Das Stationierungskonzept der Bundeswehr (Reform)

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arneh

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Das sieht unser Inspekteur ganz anders. Er rühmt die Luftwaffe als die Waffe der ersten Stunde. Dank Flexibilität und Verlegefähigkeit kann die Luftwaffe schon wirken, da packen die Heeresverbände noch ihre Verlegekisten und kommen Wochen später erst an.
 

arneh

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Ich denke auch, dass der Krieg in der Ukraine zeigt, dass Luftwaffe ein "nice to have" ist.
Ganz so würde ich das nicht sagen. Mit eindeutiger Lufthoheit sähe es am Boden deutlich anders aus. Bodenverbände sind gegenüber Angriffen aus der Luft sehr verwundbar. Aber man muss sich gegen die gegnerische Flugabwehr durchsetzen. Deswegen wären mehr SEAD und/oder VLO Kampfflugzeuge wichtig. Plus Luft- Boden Waffen. Wenn man das aber erreicht, wird es für den Gegner am Boden schnell schmerzhaft. Da sind in kurzer Zeit hunderte Geräte ausgeschaltet. Ein Non- Stealth- JaBo ohne massive EW/SEAD Unterstützung hat dagegen gegen einen Peer Level Gegner nur recht beschränkten Wert.
Wichtiger wäre, bei der Zahl der Artilleriegeschütze eine Null dranzuhängen, und bei den Granaten zwei bis drei. Bei der Munition für die Luftwaffe ist ja schon einiges unter Vertrag. Das sollte also auch nicht mehr das drängendste Problem sein.
Artillerie (Rohr + Rakete) hat sich tatsächlich als sehr wichtig erwiesen, ebenso Kleindrohnen. Und Abwehr dagegen. Sowie gegen Billig- Kampfdrohnen. Da sind Rohrgestützte Flakpanzer angesagt. In Stückzahlen.
Was man wenig gebrauchen kann sind größere langsame Kampfdrohnen à la Bayraktar, Reaper, Heron TP&Co. Kampfpanzer haben auch einen eher gemischten Eindruck hinterlassen, ebenso wie Kampfhubschrauber.
 
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Aus dem gerade geführten Krieg kann man nur sehr eingeschränkte Lehren ziehen, wo eine in fast allen Bereichen deutlich unterlegene Streitmacht sich gegen eine kommende Niederlage stemmt. Da werden nur die eigenen Defizite sichtbar, wenn man unter den speziellen Bedingungen zu kämpfen hätte. Die westlichen Streitkräfte suchen eine schnelle Entscheidung durch großräumige Manöver in größeren Kampfgruppen und vermeiden Abnutzungsgefechte. Dafür taugen Drohnen nur bedingt. Die Billig-Kampfdrohnen sind nur ein Element bei weitgehend stationären Kämpfen.
 
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Theo

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Das sieht unser Inspekteur ganz anders. Er rühmt die Luftwaffe als die Waffe der ersten Stunde. Dank Flexibilität und Verlegefähigkeit kann die Luftwaffe schon wirken, da packen die Heeresverbände noch ihre Verlegekisten und kommen Wochen später erst an.
Das Heer hat kaum mehr geübt als Verlegen. Dessen Problem ist hauptsächlich dass es nicht viel zu verlegen hat. Der Transport mit A400M läuft schneller denn je.
 
Theo

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Ganz so würde ich das nicht sagen. Mit eindeutiger Lufthoheit sähe es am Boden deutlich anders aus. Bodenverbände sind gegenüber Angriffen aus der Luft sehr verwundbar. Aber man muss sich gegen die gegnerische Luftabwehr durchsetzen. Deswegen wären mehr SEAD und/oder VLO Kampfflugzeuge wichtig. Plus Luft- Boden Waffen. Wenn man das aber erreicht, wird es für den Gegner am Boden schnell schmerzhaft. Da sind in kurzer Zeit hunderte Geräte ausgeschaltet. Ein Non- Stealth- JaBo ohne massive EW/SEAD Unterstützung hat dagegen gegen einen Peer Level Gegner nur recht beschränk,ten Wert.

Artillerie (Rohr + Rakete) hat sich tatsächlich als sehr wichtig erwiesen, ebenso Kleindrohnen. Und Abwehr dagegen. Sowie gegen Billig- Kampfdrohnen. Da sind Rohrgestützte Flakpanzer angesagt. In Stückzahlen.
Was man wenig gebrauchen kann sind größere langsame Kampfdrohnen à la Bayraktar, Reaper, Heron TP&Co. Kampfpanzer haben auch einen eher gemischten Eindruck hinterlassen, ebenso wie Kampfhubschrauber.
Klugscheissmodus: Es heißt Flugabwehr, aber Luft(raum)verteidigung. Ich finde die Terminologie sollte schon stimmen. Nix für ungut 😉
 
bushande

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Ganz so würde ich das nicht sagen. Mit eindeutiger Lufthoheit sähe es am Boden deutlich anders aus. Bodenverbände sind gegenüber Angriffen aus der Luft sehr verwundbar. Aber man muss sich gegen die gegnerische Flugabwehr durchsetzen. Deswegen wären mehr SEAD und/oder VLO Kampfflugzeuge wichtig. Plus Luft- Boden Waffen. Wenn man das aber erreicht, wird es für den Gegner am Boden schnell schmerzhaft. Da sind in kurzer Zeit hunderte Geräte ausgeschaltet. Ein Non- Stealth- JaBo ohne massive EW/SEAD Unterstützung hat dagegen gegen einen Peer Level Gegner nur recht beschränkten Wert.
Auch deswegen würde ich es begrüßen, wenn man sich bei uns für ein paar mehr F-35 als die recht bescheidenen 35 Stücker entscheiden würde; nicht nur, weil die anscheinend dafürnotwendige Logistikkette - welche wohl recht ordentliche Kosten verursachen wird - dann auch sinnvollerweise auf mehr Stücker umgelegt werden könnte.
 
Tracer

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Wenn du mal siehst welche irren infrastrukturellen Vorgaben seitens der USA für die Nutzung vorgegeben werden, willst du als Inspekteur Luftwaffe gar keinen zweiten Fliegerhorst hierfür umbauen.
 

fant66

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Wenn du mal siehst welche irren infrastrukturellen Vorgaben seitens der USA für die Nutzung vorgegeben werden, willst du als Inspekteur Luftwaffe gar keinen zweiten Fliegerhorst hierfür umbauen.
Ein "paar" mehr (sagen wir mal 8 bis 15) sind ja für keinen zweiten Verband gedacht, noch dazu wenn einige für die Ausbildung in den USA bleiben. Kann man aber auch später nochmal nachbestellen, wenn man merkt die 35 sind etwas knapp.
 

Sens

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Die F-35 löst gerade die F-16 als wichtigstes Kampfflugzeug innerhalb der NATO ab. Dies ergibt zwangsläufig die Notwendigkeit, dass fast alle deutschen Fliegerhorste für die Nutzung von F-35 ertüchtigt werden müssen.
 
amsi

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Die F-35 löst gerade die F-16 als wichtigstes Kampfflugzeug innerhalb der NATO ab. Dies ergibt zwangsläufig die Notwendigkeit, dass fast alle deutschen Fliegerhorste für die Nutzung von F-35 ertüchtigt werden müssen.
Hast du das dem Inspekteur auch schon geschrieben?
Der sollte schließlich auch Bescheid wissen......
 

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Der weis das auch, doch ist das nicht eine seiner dringlichsten Aufgaben, wenn es um die Beseitigung der bestehenden Defizite in der gesamten Bundeswehr geht.
 
Theo

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Wenn du mal siehst welche irren infrastrukturellen Vorgaben seitens der USA für die Nutzung vorgegeben werden, willst du als Inspekteur Luftwaffe gar keinen zweiten Fliegerhorst hierfür umbauen.
Kann ich mir zwar gut vorstellen, was das für Vorgaben sind weiss ich nicht. Kannst du da etwas detaillierter werden? Wäre schon mal interessant zu wissen.
 
Tracer

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Im Detail kann und will ich nicht darauf eingehen, aber der Punkt Sicherheit spielt ganz groß mit rein.

ich zitiere nur mal als öffentliche Quelle den SWR-Artikel vom Februar:

„Der zweite Kostenblock, der maßgeblich zur Kostensteigerung beitrage, seien nachträgliche Anforderungen der Amerikaner an die Sicherheitsauflagen und andere technische Einrichtungen. Davon habe man vorher nichts wissen können. Die zunächst veranschlagten gut 525 Millionen Euro seien immer "eine sehr optimistische Schätzung" gewesen.“

Selbst 525 Mio Infra-Kosten sind abartig hoch. Dazu kommen Auflagen was die Bewachung angeht. Angeblich dürfen seitens der Sicherungsstaffeln dann nur noch Soldaten ab Feldwebel aufwärts bewachen, was natürlich die Personalführung vor Herausforderungen stellt. Das war aber nur gehörter Buschfunk.
 
Theo

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Danke, so ähnlich habe ich mir das vorgestellt. Ich habe das ein wenig in Skrydstrup mitbekommen, wo schon mit dem Bau des "Campus" die Sicherheitsmaßnahmen hochgefahren wurden. Und von Kostensteigerungen sind unsere Nachbarn natürlich auch nicht verschont geblieben.
 

fant66

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Hallo Tracer, mal eine Frage:
Das mit den Sicherungstaffeln ist doch wahrscheinlich in erster Linie nicht wegen der F-35, sondern wegen den "Eiern" in Büchel so. In den "normalen" Geschwadern gibt es doch gar keine Sicherungsstaffeln mehr. Wenn ich den Flieger (F-35) z.B in Neuburg oder Wittmund (oder Jagel) ohne Sonderwaffen stationiere, sieht das doch anders aus, oder ?

Dass man die Infrastruktur anpassen muß, sollte klar sein, ist ja bei anderen neuen Flugzeugtypen ja genauso. War gewiß auch in den EF Verbänden nicht billig.

gruß aus Oberbayern, fant66
 

Sens

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Genauso ist es, was die Sonderwaffen in Büchel angeht. Bei Skrydstrup ist es die kommende gemeinsame Nutzung mit den Amerikanern.
 
Wolfsmond

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Die Amerikaner haben Ihre A-Waffen überall auf der Welt schon immer ausschließlich selbst bewacht. Ich kann mir nicht vorstellen dass das in Büchel anders läuft.
 
bushande

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Wenn du mal siehst welche irren infrastrukturellen Vorgaben seitens der USA für die Nutzung vorgegeben werden, willst du als Inspekteur Luftwaffe gar keinen zweiten Fliegerhorst hierfür umbauen.
Davon hab ich auch gehört und gelesen und das ist mir schon durchaus bewusst. Aber wenn man mal bedenkt, was denn bei einer etwaigen Aufstockung des F-35 - Bestandes am wahrscheinlichsten in Frage käme (in meinen Augen entweder, dass die Jagelaner doch (neben den Drohnen?) von Toni auf F-35 umstellen, oder man ein Geschwader im Lechfeld reaktivieren würde (Personalprobleme jetzt mal außer acht gelassen ...)), dann würden wir doch am wahrscheinlichsten ohnehin über Standorte reden, die ob ihrer bisherigen weitestgehenden Stilllegung bzw. des Umbaus auf Drohnen ohnehin in ihrer Infrastruktur substantiell umgebaut werden müssten bzw. ohnehin müssen. Evtl. ließen sich hier Synergie-Effekte ausnutzen bzw. zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?! Dass das nicht billig wird bzw. ohnehin schon ist, ist mir durchaus bewusst, mir kommt ein Bestand von 35 Stückern nur etwas mager vor (wie schon an anderer Stelle mal bemerkt), sowohl in Anbetracht der oben schon von arneh angesprochenen gefechtstaktischen Aspekte als denn auch anbetrachts dessen, dass wir für die F-35 jetzt ohnehin die extra Logistik- und Organisationskette vorhalten müssen. ....
 
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