Couzinet 70/71 „Arc-en-Ciel“ - Heller 1:75

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Gilmore

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Da hast Du ja ein schönes Schätzken ausgegraben und präsentierst uns hier einen spannenden Baubericht. Von der tagischen Biografie des Konstrukteurs hatte ich auch noch nichts gehört, sehr interessant. Und daß es da so viele Versionen gab, wußte ich auch noch nicht. Da schaue ich Dir weiter zu.
 
urig

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Alien
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Wenn Hollywood den René Couzinet mal entdeckt, dann wird das bestimmt anders!

So langsam wird es Zeit, sich um die Motoren zu kümmern. Links sieht man, was Heller vorgesehen hat. An den anderen beiden bin ich schon dabei den Rand dünner zu fräsen.



Dann kommen Stützen in die Öffnungen, auf denen ich später die neuen Kühlergrills befestigen will. Gleichzeitig erhoffe ich mir davon zusätzliches „Fleisch“ zur Aufnahme der neu anzufertigenden Abgasstutzen.



Für neue Kühlergrills verwende ich Restmaterial vom Bau der Junkers W33: Junkers W 33 "Bremen"- RT Model Kit

 
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Alien
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Das besondere am „echten Plastikmodellbau“ ist ja, dass man Bauteile auch erwärmen und plastisch verformen kann. :HOT: Hier mit einem PS-Streifen als Basis für die Gabel des neuen Heckrads.



Das Rad stammt von einem ungebauten Matchbox Spitfire-Bausatz. Die Aufhängung selbst habe ich auf einem passenden Stück Gussast gebaut, von dem ich sie nur noch absägen muss.



Aus 6mm dickem Gussast habe ich schon mal drei Propeller-Spinner gedreht.

 
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Alien
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Wattestäbchen-Stiele zu Auspuffstutzen zu ziehen ist nicht so meine Lieblingsbeschäftigung. Ich frage mich noch, ob ich nicht lieber „Vollmaterial“ (wie bei den Lufthutzen) nehmen und etwas aufbohren soll?



Mit der vorgefundenen Position der Abgasrohre (und den Lüftungsgittern) bin ich nicht einverstanden.



Sie dürfen tiefer und enger zusammen. Eine Tamiyatape-Lehre sorgt dafür, links und rechts gleich zu bekommen. Sie kann auch an den äußeren Motorgondeln verwendet werden.



Leider habe ich dort das Problem, dass ich auf der Innenseite (zum Rumpf) mit der Bohrmaschine nicht mehr so recht beikomme. Außerdem ist das Material noch vom Kleber sehr weich. Ich muss wohl noch ein paar Tage Trockenzeit einrechnen.

 
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Zwischenzeitlich versuche ich mich am Antrieb: Kühlergrill und Propeller.



ManniGausA hat mir in einer Hau-Ruck-Aktion vor Weihnachten Abgüsse von Ju 52-Propellern gemacht. Deren Blätter lassen sich „ins Französische übersetzen“ (hätte es dafür ein passendes Wort zu „Eindeutschen“ im umgekehrten Fall gegeben?)



Als Auspuffstutzen fielen mir Aderhülsen in die Finger. Außendurchmesser 1,5 mm. Hochgerechnet auf das Original wären das 10 cm. Das ist mir eigentlich zu viel (7 cm, also 1 mm im Modell müsste auch reichen), aber mir gefiel die dünne Wandstärke so gut. Probeweise gekürzt und in die Löcher gesteckt, sieht es aber so aus als ob mein Modell Karies hätte.



Also mache ich das wieder zu. @Norboo: so glatt härtet Mr. White Putty.

 
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Kommt mir sehr bekannt vor, diese Situation. Diese 1-2-2-1 Position dr Hispano Suiza Motoren sind fies, vor allem bei großvolumigen Hauben. Am beste nach meinem Gefühl hat das SBS gelöst mit seiner Laté 28. Bei mir war es noch am wenigsten frustrierend mit Kanülen, eingesetzt in mit Schablone (der Plotter...) gebohrte Öffnungen. Dann waren sie wenigstens einigermaßen in einer Reihe.

Wenn auch nicht perfekt im Abstand - nicht ideal für ein Master. Mit 3D wäre das besser!

Also, wird schon!!
 
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Als nächstes versuche ich mich in der Kunst, Gussäste mit 1mm Durchmesser zu ziehen. Eigenartigerweise haben meine immer wieder 0,8 mm. Daher lasse ich sie dieses Mal nach dem Weichwerden länger abkühlen bevor ich ziehe.



Ich denke, die werden besser als die Aderhülsen.



mit der Feile lassen sie sich auf einheitliche Länge trimmen

 
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An den Außenmotoren kommt jedoch das bisher vertagte Problem wieder auf, wie ich das mit den Abgasrohren auf der dem Rumpf zugewandten Seite anstellen soll, die ja nur noch schlecht zugänglich ist.
Die Außenmotoren absägen, fertig machen, wieder ankleben und verspachteln wäre sicher die billigste Variante.
Aber da man ja nie zu viel Werkzeug hat sondern immer nur zu wenig, habe ich mich darauf eingelassen, nach einem Winkelbohrer zu suchen, so wie ihn die Zahnärzte haben. Für ca. 100,- € bekommt man ein chinesisches Produkt (angeblich aus der Schweiz in Wirklichkeit aber aus Deutschland verschickt) mit zwei Bohrköpfen zum Wechseln, ein gerader und ein abgewinkelter.



Ich hätte nicht gedacht, dass die Chinesen so schöne Zahnarztbohrer vertreiben (vlt. kommt meiner doch aus einer Schweizer Uhrenmanufaktur?). Er fühlt sich solide an und läuft mit beruhigendem Ton (von wegen Angst vorm Zahnarzt). Ein unerwarteter Nebeneffekt: alle meine Werkzeuge mit 2,35mm Schaftdurchmesser passen anstandslos in den geraden Bohrkopf, so dass ich meine Proxxon-Minimot evtl. nicht mehr so oft brauche.
Der gekröpfte Kopf passt zwischen Rumpf und Motor mit ca. 10 mm Abstand für einen Bohrer. Einziges Problem: Passende Bohrer kann man nicht einfach mitbestellen.



Die Werkzeuge für den „Winkelbohrer“ haben zwar den gleichen Schaftdurchmesser, benötigen aber eine Phase für den Antrieb durch einen Mitnehmer im Bohrfutter sowie eine umlaufende Nut zum Arretieren am hinteren Ende. Das Ganze nennt sich dann RA-Schaft.


Q: Rotierende zahnärztliche Instrumente – Wikipedia

Größtes Problem: Damit sich die Leute nicht alle gegenseitig im Mund rumbohren, will einem keiner das notwendige Werkzeug verkaufen‼ :evil: :cursing::evil:
Sicherheitshalber hat man Zahnarztbohrer als „Arzneimittel“ deklariert, um Missbrauch möglichst schon im Keim zu ersticken! :3sauer:
 
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Abhilfe kam vom Zahnarzt meines Vertrauens, der solches Werkzeug „früher“ auch mal brauchte. Ich nenne keine Details um ihn nicht zu kompromittieren.



Und siehe da, plötzlich geht’s weiter mit meinem „Regenbogen“.



Die (ohne direkten Blick auf das Loch, wie beim Zahnarzt gebohrten!) Löcher sind sauber gefräst. Von den Vorversuchen gibt’s aber noch ein paar Kollateralschäden zum Füllen.
Verdammt, da hätte ich mir gleich noch Amalgam geben lassen sollen! Noch so ein verbotenes „Arzneimittel“. Wenn der Bericht hier plötzlich abbricht, dann könnt Ihr Euch ausmalen, warum!



Auch die inneren Abgasstutzen werden erst gekürzt nachdem der Kleber hart ist.

 
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Aber da man ja nie zu viel Werkzeug hat sondern immer nur zu wenig, habe ich mich darauf eingelassen, nach einem Winkelbohrer zu suchen, so wie ihn die Zahnärzte haben. Für ca. 100,- € bekommt man ein chinesisches Produkt (angeblich aus der Schweiz in Wirklichkeit aber aus Deutschland verschickt) mit zwei Bohrköpfen zum Wechseln, ein gerader und ein abgewinkelter.

Wie langsam kann das Ding denn rotieren?
Das Gerät meiner Zahnärztin kann gefühlvoll bis auf 2-stellige Zahlen runter - damit kann sie mich länger quälen.
Aber ich suche seit langem ein Gerät, dass für Plastik geeignet ist, also wärme-arm mit langsamen Drehzahlen präzise arbeitet. Gerne auch mit mechanischer Zustellung, was ja bei dem Gerät hier nicht so einfach wird. Jedenfalls einfacher, als einem Proxxon o.ä. die hohen Drehzahlen abzugewöhnen: ich arbeite schon mit zwei Reglern in Reihe - too hot ,man, too hot!
 
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Wer sich glücklich schätzen kann, solch eine Bohrmaschine zu besitzen, braucht keinen Zahnarzt mehr. (Füllungen dann mit Milliput :thumbsup:)
:biggrin:
 
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Wie langsam kann das Ding denn rotieren?
Stufenlos von Null bis Unendlich (habe leider kein Messgerät und am Drehknopf steht nichts zur Orientierung dran)

Bei der kleinsten "Drehzahl" muss man erst die Reibung überwinden, aber dann geht's los. Im Unterschied zum Arbeiten mit der Proxxon hatte ich kein Problem mit Erwärmung. Daher auch die gezeigten recht scharfkantigen Fräslöcher am Modell.
 
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Stufenlos von Null bis Unendlich (habe leider kein Messgerät und am Drehknopf steht nichts zur Orientierung dran)

Bei der kleinsten "Drehzahl" muss man erst die Reibung überwinden, aber dann geht's los. Im Unterschied zum Arbeiten mit der Proxxon hatte ich kein Problem mit Erwärmung. Daher auch die gezeigten recht scharfkantigen Fräslöcher am Modell.
Bestellt!
Dann bin ich mal gespannt, woher ich die Werkzeuge kriege bzw. wie ich Bohrer anpassen kann. Da soll es ja Adapter geben, Rotoshaft oder so ähnlich.
 
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In den Zeiten des Wartens habe ich „virtuellen Modellbau“ betrieben und Abziehbilder gestaltet. Die Buchstaben sind ein Sammelsurium verschiedener Fonts und selbst gemalter Linien. Meine Couzinet soll Radspeichen bekommen, die man unter der Verkleidung erkennen kann. Den Vorrat an Kühlschlitzen muss ich vermutlich noch etwas erhöhen.

Von den Kreisen an den Enden des Regenbogens und der Trikolore wird nur ein kleines Segment benötigt. Ganze Kreise zu malen ist aber einfacher als Segmente. Die Bögen sind dafür gedacht, die Streifen um den Rumpf bzw. die Flügelvorderkante zu kleben.



Hier mal zwei Probestücke aus Papier (um den passenden Winkel zu ermitteln).



Grundiert wird mit Tamiya-Primer fein aus der Dose.



Die Schweinsohren erscheinen tatsächlich „beweglich“.

 
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juergen.klueser

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es bleibt spannend! Weiter viel Spaß, Uli!
 
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Wie bei anderen Modellen aus den dreißiger Jahren, will ich auch hier die Bleche der Motorhauben durch Polierfarbe und den Rest mit Alu-Bronze darstellen. Auf der Verkleidung des Tragflügel-Rumpf-Übergangs gibt es drei Blechstöße, die ich per Filzstift als Pre-Shading aufgebracht habe. Da ich meinen Lack mit Spiritus verdünne, ist die Vorstellung die, dass sich beim Überlackieren mit Silber der Stift anlöst und „aufschwimmt“, so dass er wieder zum Vorschein kommt. Zumindest hat das bei anderen Modellen schon so funktioniert.



Die Radverkleidungen würde ich gerne so machen, dass man die Trennlinie der Formen nicht mehr sieht. Dabei wären die Räder im Wege, die ich vorher lackieren und einbauen müsste. Da ich ja kein Spielzeug-Modell machen will, verzichte ich gerne auf drehende Räder und bereite einen Boden vor, auf den dann das abgesägte Rad geklebt werden kann. So hoffe ich, Räder und Verkleidung getrennt fertigstellen und anschließend vereinen zu können.

 
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