Das Geheimnis um Fäden ziehende Lacke beim Airbrushen

Diskutiere Das Geheimnis um Fäden ziehende Lacke beim Airbrushen im Farben, Verdünner, Pinsel & Pinselarbeiten Forum im Bereich Tips u. Tricks; ...hätte ich gerne mal gelüftet. Vorab - ich gehöre (noch) zu den schmerzbefreiten Leuten, die mit Revell-Farben brushen. Ich habe bisher...

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  1. #1 MD-1982, 25.07.2009
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    ...hätte ich gerne mal gelüftet.

    Vorab - ich gehöre (noch) zu den schmerzbefreiten Leuten, die mit Revell-Farben brushen.

    Ich habe bisher immer mit einer uralten Flasche Revell Airbrush-Glanz-Klarlack lackiert. Ohne jegliche Probleme. Irgendwann war dieses Fläschlein jedoch mal leer, so hab ich mir hier beim Händler ein neues geholt. (Leider gibts im Radius von 50km keine anderen/gescheiteren Farben).

    Dann mal die 'dicke' des Klarlacks gecheckt, ein kleines bisschen Verdünnt, so-jetzt ist er lackierfertig. Ran an die Pistole, Klarlack rein, 'Lack marsch!' ... aber... was ist das? Auf einmal ersticke ich in 'Spinnenweben'?

    Also, frustriert den ganzen Mist in die Ecke gestellt, den Luftpinsel gereinigt und ein bisschen im FF herumgesucht. Aha! 'Finger weg von Revell-Glanz-Klarlack, der zieht Fäden!'
    Gut-gesagt getan. Heute wollte ich mit meinem Leuchtorange lackieren. Gemischt aus ca. 2/3 Email Color und 1/3 Email Mix von Revell, anschließend noch ein wenig nachverdünnt, bis die Viskosität passte.
    Und wieder - rein in die Luftpistole, Lack marsch und - huch!? Orangene Spinnenweben!?

    Ich hatte das bisher bei keiner meiner Farben (auch selbst abgemixte), nur bei dem neu gekauften Glanz-Klarlack und dem abgemischten Leuchtorange. Woran liegt diese Fädenzieherei? Was kann ich dagegen machen? Oder hilft's nur, andere Farben zu kaufen?

    Danke schonmal für eure Hilfe!
     
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  3. #2 Wolfgang Henrich, 25.07.2009
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    jeweils und/oder nach belieben zu setzen:

    anderes Verdünnungsverhältnis
    anderen Druck
    anderen Hersteller
     
  4. #3 hpstark, 25.07.2009
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    Da hilft verdünnen !!

    Ich bin auch einer von diesen Schmerzbefreiten.......

    Hatte das gleiche Problem u. es lag definitiv an der Einstellung
    (Spritzfähigkeit)
     
  5. #4 hpstark, 25.07.2009
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  6. #5 MD-1982, 26.07.2009
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    Okay, danke soweit für die schnellen Antworten.

    In welche Richtung sollte denn die 'Farbdicke' gehen, damit das Fäden ziehen aufhört? Mein Leuchtorange z.B. ist verdammt dünn (eigentlich fast zu dünn, aber man trägt es ja meist eh in mehreren Schichten auf, während der Klarlack eigentlich fast noch relativ dick ist!?

    Beim Klarlack hatte ich Drücke von ca. 0,3bar bis 2,0bar ausprobiert, an der Fädenzieherei hatte sich da nichts geändert, nur daran, wie weit sie sich im Raum verteilen ..... :?!

    Danke nocheinmal, und einen schönen Abend noch!
     
  7. #6 Scale72, 27.07.2009
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    Scale72 Guest

    Hatte genau dieses Problem diese WE bei meinem Leo 2A6. Das Problem ist ein zu schnelles Auftrocknen der Farben.

    Der Lack war nicht zufällig der von Testors???

    Ich verwende grundsätzlich nur noch Vallejo Farben und Lacke.
     
  8. #7 MD-1982, 27.07.2009
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    Nein, das waren alles Revell-Lacke sowie Revell Verdünner (dieses Airbrush-Mix).

    Hm. Hilfe! :?!
     
  9. #8 peter2907, 28.07.2009
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    Die Temperatur usw. haben natürlich auch einen Einfluß auf die Verarbeitbarkeit von Farben/ Lacken. Ist es zu warm verflüchtigt sich das Verdünnungsmittel zu schnell.

    Auch ich gehöre zu den schmerzbefreiten Revell/ Humbrol Enamel Sprühern.
     
  10. #9 MD-1982, 29.07.2009
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    Danke Peter für den Wink mit dem Zaunpfahl! Oder eher schon dem Wink mit der Blockhütte?

    Egal - du hast auf jeden Fall recht, der Kellerraum, in dem ich Lackiere, hat eigentlich das ganze Jahr über irgendwas zwischen 8°C und 16°C Raumtemperatur, in den letzten Wochen ist aber sogar der Raum auf 20°C bis 22°C aufgeheizt.

    In diesem Zusammenhang würde es auch Sinn machen, dass grade ein stark verdünnter Lack (was es ja nunmal ist, wenn man sich ein Revell-Pinseldöschen als Airbrushfarbe zurechtmischt), dann eher zum frühen auftrocknen neigt, da der Teil, der 'verdunstet' ja wesentlich größer ist.

    Zu dem Bild passen würde auch, dass mehrere Leute sagen, dass sie jetzt auf einmal genau dieses Problem haben, es ist ja momentan öfter mal etwas wärmer.

    Andererseits kenne ich Leute, die im Sommer immer bei 25°C bis 35°C Raumtemperatur brushen, nämlich auf einem Dachboden, und bei denen funktionierts auch!?

    Hmm. Wie könnte man diese Ursache denn mal ausschließen? Bringt es was, die Farbe vorher in den Kühlschrank zu stellen? Oder ist das egal, weil die Farbe sehr fein zerstäubt wird und somit schnell die Raumtemperatur annimmt?

    Wenn das ganze wirklich Temperaturabhängig ist, ist es ja eher ein Verdünner- Problem und kein Farbenproblem.. Es wird interessant hier!
     
  11. #10 Wolfgang Henrich, 29.07.2009
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    20-22 Grad ist jetzt nun wirklich keine übermäßige Temperatur.

    Ich würde mal mit einem anderne Verdünner probieren. Verschiedene Drücke hast du ja anscheinend schon probiert und ich nehme auch an, verschiedene Mischungsverhältnisse.

    Kannst du denn ansonsten mit anderen Farben einwandfrei lackieren? betrifft es nur den Klarlack und das Leuchtorange? Wenn mit anderen Farben lackiert wird, wie fein werden die Linien? Oder zerstäubt deine Airbrush evt. zu stark, so das sauch mit anderer Farbe keine dünnen Linien gesprüht werden können?
     
  12. #11 peter2907, 29.07.2009
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    Also den Lack in den Kühlschrank zu stellen ist m. M. nach keineswegs hilfreich.
    Ich würde auch mal einen anderen Verdünner und/ oder andere Farben des gleichen Herstellers probieren. Viel Erfolg und halte uns auf dem Laufenden.
     
  13. #12 jabog38, 30.07.2009
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    Also ich habe schon bei allen möglichen Temperaturen gebrusht, teilweise sogar im Winter bei trockenen Verhältnissen und luftigen 5 Grad auf meinem Balkon. Noch habe ich auch ein Arsenal an Revell/ Humbrolfarben, jedoch werde ich mittelfristig auf ModelMaster umstellen. Das Verdünnungsverhältnis ist meiner Erfahrung nach am besten mit der Konsistenz von "Milch" zu umschreiben. Natürlich spielt der Arbeitsdruck des Kompressors (bei mir so zw. 1-2 bar) sowie der Düsendurchmesser (ich arbeite gern mit einer 02 er) eine Rolle. Schaue auch mal, wie sich die Farbe in den frisch gekauften Döschen so "anfühlt". Ich habe bspw. mal eine Charge Humbrol erwischt, die sich kaum noch verarbeiten liess, vermutlich, weil sie schon ewig beim Händler im Regal stand. Wenn das Zeug schon verdächtig zäh aus dem Döschen kommt und der Klarlack so einen fröhlich- gelblichen Stich hat, lieber weg damit, sonst versaust du dir noch alles. Seit kurzem kann ich hier gottlob Alternativen zu Revell/ Humbrol vor Ort kaufen, lohnt sich wirklich. Und prüfe auch mal die Nadel deiner Brush, wenn da ein Häkchen in der Spitze ist oder sonst eine Fehlstelle ist´s auch ganz schnell passiert......
     
  14. Viking

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  15. #14 Dorsten, 05.08.2009
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    Finger weg von Revell

    Moin,

    den beschriebenen Effekt wirst Du am besten los, wenn Du auf andere Hersteller umsteigst: Humbrol, Model Master oder Xtacolor.

    Dieses ganze "Experimentieren" mit Druck, Temparatur etc. hilft nicht. Hier liefert Revell einfach schlechte Qualität. Das sage ich aus 20 Jahren Airbrush-Erfahrung. Vor einigen Jahren Jahren habe ich frustriert Revell geschrieben. Es kam keine ausreichende Antwort. Nur Ausflüchte. Seitedem benutze ich für den abschließenden Klarlack andere Hersteller und alles ist o.k.

    Der Aero-Spezial-Versand in Bielefeld liefert innerhalb von 24 Stunden ohne Aufpreis sofern die Ware vorhanden ist (was man vorbildlich schon auf der Web-Site erkennen kann).

    Grüsse
    Dorsten
     
  16. #15 Wolfgang Henrich, 05.08.2009
    Wolfgang Henrich

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    Diese pauschale Aussage halte ich ehrlich gesagt für Unsinn. Ich arbeite seit Jahren auch mit Revellfarben, kenne den Effekt und kann nur sagen, dass man ihn A leicht umgehen kann und B auch bei anderen Enamel Herstellern finden kann.
     
  17. #16 airforce_michi, 05.08.2009
    airforce_michi

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  19. #17 hpstark, 05.08.2009
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    Bei mir lag das mit den Spinfäden zum einen am Druck 3 Bar + und zum Anderen an der Verdünnung ,bzw dem Verhältnis 1:1.

    Seit ich mit einem Druck zwischen 1,2 und max.2 Bar und einem Verhältnis 1:2 - 2,5 lackiere hab ich keine Probleme mehr. :TOP:

    Der Klarlack aus den Döschen muß definitiv etwas dünner gehalten werden. :!:

    Was natürlich gleichzeitig bedeutet, dass man mit der Schichtstärke vorsichtig sein muß, um Nasen zu vermeiden weil der Lack schneller zum laufen neigt.

    Aber beim Lackieren, das musste ich auch erst lernen , gilt generell:

    Lieber 3 hauchdünne Schichten als eine dicke ;)
     
  20. #18 MD-1982, 20.09.2009
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    Nach etlichen Abhilfeversuchen wollte ich hier den aktuellen Stand mal posten.

    Ich habs mit anderen Temperaturen des Lackes probiert, mit anderen Verdünnungsverhältnissen etc.

    Solange bis ich die Nase voll hatte, und mir einfach ein Döschen Humbrol- Klarlack und Humbrol Verdünner gekauft hab, und das ganze Airbrushfertig gemischt hab.

    Was war das Ergebnis?

    Eine lupenrein hochglänzendes Hubschraubermodell! Keine Fäden, keine Nasen, einfach nur hauchdünn und glatt wie ein Babypopo!

    Also lässt sich der Luftpinsel als Fehlerquelle ausschließen, bleiben nur der Lack selbst und der Verdünner übrig.

    Übrigens bis hierhin schonmal vielen Dank für eure zahlreichen Antworten!
     
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