DB 605ASMO/DMO

Diskutiere DB 605ASMO/DMO im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Eine Anfrage an die Motorenspezialisten unter euch: Im LRG wird z.Z. heftigst darum gestritten, ob es diese Motorenbezeichnung überhaupt gab oder...

Ledeba

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Eine Anfrage an die Motorenspezialisten unter euch:
Im LRG wird z.Z. heftigst darum gestritten, ob es diese Motorenbezeichnung überhaupt gab oder es sich bei dem "O" eigentlich um eine "0" handelte. Die Mehrzahl geht davon aus (J.C.Mermet bzw. britische Fundberichte zitierend), daß es wohl einen sog. "Oktan-Selektor" gab (daher das O), der Münchner Carl E.Charles und ein Schweizer denken eher an die "0" Vielleicht kann einer der Motorenspezialisten dies hier aufklären.

Beste Dank Ledeba
 
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78587?

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ich vermute es geht darum, stammt aus der "Erklärschrift" von Mermet:

 
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Ledeba

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Genau.
 

78587?

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Ok,

dieses "O" oder auch "Null", ist mir bisher in keinem original Dokument unter gekommen, steht auch nichts in den letzten Ausgaben der Motorenkarten aus dem Januar ´45 noch in den E-Listen.
Richtig ist aber, man kann die Motoren auf "B4" und auf "C3" betreiben, das ist aber kein "Wahlschalter" oder so was, dazu muss man den Ladedruck begrenzen, bzw freigeben für den jeweilig genutzten Kraftstoff, und MW-50 zuschalten.
Was aber die Motoren auch haben, ist eine "Drosselklappensperre", speziell zum Anlassen unter "0°" Celsius, wie man diese Funktion benutzt ist beschrieben.
.
 

Ledeba

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Besten Dank,

ich habe die Infos mal an das LRG weitergegeben. Mal sehen, wie sie dazu stehen. Carl E.Charles aus München (vielleicht bekannt) sieht es übrigens ähnlich wie du.

Beste Grüße
Ledeba
 
lutz_manne

lutz_manne

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Wird denn auf den Triebwerksplaketten (ich kenne gar keine) überhaupt so genau die Motorversion angegeben? Grundsätzlich ist doch nach meinem laienhaften Motorverständnis ein DB 605 A erstmal die Basis für z.B. einen DB 605 AS, AM oder ASM, je nach Anbauteilen. Bezeichnet die Plakette den vom Werk komplett gelieferten Motor? Wo ist die befestigt? Kenne nur die Buchstaben (A, N, E, AS) oben drauf auf dem Motor und die Motornummer an der Seite vom Gehäuse.
Wenn da jetzt ein O oder eine 0 dran kommt, müsste das also schon eine besondere technische Sache sein.
 

Ledeba

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Hallo lutz_manne,
ich habe von Motoren und dem ganzen technischen Kram so viel Ahnung wie eine Ameise von Augenoperationen, aber irgend woher müssen die Allies doch diese detaillierten Motoreninfos haben, wenn sie es in ihre Bergungsberichte schreiben --- und ein Plakette schien mir da die einfachste Antwort. Aber vermutlich liege ich falsch :1041: :wink2:.
 
lutz_manne

lutz_manne

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Danke für die Fotos, schön mal sowas zu sehen. Also wird auch eine "Unterversion" angegeben. "A1" bzw. "A/1". Waren das dann auch schnöde "A" Motoren, oder waren die auf dem Stand AS/ASM/AM?! Falls du das vielleicht weisst, von der Flugzeugversion oder von den Anbauteilen her.
Sonst könnte man ja z.B. auch denken, dass die Motoren mit der "0" Nullserie waren?!
Aber es wäre eben mal interessant, wenn der Herr Mermet auch seine Originalquellen zeigen würde. Sonst stochert man irgendwie auch einem Phantom hinterher. Nicht das am Ende noch einer mit dem BAL-Schlageisen abgerutscht ist. ;-)
 

78587?

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Diese obigen Schilder stammen von "A" Motoren, so ab Mitte ´44. Das kann aber jetzt auch "AM" sein, also für eine G-14. Das steht dann aber auf dem Kurbelgehäusedeckel oben mit lackierten Großbuchstaben drauf. Da ist nur der Ladedruckregler auf 1,7 ata freigegeben, und die Einspritzdüse am Ladereinlauf drin. Teils sind dann auch andere Kerzen eingesetzt oder wurde eine andere Zündkurve verwendet. Der Rest vom MW-System ist ja Zellenseitig.
Grundsätzlich sind auch die "A" Motoren weiter entwickelt worden, speziell auf die Verwendung von "Sparstoffen" hin, und auf die Leistungssteigerung/Flughöhen. Die letzten Motoren "AS" / "D" sehen für den Laien zwar gleich aus, da ist aber max, 15% von den Bauteilen noch vom ursprünglichen Motor aus ´41-42 übrig. Das muss man so verstehen, da ist nicht der "A" als Basis genommen worden und dann je nach Einsatzzweck die Version "AS" oder "D" zusammen geschraubt worden, das sind jeweils eigene Entwicklungsreihen.
Es gab aber "A" Motoren die als Basis für den AS genommen wurden, im Winter-Frühjahr ´44 wurden min. 200 Motoren umgebaut die für die G-6AS schnellstmöglich zum Einsatz sollten, aber auch da sind über zweihundert Einzelteile abweichend zur "A" Serie.

Dann gab es noch eine Versuchsserie, "AS" die an die Front kam, da wurde die Zündfolge geändert. Diese Motoren waren aber mit einem roten Balken am Gehäuse gekennzeichnet.
.
 
lutz_manne

lutz_manne

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Spannend, danke für die Erklärungen.

Es gibt ja diese Motorenkarten. Ich hab nur die für den DB 605 A-B Baureihe 0 und 1.
Wäre es da also nicht auch möglich, dass es bei den DB 605 AS oder ASM eben auch die Baureihenbezeichnung "0" wäre, gerade wenn es, wie du schreibst, nahezu Neuentwicklungen waren.

 
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78587?

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Wäre es da also nicht auch möglich, dass es bei den DB 605 AS oder ASM eben auch die Baureihenbezeichnung "0" wäre, gerade wenn es, wie du schreibst, nahezu Neuentwicklungen waren.
Sicherlich, ausschließen kann ich das bisher nicht, wie schon erwähnt hab noch keine Dokumente gesehen, welche die Bedeutung "O" bzw "0" erklären würden.
Es könnte auch sein, dass es mit der Lizenzfertigung in Italien zu tun haben könnte:question:

.
 

78587?

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aber irgend woher müssen die Allies doch diese detaillierten Motoreninfos haben, wenn sie es in ihre Bergungsberichte schreiben
So "aktuell" waren die offenbar nicht mit ihren Erkenntnissen. Da findet sich zb in den Fundberichten der Amerikaner, die Anzahl der in Wertheim (Flumann-Werke) und Umgebung vorgefundenen 109, keine einzige "K". Aufgelistet ist das zwar sehr gut, mit dem Zustand und den Werknummern, da sind laut den Nummern einige "K-4" dabei, nur die sind alle als "Gustav" bezeichnet, die kannten die Baureihe bis dato (April-Mai ´45) also noch gar nicht.
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Junkers-Peter

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Ich habe mal meinen Stapel an Alliierten Auswertungen über unsere Maschinen zu Kriegsende durchgesehen und ich denke, ich bin fündig geworden. Anscheinend geht es um die in Bergamo vorgefundenden Bf 109. In den Berichten finden sich sehr viele 109 G/K mit 605 D oder AS, aber diese komischen Bezeichnungen habe ich nur in dem einen Bericht gesehen. Anscheinend war der Erkundungstrupp nicht so fit in der Einordnung der Typenschilder, denn meiner Meinung nach handelt es sich um Fehlinterpretationen von normalen DB 605 AS/M und D.

Hier die Flugzeuge in Bergamo:



 
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lutz_manne

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Danke, da haben sie scheinbar direkt von den Plaketten abgelesen. Sieht man an dem Hinweis bei der G-6, das die Motornummer wegen fehlender Plakette nicht erfassbar war.
Also wieso hat da jemand ASMO und DMO eingeschlagen?!
Dennoch bleibt das Dokument irgendwie eine Art Sekundärquelle. Ein deutsches Dokument wäre hilfreich.ﹰﹰ
 
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Junkers-Peter

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Die wirst du kaum finden. Da würde man originale Werknummernlisten benötigen mit der Zuordnung zur Baureihe. Wo wurden denn die 007-Motoren hergestellt? Bei DB in Genshagen? Und die 117-Reihe?

Und der "DB 605 DB" bei der 491474 kommt mir auch eher suspekt vor.
 

Ledeba

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Carl E. Charles aus München hat das Foto einer Motorplakette veröffentlicht, auf der folgendes zu sehen ist: "Geräte-Nr. --- 9 - 605DM 0, Werk-Nr. --- 117 - 0045, hsq" hsq ... DB Genshagen. Damit dürfte das Rätsel gelöst sein, denn es ist eindeutig eine leicht versetzt eingeschlagene Null und kein "O". Das haben die Allies wohl gründlich fehlgedeutet. Somit könnte es die Variante "0.Serie" sein. Das in dem englischsprachigen Forum auch nur anzudeuten, hat von englischer Seite zu wüsten nationalistischen und persönlichen Beschimpfungen geführt (Clint Mitchell). Ich werde dort in Zukunft nur noch stiller Leser sein.
 
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