Das Artemis Programm

Diskutiere Das Artemis Programm im Raumfahrt Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Außerdem müsste ja ab einer bestimmten Höhe ein Druckausgleich zur Außenluft erfolgen, wie bei Flugzeugen mit Druckkabine.
Gilmore

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Außerdem müsste ja ab einer bestimmten Höhe ein Druckausgleich zur Außenluft erfolgen, wie bei Flugzeugen mit Druckkabine.
 
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Chopper80

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Außerdem müsste ja ab einer bestimmten Höhe ein Druckausgleich zur Außenluft erfolgen, wie bei Flugzeugen mit Druckkabine.
Warum? Das kann man auch kurz vor dem Öffnen der Luke machen.

C80
 
Gilmore

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Wegen des Fluges gibt es etwas, wozu ich Fragen habe. Die sollen ja so weit von der Erde entfernt gewesen sein wie noch kein Mensch zuvor. Liegt es daran, dass sie den Mond in größerer Höhe überflogen/umrundet haben als damals de Apollo-Raumschiffe? Die andere Frage wäre, die sollten ja mit rund 38000 km/h Erstkontakt mit der Erdatmosphäre gehabt haben, wenn man den Medien glauben darf. Sind sie nicht zuvor, mit etwas geringerer Geschwindigkeit, zunächst in eine erdnahe Umlaufbahn eingetreten?
Ich weiss, dumme Fragen, aber ich frage mich nur, inwieweit jetzt anders geflogen wurde als damals im Apollo-Programm.
 
Chopper80

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Liegt es daran, dass sie den Mond in größerer Höhe überflogen/umrundet haben als damals de Apollo-Raumschiffe?
Die sind eine ähnliche Flugbahn wie Apollo 13 geflogen. Also etwas mehr Abstand als die anderen Apollo Missionen. Die haben ja hinter dem Mond das Triebwerk gezündet, abgebremst und sind dann in ca. 100km Höhe in einen Mondorbit eingetreten.

Sind sie nicht zuvor, mit etwas geringerer Geschwindigkeit, zunächst in eine erdnahe Umlaufbahn eingetreten?
Nein, dafür müsste man ja zusätzlichen Treibstoff mitführen.

C80
 
Intrepid

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Außerdem müsste ja ab einer bestimmten Höhe ein Druckausgleich zur Außenluft erfolgen, wie bei Flugzeugen mit Druckkabine.
Bei Flugzeugen ist der Differenzdruck entscheident, deshalb steigt und sinkt die Kabinenhöhe mit. Eine Raumkapsel ist für maximalen Differenzdruck ausgelegt, die benötigt diesen Druckausgleich vermutlich nicht. Wobei ich nicht weiß, welche Höhe in einer Raumkapsel eingestellt wird. Im Flugzeug sind es üblicher Weise 8.000 Fuß (= 2.500 m = 750 hPa = 75% vom Druck in Meereshöhe).
 
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Chopper80

Chopper80

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Wobei ich nicht weiß, welche Höhe in einer Raumkapsel eingestellt wird.
In der Orion Sealevel, kann aber bis auf 5-600 hPa abgesenkt werden. Z. B. für Docking mit anderen Raumschiffen die mit niedrigerem Druck operieren. Wie z. B. das inzwischen verworfene Lunar Gateway.

C80
 
HotteX

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Auf einem Video der NASA wo die Landekapsel an den drei Hauptfallschirmen hängt, wurden Wämebildaufnahmen gezeigt. Dabei war sichtbar, dass von der Landekapsel in unregelmäßigen Abständen irgendein Gas ausgestoßen wurde.
Hat die Landekapsel eine Art Steuerungssystem, mit dem der Flug am Fallschirm beeinflusst wird?


Bei 3:03 min Laufzeit ist der Gastausstoß(?) zu sehen.
Bei der PK nach dem Splashdown wurde die Frage auch gestellt. Sind tatsächlich zur Lagekorrektur, womit sie sicherstellen wollten, dass die robusteste Stelle von Orion zuerst aufs Wasser aufschlägt.
 
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Onkel Ju

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Die sind eine ähnliche Flugbahn wie Apollo 13 geflogen. Also etwas mehr Abstand als die anderen Apollo Missionen. Die haben ja hinter dem Mond das Triebwerk gezündet, abgebremst und sind dann in ca. 100km Höhe in einen Mondorbit eingetreten.
Apollo war allerdings immer deutlich dichter am Mond. Apollo 13 war zwar nicht in eine Mondumlaufbahn eingetreten, hat den Mond aber trotzdem in gerade mal ~250km auf der Rückseite umrundet. Die 4.700km von Orion sind da (energetisch gesehen) schon sehr anders - und zeigen schon das völlig andere Konzept.

Orion selbst fehlt die Leistung, um so dicht und tief um den Mond zu kreisen zu können (dafür müsste man stark abbremsen und später wieder beschleunigen können). Orion wird daher auch in Zukunft immer in großem Abstand zum Mond bleiben. Man kann schon gar nicht mehr "kreisen" sagen, weil es ein extrem elliptischer Orbit zwischen 3.000km und 70.000km werden wird - mit Umlaufzeiten je Orbit von fast einer Woche. Extrem anders als Apollo, wo man in ~100km Höhe gerade mal 2 Stunden je Mondumrundung brauchte.

Zeigt auch die Komplexität, die irgendwann mal ein Mondlander von Artemis zu lösen hat. Während Apollo den Lander vergleichsweise knapp über der Oberfläche ausgesetzt hat, muss der Lander von Artemis das große energetische Problem noch irgendwie selbst lösen...
 
Junkers-Peter

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Wenn es einen Notfall geben sollte und man muss schnell zurück zu Erde, kann das schlimmstenfalls ein paar Tage dauern, bis die Orion wieder in Mondnähe ist für ein Andockmanöver.

Bin gespannt, welche Konfiguration nun das Rennen macht für die Artemis III-Mission. Da müsste man ja mal langsam in die Puschen kommen.
 
Chopper80

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Bin gespannt, welche Konfiguration nun das Rennen macht für die Artemis III-Mission. Da müsste man ja mal langsam in die Puschen kommen.
Wenn alles gut läuft werden bei Artemis III beide Moonlander von BlueOrigin und SpaceX getestet.

C80
 

alois

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Du meinst bei jeder Mission ein anderer Lander?
 

Onkel Ju

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Du meinst bei jeder Mission ein anderer Lander?
Für die Tests muss man ja nicht extra bis zum Mond. Artemis III bleibt in der Erdumlaufbahn und soll das An- und Abdocken mit beiden Landern testen. Wenn denn dann beide fertig sind. Sonst eben nur mit einem. Vermutlich wäre aber auch keiner überrascht, wenn dann keiner der beiden fertig ist, und sich das ganze nochmal um Jahre verzögert. Aber warten wir mal ab... :squint:

 

MikeBravo

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Wie ist das eigentlich mit der Geschwindigkeit, mit der das Kommandomodul um den Mond "herumgeschleudert" wird?

Ist sie höher/größer, je weiter sich die Kapsel vom Mond entfernt ist oder je näher der Mondorbit ist?

Ist letztendlich auch eine Zeitfrage, was schneller funktioniert...
Natürlich auch davon abhängig, wie lange dazu das Raumfahrzeug durch Zündung des Triebwerks überhaupt beschleunigen kann/darf.

Bei einem Notfall bestimmt entscheidend, wie lange eine Mondumrundung dauert....
 
Ernst Dietikon

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Typischer Anti-Ami-Jounalismus. Sehr einseitig und kolportierend.
Frraqnk Borman nannte das Apollo Programm eine Schlacht im kalten Krieg. Artemis ist auch nicht viel anderes. Ich denke, die CHinesen wollen auch nur bemannt zum Mond um zu zeigen, dass auch sie es können. Warum sollen wir eine permanente Station auf dem Mond betreiben mit enormen Kosten? Was bringt uns das, was wir nicht anders billiger haben könnten, mit enormem Gewinn für die Weiterentwicklung Robotertechnik? Ich weiss für diese Diskussion findet man hier kaum Verständnis.

Gruss
Ernst
 
pok

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Doch findet sich hier . Die Berechnung ob Apollo sich gelohnt hat oder nicht kann nicht absolut sein. So etwas ist auch bei der Kernfusionsforschung und bei sehr vielen Dingen die Regierungen machen oder subventionieren immer etwas in der grauen Zone.
Natürlich findest Du hier im Thread auch Fanboys wie mich, die ihr Steuergeld auch ohne langfristigen Gewinn gerne in solche Missionen stecken wollen.
Hier in den USA hat es 1969 eine sehr ähnliche politische Diskussion gegeben und die hat indirekt mindestens 3 Apollo-Missionen gekostet, obwohl die Hardware schon gebaut war, so sind uns wenigstens einige flugzertifizierte Raumschiffe und Raketen erhalten geblieben, obwohl die Einsparungen recht überschaubar war.
 
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doerrminator

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Da stimme ich voll zu. Ähnlich ist es doch auch mit der Grundlagenforschung. Da ist erstmal auch nicht vorauszusehen, was dabei herauskommt und es gibt leider viele, die die Grundlagenforschung für nutzlos und Geldverschwendung halten. Aber diese Forschung ist mehr als wichtig.
Die meisten, die Raumfahrt als Geldverschwendung halten, sind doch extrem naiv. Ich kenne einige jüngere Leute, die vehement gg. die Raumfahrt gewettert haben. Als ich die daran erinnert habe, dass sie ohne die Raumfahrt ihr Handy in den Müll werfen könnten, statt Navi Karten benutzen müssten (die könnten sie eh nicht lesen) auch Streaming und ähnliches nicht funktionieren würde, da waren die plötzlich ganz still.
 
Chopper80

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Von den Möglichkeiten heutiger (Un)Wettervorhersagen mal ganz abgesehen.
Ich persönlich möchte auch gerne wissen wo wir herkommen bzw. wie das Leben überhaupt entstanden ist, und das geht nun mal nicht ohne unser Mutterschiff Erde zu verlassen.

C80
 
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