Das Artemis Programm

Diskutiere Das Artemis Programm im Raumfahrt Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Ja, ab Anfang Februar soll es losgehen. In #353 sind die Startfenster unserer Zeit aufgelistet C80
Chopper80

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Gehe ich recht in der Annahme, dass es somit nicht mehr allzu lange bis zum geplanten Start dauern wird? Man wird die Rakete ja wohl nicht gerne wochenlang im Freien stehenlassen wollen.
Ja, ab Anfang Februar soll es losgehen.
In #353 sind die Startfenster unserer Zeit aufgelistet

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Onkel Ju

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xklausrichter1

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Gehe ich recht in der Annahme, dass es somit nicht mehr allzu lange bis zum geplanten Start dauern wird? Man wird die Rakete ja wohl nicht gerne wochenlang im Freien stehenlassen wollen.
Nach den veröffentlichen möglichen Startzeiten, steht die Rakete dann ja doch fast 3 Wochen im Freien auf dem Pad.
Dauern die abschließenden Tests dann so lange?
 

Onkel Ju

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Man will buchstäblich Menschen zum Mond schießen - da wird alles x-fach getestet.

Die großen Schritte bis zum Start sind:
  • Pad Setup (ca. 1 Woche): Rakete an der Rampe anschließen. Rampe und Verbindungen testen.
  • Countdown Demonstration Test (CDDT: 3-4 Tage): komplette Startsequenz realisitisch durchspielen: komplett mit Crew - nur ohne Treibstoff.
  • Wet Dress Rehearsal (WDT: 3-4 Tage): das ganze nochmal durchspielen: jetzt mit Treibstoff in der Rakete - dafür ohne Crew.
  • Post-WDR (3-4 Tage): Finaler Review. Rakete nach dem Abpumpen des Treibstoffs nochmal durchchecken. Alle Daten auswerten. Gut überlegen, ob irgendwas gegen einen Start spricht...
3 Wochen sind da schnell rum. Vermutlich steht sie sogar länger. Ich tippe darauf, sie werden nicht gleich am Anfang des Startfensters starten...
 
Chopper80

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Eine Doku zur kommenden Mission Artemis 2

Artemis 2 - Zurück zum Mond: Artemis 2 - Zurück zum Mond


C80
 
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Chopper80

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Junkers-Peter

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Ich habe mich mal ein wenig mit Artemis 3 beschäftigt, also der eigentlichen Mondlandung. Das Missionsprofil ist ja sehr ambitioniert. Start der Orion-Kapsel mit einer SLS. Das ist ja noch gut und schön. Mit der kann man aber nicht auf dem Mond landen. Also braucht man noch das HLS Landemodul, übrigens ein Riesentrum mit viel Luft. Das wiederum muss von einer extra Rakete zum Mond befördert werden. Aber diese Rakete kann auch nicht einfach so zum Mond fliegen. Dafür reicht der Treibstoff nicht.

Also schießt man einen Treibstofftank mit einer weiteren Rakete in die Umlaufbahn und dieser muss dann von weiteren Lastenraketen befüllt werden. So eine Treibstoffumpumpaktion im Orbit hat m.W. noch keiner versucht. Also Neuland. Und für das Befüllen des Tanks rechnet man mit mindestens 15(!) weiteren Raketenstarts. Dann startet die eigentliche Mondrakete, wird mit Treibstoff befüllt und fliegt zum Mond.

Und das ganze ist in der Hand von SpaceX, die ja eher nach dem Prinzip Versuch und Irrtum vorgehen. Ich zweifle also stark daran, dass man 2027/28 wieder Menschen auf dem Mond sehen kann. Meinungen?
 

Flint

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Danke für die Infos.
War mir gar nicht klar, dass es so kompliziert ablaufen soll.
Bin doch tatsächlich vom guten alten Apollo Setup ausgegangen —> Lunar Orbit Rendezvous
Nur halt in modern.
Nun ja, das verspricht interessant zu werden ….
 
Chopper80

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Blue Origin ist mit dem Blue Moon Lander ja auch noch dabei (Artemis 5)

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Onkel Ju

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Ja, das tatsächlich der Pferdefuß des ganzen Konzepts. Die von der NASA genannte konkrete Anzahl mindestens benötigter Raketen steigt übrigens sogar auch noch kontinuierlich - letztlich werden also vielleicht sogar mehr als 15 zusätzliche Raketen je Mond-Mission nötig werden. Ich lasse mich gern überraschen, wenn sie das schaffen - habe aber persönlich meine Zweifel, ob das gewählte Konzept überhaupt realistisch ist. Andernfalls wird es bei dem bleiben, was sie (hoffentlich) bereits mit Artemis III erreichen werden: Menschen kommen der Mondoberfläche wieder sehr nah - mehr aber auch nicht.

Wen Details dazu interessieren, dem kann ich dieses Video empfehlen. Ein bekannter "Wissenschafts"-Youtuber hatte vor 2 Jahren bei einer Veranstaltung vor NASA-Ingenieuren einen Vortrag gehalten, wo er die Apollo und Artemis Konzepte vergleicht. Und auch sehr kritisch mit den Publikationen umgeht, die die scheinbare Begründung für die Auswahl der extreme Mond-Umlaufbahn liefern. Seine Punkt ist, dass vieles davon Scheinargumente sind, und in Wirklichkeit die Begründung ganz banal ist: SLS ist einfach nicht leistungsfähig genug, um einen niedrigen Mondorbit zu erreichen. In Wahrheit hat die elliptische Bahn von Artemis sogar viele weitere Nachteile (z.B. bzgl. Sicherheit: bei Apollo dauerte ein Mondorbit nur 2h, d.h. man konnte alle 2h die Rückkehr zur Erde antreten, oder von der Mondoberfläche rückkehrende Astronauten aufnehmen. Bei Artemis dauert ein einzelner Mondorbit 6-7 Tage...).

Video mit Zeitstempel zum relevanten Teil:
 
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Ja, das Video hatte ich mir auch teilweise angeschaut. Er meinte, dass sogar bis zu 40 Raketenstarts nötig sein könnten für eine Mission. Das wäre heftig.

Vom HLS-Mondlander und der Betankungstechnik gibts (in der Öffentlichkeit) bisher auch nur Renderings. Das muss ja alles noch entwickelt und erprobt werden.

Der Typ ist übrigens Klasse. Auf seinem Kanal gibts eine mehrteilige Serie, wo er mehrere Tage an Bord eines US-Atom-U-Bootes ist. Faszinierend und spannend. Leider durfte er nicht in den Antriebsteil mit dem Kernreaktor.
 

Onkel Ju

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Wenn man das so anschaut, dann fragt man sich warum nicht so wie 1969, als man nur eine Rakete gebraucht hat? Warum so kompliziert?
Die NASA hatte zunächst nur zwei Raketen je Mondmission vorgesehen: Ares V, einen riesigen Lastenträger, stärker als Saturn V. Und eine kleinere für den Transport von Menschen geeignete Rakete, Ares I. Beide wären nicht wiederverwendbar gewesen. Das Programm war aber extrem teuer - und hätte, genau wie Saturn, allein den Mond erreichen können.

Dann kam die Idee mit der günstigeren und kleineren SLS. Auch SLS ist nicht wiederverwendbar. Aber der Transport der Last wurde komplett an kommerzielle Betreiber outgesourced, die günstige, wiederverwendbare Raketen entwickeln sollen. Außerdem sollte das neue Konzept skalierbar sein: Last und Treibstoff sollen in kleineren Schritten ins All gebracht werden. Mit diesem Konzept wären auch andere Missionen möglich - insbesondere zum Mars. Es steigt dann halt die Anzahl nötiger Starts für Material+Treibstoff. Das Konzept skaliert aber grundsätzlich. Ares V hätte dagegen nicht skaliert: man kann Raketen nicht einfach immer größer bauen.

Wenn man es positiv sieht, hat die NASA also eine günstigere Lösung gewählt, die auf Konzepte setzt, die später auch andere Missionen, wie Flüge zum Mars, ermöglichen sollen.

Wenn man es negativ sieht, hat die NASA eine vermeintlich günstigere Lösung gewählt, die Flüge zum Mond fast genauso komplex macht, wie es ein Flug zum Mars werden würde...
 
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