Deutscher entschuldigt sich für Bombardierung englischer Kirche

Diskutiere Deutscher entschuldigt sich für Bombardierung englischer Kirche im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Ein früherer deutscher Luftwaffenpilot ist am Montag in ein kleines englisches Dorf gereist, um sich für die irrtümliche Bombardierung der...

Lothringer

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Ein früherer deutscher Luftwaffenpilot ist am Montag in ein kleines englisches Dorf gereist, um sich für die irrtümliche Bombardierung der dortigen Kirche während des Zweiten Weltkriegs zu entschuldigen. Er sei am 1. Mai 1942 von britischen Kampffliegern beschossen worden, berichtete der mittlerweile 82-jährige Willie Schludecker aus Köln im BBC-Radio. Um das Gewicht seines beschädigten Flugzeugs zu verringern und zurückfliegen zu können, habe er seine Bomben über einer Bahnstrecke abwerfen wollen. Eine der Bomben fiel jedoch auf die Kirche St. Andrew in Bolam in der Region Sunderland und beschädigte das historische Bauwerk schwer, ohne dass Schludecker davon etwas bemerkte.

Quelle: AFP
 
Wolfgang Henrich

Wolfgang Henrich

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Wenn der sich schon für ein Versehen entschuldigt, dann müssten aber viele Leute hier rüber reisen und sich entschuldigen.....nicht nur für ein Versehen.

Wenn es dem Seelenheil des Mannes geholfen hat, ist es ja okay. Allerdings löst dieses ewige entschuldigen und buckeln vor der Vergangenheit selbst beim ehemaligen Gegner und Sieger befremden und kopfschütteln aus.
 

LFeldTom

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@Elrayox

Sorry, seh ich anders.

Es geht nicht um das Aufrechnen von Entschuldigungen. Wenn er für sich entschieden hat, daß das was geschehen ist nicht ok war und sich dafür entschuldigt finde ich das vorbildlich. Daran ändert auch nichts, wenn (viele) Andere aller beteiligten Seiten das anders halten.

Ich empfinde das auch nicht auch nicht als Teil von ewigem entschuldigen und buckeln. Solche Gesten helfen vielmehr alte Vorurteile aufzubrechen.

Gruß,
Tom
 

whoops

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Sehe ich ähnlich wie LFeldTom. Ich denke mal, das ist die ganz persönliche Geschichte dieses Piloten, und somit seine Entscheidung, und die hat nichts damit zu tun, was andere machen, auch nicht die ehemaligen Gegner.

Ab gesehen davon, hat nicht der Sohn eines Dresden-Piloten das neue Kuppelkreuz gemacht? Also ich denke solche Geschichten gibt es auf beiden Seiten, und sie sind eher nützlich als daß man da jetzt anfangen müßte rumzunörgeln! Noch dazu mit einem "Du hast aber und ich hab viel weniger und dann hast Du aber wieder..." Bringt gar nix, erst recht nicht heutzutage!

Whoops
 
Shadow

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Sickte
Eine prima Aktion :TOP:

Es sind die vielen kleinen Schritte, die uns einander näher bringen. Es gibt auch viele Bomberpiloten der Allierten, die sich hier schon bei den Betroffenen entschuldigt haben.

Es müßte hunderte, viele tausende solcher Menschen geben.
 

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LFeldTom schrieb:
@Elrayox

Sorry, seh ich anders.

Es geht nicht um das Aufrechnen von Entschuldigungen. Wenn er für sich entschieden hat, daß das was geschehen ist nicht ok war und sich dafür entschuldigt finde ich das vorbildlich. Daran ändert auch nichts, wenn (viele) Andere aller beteiligten Seiten das anders halten.

Ich empfinde das auch nicht auch nicht als Teil von ewigem entschuldigen und buckeln. Solche Gesten helfen vielmehr alte Vorurteile aufzubrechen.

Gruß,
Tom
Sind genau meine Gedanken :TOP:

Soetwas ist besser als den Dreck vor anderen Türen zu kehren !
 
tomcatter

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ich hab mal eine Story im Fernsehen gesehen, von einem Bombenschützen der RAF, der inzwischen in den USA lebt, und dort seit vielen Jahren jedes Jahr am 13. Februar zur deutschen Botschaft reist und dort einen Kranz niederlegt.
Einige Male war er sogar schon in Dresden selbst.

Solche Gesten finde ich sehr gut, schade nur dass es nur sowenige Veteranen gibt die so etwas tun.
 
Wolfgang Henrich

Wolfgang Henrich

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gut dass es kontorvers diskutiert wird. Vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt. Wie gesagt, wenn es dem inneren Frieden desjenigen dient, der sich entschuldigt ist das prima und in Ordnung. Was mich nur stört ist dass alles und jede Kleinigkeit die in diese Richtung geht und seitens eines Deutschen kommt so sehr aufgebauscht wird. Das hat dann immer den Nachgeschmack von "ihr seid immer noch die bösen, die Unmenschen" Wenn sich mal jemand von der anderen Seite entschuldigt, dann begleitet dies oft ein Tenor von "welche Güte, das dieser Mensch sich entschuldigt...haben wir das denn verdient"....wenn es überhaupt erwähnt wird.
Es geht hierbei nicht um aufrechnen. Es geht einfach darum dass beide Seiten grausam waren und ungerechtfertigt gehandelt haben. Bombenkrieg ist grausam, aber einen Bombenkrieg gegen jemanden in massiver Form zu führen der schon verloren hat und wehrlos ist ist genauso ein Verbrechen, wie einen Krieg anzufangen.
Es soll eben kein "explizites drauf Zeigen" geben wenn sich einer entschuldigt. Man sollte diese Leute das mit sich ausmachen lassen. Vielmehr ist es an der Zeit dass sich alle zu ihren Schulden bekennen.
 

LFeldTom

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@Elrayox

Sei mir bitte nicht böse - aber meine Meinung geht da immer noch in eine andere Richtung.

Es geht nicht allein um den Seelenfrieden eines einzelnen. Da steckt soviel mehr dahinter.

Die Geschichte die whoops erwähnte mit der Spende des Sohnes eines englischen Bomberpiloten für den Wiederaufbau der Dresdner Kirche kam mir z.B. auch gleich in den Sinn. Für mich ist sowas ein Zeichen von Stärke und nicht von Schwäche.

Wo ich mit Dir konform gehe - die Bombardierung von Städten ist alles andere als in Ordnung. Aber - ich stehe auf dem Standpunkt, daß man Entschuldigungen nicht einfordern kann - die müssen von selber kommen. Und ich bin absolut überzeugt, daß da auch noch nicht das letzte Wort gesprochen ist...

Gruß,
Tom
 
Flugi

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Was LFeldTom hier schreibt, sind genau meine Gedanken. :)

Trotzdem noch zwei Zeilen dazu.
Ich kann die alten Flieger auf beiden Seiten sehr gut verstehen. Vielleicht liegt es auch daran, das ich vom Alter her näher drann bin. Aber Menschen durchlaufen in ihrem langen Leben, wenn es ihnen vergönnt ist, immer einen Entwicklungsprozess. Das was in der Jugend noch Richtig und Bestimmend war, erscheint aus der Sicht der Jahre in einem ganz andern Bild und wenn man dann den Arsch hat einen Strich zu ziehen und über seinen Schatten springen kann, Hut ab! ;)
 

whoops

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Elrayox schrieb:
Was mich nur stört ist dass alles und jede Kleinigkeit die in diese Richtung geht und seitens eines Deutschen kommt so sehr aufgebauscht wird. Das hat dann immer den Nachgeschmack von "ihr seid immer noch die bösen, die Unmenschen" Wenn sich mal jemand von der anderen Seite entschuldigt, dann begleitet dies oft ein Tenor von "welche Güte, das dieser Mensch sich entschuldigt...haben wir das denn verdient"....wenn es überhaupt erwähnt wird.
Vielleicht sind Deine Beobachtungen auch nur etwas einseitig diesbezüglich, weil Du eh immer nur das bestätigt sehen willst, was Du eh schon weißt... Ich bezweifele Deine Beobachtungen jedenfalls sehr stark, mein Eindruck ist da ein ganz ein anderer! Leider sind solche Gesten wohl auf beiden Seiten noch Ausnahmen, wobei ich leider befürchte, daß nicht mehr viel Zeit bleibt, dies zu ändern.

Sorry, aber DIESE Diskussion habe ich schon dutzende Male v.a. mit Großeltern geführt, und sie bringt rein gar nichts und es sind immer die gleichen ewiggestrigen Argumente. Diesmal noch mit vermeintlichen Fortwirkungen in die heutige Zeit garniert, und das bei einer Aktion, vor der jeder nur den Hut ziehen müßte!

Whoops
 
AE

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13. Februar 2000
"Mit großer Freude übergebe ich deshalb im Namen vieler Bürger des Vereinigten Königreiches einschließlich Ihrer Majestät der Königin-und in Demut vor Gott-dieses Kuppelkreuz. Möge es zu Beginn dieses neuen Jahrtausends ein Zeichen für erlebte Versöhnung und dauerhaften Frieden sein wie auch für unsere Verpflichtung, die Freundschaft zwischen unseren Völkern weiterhin zu vertiefen."
Seine Königliche Hoheit Herzog von Kent
Kuppelkreuz 4,6 m hoch
1,25 Tonnen schwer
500 000,-€ gesammelt vom Stifter-Verein "Dresden Trust" dem mehr als 2.000 Briten angehören; darunter selbst Kriegswitwen! und ehemalige Bomberpiloten.
Die Montage wurde vom Kunstschmied Alan Smith überwacht, desen Vater bei der Zerstörung von Dresden an Bord eines britischen Lancaster Bombers war.

Nur die Deutschen "müssen" Gesten des Kniefalls machen?

Guernica: war nur ein Versehen, es war Krieg; es sollte die Brücke zerstört werden (Mit Brandbomben?)
Massenvergewaltigungen durch die Sowjetarmee: Die Deutschen haben schlimmere Verbrechen begangen und so schlimm war das doch wohl für die Frauen nicht. (mit weiteren Kommentaren unterlegt die hier nicht wiedergebbar sind)
Bombardierung deutscher Städte durch die Alliierten zum Kriegsende: Die haben schießlich angefangen, die haben es verdient. Dazu stehe ich auch heute noch.
Abschuß von am Fallschirm hägenden Piloten durch die USAF/RAF: Das mußten wir so machen, die wären ja sonst wieder in eine Maschine gestiegen.

Alles Kommentare die in Dokumentationen die in letzter Zeit gezeigt wurden.

Keine Spur von Reue die ewig gestrigen gibt es noch und es rücken neue Kriegsbegeisterte nach.

Die nicht befolgte Lehre des II. Weltkriegs ist: "Nie wieder Krieg!"
Jede Geste für Verständigung und Aussöhnung ist ein Schritt in diese Richtung, von wem sie auch kommen mag und sie ist zu begrüßen..
 
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DerFuchs

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Dazu noch ein Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger, Eifel extra, vom 20.07.2004:


Sorry für die Bomben aufs Dorf

VON F.A. HEINEN, 07:15h

Die britische Presse würdigte die Sühne-Bekundung mit dicken Schlagzeilen.
Zülpich - Die Situation in der Nacht zum 1. Mai 1942 war dramatisch. Britische Nachtjäger hatten über dem englischen York deutsche Bomber abgefangen. Eine Do 217 mit dem Piloten Willi Schludecker am Steuerknüppel geriet dabei in arge Bedrängnis. Schludecker warf seine vier Bomben in Richtung einer Bahnlinie ab. Tatsächlich fielen die Zehn-Zentner-Bomben jedoch auf das kleine Dorf Bolam / Sunderland. Eine explodierte vor dem Pfarrhaus, eine andere schlug als Blindgänger in die Kirche St. Andrew ein, die schwer beschädigt wurde. Verletzt wurde niemand.

62 Jahre nach diesem Luftangriff flog der damalige Bomberpilot aus Zülpich erneut nach England. Vor wenigen Tagen entschuldigte er sich bei den Bewohnern Bolams für seinen damaligen Bomben-Fehlwurf. Der britischen Presse war diese spektakuläre Entschuldigung manche Titelseite wert: „German pilot says sorry for bombing an English church over 60 years ago.“

Der heute 84-jährige Willi Schludecker wuchs im badischen Bühl auf und meldete sich als junger Mann freiwillig zur Luftwaffe. Er wollte Kampfflieger werden. Kurz vor Kriegsbeginn begann seine Flugausbildung mit 45 Minuten Kunstflug. Der Lehrer hatte vorher verkündet: „Bei mir hat sich noch jeder übergeben.“ Schludecker nicht, was den Lehrer eine Kiste Bier kostete. Bald darauf absolvierte der Flugschüler auf einem Stieglitz-Doppeldecker seinen ersten Alleinflug.

Nach der Blindflugausbildung ging es zur Kampffliegerschule, wo Schludecker auf den damals gängigen Bombertypen trainiert wurde. Anfang 1941 kam er zum Kampfgeschwader 2 mit dem Einsatzgebiet Balkan und Russland. Dreimal wurde seine Maschine abgeschossen, einmal musste er 50 Kilometer jenseits der Front notlanden. Zwei Beobachter starben bei diesen Bruchlandungen, aber Schludecker hatte Glück.

Anfang 1942 flog das Geschwader von Holland aus mit der Do 217 Einsätze gegen England. Diese Nachtflüge waren riskant, denn die britische Luftabwehr schlief nicht. „Besonders gefährlich war Southampton“, erinnerte sich Schludecker jetzt im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Einmal kam er mit nur noch einem laufenden Motor von der Insel zurück.

Mit 300 km / h in den Wald

Am 23. Juli 1942 war nach Beschuss durch britische Jäger die Steuerung der Maschine nahezu vollständig ausgefallen. Der holländische Flugplatz, auf dem Schludecker notlanden wollte, lag in einer Waldschneise. Mit 300 km / h schlug die Maschine in den Wald, wobei der Pilot schwer verletzt wurde.

Der Flug, der mit dem Bombenabwurf in die Kirche von Bolam endete, setzte sich damals auch für die deutsche Besatzung dramatisch fort. Schludecker entzog sich den britischen Nachtjägern durch einen Sturzflug mit anschließendem abruptem Abfangen in 50 Metern Höhe. Anschließend flog die Do zwar noch, aber deutlich langsamer. Sie hatte durch die Überbeanspruchung die Flügel total verbogen.

Bei Kriegsende geriet Schludecker in US-Gefangenschaft, ein halbes Jahr später war er wieder frei. Aus dem Pilot wurde der Elektromonteur Schludecker, den es nach Zülpich verschlug, wo eine neue Brikettfabrik mit einem Kraftwerk gebaut wurde. Der Ex-Bomberpilot wurde Leiter der Elektro-Technik der Fabrik.

Der britische Lokalhistoriker Bill Norman spürte im Jahr 2000 den Ex-Bomberpiloten Schludecker in Zülpich auf. Es entwickelte sich ein Kontakt, der in mehreren Reisen nach Großbritannien mündete. Unter anderem traf der Zülpicher dort mit Peter McMillan zusammen, dem Piloten des britischen Beaufighter-Jägers, der den deutschen Bomber 1942 über Bolam unter Feuer genommen hatte. McMillan hatte damals angenommen, der Deutsche sei ins Meer gestürzt.

Bei seiner jetzigen Entschuldigungstour wurde Schludecker in York freundlich aufgenommen. Der 84-Jährige: „Ich hatte das Bedürfnis, die Kirche mal zu sehen und mich zu entschuldigen.“ Er wollte den Leuten in Bolam erklären, wie es zu dem Bombenabwurf in die Kirche kam. Der BBC sagte der Deutsche: „Ich will Ihnen sagen, dass es mir wirklich Leid tut, dass ich Ihre Kirche beschädigt habe. Zum Glück wurde niemand verletzt.“
 

Voyager

Guest
Passt zwar nicht so ganz hier her, weil es nicht um eine Entschuldigung geht, sondern eher um einen Dank, aber trotzdem. Ich kann es leider nicht detailliert wiedergeben, weil ich die Quelle nicht mehr habe.

Letztes Jahr suchte im Jägerblatt ein britischer Jagdflieger nach seinem deutschen Gegner an der französischen Kanalküste 1944. Der britische Pilot war in einen Luftkampf mit einer FW-190 verwickelt und hatte Mühe der FW-190 zu entkommen. Es war zudem schlechtes Wetter und der Sprit für den Heimflug ging zur Neige. Als sich die Situation für ihn aussichtslos darzustellen begann, war die FW-190 auf einmal verschwunden und er setzte Heimatkurs.
Plötzlich tauchte die FW-190 neben seinem Flügel auf, der deutsche Pilot grüßte und feuerte eine Salve ins Leere, um zu zeigen, dass er keineswegs Probleme hatte, bevor er die FW-190 in einem langen Turn in den Wolken verschwinden liess.

Der Brite, der inzwischen über 80 ist, sucht seit Jahrzehnten nach dem Gegner von einst, um ihm seine Achtung auszusprechen.
 
_olli_

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Nette Geschichte.


Und ich muss Elrayox (bedingt) zustimmen. Das Versöhnen kann nur funktionieren wenn das von beiden Seiten ausgeht. Und wenn ich mich als Durchschnittsbürger nehme, muss ich sagen dass meistens sowas nur von deutscher Seite bekanntgemacht wird. In der Öffentlichkeit hört man, als jemand der sich nicht so intensiv mit dem Thema auseinandersetzt, sehr selten, wenn nicht so gut wie nie, dass von Alliierter Seite so Gesten kommen.

@Elrayox: ich hoffe ich habe dich so richtig verstanden?
 
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@Hops
Da irrst du dich gewaltig. Auch auf Seiten der Allierten gibt es zahlreiche ehemalige Soldaten, besonders Bomberpiloten, die ein schlechtes Gewissen haben und sich bei den Hinterbliebenen und den noch lebenden Betroffenen entschuldigt haben. Leider finden solche Gesten nur selten den Weg in die Deutschen Medien, die Ursache wird wohl in der Art und Weise liegen, wie wir in Deutschland mit unserer Vergangenheit umgehen.
 
Wolfgang Henrich

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Da muss ich Shadow absolut recht geben. Und damit kommen wir nämlich auch zu dem wahren Übel.
Nicht die Gesten sind das "Problem". Denn an versöhnlichen Gesten mangelt es von beiden Seiten nicht. Das Problem ist, wie mit diesen Gesten umgegangen wird und was die "Öffentlichkeit" (zumeist Medien und Politik) daraus machen.
Interessant ist auch wie die Länder (in erster Linie die Meinungsmacher und die entsprechend angesprochene Bevölkerung) darauf reagiert.
Ich kann jetzt nicht sagen, dass das pauschal so ist, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass man in Amerika eher abwinkt und sagt "Jetzt lasst es mal gut sein, von beiden Seiten aus" in England man immer noch versucht schlechte Stimmung gegen Deutsche zu machen, oder zumindest den moralischen Zeigefinger erhebt und in Frankreich sich eher versöhnlich zeigt.
Wie gesagt, mein persönlicher Eindruck.
Was Deutschland angeht, so sehe ich das ähnlich wie Shadow bereits geschrieben hat.
 
Maik

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leider verstorben<br><img src="http://www.flugzeug
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Hätten die Nazis diesen Krieg gar nicht erst ausgelöst, müsste sich niemand entschuldigen. Wenn ich ein Land angreife, muss ich damit rechnen, dass es sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigt. Durch den Angriff provoziere ich gerade eine solche Reaktion. Die Schuld an den Bombardierungen deutscher Städte liegt damit doch letztendlich bei den Nazis, nicht bei den Alliierten.

Die Alliierten haben am wenigsten Grund sich zu entschuldigen. Einige tun es aber trotzdem.

Von Einzelentschuldigungen von deutscher Seite aus habe ich bisher nur sehr selten gehört. In der Regel schickte man doch irgendein Staatsoberhaupt vor.

Ich habe allergrößte Hochachtung vor jedem Einzelnen, der sich für seine Taten im Krieg entschuldigt, egal ob Allliierter oder Deutscher.
 
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Bevor wieder Fragen auftauchen und mein Moderator-Kollege Arne wieder zu Unrecht beschuldigt wird, er hätte hier Postings gelöscht, möchte ich darauf hinweisen, dass ich die Postings gelöscht habe ;)

Schreibt bitte zum Thema! Es ist schade, dass so ein wichtiges Thema, wie die Aussöhnung nach 60 Jahren und 60 Millionen Toten wieder mal so ausufert.
 

Lothringer

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Fazit: "Man darf nicht zivile Bevölkerung... oder das Dach einer englischen Kirche bombardieren."

Einige entschuldigen sich, andere nicht...
 
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