Cockpit transcript confirms crashed Polish presidential plane’s pilots pressured...

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nuke

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Russia Today in einer Russisch-Polnisch Angelegenheit als Quelle anzugeben ist schon gewagt
 
Intrepid

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Russia Today in einer Russisch-Polnisch Angelegenheit als Quelle anzugeben ist schon gewagt
Aber was soll man machen, wenn die Quelle, die oft Lügenmärchen präsentiert, ausnahmsweise mal eine naheliegende Variante anbietet? Aus Prinzip für falsch halten?
 
WaS

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Die Tatsache, dass der Luftwaffenchef im Cockpit war, war bereits sowohl im russischen als auch im polnischen Untersuchungsbericht aus dem Jahr 2011(?) nachzulesen.

Sicherlich haben allein schon seine (unkorrekte) Anwesenheit im Cockpit und seine Kommentare indirekt Druck auf die Piloten ausgeübt, mehr ist aber in keinem(!) der Berichte überliefert. Zumindest der Artikel im Spiegel ist insoweit völlig ohne Neuigkeitswert.
 
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GorBO

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Aber bisher widersprachen ja die Polen dieser These. Zumindest steht es so im Wikipedia Artikel und wird auch von Quellen belegt.
Jetzt wird es interessant ob die Polen die Anwesenheit von General Błasik im Cockpit einräumen.
Ansonsten ist der Spiegel-Artikel eine Nicht-Nachricht, weil er den Status Quo des Jahres 2012 darstellt.
 
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Aber bisher widersprachen ja die Polen dieser These ...
... und wollen die russischen Controller vor Gericht stellen, weil diese den unerlaubten Versuch zu landen nicht verhindert haben. Ich kenne diese Zwickmühle: da will man kein Spielverderber sein, legt alles 100% zugunsten des anderen aus, drückt beide Augen zu - und wird am Ende noch für die Gesetzesbrüche der anderen zur Rechenschaft gezogen. Die Russen hätten den Flugplatz räumen müssen, als der Nebel aufzog. Aber sie haben den Landeversuch zugelassen und nach ihren Möglichkeiten Hilfestellung gegeben. Ich möchte nicht wissen, wie man den russischen Controller angeprangert hätte, wenn es ihm gelungen wäre, die Landung zu verhindern und das Leben der Menschen an Bord damit zu retten.
 
GorBO

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Ich habe das im Thread zum Turkish-Airlines Crash in Katmandu schon geschrieben: Die Controller dürfen ja den Landeversuch nicht untersagen. Sie können nochmals auf die Wetterbedingungen hinweisen und die Landeminima herausstellen, aber die Entscheidung über Landung, Durchstarten oder frühzeitiges Abdrehen zum Alternate trifft der verantwortliche Pilot.
Die Controller können dann nur noch versuchen ihn zu unterstützen. Wenn die Radaranlagen dann keine für einen Präzisionsanflug geeigneten sind, kann die Unterstützung das Flugzeug aber auch nicht bis in Bodennähe führen.

Ein rechtsstaatliches Gerichtsverfahren sollte das auch so feststellen und die russischen Lotsen freisprechen. Die polnische Justiz muss sich daran messen lassen.
 
Intrepid

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Ich habe Menschen kennen gelernt, die von sich erzählt haben, sie wären in Russland Controller gewesen. Und die haben mir erzählt, in Russland entscheidet der Platzkommandant, ob das Wetter für einen Anflug ausreichend ist.

Beim Anflug auf einen holländischen Militärflugplatz wurde mir am Funk der Anflug verzögert, weil der Platzkommandant das Wetter für noch nicht ausreichend hielt. Also auch da entschied nicht ich (Pilot), sondern der Platzkommandant. Ich habe das hingenommen und nicht weiter hinterfragt, er hat mich ja dann nach einer Viertelstunde rein genommen.

Würde mich mal interessieren, ob diese meine Beobachtungen zutreffend sind, oder ob man mir da jeweils einen Bären aufgebunden hat. Zivil ist die Lage klar, da entscheidet der Pilot. Aber ein Flugplatz kann für geschlossen erklärt werden, dann nutzt das Entscheidungsrecht des Piloten nichts. Und Anflughilfen kann man abschalten, dann kann zumindest niemand den Vorwurf erheben, das Flugplatzpersonal wäre Erfüllungsgehilfe gewesen.
 
WaS

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In mindestens einem der Untersuchungsberichte wird das folgendermaßen beschrieben: Wenn es ein militärischer Flug gewesen wäre, dann hätte die Flugsicherung (des Militärflugplatzes!) das letzte Wort gehabt. Bei einem zivilen Flug hätte der Pilot die endgültige Entscheidung gehabt (solange der PLatz nicht geschlossen wird). Es wurde aber bei der Vorbereitung des Fluges nicht sauber ausgehandelt, nach welchen Vorschriften verfahren werden sollte.

Die Russen hatten allerdings große Bedenken, die Landung ggfl. zu verbieten oder gar den Platz zu schließen, weil es so hätte ausgelegt werden können, als ob sie den Staatsbesuch behindern wollten. Meiner Erinnerung nach ging durch die Presse, das die Controller vorher entsprechend angewiesen wurden, dass die Landung gelingen "müsse".

Konkret wird jetzt vielleicht nochmal vor Gericht thematisiert, was bereits im polnischen Untersuchungsbericht angesprochen wurde: Der "Landing Zone Control Officer", der den Landeanflug per Radar unterstützte, soll gemeldet haben "auf Kurs und auf Gleitpfad", als das Flugzeug schon längst viel zu tief war.
 
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Konkret wird jetzt vielleicht nochmal vor Gericht thematisiert, was bereits im polnischen Untersuchungsbericht angesprochen wurde: Der "Landing Zone Control Officer", der den Landeanflug per Radar unterstützte, soll gemeldet haben "auf Kurs und auf Gleitpfad", als das Flugzeug schon längst viel zu tief war.
Kannst Du die entsprechenden Passagen wiederfinden?

Ich weiß nur von den Ablesungen des Radarhöhenmessers im Cockpit, der die Talmulde vor der Landebahn als Referenz hatte und deshalb zum tödlichen Anflugprofil beitrug.
 
WaS

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Kannst Du die entsprechenden Passagen wiederfinden?
Im polnischen Untersuchungsbericht auf Seite 271:
In the opinion of the Committee, errors of LZC and deviations from principles of servicing landing approaches using radar equipment involved the following:

1) informing the crew about the aircraft‘s correct position "on course and on glide path", while their position in reference to RWY center line and glide path was outside of the acceptable deviation zone;
[...]

3) no reaction (for a period of 10 s) to the crew‘s continued descent beyond maximum acceptable deviation (-30‘).

4) delayed issue of the command "Horizon, one zero one" to the Tu-154M crew.
 
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