht mal vor - lediglich ein Potentialausgleich zwischen unterschiedlichen Bauteilen ist vorgeschrieben, und dafür muss mindestens ein leitender Querschnitt von 1.3mm^2 verwendet werden - etwas knapp für Blitzschutz ;)




    gruß
    a.p.
     
  7. #6 Phantom, 27.07.2010
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    Bei einem Gewitter liegt die Gefahr für Kleinflugzeuge sowieso nicht bei einem Blizschlag, sonder bei den sehr starken Windböen.;)
     
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    Hallo

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