DDR-Piloten in lybischen Maschinen?

Diskutiere DDR-Piloten in lybischen Maschinen? im Andere Konflikte Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Woher kommt diese Information, dass der Pilot von der Luftwaffe war? Ich weiß bislang nur von Marinefliegern, die die Super Etendard als...
EDCG

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im Norden
das BW Piloten nicht auf B-52/B-1 fliegen kann ich mir auch vorstellen, das
BW Piloten auf F-8/Super Etendard fliegen eigentlich auch nicht bis eines
Tages eine S.Etendard kurz nach dem Start auf einem Flugzeugträger der
franzosen ins Wasser geplumst ist und der Pilot sich mit dem Schleudersitz
gerettet hat - ein Luftwaffenpilot !
Woher kommt diese Information, dass der Pilot von der Luftwaffe war?
Ich weiß bislang nur von Marinefliegern, die die Super Etendard als
Austauschpiloten geflogen haben.
 
TF-104G

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Alien
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Kann auch ein Marine-Pilot gewesen sein, Einigen wir uns auf Bundeswehrpilot. :TD:
 

mike2

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West und Sued Europa
Warum nicht

In Belgien habe wir Testpiloten die in Edwards ausgebildet wurden.
Die haben im Rahmen ihrer Ausbildung so zimlich alles geflogen was es dort gibt.
 

n/a

Guest
Zur F-117 kann ich nichts sagen, aber in der F-111F durfte mindestens einer einmal mitfliegen, aber ich weiß nicht, ob dies "offiziell" war oder nur "eine Gefälligkeit unter Waffenbrüdern".
Nein, ich kenne jemanden, der Austauschpilot in einer F-111-Staffel war und für ein paar Jahre zum Fliegen in den USA war.
In Belgien habe wir Testpiloten die in Edwards ausgebildet wurden.
Die haben im Rahmen ihrer Ausbildung so zimlich alles geflogen was es dort gibt.
Das hat aber nichts mit Austauschprogramm zu tun, denn es gibt insgesamt nur wenige Testpilotenschulen, die die Testberechtigung Klasse 1 ausstellen, und nur mit dieser darf man wohl Flugzeuge über 2 to MTOM zum Erstflug bringen. Die Schulen sind in
  • Empire Test Pilots' School (ETPS) in Boscombe Down, Wiltshire, Großbritannien
  • Ecole du Personnel Navigant d'Essai et de Reception (EPNER) in der Istres Le Tube Airbase, Frankreich
  • Testpilotenschule der US-Navy auf der NAS Patuxent River, Maryland
  • Testpilotenschule der USAF auf der Edwards AFB, Kalifornien
  • Zentrum der Raumfahrtausbildung und Flugerprobung im Michail-Gromow-Luftfahrtforschungsinstitut in Schukowski, nahe Moskau, Russland
  • und noch einige kleinere wie z.B. die NTPS in Mojave
und haben alle ihren eigenen Flugzeugpark. Die USAF-Schule zum Beispiel setzt F-16 ein, die NTPS hatte laut einem Zeitungsartikel von vor ein paar Jahren noch eine Saab Draken. Dort wird aber eher kein Deutscher, Belger o.ä. irgendwelche hochsensitiven Upgrades für F-117 oder B-2 testen, die spulen da einen Kurs ab, um in ihren Heimatländern später einmal selber eine solche Aufgabe im Cockpit von Eurofighter und Co. zu absolvieren.

Im übrigen erlaube ich mir mal eine Querverlinkung zu tucanos's Thema "Austauschpiloten", das hat ja doch thematisch miteinander zu tun :)
 
Gogo

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Als das Tornado-Training in Holloman begann sagte einer der dortigen Offiziere bei einem Interview dass man über Flug- bzw. Waffenlehrer mit "Kampferfahrung" verfüge. Als die Presse da nachzubohren begann, gab es sofort einen Maulkorb. Offiziell dementiert wurde es aber nie ;)
Das sagt überhaupt nichts über eine Teilnahme deutscher Piloten an US-Missionen aus. Das Tornado-Training in Holloman begann 1996. Bereits 1995 war die Luftwaffe mit Tornados an scharfen Einsätzen über dem Balkan beteiligt. Somit dürften die Kampferfahrungen wahrscheinlich daher rühren und dieser Offizier wollte sich nur wichtig machen.
 

Reinhard

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Ich kenne 1999 als Beginn des Tornado-Training in Holloman , warum man zu dieser Zeit Kampferfahrung deutscher Piloten noch verheimlichen soll,ist mir auch rätselhaft.
 
BadCompany

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Die Luftwaffe war mit Tornado ECR und Recce ab Juli/August 1995 an der UNPROFOR Mission für Bosnien (und nachfolgend IFOR/SFOR) beteiligt.

Zitat von der Luftwaffen Homepage:

Zur Unterstützung des UNPROFOR-Einsatzes in Bosnien-Herzegowina verlegen acht ECR- und sechs RECCE-Tornados auf den Flugplatz San Damiano bei Piacenza in Italien. Die aus dem Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann" und dem Jagdbombergeschwader 32 rekrutierten Maschinen bilden mit dem Personal weiterer Luftwaffeneinheiten das Einsatzgeschwader (EG) 1

Das Einsatzgeschwader 1 Luftwaffe (EG 1 Lw) wurde nach dem Bundestagsbeschluss vom 30. Juni 1995 aufgestellt und war vom August 1995 bis August 2001 auf dem italienischen Luftwaffenstützpunkt San Damiano bei Piacenza stationiert. Bis zu vierzehn Tornados vom Typ RECCE (Aufklärung) zur optischen und Infrarotaufklärung sowie ECR (Electronic Combat Reconnaissance), zur Bekämpfung radargeführter Flugabwehr, waren hier zur Unterstützung der Friedenstruppen (IFOR und SFOR) im ehemaligen Jugoslawien eingesetzt

Die Verlegung des EG 1 Lw begann am 17. Juli 1995. Binnen einer Woche wurden durch das Lufttransporteinsatzkontingent mit Transall C-160 und mit Kraftfahrzeugen 800 Tonnen benötigtes Material nach Piacenza transportiert. Eine logistische Leistung, die durch große Erfahrung im Lufttransportbereich beim Aufbau von Lufttransportstützpunkten und bei der Verlegung von Jet-Verbänden ermöglicht wurde. Die Folgeversorgung für das Geschwader wurde nach Abschluss der Verlegung vom bayerischen Landsberg aus gesteuert. Die Gesamtpersonalstärke des Einsatzkontingentes der Luftwaffe betrug etwa 520 Soldaten, wovon 60 im nationalen Gefechtsstand in Vicenza eingesetzt waren.

Der erste Einsatzflug des EG 1 Lw fand am 7. August 1995 statt. Deutsche Tornados begleiteten amerikanische Kampfflugzeuge nach Sarajevo mit dem Auftrag, die Verbündeten gegen Radar- und Luftverteidigungsstellungen zu schützen.

In den Jahren 1995 bis 1999 hat das EG 1 Lw mit seinen RECCE- und ECR-Tornados Missionen zum Schutz und Unterstützung des Schnellen Eingreifverbandes, IFOR und SFOR geflogen, ohne jeweils direkt in Kampfhandlungen eingebunden zu sein.
 
Veith

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Danke.
Es wurden aber m.W. durch die Bundesdeutschen keine Waffen gegen Stellungen der jugoslawischen Luftverteidigung abgefeuert, das war dem sog. Kosovokrieg vorbehalten, oder?
 
BadCompany

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Meines Wissens nicht, die Recces haben aber einige Volltreffer mit ihren Kameras gelandet.
 
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Danke.
Es wurden aber m.W. durch die Bundesdeutschen keine Waffen gegen Stellungen der jugoslawischen Luftverteidigung abgefeuert, das war dem sog. Kosovokrieg vorbehalten, oder?
Bis zum Kosovokrieg wurde keine Waffe von einem Deutschen Tornado abgefeuert!
 
Gogo

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Ich kenne 1999 als Beginn des Tornado-Training in Holloman , warum man zu dieser Zeit Kampferfahrung deutscher Piloten noch verheimlichen soll,ist mir auch rätselhaft.
Nää,
auch hier hilft www.Luftwaffe.de
1996 Erster offizieller Tornadoflug über Holloman im April
1996 Aufnahme Flugbetrieb Tornado mit dem Schwerpunkt: Taktische Verbandsausbildung

Kannst du mehr berichten?
Nicht mehr, als schon steht.
 
boxkite

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Gibt es unter uns jemanden, dessen französische Fremdsprachenkenntnisse hier weiterhelfen, um wieder zum Ausgangsthema zurückzufinden? Das Wörterbuch deutet nur in die Richtung, daß drei Bulgaren unseren 'East Germans' den Rang streitig machen könnten (allerdings im verlinkten Text auch mit einem Fragezeichen versehen) ... Auf den ersten Blick klingt das ebenso unglaubwürdig, würde aber zumindest erklären, warum man bei den Besatzungsmitgliedern Personaldokumente mit cyrillic fonts gefunden haben will. Wieviel Prozent der europäischen Bevölkerung im Allgemeinen und wieviel Prozent der französischen Militärangehörigen können auf Anhieb die beiden Alphabete voneinander unterscheiden? (Die russische und bulgarische Leserschaft darf leider keine Lösungen einsenden.)

An der Klärung der Frage wird zumindest gearbeitet - soviel darf schon mal verraten werden.

Bleibt neugierig!
 
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boxkite

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Und noch eine persönliche Meinung zum immer wieder hochgekochten "Vergleich" Super Etendard mit Bundeswehrpiloten auf der einen und der über dem Tschad abgeschossenen Tu-22 mit "DDR-Männeln" als Besatzung auf der anderen Seite. Zum einen hinkt die Gleichsetzung dieser - ich nenne es mal - Übungsflüge auf bundesluftwaffenfremden Typen mit dem Kampfeinsatz eines derart "großen Koffers". Daß es auch zwischen Ost und West (nach 1990) kurzerhand Einladungen zu Mitflügen von NATO-Piloten in einer Su-27UB gab (und umgekehrt) gab, läßt sich gewiß mit grundsätzlichen Gemeinsamkeiten in den Jägercockpits erklären. Aber ohne sehr intensives Training (man erinnere sich an die ausführlich geschilderten Schwierigkeiten, eine Tu-22 zu beherrschen) dann auch noch in den Kampf zu ziehen ... Ich glaube, wir hier im Osten des Landes wußten obendrein mit dem Kürzel WSO gar nichts anzufangen :confused: .
 
Toryu

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Das sagt überhaupt nichts über eine Teilnahme deutscher Piloten an US-Missionen aus.
Ist es nicht wesentlich wahrscheinlicher, dass US-Piloten in der dt. Einheit waren (ähnlich wie seinerzeit bei den F-104 in Luke) und dadurch Kampferfahrung hereingespült wurde?

Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem Piloten in den Neunzigern, der marinierte Tornados und als Austauscher US F-18 (vom Träger?) geflogen haben will.
 
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Ist es nicht wesentlich wahrscheinlicher, dass US-Piloten in der dt. Einheit waren (ähnlich wie seinerzeit bei den F-104 in Luke) und dadurch Kampferfahrung hereingespült wurde?

Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem Piloten in den Neunzigern, der marinierte Tornados und als Austauscher US F-18 (vom Träger?) geflogen haben will.
Diese Austausche sind in der NATO durchaus üblich und eine Auszeichnung für den entsprechenden Piloten. Wir hatten damals im MFG 2 mehrere ausländische "Kutscher"...Amerikaner, Franzosen. Umgekehrt gab es auch unsere eigenen, die Erfahrung bei einer fremden Streitkraft gesammelt haben. Den mit der Hornet-Erfahrung kenne ich auch, hat nach Angaben in der Geschwaderzeitschrift über 500 h in der F/A-18 erflogen.
 
Grimmi

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Sorry fürs herausholen dieses alten Threads - es ist zwar nicht völlig Offtopic, aber meiner Meinung nach trotzdem von Interesse hier.

Die Franzosen diskutieren zur Zeit über die abgeschossene Tupolev, vor allem ob sie durch HAWK oder 20mm Flab oder beides runtergeholt wurde bzw. mehrere Tu's in aufeinanderfolgenden Jahren beim Angriff auf den Flugplatz bei N’DJAMENA vom 7. September 1987.

HAWK wird bestätigt und auch dass es nur eine Tu zum Flugplatz schaffte. Eine zweite Tu war aber vermutlich auch unterwegs, ging aber wohl durch technische Probleme verloren.

Statt Ostdeutsche waren es aber nach der zweiten Quelle 'Osteuropäer', vermutlich Bulgaren. Wurde ja auch schon hier im Thread erwähnt.

Quelle 1 mit einer guten Übersicht über alle Aktionen: AeroHisto - Aviation History: De Manta à Epervier : opérations aériennes au-dessus du Tchad

Quelle 2 mit einer detaillierten Auflistung der Aktionen am 7. September 1987: http://cesane.artillerie.asso.fr/Texte/DocumentsMemorial/2.57.EP2.Les_trois_Glorieuses.Chap_3.N_Djamena.pdf

Gerade Quelle 2 finde ich sehr informativ, mit einem Resumée mit was für Gedankengänge die Entscheidungsträger konfrontiert waren. Ich hoffe Google oder babelfish schaffen für nicht französischsprechende ein einigermassen lesbares Dokument.
 

Sens

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Ein kleiner Tip, wer flog denn zu jener Zeit Tu-22B?! 1985 brach der Irak die Beziehungen zu Libyen ab, weil Gadaffi den Iran unterstützte und damit entfällt diese Option. .
Die Russen reklamieren, dass nicht alle ihre Piloten die schwierige Tu-22B beherrschen konnten, die eine hohe Unfallrate hatte.
Osteuropa dürfte die SU beinhalten. Gadaffi zahlt ja mit Divisen und war ein Gegner der NATO-Staaten.
 
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