Deutsche Flieger beim RAF 1940-1952

Diskutiere Deutsche Flieger beim RAF 1940-1952 im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Heute morgen fand ich dieser mir unbekanntes Teil der Luftfahrtgeschichte. Es ist einige Deutschen gelungen im WW2 sich als Flieger Anwarter zu...
Jeroen

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Heute morgen fand ich dieser mir unbekanntes Teil der Luftfahrtgeschichte.

Es ist einige Deutschen gelungen im WW2 sich als Flieger Anwarter zu bewerben, die RAF Pilotenausbildung zu schaffen und dann an Kampfhandlungen sich zu beteiligen auch uber Deutschland und Berlin.

Das betrifft etwa die beide Bruder Klaus Hugo Adam (Berlin 1921) und Dieter Adam (Berlin 1924). Ihre Vater war der ehemalige (WW1) Preussische Kavalerie Offizier Fritz Adam ihre Mutter Lilli Saalfeld, der Vater Fritz arbeitete in ein Familiengeschaeft in Kleidung und Sportsachen an der Kreuzung Leipziger Straße/Friedrichstraße in Berlin.
Als die gesellschaftige Lage sich 1933 verschlimmerte in Deutschland und die Jungen sich stritten mit einer Jungen der Hitler Jugend entschieden die Eltern die beide Jungs auf eine Schule in Edinburgh im Ausland zu schicken, ihr altere Bruder Peter Adam studierte dann schon in Frankreich.
Als die Lage fur judische deutsche Reichsburger weiter verschlimmerte, April 1933 wurde der Vater verhaftet, falsch beschuldigt, Attacken auf Juden und deren Geschäften und Betrieben zogen im Sommer 1934 die beide Eltern und einige andere Familienangehörigen auch nach England nach Hampstead.

Nach der Anfang der zweiter Weltkrieg am September 1939 wurde zuerst alle deutschen und oesterreicher in England "enemy aliens" erklaert, 74.000 wurden insgesamt uberpruft und entweder gleich inteniert (Cat A) in Bewegung und andere Sachen beschrankt of 3 Miles um ihr Haus Cat b oder unbeschraenkt Cat C erklaert, nach dem Angriff der deutschen auf Niederlande Belgien Frankreich dann 28 Mai 1940 wurde allen interniert mit Ausnahme der Cat C.

Sowohl Klaus Hugo und Dieter gelang es sich dennoch zu bewerben unter ihre damalige Nahmen Kenneth Adam und Denis Adam.
Kenneth hatte sich in Oktober 1940 freiwillig zu den Pioniertruppen gemeldet, jedoch gelang nach 8 Monaten Dienst die Wechselung zur (Aux) RAF, zur RAF Freiwillgen Reserve.
Er schulte in Schotland auf Tiger Moth und verfolgte weiter Pilotenausbildung in Kanada und USA. Am 1 Oktober 1943 dann wurde er einbefohlen beim 609 Squadron auf Typhoon am RAF Lympne. Zuerst flogen die Langstrecken Eskort fur (USAF) Amerikanische Bomber bei Tageslicht, später dann wechselte die Aufgaben nach Luft Boden Unterstützung mit Kanonen und RP-3 Raketen. For die Landung in Normandie zerstörte das 609 squadron deutsche Radaren in Frankreichs Küstenbereich.
609 war basiert in Frankreich, ab November 1944 in Niederlande ab Fliegerhorst Gilze Rijen und Feldflugplatz Kluis, dann April 1945 zuert nach Plantlunne nahe Lingen und letzt endlich in Wunstorf. Das Squadron hatte 232 feind abschussen egschafft, und verlor 73 Piloten.
Seine Kollegen nennte Kenneth "Hennie the Tank Buster", vermutlich weil er sehr gut deutsch sprach wurde er als Offizier verantwortlich fur die deutsche Bauarbeiter die die Flugplatz wieder aufbauten. Am 27 Dezember 1946 wurde ihm die Englische Staatsangehoerigkeit vergoent. In 1947 demobilisierte er aus die RAF.

Er schaffte ab 1948 ein Laufbahn im Film geschafft und schaffte es bis Filmdekor Produzent, er entwurf und produzierte die fur bekannte Filmen etwa die von James Bond (Ab Dokter No 1962 bis Moonraker in 1979), aber auch der Kriegsroom etwa Dr Strangelove der mann der der Bomb liebte 1964,


Spionage Filmen von der Reihe Michael Caine wie etwa "Begrabnis in Berlin" 1966 und die Adams Familie Werten aus 1993.
Sir Ken Adam (geboren Hugo Klaus Adam) starb in 2016 in London

Seine Bruder Dieter (Denis) wurde sobald er 16 Jahr alt war auch interniert auf der Insel Man jedoch nach vier Wochen freigelassen bewarb sich mit 17 auch bei die RAF, dafur, fur die Fliegerausbildung wenigstens musste man aber mindest 18 Jahren und 3 Monaten alt sein.
Er ging 1942 nach Rhodesien fur die Ausbildung auf Tiger Moth. und Harvard. Nach Erhalt seiner Wings wurde er zunächst nach Port Tufic in Ägypten geschickt und und dann nach Augusta auf Sizilien. Spater ging es weiter nach Worcester in England wo er zuerst wieder einen Auffrischungskurs absolvierte, besuchte anschließend der Advanced Flying Training School (AFTS), gefolgt von weitere Schulung an eine Operational Training Unit (OTU), er lernte das Fliegen von Spitfires, und schließlich nach ein weitere Kurs bei ein Conversion Unit, das Fliegen von Hawker Typhoon. Auf Wunsch und Bitte seiner aeltere Bruder wurde er November/Dezember in 1944 zur No. 183 Squadron, No. 123 Wing, in die Niederlande versetzt, der gleiche Wing wo Kenneth beim 609 Typhoons flog.
Beim 183 Sqn blieb Dieter und verlegte aus Gilze Rijen und endete letzt endlich Mai 1945 in (RAF) Wunstorf,
Nach Ende des Kriegsgeschehen in Europa kehrte das 183 Squadron nach Großbritannien zurück um sich vor zu bereiten auf ein Asien/Japan Einsatz und wurde auf RAF Chilbolton zunächst auf Spitfires und anschließend auf Tempests umgerüstet, Bevor dieser Einsatz stattfinden konnte, endete der Krieg mit Japan.
Denis (Dieter) Adam blieb bei der RAF wurde Instruktor. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Reduzierung der Truppenstärke begann die RAF, Squadrons aufzulösen und neu zu nummerieren. Squadrons mit höheren Nummern wurden in der Regel durch Squadrons mit niedrigeren Nummern ersetzt.
Das 183e Squadron wurde November 1945 (aufgeloescht) umnummeriert in 54 Squadron.
In Oktober 1946 demobiliserte Denis aus der RAF, wegen positive Erzahlungen seine Neuseelandische Kollegen entschied er 1947 dorthin ab zu reisen und bekam der neuseelandische Staatsangehorigkeit. Er flog dort weiter zivil auf Tigermoth und Segelflugzugen wurde ein erfolchreicher Geschaftsmann und Filantroop fur Kunst.
Denis Adam (geboren Dieter Adam) starb in Wellington in 2018.
 
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Sehr beeindruckende Lebensläufe von zwei gelungenen Immigrationen. Als Migrant für mich besonders interessant und solche Loyalitätskonflikte als Migrant in feindlichen Streitkräften zu dienen sind moralisch und mental sicher nicht zu unterschätzen und das so etwas in der RAF möglich war überrascht mich sehr.
Wenn die beiden in Deutsche Hände gefallen wären, dann wären sie als Verräter verurteilt worden und hätten den Krieg wohl nicht überlebt.


 
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Wenn die beiden in Deutsche Hände gefallen wären, dann wären sie als Verräter verurteilt worden und hätten den Krieg wohl nicht überlebt.
Genau, ein anderer deutscher RAF Pilot des 144 Squadron geriet waehrend ein Bombardementsflug uber Berlin nach seiner Notlandung bei Amsterdam mit sein Hampden Bomber am 8 September 1941 in Gefangenschaft verheimlichte sein judisch deutsche Herkunft und uberlebte. Seine Erlebnissen darunter 9 Versuchen aus Oflag aus zu brechen noch viel beeindruckender.
Nach WW2 flog er weiter bei sowohl RAF bis 1952 und arbeitete für die Mi6 danach bei die kanadische RCAF von 1952 bis 1958.

Georg Franz Hein (Peter Stevens)
Er starb in Toronto in 1979

Ein vierter deutscher RAF Pilot auf Wellington die U Booten jagte beim 612 Squadron war Michael Robert Emmanuel Kerr, der 1921 geboren wurde in Berlin-Charlottenburg.
Der schaffte es nach WW2 zu Richter.
Michael Kerr starb 2002 in London
 
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2/Ltn. Ernest W. Rosenstein, Sohn von Willi Rosenstein, Jasta 40, neun Abschüsse im 1.Weltkrieg. Ist als Angehöriger der SAAF am 2. April 1945 mit seiner Spitfire Mk. IX beim Tiefangriff auf deutsche Stellungen bei Parma/Italien durch Flak tödlich abgeschossen worden. Sein Vater war wohl Flügelmann bei Ltn. Hermann Göring, bis er sich zur Jasta 40 versetzen ließ.
Gruß
hans
 
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2/Ltn. Ernest W. Rosenstein, Sohn von Willi Rosenstein, Jasta 40, neun Abschüsse im 1.Weltkrieg. Ist als Angehöriger der SAAF am 2. April 1945 mit seiner Spitfire Mk. IX beim Tiefangriff auf deutsche Stellungen bei Parma/Italien durch Flak tödlich abgeschossen worden. Sein Vater war wohl Flügelmann bei Ltn. Hermann Göring, bis er sich zur Jasta 40 versetzen ließ.
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Sein Vater Willi Rosenstein wurde der Ausreise aus Nazi Deutschland erschwert durch, indem man hohe Steuern auf jüdisches Eigentum erhob. Nach einigen erfolglosen Versuchen wandte er sich in seiner Verzweiflung an Göring. Zur großen Überraschung Rosensteins selbst schickte ihm Göring einen Brief mit der Erlaubnis, das Land zu verlassen und drei Segelflugzeuge mit Ersatzteilen mitzunehmen.

Willi war 47 Jahre alt in 1939 als der WWII anfing, er selbe starb am 23 Mai 1949 bei eine Kollision von zwei Segelflugzeugen in der Nahe seiner Farm in Sudafrika.

Fritz Beckhardt auch ein WWI Veteran judischer herkunft war 8 Monaten auch im Jasta 26 zusammen mit Hermann Goering.
"1937 wurde Beckhardt von der Gestapo wegen der angeblichen Affäre mit einer „Arierin“ verhaftet und ins KZ Buchenwald deportiert. Sein Kamerad Berthold Guthmann, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde von Frankfurt, schrieb einen Brief an Göring und bat ihn, sich für Beckhardts Freilassung einzusetzen. Görings Antwort folgte prompt: Fritz Beckhardt kam tatsächlich frei und erhielt die Chance, Deutschland zu verlassen. Er floh mit seiner Frau zunächst nach Lissabon und von dort aus nach England."
Q JR

In 1939 beim Anfang der WWII war Fritz schon 50 Jahre alt, viel zu alt um noch Dienst zu leisten bei der RA als Jagdflieger.
In 1950 kehrte er zuruck nach Wiesbaden w er 1962 verstarb.

Andere judisch-deutsche WWI Flieger waren Wilhel Frankl der verstarb 1917 und Edmund Nathanael
 
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