Curtiss P-36A von Arma Hobby

Diskutiere Curtiss P-36A von Arma Hobby im Props bis 1/72 Forum im Bereich Bauberichte online; Hallo in die Runde, die Curtiss ist also mein aktuelles Projekt. Nach der Fairchild C-123K brauchte ich etwas Kleines, Einfaches, nur zwei große...
FireBomber1961

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Hallo in die Runde, die Curtiss ist also mein aktuelles Projekt. Nach der Fairchild C-123K brauchte ich etwas Kleines, Einfaches, nur zwei große Gussrahmen, ein paar Klarsichtteile und wenig Zubehör... Zunächst der Bausatz bzw. das, was uns Arma Hobby bietet. Modular ausgelegt, weil ja auch noch die frühe P-40 möglich sein soll, ist die H-75 auf P-36A umzurüsten...vielen Dank auch dafür...:angry:



Der hier soll es also werden, hatte ich Arma Hobby schon einmal vorgeschlagen - unverständlicherweise gibt es keine Decals in 1:72:



"Umrüsten" heißt im besten Fall, Zuspachteln und Abschleifen, also wie üblich zwei Lagen Mr. Surfacer 1000 und mehrere, vorsichtige Lagen Microfiller.



Entfernen muss ja nicht sein, aber Arma Hobby legt hier die viele Details etwas zu fein aus, so dass sie kaum sichtbar sind, z.B. die Führungsschiene der Schiebehaube. Es gibt für die P-36A nur ein Armaturenbrett, aber weil's so bunt aussieht in einem Alu-farbenen Cockpit, werde ich dort die 3D-Decals von Kelik verteilen, die für die H-75 ausgelegt sind. Bei einem derart kleinen Cockpit erspare ich mir die Recherche, wie sich die Cockpitseiten tatsächlich unterscheiden. Die ohnehin unterdimensionierte Innenstruktur baute ich scratch auf, sind ja nur ein paar Teile...



Wüsste gerne, was das soll - hat Special Hobby - meine ich - bei seiner P-40-Familie auch nicht anders gelöst. Dabei zeigen wenige glückliche Fotos, dass dort Entlastungsöffnungen waren, so etwas verstehe ich nicht.

 
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Weiter geht's mit dem Zubehör, mittlerweile habe mich mir das Instrumentenbrett und einen Radsatz von eduard bestellt, zu beiden später mehr. Bei einem so kleinen Modell komme ich mit den wenigen, ohnehin sehr kleinen baulichen Unterschieden zurecht, wenn sich z.B. die Motorvarianten des R-1830 unterscheiden sollten. Den Fotoätzbogen von Marabu Design habe ich mir überwiegend gekauft wegen dem Rahmen der Schiebehaube. Den hatte ich schon einmal an meiner P-40K-5 verwendet - mit einer dünnen Folien als Verglasung geht's einfach nicht dünner :thumbup:.



Hier zunächst das hauseigene 3D-Zubehör, das echten Mehrwert bietet im Vergleich mit dem Bausatzteil links - gegen 3D verlieren die meisten Spritzguss-Bauteile, wenn erstmal die Stützen ohne Kollateralschäden entfernt sind :wink2:.



Zu deutlich, oder? Der R-1830 von SBS soll für die H-75 ausgelegt sein und wenn der erst einmal bemalt ist, sieht jede P-36A gut aus damit.



Nach Vorlagen von Bausatz und 3D-Decals von Kelik habe ich mir die Innenstruktur zurechtgebastelt, Stand heute sind Spant mit Sitz und das Instrumentenbrett von Arma Hobby eingepasst - sollte also beim späteren Einbau keine Überraschungen geben.



Ach ja, hier hat Arma Hobby leider nicht zu 100 % geliefert bzw. gefertigt - und es lag sicher nicht alles nur an meinem Bausatz: Die "Passtifte" gehen allenfalls als "PassstiftCHEN" durch, die sind - zumindest konsequent - deutlich unterdimensioniert. Trockenstecken und Zusammenbau werden dadurch nicht leichter :pinch:. Und: GRAT! Arma Hobby kann definitiv sehr filigrane Bauteile einwandfrei spritzen, aber den Grat an der Steuerknüppel-Komponente zu entfernen ist kein Spaß - eigentlich wollte ich ja etwas Kleines, Einfaches...



Ich bereite gerne zu Anfang möglichst viele und meist separat montierbare Bauteile vor wie Räder, Fahrgestelle und dergleichen. Hier die Motorabdeckung mit den sog. "frog-eyes", als "Blindstopfen" an vielen P-36A sehr gut zu sehen. Die kleinen Front-Stücke sind unten angegossen und zu versäubern. Etwas anbohren mit 0,5-mm-Bohrer hält sie ausreichend fest, damit die Rundung vom Anguss befreit werden kann. Genau so lassen sich diese Teile dann auch montieren. Ich habe sie dann mit 0,6 mm komplett aufgebohrt und werde dort "Schutzrohre" (oder so) oder auch "blast tubes" einsetzen, durch die die beiden .50 und .30 cal. MG feuerten. An dieser Stelle: Wie heißen solche Rohre denn tatsächlich?

 
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Wüsste gerne, was das soll - hat Special Hobby - meine ich - bei seiner P-40-Familie auch nicht anders gelöst. Dabei zeigen wenige glückliche Fotos, dass dort Entlastungsöffnungen waren, so etwas verstehe ich nicht.

Aus Spritzguss technischer Sicht: die Teile würden gegenüber den Angüssen, hinter den Löchern nicht voll werden, bzw. es gibt dann dort einen Bindenaht. Kann man in den Griff bekommen mit einer guten Entlüftung oder einen Überlauf.
Was aber noch viel gravierender sein sollte, ist die Standzeit der kleinen Kerne (die die die Durchbrüche bilden). Dafür gibt es auch Lösungen bei teuren Werkzeugen. :wink2:
 
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Bei der P-36 hatte ich immer das Gefühl als wolle sie eine P-47 "nachäffen", deshalb landete sie nie in meinem Lager, bin aber trotzdem über deinen BB gespannt......und bei deiner Bau-Klasse könnte es ja sein, dass...........ääh.........:whistling::S_gruebel:.........NEIN!!!
 
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Wüsste gerne, was das soll - hat Special Hobby - meine ich - bei seiner P-40-Familie auch nicht anders gelöst. Dabei zeigen wenige glückliche Fotos, dass dort Entlastungsöffnungen waren, so etwas verstehe ich nicht.

Bei cults gibt es eine kostenlose Datei zum Drucken für diese Problemstelle.

Ich habe sie schon einmal ausgedruckt, aber noch nicht getestet ob es passt.
 
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Danke an @flogger , die 3D-Teile können eine Lösung sein - zumindest sparen sie Arbeit und damit Zeit. Wo wir schon im Fahrwerksbereich unterwegs sind: wieder einmal zufällig stieß ich auf die wunderschönen Räder von SBS, auf denen sogar der korrekte Schriftzug des damaligen Herstellers zu lesen ist. Nicht irritieren lassen: die Räder links sind aus dem Bausatz und teilweise weiß grundiert. Am Hauptfahrwerk habe ich unten die horizontale Schleppöse angedeutet. Die Gelenkschere ist zwar "rechts wie links", aber nicht "oben wie unten" - dazu sagt aber die Bauanleitung nichts :pinch:.



Mit Steckproben kann man gar nicht früh genug anfangen. Bereits hier deutet sich Mehrarbeit an und der Verlust sehr feiner Details droht, am Windschutz kann es die kleine Belüftungsklappe treffen. Das würde sogar mehr auffallen, wenn sich Arma Hobby die Mühe gemacht hätte, diese Klappe geöffnet darzustellen, wie das auf vielen Fotos zu sehen ist. Zum recht speziell ausgelegten Windschutz später mehr.



Ich möchte mich an meiner Ansicht messen lassen, Flugzeuge in Naturmetall nachzunieten bzw. zu gravieren. Das macht bei größeren Werkstücken wie einer C-46 nach ersten Arbeiten deutlich mehr Freude. Die Dimensionen des Schreckens habe ich einmal mit dem schwarzen Wash von Flory Models eingefärbt, auch die anderen Bauteile sind möglichst originalgetreu nachgenietet. Hier kommt naheliegend der Radius der Nieträder an seine Grenzen :blink:. Alle Oberflächen schleife und poliere ich noch und bin schon gespannt, was von der Arbeit bleibt :wink2:. Auch hier gilt: Wenn, dann immer schön gleichmäßig, das fällt am wenigsten auf...

 
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Mittlerweile habe ich den Rumpf geschlossen und das Tragwerk angeklebt...nur so viel: der kleine Habicht will sehr aufmerksam und damit leider auch etwas zu aufwendig gebaut werden. Ich habe mich für ein überwiegend alufarbenes Cockpit entschieden, war bei den ersten 180 P-36A üblich. Beim Boden und den Pedalen habe ich Zinc Chromate Yellow genommen, es sollte in wenig bunter werden. Ich habe den 3D-Satz von Arma Hobby genommen, der bietet einen großartigen Sitz mit Spant (sogar mit den waagerechten Druck-Linien, ode wie das heißt :wacko:). Das Instrumentenbrett habe geglättet, weil ich die 3D-Decals von Kelik für die H-75 ausprobieren wollte (links unten). Rechts daneben das Zubehör von eduard BRASSIN und sogar passend zur P-36A - sieht etwas anders, dürfte aber bei so einem kleinen Modell nicht auffallen. Es erwies sich als eine gute Idee, die Rumpfhälften zusammenzukleben und von unten das fertige Sitz-Modul und dann das Instrumentenbrett einzusetzen.



Das Ankleben des Tragwerks war spaßbefreit, weil oft anzupassen und Grat und Material zu entfernen. Dem Tipp eines Modellbauers aus den USA folgend, klebte ich das Tragwerk sogar in drei Schritten :pinch: an, zunächst hinten. In den nächsten Tagen mehr, der Abend war nervenzehrend und das Spaltmaß von Arma Hobby erwies sich bei diesem Bausatz leider nicht als sprichwörtlich :angry:.
 
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Dass das ganze Zubehör Geroedel auch noch zu passen scheint, finde ich auch beachtlich! Da scheint sich was getan zu haben.
 
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À propos "Gerödel", lieber @Zivilist: einiges ist wirklich vorzeigbar, wie die überragend schönen Räder von SBS: sogar der Schriftzug des Herstellers "GENERAL" ist lesbar, deshalb habe ich diese Stellen liebevoll saubergemacht.



Weiter mit dem Gerödel, hier der lackierte P&W R-1830 - und wenn dann noch die Aufnahme der Propellerwelle mit 1,6 mm etwas erweitert wird, passt sogar der Prop aus dem Bausatz. Von hier an ging's dann triebwerksseitig steil bergab...:crying:



In kurzer Schritt zurück ist der Einbau des Mittelstücks zwischen Cockpit und Motor, leider im doppelten Sinne: so eine Montagehilfe dürfte bei einem eigentlich sauber entwickelten Topp-Modell nicht sein, die Verbindung gibt nur unter Druck Halt...nur ein kleiner Vorbote auf Ärgeres...



Wie kann so etwas Arma Hobby passieren? Zumindest am Leitwerk kann ich mich nicht "verbastelt" haben - vom minimalen seitlichen Versatz der Seitenflosse einmal abgesehen. Die Stufe oben und der noch leicht keilförmige Spalt waren zu diesem Stadium noch eine der wenigen leichteren Übungen :thumbup:



Nicht zu gut zu sehen sind diese beiden Baustellen hier: der Pfeil links deutet auf zwei Sinkstellen in der Klappe vom Ölkühler, direkt darüber waren tatsächlich nur zwei schmale Stege, dürfte also auch nicht sein. Ich werde den Verdacht nicht los, dass Arma Hobby den Herstellungsprozess nicht völlig im Griff hat. Die Pfeile rechts deuten auf die Stufe von der Landeklappen-Hinterkante zum Unterrumpf, deutlich fühl- und sichtbar. Ich hab's nivelliert und bei diesen Auffälligkeiten auch nicht mehr nachgraviert, das fällt am fertigen Modell nicht mehr auf.



Es sollte noch dicker kommen...
 
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Mein anfangs nur skeptischer Argwohl gegenüber der vierteiligen Auslegung der Motorverkleidung sollte noch zu ganz anderen Formulierungen führen. Mehrere Gründe machen die Montage schwieriger:
  1. Der Einbau des Fremd-Motors, ggfs. hätte der Bausatzmotor zumindest die seitlichen Bleche stabiler getragen.
  2. Sollte ich tatsächlich ungenau zusammengeklebt haben?
  3. Wie kann Arma Hobby eine solche Auslegung wählen? Zumindest ein einteiliger Einlaufring wäre doch drin gewesen?


Mehr war heute nicht drin, Leute :pinch:! Es ist weniger der Umstand, die schmalen Klebekanten durch dünnflüssigen Sekundenkleber zu verstärken und Spalten und Lücken irgenwie zu schließen. Es sind vielmehr genau diese Klebeverbindungen, weswegen diese Unzulänglichkeiten nur sehr vorsichtig und mit wenig Druck zu bearbeiten sind, - nicht nur schade um die schönen Nietenreihen an den Kanten der Motorbleche. Das sieht jetzt wirklich ein bisschen eng aus, die kleine Hawk noch für die SMC in Veldhoven wettbewerbsfähig zu bekommen.



Die Hoffnung auf ein fertiges Modell stirbt zuletzt :wink2:...
 
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