Couzinet 70/71 „Arc-en-Ciel“ - Heller 1:75

Diskutiere Couzinet 70/71 „Arc-en-Ciel“ - Heller 1:75 im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bauberichte online; Ich hoffe, man erkennt den leichten Unterschied zwischen „Blech“ und dem Rest Das mit den lackierten Blechstößen hat funktioniert. Aber...
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Alien
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Ich hoffe, man erkennt den leichten Unterschied zwischen „Blech“ und dem Rest



Das mit den lackierten Blechstößen hat funktioniert.



Aber diese Dellen aus dem Bausatz haben zu wenig Spachtelmasse bekommen.



Zum Glück kann man Silberbronze nachträglich gut reparieren!

 
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Alien
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Mit Ölfarbe und Benzin als Washing bekommen die Kühlergrills schon mal Charakter!



Auch mein Modell muss dann mal zum Zahnarzt. Gegenüber der Proxxon-Minimot hat die Marathon III Maschine mehrere Vorteile:
  • dank Fußschalter hat man beide Hände immer frei
  • sie ist schlanker und lässt sich exakter ausrichten
  • vorne dreht nur der Bohrer und kein Bohrfutter, so dass man keinen Kollateralschaden verursacht, wenn es eng wird
 
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Alien
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Die vermutlich schwierigste Stelle will ich als erste machen: die Rumpffenster. Ohne eine Schicht Future auf der Vivak-Scheibe funzt gar nix. Das Decal will nicht halten. Also habe ich schon mal eins von vieren verballert. Das zweite kann ich nur zur Hälfte retten. Beim Glattstreichen zerbröselt die linke Hälfte. Auch mein Lack nimmt langsam Schaden durch Weichmacher.



Am Ende mit allen Reserven und Halbieren der Fensterdecals wird’s dann so halbwegs. Silberne Stege in der Mitte der Fenster, auf dem Dach und als Schienen hinter den seitlichen Cockpitfenstern sind auch schon dran. Über den Fenstern steht schon mal, für welche Linie das Flugzeug gebaut wurde.



Ganz hinten liest man, wer es konstruiert hat.

 
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Alien
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Ich weiß nicht, ob es den Begriff im Modellbau schon gibt: Taufe! Soll heißen, das Ding hat seinen „Namen (=Kennzeichen)“ bekommen.




Viel Arbeit machen die vielen Lufthutzen an den Motoren, die auch noch, je nach Version anders waren. So wie es hier in meinen Fotos aussieht, hätten sie etwas dunkler ausfallen dürfen. Vlt. geh ich in jede noch kurz mit einem schwarzen Filzstift?

 
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Ich weiß nicht, ob es den Begriff im Modellbau schon gibt: Taufe! Soll heißen, das Ding hat seinen „Namen (=Kennzeichen)“ bekommen.




Viel Arbeit machen die vielen Lufthutzen an den Motoren, die auch noch, je nach Version anders waren. So wie es hier in meinen Fotos aussieht, hätten sie etwas dunkler ausfallen dürfen. Vlt. geh ich in jede noch kurz mit einem schwarzen Filzstift?

Das ist erstaunlich - sind das die original Decals? Richtig gut! Die Kiemen und Luftlöcher sind ein ätzendes Problem. Das meine ich als Vorschlag - habe ich bei meinen Franzosen auch schon so gesehen, aber auch aus dünnem Sheet mit Einschnitten und Verformung. Davor würde ich mich lange drücken wollen. Weiter so, urig!!
 
pok

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Sehr beeindruckender Bau und so zügig, wenn man bedenkt, das ich immer noch am Cockpit arbeite.
Der Zahnarztbohrer ist eine klasse Idee, mal sehen, ob ich in den USA auch Probleme bekomme passende Bohrer zu bestellen.
 
urig

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Alien
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@Zivilist: die ollen Dinger von Heller sind nicht zu gebrauchen

@pok: so weit wie hier muss ich nicht gehen

Bei der Umsetzung der Luftlöcher in den Motorhauben musste ich einiges an Fantasie walten lassen, da dazu nur die in #14 gezeigte Skizze vorhanden ist.

Die Ausführung vier der Couzinet 70 wäre am besten fotografisch dokumentiert und bzgl. Motorhauben auch am einfachsten zu realisieren (lauter Schlitze, so wie Heller das vorgesehen hat). Aber dafür müsste man dann den Rumpf hinter der Mitte um ein Segment verlängern, weil die No. 4 nochmals länger war als der Heller-Rumpf. Das wollte ich nicht.

Außerdem wollte ich die Nummer fünf, die auch den Atlantik bezwungen hat. Deren Motorhauben wurden jedoch mit jeder Überquerung komplizierter. Die großen Schlitze späterer Versionen wollte ich mir ersparen, denn dafür hätte ich die Motorhauben zersägen und komplett neu aufbauen müssen. Dann hätte ich vermutlich die Lochbleche auch aus dünnstem Sheet mit eingedrückten Hutzen (Stechzirkel) gemacht.
 
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@Zivilist: die ollen Dinger von Heller sind nicht zu gebrauchen

@pok: so weit wie hier muss ich nicht gehen

Bei der Umsetzung der Luftlöcher in den Motorhauben musste ich einiges an Fantasie walten lassen, da dazu nur die in #14 gezeigte Skizze vorhanden ist.

Die Ausführung vier der Couzinet 70 wäre am besten fotografisch dokumentiert und bzgl. Motorhauben auch am einfachsten zu realisieren (lauter Schlitze, so wie Heller das vorgesehen hat). Aber dafür müsste man dann den Rumpf hinter der Mitte um ein Segment verlängern, weil die No. 4 nochmals länger war als der Heller-Rumpf. Das wollte ich nicht.

Außerdem wollte ich die Nummer fünf, die auch den Atlantik bezwungen hat. Deren Motorhauben wurden jedoch mit jeder Überquerung komplizierter. Die großen Schlitze späterer Versionen wollte ich mir ersparen, denn dafür hätte ich die Motorhauben zersägen und komplett neu aufbauen müssen. Dann hätte ich vermutlich die Lochbleche auch aus dünnstem Sheet mit eingedrückten Hutzen (Stechzirkel) gemacht.
Ja, urig, so ist das mit dem Wollen. Leider bin ich nicht so konsequent und falle immer wieder in meine Grube, in der ich dann Tage und Wochen damit verbringe, Methoden für die Darstellung von Kleinigkeiten zu suchen, auch wenn man sie nachher nicht sieht. Glaubt man ja nicht, aber am Schluss macht es mir auch noch Spaß...

Tolle Fotos in dem Bericht, den Du verlinkt hast, danke besonders dafür! Das SEM Modell hatte ich auch bestellt (und bezahlt), aber ich werde es wohl nicht mehr bekommen.
 
urig

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Ach, wie macht da das Bohren Spaß! Das gibt die Löcher für die Hauptfahrwerksstreben.



Leider hat sich Heller bei der Position der senkrechten Strebe vertan. Diese sollte nicht mittig unter den Motorgondeln enden, sondern außerhalb. Das alte Loch wird also verschlossen und ein neues gebohrt (wenn wir doch gerade beim Bohren sind).



Zur Stabilisierung mache ich zwei neue Streben.

 
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urig

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Fazit
  • zum Glück hat Heller die Formen der Arc-en-Ciel No.5 weitgehend gut getroffen, so dass man für dieses Vorbild mit geringen Änderungen auskommt
  • der größte mir bekannte, verbliebene Formfehler ist das zu weit nach hinten in Richtung Seitenleitwerk reichende ebene Rumpfdach (vergl. weiter unten)
  • die falschen Seitenfenster und sonstigen Kleinigkeiten kann man leicht korrigieren
  • Schwieriger wird es mit der Umsetzung der zum Vorbild passenden Motorhauben. Hier darf man „basteln“.
  • Über den Tellerrand blickend kann man sich fragen, welche anderen Versionen der Arc-en-Ciel aus dem Heller-Bausatz man sich noch vorstellen könnte?
  • man könnte die Fenster lassen, dann müsste man aber den Rumpf um insgesamt 4 Meter (im Original) kürzen, insbesondere die Rumpfnase würde dadurch kürzer
  • da gäbe es noch eine Ausführung mit vergrößerter Flügel-Rumpf-Übergangsverkleidung, bei der dir Buchstaben A und M auf dem Flügel teilweise verdeckt wurden
  • man könnte aber auch die Version 5 mit anderen Motorgondeln machen, die dann auch noch zusätzliche Bilder (Graffiti) an den Rumpfseiten hatten
  • egal, welche Version man vorsieht, das Kennzeichen wäre immer dasselbe: F-AMBV

 
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mannigausa

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Und wieder mal perfekter Modellbau, SUPER Uli.
 
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Anstelle eines Rollouts (den gibt es in der Ausstellung: VIRTUELLE MODELLBAUAUSSTELLUNG 2020 im FLUGZEUGFORUM) zeige ich ein paar Vergleiche mit Bildern des Vorbilds. Ich hätte nicht unbedingt erwartet, dass das Modell dem Vorbild so nahe kommt.



Hier sieht man sehr schön, dass Heller das ebene Rumpfdach etwas zu weit nach hinten gezogen hat, bevor es dann spitz ins Leitwerk ausläuft. Dadurch hat man im Bereich des Regenbogens zwei seitliche Kanten anstatt nur einer in der Mitte.



Hier mal der Vergleich mit dem „richtigen Vorbild“ (bzgl. Motorverkleidungen).



Hier im Vergleich mit Claudes Flugmodell der letzten Ausführung der No. 5.

 
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