Der deutsche Harrier: VFW-Fokker VAK 191 B – Anigrand 1/72

Diskutiere Der deutsche Harrier: VFW-Fokker VAK 191 B – Anigrand 1/72 im Jets bis 1/72 Forum im Bereich Bauberichte online; Zur Dekoration habe ich allerhand Quellen: die Decals aus Rob Hamans Bericht [5], Ausschnitte aus Fotos, ... … die Bausatz-Decals von Anigrand...
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Alien
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Zur Dekoration habe ich allerhand Quellen: die Decals aus Rob Hamans Bericht [5], Ausschnitte aus Fotos, ...



… die Bausatz-Decals von Anigrand (wobei davon am wenigsten brauchbar ist) und Reste vom Revell Starfighter-Bausatz (jede Menge Stencils):



Hinzu kommen noch ein paar Details aus den Risszeichnungen:

 
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Alien
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Anigrand hat sich um die ganzen Kontrolldüsen für den Schwebeflug gedrückt. Dazu findet man praktisch nichts am Bausatz. Ich will dem mit Decals abhelfen.



Die seitlichen Düsen unter dem Heck sollten in diesem Konus stecken, der beim Schleifen ziemlich an Substanz verloren hat. Mit Klebewachs baue ich mir einen neuen.



Hier die Steuerdüsen unter dem Bug. Alles Fake: bloß verkleinerte Fotos des Originals.



Ebenso auf und unter den Flügeln:

 
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Du hast scheinbar Nerven wie breite Bandnudeln! Richtig schön geworden!

Übrigens sehen die NACA-Einlässe auch gut aus: schön scharfkantig und mit flachem Boden. Bei meinem Bausatz von Akatombo sah das eher schlecht aus:


War Dein Kit so gut oder hast Du wieder mal gezaubert?
 
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Alien
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Ich wollte schon schreiben, dass der Anigrand-Bausatz sehr gut ist, denn er hat ja, wie eingangs gezeigt, sehr kräftige Gravuren. Das bietet den NACA-Einläufen gute Überlebenschancen. Ich habe versucht, sie mit Washing zu betonen, weil sie am Original wie schwarz lackiert aussehen.


Jetzt wird’s jedoch rätselhaft! Ich dachte, ich bräuchte bloß noch die vorbereiteten Fahrwerke und Klappen zu montieren, dann wäre ich fertig.



Im Vergleich zur Risszeichnung, die bisher gut zum Modell gepasst hat, sind die Räder zu klein und die Fahrwerksstreben deutlich zu lang!

Man könnte meinen, dass Anigrand die Federbeine entlastet dargestellt hat (Maschine in der Luft). Auch ein nettes „Detail“ am Rande: auf einem Foto der Maschine zeigen die Fahrwerksscheren an den Stützrädern nach vorne anstatt nach hinten.

Im Vergleich zum Museumsexemplar in OSH fällt auf, dass dort alle Federbeine total eingefedert sind. Diese könnte jedoch daran liegen, dass sie inzwischen keinen Innendruck mehr haben.

Wenn ich Robs Bilder in [5] ansehe, dann kommt mir sein Modell zu hochbeinig vor. Er schreibt, dass er an den Stützrädern 2,5 mm entfernt hat. Das passt zu meinem Vergleich des Bauteils mit der Zeichnung.



Außerdem passt die dreieckförmige Strebe des Hauptfahrwerks seitlich nicht in den Schacht. Wenn man da nichts machen würde, dann würde das Fahrwerk nochmals länger werden.

 
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Meine Überlegungen führten dazu, alle Fahrwerke zu kürzen und möglichst tief in den Schächten „zu versenken“, damit der Rumpf näher an den Boden kommt.



Die Stützräder wurden dann einzeln so eingepasst, dass die Maschine auf allen ruht. Komischerweise musste ich da nur 1 mm entfernen.



Anschließend wurde in Rückenlage weiter gebaut.

 
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Es koennte noch schlimmer kommen: vwegleich mal die Fotos aus Oberschleißheim bezueglich der Reifenbreite. Wenn gewuenscht könnte ich da sowohl Unruhe wecken wie für eine Lösung sorgen.
 
Flugi

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....
Jetzt wird’s jedoch rätselhaft! Ich dachte, ich bräuchte bloß noch die vorbereiteten Fahrwerke und Klappen zu montieren, dann wäre ich fertig.



Im Vergleich zur Risszeichnung, die bisher gut zum Modell gepasst hat, sind die Räder zu klein und die Fahrwerksstreben deutlich zu lang!

Man könnte meinen, dass Anigrand die Federbeine entlastet dargestellt hat (Maschine in der Luft). Auch ein nettes „Detail“ am Rande: auf einem Foto der Maschine zeigen die Fahrwerksscheren an den Stützrädern nach vorne anstatt nach hinten.
....
Anigrand hat sich noch nie Mühe gegeben, mit den Fahrwerken. Irgend etwas hat da immer nie gepasst. Meist die Beine zu lang, die Klappen zu breit oder die Radschächte zu klein.
W2011BB Ling-Temco-Vought XC-142, Anigrand | Seite 13 (flugzeugforum.de)
 
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Abweichend vom Bausatz montiere ich nur eine schmale Klappe vor dem vorderen Rad, quer zur Rumpfachse. Material bieten die beiden in Längsrichtung geteilten Klappenhälften aus dem Bausatz.



Antenne und Staurohr sind aus dem Bausatz. Man sieht hier aber auch, dass sich die Stencils aus dem Starfighter-Bausatz lohnen!



Die Montage der geöffneten Hubtriebwerks-Tore geht nur unter Zuhilfenahme einer improvisierten „Schraubzwinge“, die keine Kraft auf die Teile ausübt.

 
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So, fertig!



Wie immer bei mir, ein Vergleich mit dem Original:



Das größte Manko sind demnach die unterschiedlich langen Lufteinläufe und dass die Trennstelle zwischen vorderem, beweglichem Teil und dem Rest zu weit hinten sitzt. Ein Stück weit könnte der Unterschied der Perspektive des Fotografen geschuldet sein, aber nicht völlig.

Im nächsten Bild will ich überprüfen, was an der Vorstellung dran ist, dass die Fahrwerke zu hoch sind, weil sie nicht eingefedert sind.



Das fällt jetzt gar nicht so arg ins Gewicht. Der Rumpf dürfte vielleicht etwas voluminöser sein.

Fazit
  • ein interessanter Bausatz mit ein paar Mankos:
  • zu tiefe Gravuren
  • nicht brauchbare Decals
  • Steuerdüsen für den Schwebeflug wurden vergessen
  • der Triebwerkseinlaufkonus ist zu lang
  • dafür ist der Bereich zwischen Konus und Tragflächenvorderkante zu gedrungen
  • die Fahrwerksfedern könnte man noch ein wenig kürzen (bis zu 1 mm), um den Rumpf näher an den Boden zu bringen, auch um die Belastung der Beine darzustellen
  • Abdeckklappen und Auslassklappen der Hubtriebwerke dürfen zusätzlich detailliert werden
 
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watt'n g..ler Schlitten ... :TOP::TOP::TOP: ...
ich hoffe,dass er nicht in Deiner Vitrine zwischen
all den anderen Hochwertmodellen untergeht!
Hätte wirklich einen Einzelplatz verdient :TOP: !

Gruss Uwe
 
Thema:

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