DDR Wissen Blockade/Luftbruecke Berlin

Diskutiere DDR Wissen Blockade/Luftbruecke Berlin im Besondere Ereignisse Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Angeregt durch den 70.Jahrestag der Luftbruecke nach Berlin (1948/1949) stellt sich mir heute die Frage: Was wusste die damalige Bevoelkerung in...

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  1. #1 ColdWar, 21.03.2019
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    Angeregt durch den 70.Jahrestag der Luftbruecke nach Berlin (1948/1949) stellt sich mir heute die Frage:
    Was wusste die damalige Bevoelkerung in der sowjetischen Besatzungszone und auch spaeter in der DDR ueber dieses lokale Geschichtsereignis. Wie vermittelte die Lehrerschaft in der DDR diese Thematik im Unterricht (Heimatkunde?), wenn ueberhaupt? Oder wussten DDR-Buerger einige Details spaeter nur durch "hoeren sagen".
    Zumindest in der Berliner Region (also auch ueber dem oestlichen Teil Berlins) wird es 1948/49 ausgiebig "gebrummt" haben! Das kann den Anwohnern eigentlich nicht verborgen geblieben sein. Wie wurde das gedanklich verarbeitet?
     
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  3. busir

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    Also ich für meinen Teil kann mich, als schon damals luftfahrt- und geschichtsinteressierten Jugendlichen, nicht erinnern dass dies im Unterricht behandelt wurde. Müsste ja dann in Geschichte 10. Klasse gewesen sein. Ist aber auch schon ganz paar Tage her.
     
  4. #3 Monitor, 21.03.2019
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    War kein Thema in unserem Bildungssystem.

    Bestenfalls Infos aus dem Westfernsehen.
     
  5. #4 Rhönlerche, 21.03.2019
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    Zu der Zeit war es in Ost-Berlin unüberseh- und unüberhörbar, außerdem war die Grenze ja noch offen. Unter den Luftkorridoren muss man es auch mitgekriegt haben, im Rest der DDR vermutlich nur über Erzählungen und West-Radio, dass ja auch fleißig gehört wurde.
     
  6. #5 Stovebolt, 21.03.2019
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    Im Bildungssystem im Osten bis zur 9. Klasse zumindest kein Thema gewesen.
    Danach war für mich die Wende.
    Wie wollte man das den auch politisch korrekt aus Ostsicht argumentieren, daß Westberlin, trotz Blockade den Status behalten hat?!
    Da verschweigt man sowas lieber, bevor man dumm dasteht.
    Gruß!
     
  7. #6 Monitor, 21.03.2019
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    Ein Artikel zum Sonderstatus West-Berlins:
    Leben in einer geteilten Stadt: West-Berlin | visitBerlin.de
     
  8. #7 Rhönlerche, 21.03.2019
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    Pardon, aber den alliierten Sonderstatus hatte ganz Berlin. Das war doch der "Witz", es (sog. "Groß Berlin") stand immer noch unter Alliierter Verwaltung. Ost-Berlin war der sowjetische Sektor. Das alliierte Recht galt dort ebenfalls und bis zuletzt. Trotz DDR und sonstwas. In ganz Berlin fuhr zum Beispiel die DDR "Reichsbahn". Alliierte Soldaten in Uniform waren in allen Sektoren unterwegs, auch viele westliche in Ost-Berlin, und das unkontrolliert von der DDR.
     
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  9. #8 Monitor, 21.03.2019
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    Richtig.
    Hier noch mal etwas differenzierter erklärt:
    Streit um Berlin | Die Ostpolitik | Politik | BRD II | Zeitklicks
     
  10. #9 Rhönlerche, 21.03.2019
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  11. #10 eggersdorf, 21.03.2019
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    Die damalige Darstellung bezog sich ursächlich auf die in "Berlin (West)" angekündigte Währungsreform. Die Reaktion wäre dann die Blockierung der Verkehrswege aus "technischen Gründen" gewesen. Um die Versorgung der Bewohner von "Berlin (West)" sicherzustellen hätten diese in den "demokratischen Sektor von Berlin" kommen können. Die soll dann aber abgelehnt worden sein woraufhin die Luftkorridore "mißbraucht" wurden von den "imperialistischen Westmächten" um "Berlin (West)" aus der Luft zu versorgen. Der Begriff "(Berliner) Luftbrücke" kam im damaligen Sprachgebrauch nicht vor. "Berlin (West)", die "selbst. politische Einheit" hatte folglich auch nichts direkt mit der "BRD" zu tun und wurde immer als "Pfahl im Fleisch des Sozialismus" betrachtet und bezeichnet.
     
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  12. #11 Rhönlerche, 21.03.2019
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    Die DDR hat ja immer gerne von "Westberlin" gesprochen, und damit versucht, ihre "Dreistaatentheorie" (DDR, BRD, WB) zu untermauern.:biggrin:
     
  13. orca30

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    Aus eigener Erfahrung: Das war in Westdeutschland (Bayern, Ende der 80er Jahre) auch nicht anders. Da hörte die Geschichte 1945 auf. Dafür wurde aber das Mittelalter in aller Detailtiefe erkundet.
     
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  14. #13 Rhönlerche, 21.03.2019
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    Ich dachte immer, das bayerische Abitur ist so schwer weil es so gut ist?
     
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  15. Howy-1

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    Der Umgang mit Berlin war in der Schule bei uns recht zurückhaltend. Wir haben über "Berlin - Hauptstadt der DDR" recht viel gelernt, was Einwohnerzahl, Industrie, Wohnungsbau und die "großen Errungenschaften des Sozialismus" angeht.
    Über den Viermächte-Status kam da nach meiner Erinnerung überhaupt nichts. Westberlin wurde uns da nur hingestellt als Insel der Grenzermörder, Saboteure und Hort des Bösen. Ich kann mich noch an eine Rüge erinnern, die ein Mitschüler bekam, weil er bei der Frage nach der Gliederung von Berlin sagte "Westberlin und Ostberlin"!
    Es gab auch keine Berliner Mauer, sondern einen "antifaschistischen Schutzwall". Also wurde Westberlin und fast alles, was damit zusammenhing mehr oder weniger totgeschwiegen, bis auf so Sachen wie Spionagetunnel und Provokationen am Checkpoint Charlie.
    Interessant wäre da vllt. mal, wie das in den Schulen in (Ost-)Berlin und Umland gehandhabt wurde, die da ja näher dran waren...
    Und um mal in meine heimatliche Gegend abzuschweifen, dass in Thüringen zuerst die Amerikaner und dann sie Sowjets waren und warum, das wurde uns erst am Ende der Schulzeit offenbart. Im Heimatkundeunterricht der Unterstufe wurde uns noch weißgemacht, der am Pionierhaus stehende T-34 (heute in Mödlareuth zu sehen, wenn er noch dort ist) hätte unsere Stadt befreit. :cursing:

    Aber natürlich waren wir von den Eltern und Großeltern umfassender informiert, und natürlich übers Westfernsehen. :thumbsup:
     
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  16. Jeroen

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    Geschichte hatte ich in Niederlande nicht als Endexamenfach,...…. aber beim Deutschunterricht schon!
    Da gab es Berlin, Luftbrucke, Mauerbau alles schon.
    Es gab sogar ein mehrtagigen Schulfahrt nach Berlin, ja ich betone nach Berlin!
    Das war ein Besuch an alle vier der Zonen, die ostliche inklusieve.
    Das Sonderheft zur Reise habe ich immer noch, und einiges anderes.
    En kleiner herausforderung war wohl der Umtausch von 25 Westmark nach Ostmark.
    Klar konnte man die nicht zurucktauschen also konnte man alles kaufen bis der tasche leer war.
    Nun aber was sollte man da damals alles damit kaufen, von Interesse in der laden als schulgehende Jugendlich in fruhe Jahren 80-iger?
    Im Fernsehturm im drehende Restaurant das teuerste Menu mit teuerste Wein gekauft (das ging ja sogar mit 15/16 Jahr Alter damals)
    Und hatte alles nur 11 Mark gekostet, da hatte ich noch 14 ubrig was zu tun damit?
    Interessante Luftfahrtbucher schon gesucht aber leider nichts gefunden.

    Photographieren im Grenzbereich, strengst verboten, das wurde und Schuler ernsthaft betont da konnte es grosse Problemen geben.
    Also mit Bus hin uber der Transitweg Helmstedt-Dreilinden. Habe ich nur mit Interesse geguckt.
    Bei Mauerbesichtigung war photographieren erlaubt, hat mir ein schoenes Panoramabild gebracht....
    Und dann der Heimfahrt, da konnte ich es nicht lassen, man war ja Puber!
    Beim Heimfahrt habe ich dann heimlich etwa 24 Snapschuss mit der Kodak pocket gemacht. Sogar vereinzelt n Vopo drauf...ojee
    Hinterher habe alle Mitschuler bei mir dann Abzuge bestellt.
    Das damals an die Grenze ganze LKW/Fahrzeugen heimlich mit Roentgen bestralt wurden um heimliche Versteckecken fur Personen zu entdecken das wussten wir ja alle damals nicht.

    Nun ist alles Historie.

    Der Rosinenbomber damals in Tempelhof hatte ich im Stadtschulbusrundfahrt stehen gesehen, da bin ich dann extra ganz allein noch mal losgefahren und am Zaun spaziert den auf zu nehmen.
    Die tagliche C130, Gazelle und UH-1 Hubschrauber und sogar vereinzelt ein Seaheron oder RAF Dove/Pembroke uber der Stadt habe ich auch noch gut in Erinnerung.
     
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  17. gringo

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    Berlinblockade und Luftbrücke war meiner Erinnerung nach auch in Ostberlin in den Ende 50iger und 60iger kein Thema, vielleicht Erwähnung am Rande.
    Westberlin wurde vor allem ausgiebig als Frontstadt beschrieben.
    Faktisch ist dies heute inzwischen unstrittig, das auch da was dran war:
    Berlin war während des Kalten Krieges ein Zentrum der Spionage und Treffpunkt der Agenten - Kultur - Tagesspiegel
    Der Begriff Westberlin war gängig, Ostberlin zu sagen, war auch o.k.
    Unterschwellig fühlten sich bis zum Mauerbau Ost- und Westberliner als was Besonderes, zumindest gegenüber denen aus der Zone (DDR), Zone war wie ein anderes Land, weil dahin kam man auch als Ostberliner nur nach strengen Grenzkontrollen (Pass und Zoll).
    Innerhalb Berlin, also Ost und West gab es bis zum Mauerbau da keine Kontrollen.
    Zu dem hieß es damals, Westberlin sei nicht Bestandteil der Bundesrepublik …., - wegen dem Viermächtestatus. Der Status galt ja dann auch für Ostberlin ...
    Der Begriff "Hauptstadt der DDR" wurde erst nach Mauerbau "gewünscht", davor war es auch deshalb der "Demokratische Sektor Berlins".

    In meiner damalige Schulklasse spiegelte die seltsame Situation Berlins auch wieder. - Es gab 3 Cliquen, die normalen (echten) Ostberliner Kinder, dann die aus Sachsen etc. Zuggereisten, deren Eltern meist (besserverdienend) im Staatsapparat tätig waren und die sog. Grenzgängerkinder, die also im Ostteil wohnten, aber Papa im Westteil harte Mark verdiente.
    Ein Blick in Federtasche oder auf Klamotten genügte, um zu sehen, wo jeder hingehörte. Nach Westberlin ins Kino war für Letztere Selbstverständlichkeit, für "Normale" nur wenn es ein Film war, wo per Ostgeld 1:1 Eintritt möglich wer, für die 3. Gruppe war Westberlin i.d.R. völlig tabu.
    Für mich war vor dem Mauerbau Westberlin allerdings besonders interessant, weil man vom S-Bahnhof Tempelhof gute Sicht auf den Flughafen hatte, um DC-6B von PanAM oder Vickers Viscount starten und landen zu sehen.
    Hier mal ein Youtube-Video aus dieser Zeit:

    Tegel war diesbezüglich schlechter, weil es weiträumiges Militärgebiet war. Den Beginn des Düsenflugzeitalters sah ich somit nur von fern.
    Berlin: Düsen-Prestige
    Dann waren da noch die Büros der Fluggesellschaften in Westberlin, wo die Damen hinterm Tresen die große glänzende bunte Poster von den typischen Verkehrsmaschinen nach gaaanz intensiven Bitten herausrückten, obwohl man nichts buchte.
    Ach, wie war man dann glücklich.
     
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  18. #17 MiGhty29, 03.06.2019
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    die DDR wurde erst am 7.Oktober '49 gegründet !
    Und...
    ich bin nicht überzeugt davon,dass gerade zu Aufbau-,Gründungs- und
    NeubeginnEnthusiasmuszeiten so viel Westradio gehört wurde,denn
    nach dem Kriege waren doch viele überzeugt,im "gerechteren System"
    zu leben !
    Naja...die üblichen Querulanten gabs ja überall,auch im Westen....nur andersherum !

    Uwe
     
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  19. #18 gringo, 03.06.2019
    Zuletzt bearbeitet: 03.06.2019
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    So generell lässt sich das nicht sagen, weil das Hören können eine Rolle spielte.
    Bis Ende der 40iger hatten hier die Alliierten das Sagen. Zu dem war das Gesamterbe an Teilen ehemaliger Rundfunkanstalten lange strittig, weil einer hatte Studios, der andere aber die Sendeanlage …., das Gerangel endete erst in der ersten Hälfte der 50iger, wo Ost und West dann eigene getrennte Rundfunkstrukturen hatten, d.h. zeitlich da auch Start vom SFB.
    Früh hat sich der RIAS in Positur gebracht und an medialen Einfluss gewonnen.
    Insbesondere Kabarettsendungen (z.B. Stachelschweine), die die DDR auf's Korn nahmen, kamen an.
    Insbesondere nach den Unruhen 1953 machte man Front gegen den Sender durch div. Störsender, die bestimmte Sendungen fast unhörbar machten. D.h. Störungen liefen nicht rund um die Uhr.
    An das überlagernde Jaulgeräusch kann ich mich noch gut erinnern, wenn ich in den Ferien mal bei meinen Großeltern "in der Zone" war.
    Störsender: Dieser Kasten knipste den Klassenfeind aus
    Es gab also auch noch ein Unterschied zwischen Hören wollen und Hören können.
    In den 60igern hörte man dann zunehmend über UKW, wo stören nicht funktionierte.
     
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  21. #19 Rhönlerche, 04.06.2019
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    Den SBZ/DDR-Flüchtlingszahlen nach waren nicht alle überzeugt.
    Während der Blockade wurde der Sendemast des Berliner Rundfunks in Tegel gesprengt, um dort den Flughafen zu bauen.
     
  22. #20 Jeroen, 04.06.2019
    Zuletzt bearbeitet: 04.06.2019
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    Nun das sind alle interessante historische Fragen, nur sei mal bemerkt das wir die irgendwie direkt oder am Rande "40 Jahre DDR" erlebt haben, (oder stellvertretend diese Feier und Parade Oktober 1989) von sehr nahe bis aus der ferne, da auf andere weise in die Geschichte zuruckblicken. Zurecht wurde gemeldet bis 7 Oktober 1949 gab es keine DDR oder DDR-Bewustsein. Die DDR als solchens ist da gepraegt von den Jahren davor Luftbrucke inklusieve. Das DDR-denken, Identitaet und Bewustsein in folgende 40 Jahre, bis heute noch.
    Die Stadt in Schutt und Asch, viele ihre Bewohner in andere Gegenden oder Kriegsgefangenschaft, auslandische Besatzungsmaechte die das sagen hatte, Wohnung, Essen, Arbeit da gab es vieles um sich Sorgen ruber zu machen, uberfliegende Flugzeugen waren da nicht so von Interesse, wenigstens solange keine Bomben runtervielen.

    Politische Parteien wurden neugegrundet oder wieder aufgebaut. Ein erster Spaltung erfolgte mit die Verschmelzung Teilen der SPD mit der KDP in 1946.
    Das geschah unter Druck der Sowjetischen Militärverwaltung.
    In die Sowjetzone wurde nicht daruber gewahlt in Westdeutschland schon.
    Da war 82% dagegen. SPD-er fluchten nach westen, wurden SED Mitglied oder gingen nach Buchenwald, Hohenschönhausen, Jamlitz, und Sachsenhausen
    Ironisch hatten einigen dort wahrend der WW2 auch schon Zeit verbracht.
    In Ost Berlin konnte der SPD weiter bestehen, da hatte 1 von drei Mitglieder sich beim SED angeschlossen.
    Beim Wahl in Ostberlin in 1946 bekam die SPD 48,7% die SED 19,8%.
    Bei die Landeswahlen wurde der SED aber der grosste in die Sowjetzone, was man obenstehend lesend nicht ganz verwundern kann.
    Ob das alles auch im DDR Unterricht erzaehlt wurde?

    Nun wurde Berlin von die vier Siegermachte verwaltet bis Marz 1948 die Sowjets sich aus den allierten Kontrolrat verabschiedeten.
    Eine gemeinsame Loesung fur die blühende Schwarzhandel, der drastischer Geldüberhang, die mangelnde Akzeptanz der Währung fur benoetigte Reform dringend war da kaum noch moglich.
    Am 18. Juni verkündete die Westmächte eine Währungsreform, zwei Tage wurde sie später eingeführt. Die sowjetische Militäradministration unterbrach bereits am 19. Juni dann schon den Personenverkehr von und nach Berlin, wohl um sich vor einer zu erwartenden Flut der nun wertlos gewordenen Reichsmark zu schützen. In der sowjetische Besatzungszone wurde vier Tagen spaeter am 23. Juni ein eigene Währungsreform erlassen, welcher „Ostwährung“ von den Westmächte dann wieder nicht anerkaant wurde.
    Ab dem 25. Juni galt in West-Berlin dann auch die Deutsche Mark der Bank deutscher Länder (DM-West).
    Berlin war nun nicht nur in vier Besatzungssektoren, sondern auch in zwei Währungszonen geteilt, und viele Landwege, Schienen und Wasserwege blockiert.

    Da erfolgte die Luftbrucke.

    Am Ende bedeutete das fur vielen das die drei Westmaechte nicht mehr vorerst als Besatzer aber vor allem als Helfer und Freunde nun wahrgenommen wurden.
    Wie die Ostberliner, Brandenburger, Sachsen Thuringer usw die Blockade damals empfunden haben ist eine gute Frage an Historiker, oder die Grosseltern.
    Oder vereinzelt ein FFler die das selber noch miterlebt und scharf in Erinnerung hat.

    Die Luftbrucke war aber schon ein Ereignis, bestimmte Guter wurden fast direkt aus den USA, mit Zwischenlandung auf Grönland und in BRD nach Berlin geflogen.
     
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