Deutsches Technikmuseum Berlin

Diskutiere Deutsches Technikmuseum Berlin im Luftfahrt im Museum Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Am 14. Juni 2024 sind @airboß und ich nach Berlin gefahren. Zunächst haben wir uns das Deutsche Technikmuseum Berlin (Fotos folgen noch)...
heino

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Am 14. Juni 2024 sind @airboß und ich nach Berlin gefahren. Zunächst haben wir uns das Deutsche Technikmuseum Berlin (Fotos folgen noch) angesehen. Danach sind wir zum ehemaligen Flughafen Tempelhof gefahren, um an der Führung ZEUGNISSE DER LUFTFAHRTGESCHICHTE teilzunehmen.

Zunächst wurden wir durch das Flughafengebäude geführt. Die Decke in der Eingangshalle war ursprünglich 15 m hoch und ist später tiefer abgehängt worden.



Durch die Türen rechts im Bild betraten wir dann die Abfertigungshalle. Schon merkwürdig diese Halle vollbeleuchtet aber menschenleer vorzufinden.



Alle Anlagen wirken so, als wären sie noch voll einsatzfähig und bis gestern noch im Betrieb gewesen. Während das Gepäckausgabeband still stand, funktionierte die Uhr noch und ging bis auf wenige Minuten sogar noch richtig!



Sodann gingen wir über das Vorfeld zum Hangar, wo die Flugzeuge stehen. Die Rekonstruktion der Focke-Wulf Fw 200 "Condor" ist beeindruckend.



Die Douglas C-54 "Skymaster" hat die Werknummer 36010. Sie wurde im Jahr 1971 vom berühmten Pilot Gail Halvorson nach Tempelhof geflogen. Seitdem erinnert sie hier an die Berliner Luftbrücke.



Das dritte Flugzeug ist die Iljuschin Il-14P. Als das Flugzeug 1992 vorgefunden worden ist, befand sie sich in einem desolaten Zustand. Jahrelang war sie Wind, Wetter und Vandalismus ausgesetzt. Seit 2006 wird sie von ehrenamtlichen Helfern restauriert. Äußerlich ist sie bereits bis auf das Seitenruder komplettiert worden und sieht nun wieder richtig gut aus!



Die Führung hat uns sehr gut gefallen und wir können sie weiterempfehlen!
 
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heino

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Wie ich schon im Beitrag #461 geschrieben hatte, waren wir vor der Besichtigung auf dem Tempelhofer Flughafen noch im Deutschen Technikmuseum Berlin gewesen. Mein Interesse lag diesmal hauptsächlich der kleinen Raketenabteilung. Der neuste Zugang stellt die Messerschmitt Enzian da. Es ist eine Flugabwehrrakete, die vom Boden und aus der Luft aus gestartet werden konnte. Von den hundert gebauten Exemplaren ist keines mehr zum Einsatz gekommen. Es sind insgesamt nur drei Stück erhalten geblieben.



Mittig hängt die Fieseler Fi 103.



Gleich darüber hängt die wesentlich kleinere Ruhrstahl X-4. Hierbei handelt es sich um eine ferngelenkte Luft-Luft-Rakete. Sie wurde über zwei bis zu 5,5 km lange Drähte ins Ziel gesteuert.



In der linken Ecke steht R1 "Rheintochter" von der Rheinmetall-Borsig AG. Die Flugabwehrrakete war die größte Feststoffrakete ihrer Zeit und zugleich die erste zweistufige Rakete.



Die Henschel Hs 117 "Schmetterling" ist eine Boden-Luft-Flugabwehrrakete. Bei ihr fehlen an den kurzen gepfeilten Tragflächen die Bespannungen.



Die ferngelenkte Gleitbombe Henschel Hs 293 wurde geben Seeziele eingesetzt.

 
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lutz_manne

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Alien
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Wenn diese Raketen nur 12 Monate früher gekommen wären, dann wäre der Luftkrieg für die Alliierte über Deutschland ganz gewaltig anders verlaufen. Die hatten nochmal Glück. Weniger von dem V1/V2 Quatsch und eher diese Raketen... Potenzial nicht erkannt.
 
heino

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In einer Vitrine ist eine Flugzeugrakete vom Typ R4M ausgestellt. Die Bezeichnung steht für Rakete 4 Kilogramm Minenkopf. Die Raketen wurden aus Rosten unter den Tragflächen abgeschossen.



Die behelfsmäßige Bewaffnung der Bücker Bü 181 Bestmann zur Panzerabwehr war alles andere als effektiv und kostete vielen Piloten das Leben!



Die Heinkel He 162 stellt ein Verbrauchsgerät dar. Große Baugruppen entstanden in Holzbauweise, da zum Kriegsende viele Rohstoffe knapp geworden sind.



Im DTMB gibt es keine vollständige Messerschmitt Me 163. Aber es wird ein Raketentriebwerk der Komet gezeigt. Es ist ein HWK 109-509.



Neben der vollständigen Fieseler Fi 103 (V1) gibt es im Museum von der anderen sogenannten Vergeltungswaffe, Aggregat A4, einige Teile zu sehen. In einer Nische befinden sich zwei Brennkammern.



Eine weitere Brennkammer wird mit weiteren Anbauteilen (Sauerstofftank, Turbopumpe, Treibstoffleitungen) gezeigt. Aufgrund der Enge in dem Raum habe ich mal ein Vertikalpanorama aufgenommen:

 
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heino

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In der Luftfahrtabteilung gibt es zwei Flugzeuge, die m.E. besser im Hangar von Tempelhof aufgehoben wären. Als erstes wäre da die Douglas C-47 Skytrain. Es sieht zwar toll aus, wie sie da über dem Museum schwebt, gleichwohl ist sie dort Wind und Wetter ausgesetzt. Zudem würde sie dort thematisch gut reinpassen.



Auch zum Thema der Ausstellung in Tempelhof würde die Junkers Ju 52 passen. Zudem würde das enorm viel Platz im Museum schaffen und die Exponate könnten etwas besser positioniert werden.

 
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ja das stimmt. In Tempelhof wären sie besser aufgehoben. Die C-47 stand ja bis 98 zusammen mit der C-54 dort.
Bin mal gespannt wohin die Ju88 und irgendwann mal die He111 wandern.
 
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