D-Day?

Diskutiere D-Day? im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Was heißt eigentlich D-Day?

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 Corsair, 26.09.2001
    Corsair

    Corsair Space Cadet

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    Was heißt eigentlich D-Day?
     
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  3. daMic

    daMic Berufspilot

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    decision day

    Tag der Entscheidung
     
  4. Steini

    Steini Flieger-Ass

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    Nunja...passt zwar net gerade hier rein :D aber was solls!
    daMIC hat Recht...wenn du mehr über diesen "besonderen Tag" sehen willst, schau dir "Der Soldat James Ryan" an...
     
  5. Yankee

    Yankee Fluglehrer

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    Genau, D-Day heißt genau das, was daMic geschrieben hat ;)

    Die westlichen Alliierten landeten am Dienstag, den 6. Juni 1944 in der Normandy (Frankreich). Unterteilt in 5 Landesektoren

    Utha und Omaha - Amerikaner
    Sword, Juno Gold - Briten und Kanadier

    Wenn du mehr über den D-Day erfahren möchtest:

    Buch-Tipp:

    "Der längste Tag" von Corneliua Ryan
    Der Autor, Corneliuas Ryan landete mit den Amerikanern in der Normandy. Er war Journalist. Sein Buch, ist sehr Detailreich.

    Film-Tipp:

    "Der längste Tag"
    Dieser Film basiert auf dem Roman von Corneliuas Ryan. Dauer: ca. 4 Stunden
     
  6. Yankee

    Yankee Fluglehrer

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    V-Day heißt "Victory Day" (Tag des Sieges oder so ähnlich)

    V.E.-Day heißt bestimmt "Victory Europe" und
    V.P.-Day wahrscheinlich "Victory Pacific"
     
  7. Yankee

    Yankee Fluglehrer

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    Am (wirklichen) D-Day kamen Flugzeuge aller Arten zum Einsatz.

    Jäger, leichte Bomber, mittlere Bomber, schwere Bomber, Lastensegler, Transportflugzeuge..

    Z.B.

    B-17, B-25, B-24, A-26, B-26, Lancaster, Stirling, C-47 und und und
     
  8. Yankee

    Yankee Fluglehrer

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    Corsair.. bist du irgendwann auch mal zufrieden ? ;) :D

    Die B-17 und B-24, sowie Lancaster... hatte die Aufgabe die feindlichen Küstenbatterien zu zerstören, allerdings war die Trefferquote ziemlich gering, weil die Küstenbatterien sehr nahe an dern Landungsstellen lagen und die Bombenschützen hatten Angst, die eingene Landetruppen zu treffen. So fielen die bomben viele Km hinter den Bunkern. Die mittleren und leichten Bomber hatten die Aufgabe die Verkehrswege der Deutschen zu zestören, dazu gehören hauptsächlich die Eisanbahnstrecken, damit er Nachschubweg unbenutzbar wird.

    Die C-47 transportierte Fallschirmjäger und die Stirlings wurde als Schleppflugzeuge für die Lastensegler eingesetzt.

    So, ich glaub, mehr weiß ich nicht mehr..
     
  9. Ritter

    Ritter Testpilot

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    D-Day war eigentlich jeder entscheidungstag einer Operation
    Jeder Tag, an dem eine Operation begann, heiß "D-Day"
    Nur dieser D-Day war halt der wichtigste

    Zu den Flugzeugen, die Alliierten Luftwaffen hatten vor allem drei Aufgaben:
    - Direkte Unterstützung der Landungstruppen
    - Abriegelung des Gefechtsfeldes
    - Abschneidung des dt. Nachschubes

    Die taktischen alliierten Luftstreitkräfte wurden zu multinationalen "Allied Tactical Air Forces" zusammengefaßt
    Die 2nd ATAF war die gruppe, die die Hauptlast der taktischen Einsätze trug.
    Weiterhin eingesetzt waren das Coastal Command der RAF und das Bomber Command.
    Einem Angriff des Coastal command auf den Zerstörer Z24 fiel, soweit ich weiß, ein Großonkel von mir zum Opfer.
    Die 9. AAF (Army Air Force) der Amerikaner flog die Hauptlast der Angriffe gegen den Nachschub, während die "strategische" 8. AAF weiterhin angriffe gegen Deutschland flog, genauso wie das Bomber Command der RAF.
    Allerdings wurden sowohl das Bomber Command als auch die Fortresses und Liberators der 8.AAF öfters zu Massenangriffen auf von Deutschen gehaltene Städte eingesetzt.
    So griff das Bomber Command Le Havre an (wobei Z24 unter anderem versenkt wurde)
    Die Amerikaner wiederum benutzten die schweren Bomber zum "Carpet Bombing" zur Vorbereitung des Durchbruches bei St.Lo
    Die Rollen lassen sich für die einzelnen Flugzeuge etwa so grob definieren:
    RAF (und "exilluftwaffen")
    Spitfire: Luftschutz für Invasionsflotte und Brückenkopf, taktische Luftunterstützung
    Typhoon: Luftnahunterstützung, vor allem gegen Panzer
    Mosquito und andere leichte Bomber: Abriegelung und angriffe gegen Nachschub
    Beaufighter: Angriffe auf Schiffe
    Sunderland und Liberator: Ubootjagd
    Lancaster, Halifax: Nachtangriffe (und einzelne Tagangriffe) auf besetzte Städte und Fortsetzung der Nacht(Terror)angriffe gegen Deutschland
    Stirling: Schleppen von Lastenseglern, einzelne auf Fallschirmjägertransport
    Fortress: Elektronische Kriegführung (Radarstörung)

    USAAF:
    P-51 Mustang (damals waren die ersten "D" Mustangs im Zulauf, aber der Großteil der Fighter Groups flog noch das "B" modell): Luftraumüberwachung, Begleitschutz und offensive Freie Jagd
    P-47 Thunderbolt: Luftnahunterstützung, Jagd auf Panzer und Nachschub, Freie Jagd
    P-38 Lightning: Abriegelung, Angriffe auf Nachschub, vor allem Züge
    A-20 Havoc: Abriegelung des Gefechtsfeldes, Angriffe auf Ziele im nahen Hinterland
    B-26 Maurauder: Angriffe auf taktische Ziele in ganz Nordfrankreich, einsätze gegen Nachschub
    B-17 Fortress, B-24 Liberator: weiterhin Strategische Angriffe auf Deutschland, "Carpet Bombing" bei St.Lo
    C-47 Dakota: Transport, Absetzen von Fallschirmjägern, Schleppen von Lastenseglern
    L-4, L-5: Artilleriebeobachtung (operierten am D-Day von LSTs mit Flugdeck aus!)
    Das wars in etwa...
     
  10. #9 Father Christmas, 29.09.2001
    Father Christmas

    Father Christmas Flieger-Ass

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    waren sieben:
    Contentin Penin AAZ für die 82nd und 101st
    und
    Orne River AAZ für die 3rd brtische glaub ich...

    AAZ Air Assault Zone

    waren auch Landungsabschnitte am 06.06.44

    Buch und Film sind gut, der Film, der längste und tuerste s/w Film der je gedreht wurde is jetzt auch in Farbe erhältlich...
     
  11. Ritter

    Ritter Testpilot

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    Lustig war der Kurzauftritt von Sean Connery....

    Oder daß Pips Priller und sein Rottenflieger mit Me 108 rumkurven (ok, FW 190 gabs halt keine mehr....)
     
  12. #11 Monitor, 24.09.2014
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    Gerade mal eine Spiegel-TV DVD zum D-Day gesehen. Mal zwei Fragen dazu:

    Die Piloten der Lastensegler: waren das hochausgebildete Piloten oder hat man da ein paar befähigte Fallschirmjäger in so einer Art 5-Stunden-Schnell-Lehrgang ausgebildet ?

    Kommentar zu Bildern der 101. Luftlandedivision: jeder hatte am Helm ein Päckchen mit 2 Morphium-Ampullen. Eine für den Schmerz, zwei für die Ewigkeit. War der Kommentar zynisch oder gab's da tatsächlich Handhabungsrichtlinien ?
     
  13. #12 JohnSilver, 24.09.2014
    JohnSilver

    JohnSilver Astronaut

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    Bei der RAF durchliefen die Piloten der Lastensegler ein Trainingsprogramm, bei dem sie zunächst 12 Wochen auf motorisierten Leichtflugzeugen geschult und danach in weiteren 12 Wochen auf Trainingsgleitern wie der General Aircraft Hotspur auf Gleiter umgeschult wurden. Die Ausbildung auf richtige Einsatzmuster wie der Airspeed Horsa dauerte dann weitere 6 Wochen.

    Quelle

    In der USAAF dürfte es ähnlich ausgesehen haben, es sind für diesen Zweck teilweise motorisierte Leichtflugzeuge in Segler umgebaut worden (z.B. Aeronca TG-5 oder Taylocraft TG-6).
    Viele der eingesetzten Piloten hatten bereits vor dem Krieg eine zivile Fluglizenz.
     
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  14. Husar

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    Boston III der No. 88 Sqdn legten künstliche Nebelwolken im Tiefflug im Landebereich der Briten.
     
  15. #14 Husar, 29.09.2014
    Zuletzt bearbeitet: 30.09.2014
    Husar

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    Bezüglich der Glider-Pilots:

    Zwischen den US-Glider Pilots und denen der britischen Army bestanden erhebliche Unterschiede:

    Bei den Amerikanern war das Höchstalter 32 bzw. 35 Jahre (im Gegensatz zu Airforce 26 Jahre), außerdem waren Brillenträger zugelassen. Basistraining waren 40 Stunden auf der Piper Cub, die Ausbildung erfolgte zumeist auf zivilen Flugschulen und die Piloten bekamen ihre "Wings" schon kurz vor Abschluß des Flugtrainings. Ab 1943 fand die Ausbildung zentral in Lubbock, TX statt.
    Ursprünglich waren die Piloten Staff Sergeant (bei Beginn des Trainnigs) aber ab Mitte 1942 wurden sie als "Flight Officers" das entsprach dem warrant officer, noch vorhandene Unteroffiziere wurden zu diesem Dienstgrad befördert. Sie hatten Offiziers Privilegien, das War Department führte sie als "Third Lieutenants". Die Fliegerzulage betrug 50 % der normalen Bezüge. Nach der Landung im Einsatz nahmen sie i.d.R. nicht an den Kämpfen teil, zumal sie nur mit einer Colt Model 1911 .45ACP, der Greasegun oder dem .30 Carbine bewaffnet sein durften!! Außerdem verfügten sie nur eine Tagesration und nur die Minimumausstattung an Kampfbekleidung. Deshalb marchierten die meisten zurück zu den eigenen Linien, oder bewachten Gefangene, oder wurden in Command Post eingesetzt oder auch oft gegen ihren Willen als Senior Officers Aide.

    Bei den Briten war das vollkommen anders:
    20 Flugstunden mit der Tiger Moth, dann zwölf Wochen Training auf der Hotspur, anschl. sechs Wochen mit der Horsa oder mit der Hamilcar anschl. zwei Wochen Kampftraining, hier interesanterweise auch das Erlernen im Umgang mit erbeuteten deutschen Waffen!! Glider Pilots waren entweder Sergeant oder Staff Sergeamt, die Bezahlung betrug 12 Shillings, 6 Pence am Tag, das war das sechsfache eines normalen Soldaten. (Die US-Boys bekamen um die 50,-- Dollar, nach dem Bretton Woods Agreement von 1940 war das 4 US Dollar zu 1 Pfund Sterling, nicht umsonst wurden die GI als "Overpaid, Oversexed and over here" bezeichnet!!)
    Der einfache Brite bekam nämlich nur 3 Pfund Sterling im Monat!
    Die Verluste der britischen Glider Pilots waren hoch: Von den in Arnheim eingesetzten 1200 Glider Pilot fielen 229, 469 wurden verwundet und/oder gerieten in deutsche Gefangenschaft! (ca. 60% Verlustrate!)
    DAs war der Grund dafür, das über 1.500 ausgebildete RAF-Piloten (Sergeant und Offiziere) für den Rheinübergang im März 1945 gegen ihren Willen zum Glider Pilot Regiment überstellt wurden. 60 Prozent der bei diesem Unternehmen gefallenen Glider Pilots waren ausgebildete RAF-Piloten.
     
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  16. #15 BlackWidow01, 29.09.2014
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    *Klugscheißmodus an*
    Könnt Ihr zwar gerne auf deutsch übersetzen, was so auch richtig ist, aber D-Day heißt Descision Day

    Du meinst sicher VJ Day "Victory (over) Japan". VP-Day gibt es nicht.
    *Klugscheißmodus aus*
     
  17. #16 jackrabbit, 29.09.2014
    jackrabbit

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    Hallo,

    okay, wenn schon dann in diesem anglophilem Forum bitte richtig: Decision-Day ohne zusätzliches "s"


    Grüsse
     
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  18. #17 JohnSilver, 29.09.2014
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    @Husar: Danke für den Beitrag. :TOP:

    Woher hast du deine Informationen?
     
  19. #18 BlackWidow01, 29.09.2014
    BlackWidow01

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    Ja, Du hast Recht. Das ist eines der Worte, die ich immer wieder gerne falsch schreibe, aber das Richtige meine. Und das vermutlich schon seit 40 Jahren .... :TD:
     
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    Hallo

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  21. #19 F-4phan, 29.09.2014
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    Für den Begriff D-Day gibt es auch noch eine andere Erklärung:
    Disembarkation Day = Tag der Landung,
    zumal Entscheidungstag nicht unbedingt richtig ist, da am Ende des Landungstages ja noch nichts entschieden war (was man heute ja weiss). Bei Berichten über das "Inselspringen" der US-Marines im 2.WK wird immer vom Landungstag als D-Day berichtet.
     
  22. #20 Monitor, 29.09.2014
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    Insgesamt alles sehr lehrreich :TOP:.
     
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Thema: D-Day?
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